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Thema: heilige Nudel

  1. Inaktiver User

    AW: heilige Nudel


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    AW: heilige Nudel

    Vielleicht zu sagen: Soll jeder mit seinem Gott glücklich werden und vor allem den anderen in Ruhe lassen, der einen anderen Gott versteht!

    Das wäre viel zu einfach und würde außerdem die Macht und die Freiheit der Entscheidung dahin zurückgeben, wo sie hingehört: Zum Individuum.
    Ein Alptraum für jede denkbare Institution.
    Im Zweifel tu einfach das Richtige

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    AW: heilige Nudel

    Deswegen werden die Individuen ja so erzogen, dass sie diese Macht und Freiheit gar nicht wollen ... und auch noch stolz darauf sind ...

  4. Inaktiver User

    AW: heilige Nudel

    Anderseits, wenn ich mir Macht und Freiheit in den Köpfen UND Händen der mir heute bekannten Individuen vorstelle, wäre die daraus resultierende Anarchie evolutionär kaum von großer Tragkraft innerhalb der Ökosysteme.
    Denn wenn man die etablierten Systeme anschaut, sind es gerade diese Größen, welche Menschen gegenüber Tieren durch weit gehende Überbrückung der Instinkte und der biologischen Zwänge unterscheiden, gepaart mit immerhin einer deutlich gesteigerten Intelligenz.
    Einmal ungeachtet der Frage wie weit man allgemein von letzterer im Handeln des Alltags Gebrauch mache.

  5. gesperrt

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    AW: heilige Nudel

    Zitat Zitat von glaux
    Der naturwissenschaftliche Atheismus ist methodischer, nicht ideologischer Natur, man läßt Gott nicht weg, weil er einem nicht in den Kram paßt, sondern weil man mit möglichst einfachen Grundannahmen auskommen möchte, schon wegen der technischen Anwendbarkeit.
    Schon alleine der Begriff "naturwissenschaftliche Atheismus" ist in diesem Zusammenhange höchst irreführend, was aber durchaus im Sinne des Zeitgeistes sein mag.....
    Man suggeriert damit, Naturwissenschaft müsse zwangsläufig attheistisch sein, was ganz und gar nicht stimmt. Naturwissenschaft hat aus meiner Sicht in Gott-Glaubensfragen neutral zu sein, nenne es meinetwegen "naturwissenschaftlichen Agnostizismus".
    Aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen die Existenz eines Schöpfergottes abzuleiten oder zu wiederlegen ist unseriös, die heutige und ich denke auch zukünftige Naturwissenschaft gibt so etwas nicht her.

    Zitat Zitat von glaux
    Falls die Physiker eines Tages auf die Signatur eines solchen Überwesens stoßen sollten, wäre das das Ende der Wissenschaft als "Wahrheitssuche"....
    Wieso soll das das Ende der "Wahrheitssuche" sein???

  6. Inaktiver User

    AW: heilige Nudel

    Zitat Zitat von butterfly_99
    Schon alleine der Begriff "naturwissenschaftliche Atheismus" ist in diesem Zusammenhange höchst irreführend, was aber durchaus im Sinne des Zeitgeistes sein mag.....
    Man suggeriert damit, Naturwissenschaft müsse zwangsläufig attheistisch sein, was ganz und gar nicht stimmt.
    Das suggertiert man nicht sondern man differenziert (=unterscheidet) und definiert (=begrenzt) sich mit der Bezeichnung "atheistisch" von der theistischen Naturwissenschaft, welche allem Seienden etwas Göttliches voraussetzt.

