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  1. gesperrt

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    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User



    Oh, das finde ich überaus verständlich.
    umso wichtiger ist es, die betreffenden nicht an ihre bescheuerten Statuten zu erinnern.
    Aber Statuten sind erfahrungsgemäß vor allem dazu da, umgangen zu werden, dazu beachte man die Geschichte des mächtigsten Glaubenssystems dieses Planeten: Der Finanzwirtschaft.
    Ich muss niemand an sie Statuten erinnern. Die werden immer, je nach Marktlage heraus gekramt und als Legitimation für alles Mögliche verwendet. Wenn jemand mir erzählt, er will mich nicht umbringen, dann soll er das gefälligst aus seinen Statuten streichen. Ansonsten kommt er mir eines Tages und erzählt mir, er will mir ja eigentlich nicht so richtig den Garaus machen, aber er muss, denn eine höhere Autorität fordert es von ihm.

  2. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Zitat Zitat von maxima8
    .... er will mir ja eigentlich nicht so richtig den Garaus machen, aber er muss, denn eine höhere Autorität fordert es von ihm.
    Das ist durchaus der Brauch, wo Religion mit Politik vermischt wird

  3. gesperrt

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    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist durchaus der Brauch, wo Religion mit Politik vermischt wird
    Aber Religion wird doch immer mit Politik vermischt.

  4. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Zitat Zitat von maxima8
    Aber Religion wird doch immer mit Politik vermischt.
    Je nachdem wer eben denn dabei ist, gerade zu sagen was die Wahrheit sei,

    ist Religion = Politik = Wissenschaft

    Und Denken = Glauben

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    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    @Eyrri:
    Kannst Du mir vielleicht erklaeren, was Spiritualitaet ist?

  6. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    @Eyrri:
    Kannst Du mir vielleicht erklaeren, was Spiritualitaet ist?
    Damit haben wir nun ein Problem, bzw. eine Frage oder Aufgabe:

    Spirtus ist lateinisch und wird im Allgemeinen mit Geist übersetzt.

    Die Endung ...alität kann man in anderen Fällen als ...lichkeit übersetzt sehen:
    Re-alität <-> Res für Sache, also Sachlichkeit, das wird aber mit einer etwas anderen Tönung in Deutsch verwendet im Gegensatz zu gefühlsbetont.
    Virtualität <-> Das Wort führt über den französischen Begriff virtuel („fähig zu wirken, möglich“) zurück auf das lateinische Wort virtus („Tugend, Tüchtigkeit, Kraft, Männlichkeit“). Virtualität spezifiziert also ein gedachtes, oder über seine Eigenschaften konkretisiertes Objekt, das zwar nicht physisch, aber doch in seiner Funktionalität oder Wirkung vorhanden ist. Aber Wirklichkeit wird zu deutsch eben auch für Realität gebraucht. Anscheinend hat das Germanische ein Problem mit dem Geistigen gggg Nur die harten Gegenstände wirken, Gedanken wirken nicht zu deutsch.

    Das Wort Spiritus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich Atem

    Atem wird aber in älterem Deutsch gleichgesetzt mit Leben:
    Den Odem einhauchen z.B. oder eher aushauchen, kann man wahrscheinlicher erleben, als dass ehemals unbelebtes lebendig würde.

    Atemlichkeit oder dann Leblichkeit würden auch gehen, aber Geistlichkeit hat sich am Ende durchgesetzt, wird aber in anderen als der katholischen Kirche weniger angetroffen, jedenfalls von mir. Ein Geistlicher wäre nun ein Mensch, welcher sich hauptberuflich mit diesen Gedanken befasst.

    Im Unterschied zu Religiosität scheint es so, dass Religiosität eben unter der Übersetzung von Religere (zurückbinden, sich stützen auf, sich berufen auf) mehr die Gemeinschaft der Menschen mit ähnlichen Voraussetzungen meint, während die Spiritualität mehr die geistlichen Aktivitäten und Einstellungen des Einzelnen meint.

