Zitat von Inaktiver User
Oder Gott JHWH, der Schöpfer hat einfach nur Humor!?![]()
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14.05.2007, 13:31Inaktiver User
AW: Religion versus Spiritualität
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14.05.2007, 23:18
AW: Religion versus Spiritualität
Eine derartige religiöse Spiritualität gibt es bereits! Sie geht, genau wie Du es gesagt hast, weit über frühere (und heutige) archaisch-blutruenstige, strafgeile und rachsuechtige Religionen hinaus. Sie will, im Gegensatz zu Religionen wie etwa dem Islam, Anders- oder Nichtglaeubige oder Nonkonforme nicht ausmerzen.
Zitat von Sisyphos
Genau so eine Form von Spiritualität beinhaltet das Neue Testament der Bibel. Für viele Menschen der ganzen Welt ist sie zu einer Orientierung und zu einem Licht-Quell in der Dunkelheit geworden.
Mein Gott der Bibel schreibt so etwas nicht vor, ganz im Gegenteil....
Zitat von Sisyphos
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15.05.2007, 02:34
AW: Religion versus Spiritualität
Ich plädiere ja für den Buddhismus!
Nun sind die buddhistischen Länder auch nicht so friedlich. Aber immerhin kann man in diesem Fall wohl festhalten, dass es an der Religion nicht gelegen hat
Es kann auch nicht im Interesse des universalen, Menschheits- und Weltfriedens sein, nun im Nebensatz den Islam abzukanzeln.
In den Händen von guten Leuten ist jede Religion gut.
Oder, hier bietet sich echt der Bogen zur Ausgangsfrage an: Wenn spirituelle Menschen - Suchende - eine Religion praktizieren, wird sie in ihren Händen spirituell. (andersherum gilt natürlich auch, wenn Leute mit primär anderen Interessen Religion ausüben, kommt was anderes dabei raus)
Ich denke, das sehen auch die interessierteren Vertreter jeder Religion so. Von den brillianten Denkern bis zum Normalo für den das mehr ein Gefühl als eine Theorie ist.
Diverse interessante Gespräche über die Jahre, sogar mit solchen "Exoten" wie Moslems und Hindus, haben mich da optimistisch gestimmt
Nur unter der Prämisse, dass im Grunde alle dasselbe wollen (in Indien sah ich mal ein großes Schild "the Allah of Islam is the same as the God of Christianity and as Shiva"), sind doch auch Get-Togehters von verschiedenen Religionen überhaupt möglich.
@ Sisyphos: ich hatte wirklich gemeint, dass Du den Aurel nur ergoogelt hast - möchte mich für den Oberlehrerinnen-Kommentar entschuldigen. Aber ich verstehe nicht, wie Du ihn als "voice of reason" zitieren kannst (den thread weiß ich nicht mehr) denn der Mann war ja wohl religiös. Mindestens spirituell. (Ich glaube nicht, dass wir hier auf eine Definition kommen, schließlich hat niemand ein Patent auf den Begriff). Dass Du ihn als Lebenshilfe gelesen hast finde ich sehr sympathisch. Ich lese auch Stoiker und buddhistische Texte so.
Die Tendenzen die Du aus USA beschreibst finde ich auch schlimm.
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15.05.2007, 09:18
AW: Religion versus Spiritualität
@butterfly: lies Deine Bible mal ganz genau. Nicht nur selektiv die freundlichen Auszuege aus dem Zusammenhang gerissen.Zitat butterfly: Mein Gott der Bibel schreibt so etwas nicht vor, ganz im Gegenteil....
Zitat von sisyphos
Warum wird die Bibel eigentlich von vielen nur selekiv gelesen?
Ist sie in ihrer Gesamtheit Gottes Wort oder nicht?
Wie siehst DU das, butterfly?
Wenn ich mal ganz viel Zeit habe, eroeffne ich mal einen Strang, in dem wir gemeinsam Stueck fuer Stueck die gesamte Bibel gemeinsam lesen koennen.
Generationen und Generationen wurden mit der ewigen Verdammnis, dem ewigen Hoellenfeuer bedroht, eine Strafe, die laut Bibel AM LEIB, AM KOERPER! fuer EWIG vollzogen wird, fuer ALLE Un- und Andersglaeubigen!! Das hat auch Jesus bestaetigt. Das NT baut auf dem Alten auf, und fuehrt seinen Geist weiter.