    Zitat Zitat von butterfly_99
    Naturwissenschaft hat aus meiner Sicht in Gott-Glaubensfragen neutral zu sein, nenne es meinetwegen "naturwissenschaftlichen Agnostizismus".
    Das finde ich jetzt aber den Gipfel menschlicher Arroganz: Den Schöpfer, gesetzt den Fall es gibt einen, von seiner Schöpfung auszuschließen.
    Aber insofern sich naturwissenschaftliche Erkenntnis definitionsgemäß ans Raumzeitliche bindet, kann sie weder der Frage nach einem Schöpfer noch jener nach einer Seele nachgehen, da beide nicht raumzeitlicher Art sind und die Naturwissenschaft andere als raumzeitliche Beweise gar nicht anerkennen darf.
    So schließt sich die raumzeitliche Wissenschaft selbst aus allem nicht raumzeitlichen Sein aus. Insofern ist hier die Suche nach Gott und Seele von der Definition her bereits Blödsinn und jenseits der Grenzen, die selbst gesetzt wurden. (siehe oben)

    Zitat Zitat von butterfly_99
    Aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen die Existenz eines Schöpfergottes abzuleiten oder zu wiederlegen ist unseriös, die heutige und ich denke auch zukünftige Naturwissenschaft gibt so etwas nicht her.
    Sag ich doch.

    Zitat Zitat von butterfly_99
    Wieso soll das das Ende der "Wahrheitssuche" sein???
    Auf der Ebene der Naturwissenschaft und unter der Bedingung, dass die Wahrheit außerhalb des Raumzeitlichen liege ist es das.
    Wenn die Naturwissenschaft, jener Teil davon, welcher nicht eine außerraumzeitliche Beteiligung ablehnen (auch so etwas gibt es) weiter nach der "Wahrheit" sucht, wird sie vom anderen Teil der Wissenschaft belächelt und nicht ernst genommen, etwa so wie ein Mensch mit buddhistisch-hinduistischem Weltbild milde lächeln kann, wenn er die Einfachheit christlicher Mystik durchschaut, was er nach Lesen von wenigen Sätzen bereits zu tun im Stande ist.
    Wenn man allerdings die Bhagavad Gita durch hat, dürfte man noch nicht völlig schlau sein und weiter in den Veden nachlesen wollen, die nun nicht unbedingt jedem zugänglich sind, und wieder kommt das Problem der Übersetzung aus dem Altindischen, wie das auch im Falle der Bibel gegeben ist.

    Aber eigentlich genügt es das Wesen der Reinkarnation zu verstehen, um das Christentum für so beschränkt zu halten wie es ist.

    Wenn ich mich noch etwas weiter weg von allen Zugehörigkeiten entferne muss ich leider feststellen, dass es noch keine Religion länger als ein paar Jahrzehnte geschafft hat, ihren Anhängern zu Frieden und Freiheit zu verhelfen.
    Es gibt keine Richtung, die NICHT die Tendenz hätte, sich weiter aufzusplittern, was an der menschlichen Unart liegt, einerseits führende Autorität zu verlangen und anderseits den vermeintlich freien Willen nicht aufgeben zu wollen.

    Der ewige Kampf zwischen Autonomie und Geborgenheit, zwischen Freiheit und Verwurzelung, zwischen Verantwortung und Willkür und nicht zuletzt zwischen Sein und Haben.
    Keine einzige Sophie oder Logie hat die Lösung bringen können, also frönen wir weiter in Sucht und Ordnung! :drink:

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    AW: heilige Nudel

    Zitat Zitat von butterfly_99
    nenne es meinetwegen "naturwissenschaftlichen Agnostizismus".
    Ich hab es ja erläutert. Man läßt Gott nicht weg, weil er einem nicht in den Kram paßt, sondern weil man mit möglichst einfachen Grundannahmen auskommen möchte, d.h. die Naturwissenschaften sind in diesem - methodischen - Sinn Gott-los. Nicht im ideologischen, d.h. sie geben nicht vor, die Existenz Gottes widerlegen zu können. Ebenso ist es keine Wissenschaft, wenn man versucht, religiöse Inhalte in Wissenslücken zu stopfen, die meistens ohnehin nur Wissenslücken fachfremder Kritiker sind.

