Was würde Dich denn überzeugen, dass eine Botschaft von Gott bzw. von Jesus Christus stammt?Zitat von glaux
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Thema: heilige Nudel
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14.05.2007, 22:28
AW: heilige Nudel
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14.05.2007, 23:57
AW: heilige Nudel
Wasserzeichen im Text, die nicht von jedem beliebigen Autor gefälscht werden können, wären mal ein Anfang. Ein Gott hätte die wesentlichen Punkte auch einfach in Riesenlettern auf den Mond pinseln können, (ein einfaches Teleskop wäre damals machbar gewesen, die Bauanleitung hätte man einem Propheten geben können). Das hätte wenigstens für eine gewisse Fälschungssicherheit gesorgt und wäre ein Argument gegen "Irrlehren" gewesen. Die Behauptung "diese Schrift ist göttlich inspiriert" kann und wird hingegen auch jeder hergelaufene Betrüger in sein Pamphlet aufnehmen, so etwas beweist nur, daß der Autor seine Leser für naiv hält.
Aber warum überhaupt der problematische Weg über eine heilige Schrift, die man dann obendrein viele Jahrhunderte von einer Priesterkaste mit Privatinteressen verwalten läßt? Warum nicht Direktansprache, die es ja laut Bibel früher auch gegeben hat?
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15.05.2007, 00:50
AW: heilige Nudel
Da irrst Du Dich leider, Glaux. Das hätte genauso wenig für Fälschungssicherheit gesorgt! Die Diskussion für oder wider Gott würde dann lediglich in eine andere Bezugsebene verlagert werden.
Zitat von glaux
Es würde dann etwa heißen: War das Gott, der das ganze „inszeniert“ hat, oder waren es etwa listige bzw. uns überlegene Außerirdische, die dafür verantwortlich sind? Eines ist sicher: Es würden wieder sehr viele Menschen behaupten, die so übermittelten Botschaften hätten ihren wahren Ursprung nicht in Gott, sondern etwa in der Existenz von Außerirdischen. Ich vermute sogar, es wären ebenso viele Menschen, die eben das behaupten bzw. glauben würden, wie es heute Menschen gibt, die behaupten, die Darwinsche Evolutionstheorie sei die wahre Erklärung für die Entstehung des Lebens auf der Erde....
Glaubst Du, Du hättest das richtige Urteilsvermögen, die Worte des wahren Gottes von denen unterscheiden zu können, die sich nur als solche ausgeben?
Zitat von glaux
Geändert von butterfly_99 (15.05.2007 um 00:56 Uhr)
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15.05.2007, 09:21Inaktiver User
AW: heilige Nudel
Hallo!
Zitat von butterfly_99
Der Satz ist gut!
Um die Bibel richtig verstehen zu können, kann uns Gott seinen Heiligen Geist geben. Gott zieht uns sozusagen, aber nicht jeden... Wer sich sperrt, erhält diese Kraft Gottes nicht.
Wer ein demütiges und aufrichtiges Herz hat und den Wunsch verspürt die Bibel zu verstehen, wird sie verstehen!
Gruß Majolika
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15.05.2007, 09:42Inaktiver User
AW: heilige Nudel
glaux,
hör auf gegen Windmühlen zu kämpfen. Die Widersprüchlichkeit, die Du versuchst, aufzuzeigen, wird hier leider nicht verstanden, egal, wie oft Du es versuchst.
Das Credo ist: "Ich lebe in der Wahrheit, weil ich es sage."
Dagegen ist kein Kraut gewachsen.
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15.05.2007, 13:21Inaktiver User
AW: heilige Nudel
Genau:
Zitat von Inaktiver User
Bei der Erkenntnis innerhalb der Erkennungsmöglichkeiten der sinnlichen Wahrnehmungsorgane kann die Frage nach dem Ursprung und der Realität allen Seins nicht gelöst werden, darum bedarf es eben eines Gottes.
Ob man dem nun Zufall sagen will oder Jesus, Gott, Jahve, Krshna, Baal, Pharao oder weisser Riese ist einigermassen egal.
So weit man annehmen will, dass ausserhalb dem Raumzeitlichen nichts existiere, ist man auf das Raumzeitliche beschränkt und kann auch nicht annehmen, dass eine Seele oder ein Gott den materiellen Zusammenrottungen von Elementen innewohne, welche nicht sichtbar lebendige von sichtbar lebendigen unterscheiden lassen.
Ich denke, also bin ich, ist davon die Konsequenz. Diesbezüglich sind wir keinen Schritt weiter heute.
Insofern sind wir in raumzeitlichem Denken lauter Zombies mit funktionstüchtigem Mechanismus, gegenüber der Leichen, welche Zombies sind, deren Software einen irreparablen Fehler hat.