Die Bibel, auch das NT ist voll von Ausdruecken wie "ewige Pein", "ewige Verdammnis", ewiges Hoellenfeuer, "ewig dauernde Qualen".
Die psychologisch Wirkung auf Kinder kann man sich kaum vorstellen. Wer als Kind derartigem Psychoterror, wenn auch nur subtil und in Andeutung, ausgesetzt war, wird das lebenslaenglich nicht mehr los.
Das beantwortet auch die Frage, warum so viele Menschen kurz vor dem Tod doch noch religioese Anfaelle bekommen. Diese Angst bekommt man lebenslang nicht aus seiner Psyche.
Und wenn dich dein Auge zum Boesen verfuehrt, dann reiss' es aus, es ist besser fuer dich, einaeugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hoelle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
Er (Jesus Christus) wird kommen am Ende der Welt zum Gericht ueber Lebende und Tote, einem jeden zu vergelten nach seinen Werken, den Verworfenen wie den Auserwaehlten.
Und die Vergeltung findet, wie gesagt im "ewigen Hoellenfeuer" statt.
Wer glaubt und sich taufen laesst, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
Wie kommt es eigentlich, dass Jesus uneingeschraenkt liebevoll, barmherzig und verzeihend dargestellt wird. Er ist ein Raecher, wie es der Geist der Bibel insgesamt ist.
Und de Gott der Bibel IST ein rachsuechtiger Gott:
Sie (Israel) rotteten die Voeker nicht aus, wie ihnen der Herr einst befahl. (Ps. 106; 34)
Gott frisst die Voelker, die ihm feind sind, er zermalmt ihre Knochen
… denn der Herr, euer Gott ist es, der fuer euch kaempft ..
Meine Pfeile mache ich trunken von Blut Erschlagener und Gefangener …
Seht der Tag des Herrn kommt, voll Grausamkeit, Grimm und gluehendem Zorn … Die Menschen mache ich seltener als Feingold, die Menschnkinder rarer als Golderz aus Ofir … man sticht jeden nieder, dem man begegnet, wen man man zu fassen bekommt, der faellt unter dem Schwert. Vor ihren Augen werden ihre Kinder zerschmetert, ihre Haeuser gepluendert, ihre Frauen geschaendet. Seht, ich stachle die Meder gegen sie auf … Ihre Bogen strecken die jungen Maenner nieder, mit der Leibesfrucht habe sie kein Erbarmen, mit den Kindern kein Mitleid …
Und der Gott der Bible hetzt gegen fremde Voelker auf und vernichtet Andersglaeubige. Der Gott der Bibel ruft zum Genozid auf:
Hoere Israel! Heute wirst du den Jordan ueberschreiten, um in das Land von Voelkern, die groesser und maechtiger sind als du, hineinzuziehen und ihren Besitz zu uebernehmen … Heute wirst du erkennen, dass der Herr, dein Gott, wie ein verzehrendes Feuer selbst vor dir vorueberzieht. Er wird sie vernichten und er wird sie dir unterwerfen, so dass du sie unverzueglich vertreiben und austilgen kannst, wie es der Herr dir zugesagt hat.
Auch hat der Herr zu mir gesagt: Du wirst den Jordan hier nicht ueberschreiten. Der Herr, dein Gott, zieht selbst hinueber, er selbst vernichtet diese Voelker bei deinem Angriff, so dass du ihren Besitz uebernehmen kannst … der Herr wird an ihnen tun, was er an Sihon und Og, den Amoriterkoenigen, die er vernichtete, und an ihrem Land getan hat. Der Herr wird sie euch ausliefern.
Wenn der Herr, dein Gott dich in das Land gefuehrt hat, in das du jetz hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, wenn er dir viele Voelker aus dem Weg raeumt …
Wenn der Herr, dein Gott, sie dir ausliefert und du sie schlaegst, dann sollst du sie der Vernichtung weihen. Du sollst keinen Vertrag mit ihnen schliessen, sie nicht verschonen…
Du wirst die Voelker verzehren, die der Herr, dein Gott, fuer dich bestimmt. Du sollst kein Mitleid mit ihnen aufsteigen lassen …
Der Herr ist Koenig fuer immer und ewig, in seinem Land gehen die Heiden zugrunde.
Giess deinen Zorn aus ueber die Heiden, die dich nicht kennen, ueber jedes Reich, das deinen Namen nicht anruft.
Jesus ist die reine Liebe:
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit sezen. Und alle Voelker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden wie der Hirt die Schafe von den Boecken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Boecke aber zur Linken ... Dann wird er sich auch an die auf der linken wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, Verfluchten, in das ewige Feuer, das fuer den Teufel und seine Engel bestimmt ist ... Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.