    Zitat Zitat von butterfly_99
    Aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen die Existenz eines Schöpfergottes abzuleiten oder zu wiederlegen ist unseriös, die heutige und ich denke auch zukünftige Naturwissenschaft gibt so etwas nicht her.
    Da sind wir uns einig, was Vergangenheit und Gegenwart und was zukünftige Nichtexistenzbeweise angeht. Wie ich oben angemerkt habe, bin ich aber kein Anhänger des Glaubens, daß ein Gott für die Naturwissenschaften notwendig völlig "unerkennbar" sein muß. Ich halte es durchaus für denkbar, daß man in der Zukunft auf Phänomene stößt, die auch bei nicht religiös vorgeprägter Bewertung den Schluß nahelegen, daß da ein überlegener Intellekt am Werk war, so wie man von einem Duplikat der Cheopspyramide auf dem Mars auf die Existenz einer bislang unbekannten Zivilisation schließen würde. Die Existenz von Leben ist kein solches Phänomen, denn die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Entstehung läßt sich beim heutigen Wissensstand über die Chemie des frühen Sonnensystems nicht mal ungefähr abschätzen. Das hindert einige Fundamentalisten natürlich nicht daran, Berechnungen auf der Grundlage alberner Spielzeugmodelle anzustellen.

    Zitat Zitat von butterfly_99
    Wieso soll das das Ende der "Wahrheitssuche" sein???
    Falls die Physiker eines Tages auf die Signatur eines Schöpfers mit nicht durchschaubarer Vorgehensweise stoßen sollten, wäre das das Ende der Wissenschaft als "Wahrheitssuche". Denn man könnte einen solchen Schöpfer natürlich nicht in die Grundannahmen aufnehmen (das würde die Wissenschaft zerstören), man würde lediglich klarstellen, daß die Grundannahmen nicht vollständig oder "wahr" sein müssen (wovon die meisten Wissenschaftler ohnehin ausgehen). Von einem "Ende der Wahrheitssuche" war nicht die Rede.

  8. gesperrt

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    AW: heilige Nudel

    Zitat Zitat von glaux
    Ich hab es ja erläutert. Man läßt Gott nicht weg, weil er einem nicht in den Kram paßt, sondern weil man mit möglichst einfachen Grundannahmen auskommen möchte, d.h. die Naturwissenschaften sind in diesem - methodischen - Sinn Gott-los.
    Was ich sagen wollte war das: Es ist sicher vernünftig, dass man in den Naturwissenschaften mit möglichst einfachen Grundannahmen auskommen möchte. Nur ist es dabei völlig gleichgültig, ob man an die Existenz Gottes glaubt oder nicht, der obige Satz gilt also so oder so.
    D.h. auch Wissenschaftler, die an die Existenz eines Schöpfers glauben, werden ihre Forschungen in der gleichen Weise betreiben können wie ihre atheistischen Kollegen, also mit möglichst wenigen Grundannahmen auszukommen versuchen.
    Deshalb ist der Ausdruck „naturwissenschaftlicher Atheismus“ in diesem Zusammenhang irreführend, weil er den Eindruck erweckt, sinnvolles wissenschaftliches Arbeiten wäre zwangsläufig an die Denkrichtung des Atheismus gebunden oder sogar überhaupt erst dadurch möglich.

    Zitat Zitat von glaux
    Ich halte es durchaus für denkbar, daß man in der Zukunft auf Phänomene stößt, die auch bei nicht religiös vorgeprägter Bewertung den Schluß nahelegen, daß da ein überlegener Intellekt am Werk war, so wie man von einem Duplikat der Cheopspyramide auf dem Mars auf die Existenz einer bislang unbekannten Zivilisation schließen würde.
    Na schön, für denkbar würde ich das grundsätzlich auch halten. Aber ich befürchte, es würde in so einem Fall, wie Du ihn geschildert hast, weltweit zu panikartigen angst- bis wutbesetzten Reaktionen bis hin zu Terror und Gewaltausbrüchen in bisher nicht gekannten Ausmaß kommen. Oder glaubst Du, alle Menschen, motiviert durch Furcht, würden sich dann ehrfürchtig und friedlich diesem dann allen plötzlich und zweifelsfrei offenbar gewordenem Gott fügen?
    So oder so, auf keinen Fall kann ich glauben, dass Gott ein diktatorisches Regime auf Erden zu errichten gedenkt, in welchem vielleicht Frieden herrscht, aber was für einer? Das würde so ziemlich allem widersprechen, was die Bibel über das Reich Gottes berichtet.
    Nein, das Reich Gottes, welches Jesus angekündigt hat und welches tatsächlich kommen wird, ist von ganz anderer Art....