    Dem Thema ist ja bereits ein ganzer Thread gewidmet, vielleicht kannst Du Dich da mal ein wenig umsehen: Religion versus Spiritualität

    Es ist ja die Schwierigkeit von Glaubenssystemen und Sprachen, dass sie irgendwann fast gezwungen sind, sich auf sich selbst zu berufen.
    Und dabei kann es schon mal grotesk werden:

    Was ist ein Bett? --- Da wo einer schläft
    Oh, da schläft also der Fluss? Und wenn er aufwacht gibt es eine Überschwemmung?

    Also scheint mir Spiritualität die persönliche Beziehung eines Menschen zu seelisch-geistigen Inhalten zu sein, womit, wie horus bereits andernorts erwähnt hatte, zumeist der Tod verbunden ist und die Frage, wo bleibt die Software, wenn der Hardware der Strom ausgeht, was ja auch eine Frage der Philosophie ist:
    Gibt es einen Gedanken auch dann, wenn niemand ihn denkt oder jemals gedacht hat?

    Ich persönlich finde, es gibt alle Gedanken bereits, egal ob sie schon einmal gedacht wurden, insofern gibt es kaum Schöpfung sondern nur Entdeckung von bisher ungenutzten Möglichkeiten.

    Das ist es ungefähr was mir anhand des Erklärungsbedarfs bei Spiritualität an Erläuterungen zu diesem Begriff zur Verfügung steht. Möglicherweise liegt darin auch eine Klärung aber nicht unbedingt, die Kompliziertheit des Lebens im Glauben und Wissen ist vermutlich nicht auf etymologischem und logischem Wege zu lösen.

    Vielleicht zeichnet es ja auch das Menschsein aus, dass wir uns damit beschäftigen.

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    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Eyrri: Danke fuer Deine ausfuehrliche Antwort.

    Den Strang Religion <-> Spiritualitaet kenne ich. Dort hat mir ausser Horus niemand eine Antwort geben koennen. Soweit ich mich erinnere, hat sich der Strang dann in Richtung Religoesitaet verschwurbelt ... Deswegen habe ich ja nochmal hier gefragt.

    Also: was ist bisher in meiner Sammlung zur Defintion von Spiritualitaet:

    Meine eigene Definition:
    "Zur Spirituallitaet gehoeren fuer mich alle Modelle und Systeme, die einen Gott/eine goettliche Macht oder Kraft oder Energie, "Uebernatuerliches" als Tatsache annehmen, unabhaengig von Logik oder wissenschaftlicher Ueberpruefbarkeit."

    Die Definition von Horus:
    "Für mich ist Spiritualität eher eine Methodik und nicht unbedingt gebunden an einen Glauben. Wie gesagt - die ständige Suche nach dem Absoluten, nach der Wahrheit. Die Philosophie macht das mit Logik. Die Spiritualität ist eine andere Methode - Gefühle, Meditation, Mystik, Rituale, whatever. Das Ziel ist jedoch das Gleiche: die Suche und das Streben nach Wahrheit."

    Und jetzt die Deine (bitte korrigieren, wenn ich falsch interpretiere):
    "Die persönliche Beziehung eines Menschen zu seelisch-geistigen Inhalten. Subjektive Reflektionen darueber, (1) wie die Leblichkeit/der "Atem"/der Geist in die Materie kommt". Und (2) wo die software bleibt, wenn die hardware nicht mehr funktioniert.

    Also irgendwie gefaellt mir Deine Definition von allen dreien am besten. Dann duerfte ich mich ja auch spirtiuell bezeichnen, sogar ohne Seele! Finde ich gut!

    Gibts noch andere Vorschlaege?

  8. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    andere Vorschläge?

    Mir gefällt das mit der hard- und software auch gut. Wir wissen es einfach nicht! Keiner weiß was passiert wenn wir tot sind - bisher ist niemand zurückgekommen um es uns zu erzählen.

    Wie sind "die Krone der Schöpfung"... eher nicht und ich will auch nicht glauben, daß wir das Ende der Evolution sind - das geht sicher noch besser - wir müssen uns mutationsmässig nur mehr Mühe geben.

    Aber wir können denken, wir sind uns unser Selbst bewußt - wir setzen uns auseinander mit Dingen - wir Entdecken sie - wir Erfinden sie nicht - alles war schon vor uns da - erklärbar chemisch, physikalisch oder wie auch immer!