(to be continued)
Zitat von butterfly_99
Geändert von Sisyphos (15.05.2007 um 11:35 Uhr)
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15.05.2007, 10:51Inaktiver User
AW: Religion versus Spiritualität
@ NekoWenn spirituelle Menschen - Suchende - eine Religion praktizieren, wird sie in ihren Händen spirituell. (andersherum gilt natürlich auch, wenn Leute mit primär anderen Interessen Religion ausüben, kommt was anderes dabei raus)
Find ich eine interessante Aussage.
Das heisst also, Spiritualität kann - muss aber nicht - Bestandteil einer Religion sein? Und umgekehrt kann Spiritualität auch ausserhalb einer Religion existieren?
Das würd ich ähnlich sehen. Aber die Tatsache, dass Spiritualität unter Umständen auch ausserhalb von definierten Religionen existieren kann, rechtfertigt für mich immer noch nicht die Trennung, die oft so absolut vollzogen wird.
Wenn jemand sich selbst als spirituell ausserhalb jeder definierten Religion bezeichnet - ist er dann nicht auch religiös? Hat er dann nicht auch Religiosität? Bedeutet religiös zu sein unbedingt, einer bestimmten Religion anzugehören?
Irgendjemand schrieb weiter oben, dass es ihm/ihr missfalle, wenn Spiritualität so dezidiert von Religion getrennt und zusammen mit Esoterik und Astrologie zusammen in eine Kiste gepackt werde.
Dem stimme ich zu. Mich nervt die allgemein offenbar weit verbreitete Haltung, dass Religion uns Spiritualität voneinander getrennt werden und dass "wahre" Spiritualität nur ausserhalb der Religionen gefunden werde, nämlich in esoterischen Lehren, synkretistischen Welterklärungskonzepten, magisch-schamanistischen Praktiken oder indivuellen mystischen Übungen.
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15.05.2007, 11:23
AW: Religion versus Spiritualität
ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so schon hier formuliert wurde,...
Aber für mich ist Spiritualität eine der Voraussetzungen für einen (wahrhaftigen) Glauben,...
Eine Religion, oder eine Beteiligung daran, kann dagegen gänzlich uninspiriert ausgeübt werden.
Insofern bereitet mir die Trennung von "Spiritualität" und Religion wenig Kopfzerbrechen,...wohl aber die Vorstellung, Glaube - wie auch immer er sich artikuliert - könne ohne sie entstehen und überleben.Im Zweifel tu einfach das Richtige
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15.05.2007, 12:09Inaktiver User
AW: Religion versus Spiritualität
@ Sisyphos
Wie findest du es, Kindern Märchen vorzulesen, oder sie TV schauen zu lassen? Das finde ich oft noch viel bedrohlicher!
Ich ich musste trotz meiner kath. Erziehung weder zum Therapeuten oder habe sonst irgendeine psychische Macke! Bin ich normal?
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15.05.2007, 12:10
AW: Religion versus Spiritualität
Der Unterschied zwischen einem wahrhaftigen und einem unwahrhaftigen Glauben wurde bisher meines Wissens weder thematisiert noch geklaert.
Zitat von Jonas

Nicht dass ich nerven will ... aber irgendwie habe ich auch immer noch Definitionsbedarf in Bezug auf "Spiritualitaet" ...
Lese ich das hier richtig zwischen den Zeilen: "Esotheriker" beanspruchen die Oberhoheit auf Spiritualitaet? Und kirchliche und religioese Kreise wehren sich hier dagegen.
Na gut. Es geht also irgendwie um den Kampf zwischen Religioesen und Esotherikern um das Vorrecht auf Spiritualitaet. Spiritualitaet ist ein zeitgeistig positiv besetzter Begriff. Klar wollen den alle haben.
Ich denke mal, da gehts auch um Kohle: Schamenen-Work-shop oder doch lieber Fastenwoche im Kloster. Mit Spiritualitaet laesst sich ja auch was verdienen ... So einfach lassen sich die offiziellen Religionen den Braten nicht wegschnappen ...
Aber dieser Verteilungskampf interessiert mich nicht wirklich.
Ich wollte einfach nur wissen, warum eine Mensch, der die Wahrheit schon besitzt (ob nun religioes oder esotherisch ist mir egal) als "spirituell" bezeichnet kann, wenn "spirituell" gleichzeitig mit wahrheitssuchend definiert wird.