    Zitat Zitat von glaux
    Die Existenz von Leben ist kein solches Phänomen, denn die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Entstehung läßt sich beim heutigen Wissensstand über die Chemie des frühen Sonnensystems nicht mal ungefähr abschätzen.
    Freut mich, dass nun endlich mal jemand ein einigermaßen realistisches Bild unserer heutigen Naturwissenschaft aufgezeichnet hat. Das habe ich bis jetzt in diesem Forum total vermißt. Ich bekam fast schon den Eindruck, ich hätte es hier überwiegend mit atheistischen Fundamentalisten zu tun.....

    Zitat Zitat von glaux
    Falls die Physiker eines Tages auf die Signatur eines Schöpfers mit nicht durchschaubarer Vorgehensweise stoßen sollten, wäre das das Ende der Wissenschaft als "Wahrheitssuche". Denn man könnte einen solchen Schöpfer natürlich nicht in die Grundannahmen aufnehmen (das würde die Wissenschaft zerstören)....
    Sehe ich überhaupt nicht so. Man könnte einen „solchen Schöpfer“ ohne weiteres in die bisherigen Grundannahmen der Wissenschaft aufnehmen. Die bisherigen Ergebnisse der Naturwissenschaft würden nicht zwingend zerstört werden, vorausgesetzt, in der so gefundenen Signatur des Schöpfers wären nicht noch gleichzeitig wissenschaftliche Abhandlungen über die Struktur und die Entstehung der Materie, des Weltalls und des Lebens eingeflochten, welche unsere bisherigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse oder Teile davon revidieren würden (aber das muß ja keinesfalls so sein...).
    Und nicht zuletzt natürlich unter der Voraussetzung, dass die bisherige Naturwissenschaft die Existenz eines Schöpfers nicht widerlegt hat (was jedoch nicht der Fall ist, worüber wir uns ja offensichtlich einig sind). Andernfalls käme es freilich zu gewissen Turbulenzen....

  9. Inaktiver User

    AW: heilige Nudel

    Es ist nicht möglich die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Leben anzugeben und noch kein Wissenschaftler hat eine lebende Zelle geschaffen.
    Man hat es geschafft, aus anderen Zellen eine zusammenzusetzen und zu befruchten und dann hat der Teilungsprozess begonnen, aber wirklich synthetisiert wurde Leben noch nie!

    Es ist nicht einmal völlig geklärt, was Leben ist, zwar kennt man Voraussetzungen die Leben ermöglichen aber man weiß immer noch nicht wirklich, was den Prozess Leben in Gang setzt und was geschieht, wenn Leben aufhört.

    Insofern kann man sich zwar den Urknall vorstellen (welches nicht der einzig mögliche Schöpfungshergang des Universums ist) aber Leben selbst ist nicht erklärt.

    Das ist allerdings überhaupt kein Grund, irgend einem Erleuchteten wissenschaftliche Kompetenz beizumessen, insbesondere bei den aus den Erleuchtungen folgenden Maßnahmen zur Befriedung der Welt und zur Beglückung aller Seelen.

  10. User Info Menu

    AW: heilige Nudel

    @butterfly_99: Wenn er zur vorhandenen Wissenschaft paßt (transparenter Fall), also bei Schöpfung per Physik, dann ist er als Grundannahme überflüssig. Falls er zielgerichtet an der Physik vorbei in die Natur eingreift, oder gleich ganze Tierstämme aus dem Hut zieht, dann hätte man eine Black Box, die in einer naturwissenschaftlichen Theorie ebenso fehl am Platze wäre.

    Die Existenz eines Schöpfers würde für sich gesehen wenig ändern, denn jede Religion mit mindestens einem Gott würde den Schöpfer mit ihrem jeweiligen (Haupt-)Gott identifizieren. Die Atheisten würden ebenfalls weiterleben wie bisher, mit dem Hinweis, daß aus der Existenz eines Schöpfers nicht auf irgendwelche Regeln geschlossen werden kann.

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