    Vor vielen Jahren konnte wir das noch nicht und wir brauchten trotzdem eine Erklärung, weil wir Menschen wohl so sind, und die Religionen dieser Welt haben es gut verstanden uns "die Welt" zu erklären - viele Jahre haben wir daran geglaubt - und wehe wenn nicht!

    Aber jetzt, hier und heute, wo wir aufgeklärt sind und sagen und denken können was wir wollen ohne verbrannt zu werden, da ist es schwer für "die Kirche" alles schön beim Alten zu lassen.

    Zweifeln ist erlaubt, ich glaube nichts von dem was in der Bibel steht - sie ist schön geschrieben, das ist alles.

    Wenn ich mich dennoch als Christ bezeichne, dann nicht weil ich gottesfürchtig bin und regelmäßig in die Kirche gehe. Ich bete nicht und ob es Gott gibt weiß ich nicht. Die 10 Gebote aber sind gar nicht so "göttlich" - die meisten sind für eine funktionierende Gesellschaft nötig. Ich töte nicht - warum auch? Ich achte Vater und Mutter - das ist das Mindeste was ich meinen Eltern schulde...und so weiter.

    Aber an ein Leben nach dem Tod, in welcher Form auch immer, glaube ich schon. Ob meine "seele" unsterblich ist? Ob ich wiedergeboren werde? All das weiß ich nicht. Aber daran zu glauben, daß der Tod nicht das absolute Ende ist, ist tröstlich. Schlimm genug, daß unser Leben endlich ist , das jemand der stirbt für einige Menschen eine Lücke hinterläßt, dass das Leben weitergeht wenn ich nicht mehr lebe??!! Schlimme Vorstellung - deswegen beruhigt es mich zu glauben, dass die Möglichkeit besteht, das die software vielleicht recyclebar ist und ich nicht ganz aus der Welt verschwinde - denn eigentlich erwarte ich (andere sicher auch) das die Welt stehen bleibt wenn ich sterbe...eigentlich!



    Lilie

  9. gesperrt

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    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Je nachdem wer eben denn dabei ist, gerade zu sagen was die Wahrheit sei,

    ist Religion = Politik = Wissenschaft

    Und Denken = Glauben
    Das ist doch völlig unabhängig von der Definition. Religionen sind meinungsbildende Gemeinschaften. Da muss doch nicht erst jemand her gehen und sagen Religion = Politik.

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    ...
    Es ist ja die Schwierigkeit von Glaubenssystemen und Sprachen, dass sie irgendwann fast gezwungen sind, sich auf sich selbst zu berufen.
    Und dabei kann es schon mal grotesk werden:

    Was ist ein Bett? --- Da wo einer schläft
    Oh, da schläft also der Fluss? Und wenn er aufwacht gibt es eine Überschwemmung?
    Das ist kein Beispiel für ein sich auf sich selbst beziehendes System sondern lediglich eine unpassende Analogie.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gibt es einen Gedanken auch dann, wenn niemand ihn denkt oder jemals gedacht hat?

    Ich persönlich finde, es gibt alle Gedanken bereits, egal ob sie schon einmal gedacht wurden, insofern gibt es kaum Schöpfung sondern nur Entdeckung von bisher ungenutzten Möglichkeiten.
    Ich würde sagen, Du werwechselt Gedanken mit Möglichkeiten. Gedanken sind, um in Deiner Analogie zu bleiben, eigentlich nichts anderes als sehr einfach gestrickte PCs, die immer wieder die gleiche Routine-Operationen durchführen und lediglich die Variablen verändern. Ein Gedanke, der nicht gedacht wird ist nicht da. So wie ein Baum im Wald nicht da ist, wenn er nicht da ist.

    Möglichkeiten allerdings existieren, genau wie der Ton, den ein umstürzende Baum im Wald erzeugt, auch wenn niemand da ist, um den Ton zu hören bzw. ohne dass die Möglichkeit gedacht wird.

  10. Inaktiver User

    AW: Was bedeutet es ein Christ zu sein?

    Nein, Logos meine ich: Das Wort, das im Anfang steht, das Schöpferische.
    Den Rest spar ich mir




    das schöne Lichtermeer
    erfüllte mich, der leer


    Geändert von Inaktiver User (01.06.2007 um 21:14 Uhr)

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