Es trägt der echte Christ den Glauben nicht am Rocke und hängt die Frömmigkeit nicht an die große Glocke.
(Jean Baptiste Molière, frz. Komödiendichter u. Schauspieler, 1622-1673)
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit.
(Susan Brownell Anthony, amerikanische Pionierin der Frauenbewegung, 1820-1906)
Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.
(Lore Lorentz, dt. Kabarettistin, 1920-1994)
Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde religiös.
(Heinrich Heine, dt. Dichter, 1797-1856)
Religion ist die Metaphysik des Volkes.
(Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph, 1788-1860)
Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.
(Rudolf von Delius)
Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben.
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Menschliches, Allzumenschliches)
Die Moral ist immer die letzte Zuflucht der Leute, welche die Schönheit nicht begreifen.
(Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)
Gott ist die aufs Lächerlichste vermenschlichte Erfindung der ganzen Menschheit. In den Jahrmilliarden, die unsere Erde alt ist, sollte sich Gott erst vor 4000 Jahren den Juden und vor knapp 2000 Jahren den Christen offenbart haben, mit deutlicher Bevorzugung der weißen Rasse unter Vernachlässigung der Schwarzen, der Gelben und der Rothäute? Auf solche Märchen kann ich mühelos verzichten.
(Claire Goll, frz.-dt. Schriftstellerin, 1891-1977)
Abgesehen davon aber bin ich fest überzeugt, daß man jedem die Freiheit lassen muß, das zu glauben, was er für glaubhaft hält. Die Menschen mögen also an die Unsterblichkeit glauben; ich habe nichts dagegen, vorausgesetzt, daß sie mich nicht verfolgen.
(Friedrich der Große, König von Preußen, 1712-1786)
Man warf Montezuma vor, daß er Gefangene seinen Göttern opfere: was würde er wohl gesagt haben, wenn er ein Autodafé gesehen hätte?
(Voltaire, frz. Schriftsteller u. Philosoph, 1694-1778)
Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluß auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.
(Bertrand Russell, brit. Philosoph, Mathematiker u. Sozialkritiker, 1872-1970, 'Warum ich kein Christ bin')
Das ganze ist so offensichtlich infantil...
(Sigmund Freud, österr. Psychologe & Psychiater, 1856-1939)
Kinder werden zur Taufe gebracht wie zur Schluckimpfung.
(Rudolf Augstein, dt. Publizist u. Herausg. d. 'Spiegel', 1923-2002)
Glaube ist eine Krücke für jene, die Gewißheit wünschen, die einen Sinn im Leben finden wollen, ohne den Mut zu haben, diesen eigenständig zu suchen.
(Erich Fromm, amerikan. Psychoanalytiker dt. Herkunft, 1900-1980)
Die Bibel ist ein Buch, von Menschen geschrieben, wie alle Bücher. Von Menschen, die etwas anders waren als wir, weil sie in etwas anderen Zeiten lebten, etwas simpler in manchen Stücken waren als wir, dafür aber auch sehr viel unwissender. Also ein Buch, worin manches Wahre und manches Falsche, manches Gute und manches Schlechte enthalten ist.
(G.C. Lichtenberg, dt. Physiker u. Schriftsteller, 1742-1799)
Der Religion ist nur das Heilige wahr,
der Philosophie nur das Wahre heilig.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Man sagt nicht 'Nichts!', man sagt dafür 'Jenseits' oder 'Gott'.
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900)
Die Regeln der Moral sollten so sein, das sie nicht das natürliche Glück unmöglich machen.
(Bertrand Russell, engl. Philosoph u. Sozialkritiker, 1872-1970)
Auch Götter sterben, wenn niemand mehr an sie glaubt.
(Jean Paul Sartre, franz. Philosoph, 1905-1980)
Auf welcher Gesetzestafel steht: Die heiligen Gefühle der Theisten müssen respektiert werden, die heiligen Gefühle der A-Theisten aber nicht?
(Ludwig Marcuse, dt. Philosoph, 1894-1971)
Wer nichts weiß, muß alles Glauben.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann.
(Joseph Joubert, franz. Moralist, 1754-1824)
Die Absurdität der religiösen Dogmen macht es zu einer endlosen Aufgabe, gegen sie polemisieren zu wollen.
(Arnulf Överland, Vorsitzender der norwegischen Akademie für Sprache und Literatur, 1889-1968)
Denken ist eine Anstrengung, Glauben ein Komfort.
(Ludwig Marcuse, dt. Philosoph, 1894-1971)
Es ist am Ende der Religion das beste, daß sie Ketzer hervorruft.