Da ich mich persönlich dagegen wehre, anzunehmen, dass die Raumzeit alles wäre, das existiert, und da ich in allem Leben einen Beweis dafür sehe, dass die sichtbare Welt ein Phänomen ist, welches durch die Überschneidung der Nichtraumzeit mit der Raumzeit entsteht, glaube ich dass die Schöpfung ein Vorgang ist, welcher niemals abgeschlossen ist und vermutlich auch nie angefangen hat, sondern in dem Moment begann, als die Raumzeit sich als Dimension aus dem so genannten Chaos oder aus dem so genannten Nichts herauslöste.
Diese Idee ist zugegebenermassen abstrakt, doch liegt das weniger an meiner Art zu denken als mehr an der Grösse des Themas selbst, in welchem ich ja auch nur einen einzigen, winzigen Gesichtspunkt darstelle.
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15.05.2007, 13:40
AW: heilige Nudel
Klar wäre auch ein Font in Galaxienhaufengröße kein strenger Beweis, der wäre aber auch nicht nötig. Du glaubst ja auch an die Existenz des Papstes, aber sicher nicht an jede Alien-Entführungsstory aus irgendeinem Revolverblatt. Du nimmst für dich in Anspruch, daß du nicht nur verstockt bist, daß du nicht bloß ignorieren willst, daß die Regierung aus schlecht getarnten Aliens besteht, sondern daß du Gründe hast, manche Dinge zu glauben und andere nicht. Oder etwa nicht? Diese gesunde Skepsis legt praktisch jeder an den Tag, dann darf man sie anderen nicht zum Nachteil auslegen. Splitter - Balken.
Zitat von butterfly_99
Nicht mehr und nicht weniger als du oder als irgendein Theologe. Ich halte es für möglich, wenn auch nicht für zwingend, daß Gott für Menschen fundamental unerkennbar ist. Falls Gott teilweise erkennbar ist, so bezweifle ich, daß man dazu eine bestimmte Religion oder gar eine bestimmte Organisation braucht. Für göttlich inspiriert halten die sich alle, das besagt nichts.
Zitat von butterfly_99
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15.05.2007, 16:00Inaktiver User
AW: heilige Nudel
Viele, wenn nicht die meisten Naturwissenschaftler leugnen nicht die Existenz eines Schöpfers, im Gegenteil, sie sind davon überzeugt. Darunter auch Stephen Hawking.
Zitat von Inaktiver User
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15.05.2007, 22:40
AW: heilige Nudel
Du glaubst gar nicht, wieviele Menschen, sogar Wissenschaftler, sich plötzlich mit Aliens beschäftigen würden und an diese sogar ernsthaft glaubten, gäbe es so einen Font in Galaxiengröße. Und Du glaubst gar nicht, was man diesen Aliens plötzlich so alles zutrauen würde an supi-technischen Möglichkeiten.
Zitat von glaux
Nur um sich in alles in der Welt ja nicht dem Glauben an den einen Gott, den Schöpfer des ganzen Universums, ergeben zu müssen....
Meine kritische Anmerkung zum „richtigen Urteilsvermögen“ sollte auch keineswegs nur auf Dich bezogen sein. Das Problem betrifft mehr oder weniger alle Menschen, denke ich, sogar Theologen.... Deswegen meinte ich, hätte eine „Direktansprache“ Gottes zu jeden Menschen kaum einen größeren Sinn. Weil dann Wahrheit und Lüge mehr und mehr durchgemischt würden. Am Ende wäre gar kein Wort mehr wahr und ALLES Lüge....
Zitat von glaux
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16.05.2007, 01:17
AW: heilige Nudel
Der naturwissenschaftliche Atheismus ist methodischer, nicht ideologischer Natur, man läßt Gott nicht weg, weil er einem nicht in den Kram paßt, sondern weil man mit möglichst einfachen Grundannahmen auskommen möchte, schon wegen der technischen Anwendbarkeit. Ein Demiurg mit intransparenter Vorgehensweise ist keine brauchbare Grundannahme in diesem Sinn. Falls die Physiker eines Tages auf die Signatur eines solchen Überwesens stoßen sollten, wäre das das Ende der Wissenschaft als "Wahrheitssuche", aber von dieser Vorstellung haben sich die meisten Naturwissenschaftler sowieso längst verabschiedet. Übrig bliebe die Naturwissenschaft als Broterwerb, als Suche nach übersichtlichen Modellen, mit denen man Vorhersagen über Dinge machen kann. Man verwendet ja auch weiterhin die Idee des Massenpunktes oder des starren Körpers oder die Vorstellung einer Himmelskugel, obwohl niemand glaubt, daß so etwas existiert. Es sind bloß praktische Vorstellungen.
Eine Direktansprache ist zweifellos schlecht für die "Wahrheits"-Monopole der diversen Offenbarungsreligionen, aber um die ist es auch nicht schade. Der Begriff der religiösen Lüge (in der Regel gleichbedeutend mit der Wahrheit der Konkurrenz) ist übrigens sinnlos, solange man nicht nachvollziehbar angeben kann, wie man Wahrheit und Lüge unterscheiden kann. Religiöse Wahrheit mag persönlich erfahrbar sein, kommunizierbar ist sie mit einem derart dunklen Begriffssystem jedenfalls nicht.


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