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15.05.2007, 12:24
AW: Religion versus Spiritualität
Bibel - Maerchen - TV
Zitat von Inaktiver User
Endlich sind wir mal einer Meinung ...
Sohnemann hat alles kennengelernt.
Aber unter dem "Bildungsaspekt".
Muss ich den Unterschied erklaeren ...
So, so ...
Zitat von Inaktiver User
Das koennte jetzt aber tatsaechlich von der kath. Erziehung kommen. Die Selbsteinschaetzung meine ich....
Zitat von Inaktiver User
Fuer einen Katholiken ...?
Zitat von Inaktiver User
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15.05.2007, 12:29Inaktiver User
AW: Religion versus Spiritualität
Im Namen aller genannten Kuriositäten der Schöpfung:
Zitat von Inaktiver User
Entweder nennst Du den Homo S.S. mit bei Geiern und Quallen, oder doch lieber die gesamte Auswahl an Lebewesen, denn aus der Sicht eines jeden ist ein anderes kurios, oder Du gibts zu, dass Gott und Evolution am Experimentieren sind und Mensch gerade eine Probe der Schöpfung ist, welche in den letzten paar Jahrtausenden einen gewissen Erfolg verzeichnen kann, jedoch bereits wieder infrage gestellt, durch seine exzessiven Umweltansprüche.
Aber das Thema ist hier nicht die biblomanisch verzerrte Auffassung der Idee Schöpfung, sondern die Grundbedeutung der Begriffe Religion und Spiritualität.
In Spiritualität sehe ich, wie auch die gerade zuvor Schreibenden, eine Eigenschaft und ein Bedürfnis auf der Ebene des Individuums. Es stünde die Frage auch noch im Raum, inwieweit die Neigung, Interesse an der Herkunft und dem Hingang des Phänomens "Leben" eine evolutionäre Wurzel hat.
Denn es steht ausser Zweifel, dass praktisch jede Kultur mit Geschichte eine religiöse Vergangenheit hat, will meinen: "Religion" ist der kultivierte gesellschaftliche Anteil des spirituell Gebräuchlichen.
Das bedeutet: Religion wäre geteilte, mit einander gelebte Spiritualität, im Unterschied zur individuellen, höchst privaten Spiritualität, über welche zu reden man sich nur mit intimsten Freunden traut, da oft bereits im weiteren gesellschaftlichen Kreis die sehr intimen Ansichten auf Befremden stossen würden.
Ähnliche Grenzen findet man im Sexualbereich und was davon öffentlich werden darf, so unterscheidet sich manche Bademodenschau nur wenig von einem Stripteasabend der Herren allein. Und manche Modeblätter der Mütter männlicher Jugendlicher verschwinden aus dem Altpapier und wandern in die geheimen Schätze dieser Kinder, um da als Vorlage für Befriedigungen im Alleingang zu dienen.
Welch ein Zufall, dass gerade dieses Thema der Religion weitgehend ausgeklammert wird, die Spiritualität kann auf die Sexualität eingehen, doch sind die Werke zu dieser Themenverknüpfung eine Rarität und die Lust geht meist dadurch körperlich verloren, als sie in transzendiertem Zustand eine rein geistige Angelegenheit ist.
Wenn man die Geschichte anschaut, welche spirituelles Forschen der Menschen in den letzten, geschichtlich dokumentierten ca.20 Jahrhunderten gegangen ist, trifft man sehr oft auf Einsiedler oder Eremiten und auf gemeinsam einsiedelnde, was bereits ein Widerspruch ist, welchem in der Institution von Klostern ihren Niederschlag in einem äusserst streng geregelten Tagesablauf findet.
Die Geschichte der Kloster, wie sie ihre Bewohner gefunden haben, welche Bedeutung sie im Kreis der umgebenden Kultur hatten (von Strafanstalt bis Herrenhaus ist alles zu finden) ist wieder eine Disziplin für sich.
Es scheinen Religion und Spiritualität ein Paar von sonderbarer Eigenschaft darzustellen, das der Menschlichkeit und dem Leben durchaus durchdringend charakteristisch ist:
Unvereinbar und zugleich unzertrennlich, das perfekte Liebespaar!
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Religion <-> Spiritualität
Volksbekleidung <-> persönliches Schönheitsempfinden
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Gottesdienst der Gemeinde <-> Gebet, MeditationGeändert von Inaktiver User (15.05.2007 um 12:58 Uhr)


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