(Friedrich Hebbel, dt. Dichter 1813-63)
Wahre Religion ist gebaut auf das Wahre, das Gute in der Menschennatur, nicht auf der Sünde Morast.
(Ludwig Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Ich kann sagen, daß ich der jüdischen Religion so ferne stehe wie allen anderen Religionen, d. h. sie sind mir als Gegenstände wissenschaftlichen Interesses hochbedeutsam, gefühlsmäßig bin ich an ihnen nicht beteiligt.
(Sigmund Freud, österr. Psychologe, 1856-1939)
Gott ist eine vom Menschen erdachte Hypothese bei dem Versuch, mit dem Problem der Existenz fertigzuwerden.
(Sir Julian Huxley, engl. Biologe, 1887-1975)
Welche Religion ist die Wahre? Für die Masse jede, für den denkenden Menschen nur die, die er sich selbst aufbaut.
(A.O. Weber)
Wenn es einen Gott gibt, muß der Atheismus ihm wie eine geringere Beleidigung vorkommen als die Religion.
(Edmund & Jules de Goncourt, frz. Schriftsteller, 1822-1896 / 1830-1870)
Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst.
(Bertrand Russell, englischer Philosoph, 1872-1970)
Der Ursprung, ja das eigentliche Wesen der Religion ist der Wunsch. Hätte der Mensch keine Wünsche, so hätte er auch keine Götter. Was der Mensch sein möchte, aber nicht ist, dazu macht er seinen Gott.
(L. Feuerbach, dt. Philosoph, 1804-1872)
Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes.
(Friedrich von Schiller, dt. Schriftsteller, 1759-1805)
Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.
(Charles-Lois Baron de Montesquieu, fr. Philosoph, 1689-1755)
Wer seine Religion lobt, der hat keine.
(Salomon Baer-Oberdorf)
Vorurteil stützt die Throne, Unwissenheit die Altäre.
(Marie von Ebner-Eschenbach, österr. Erzählerin, 1830-1916)
Eine Religion, wie immer sie auch beschaffen sein möge, wird sich vor der Lächerlichkeit immer durch 'gute Werke' retten.
(Henry de Montherlant, franz. Dichter, 1896-1972)
'Ich flehe euch an, meine jungen Freunde: Bringt nicht eure unsterblichen Seelen durch ein Vergnügen in Gefahr, das, wie man mir glaubhaft versichert, nicht länger als eindreiviertel Minuten dauert.'
(Aus einer Predigt eines Geistlichen vor Studenten in Oxford)
Nichts hat den Spießer so sehr geformt wie das Christentum.
(Ken Kaskra)
Das in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.
(Georg Christoph Lichtenberg, dt. Schriftst. und Physiker, 1742-1799)
Die Kirchen müssen Demut lernen, wie sie es lehren.
(George Bernard Shaw, ir. Dramatiker, Warum für Puritaner)
Dem echt Religiösen ist nichts Sünde.
(Novalis, Fragmente)
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 11
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16.03.2007, 14:47
Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
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16.03.2007, 21:42Inaktiver User
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Gesegnet seien die, die nichts zu sagen haben und den Mund halten! (Oscar Wilde)
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17.03.2007, 09:19Inaktiver User
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Eine schöne und kluge Sammlung, Sisyphos.
Wo hast Du sie aufgestöbert?
Und Jojos Kommentar hat mich zu einem breiten Schmunzeln veranlasst.
Wer in diesen Sprüchen herausliest, dass jemand nichts zu sagen hat, muss auf beiden Augen blind sein.
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17.03.2007, 10:29
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Matt. 3-39, richtig?
Zitat von Inaktiver User
Oder wars doch Luk. 5-7?
Bitte nicht mit der guten, christlichen Gewohnheit brechen, die entsprechende Bibelstelle für die vorgetragene eigene Meinung anzugeben.
Und ausserdem, meine Liebe:
In der Gemeinde soll das Weib ja schweigen. Ich weiss! Aber hier im Forum darfst Du doch den Mund aufmachen, auch wenn Du nichts zu sagen hast. Soviel christliche Bescheidenheit und Selbstkritik ist dann doch ein bisschen uebertrieben.
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17.03.2007, 10:40
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Ja, gell! Danke!
Zitat von Inaktiver User
Und dabei habe ich mich wirklich bemueht, nur Zitate von Denkern zu finden, die im "christlichen Abendland" durch christliche Werte geprägt wurden.
Ich habe noch ein paar gute in meiner Sammlung (im Büro :))
Kommen am Montag!
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17.03.2007, 10:54
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Wunderbar, Sisyphos!
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22.03.2007, 08:07
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Wo sind die? Versprochen ist versprochen!
Zitat von Sisyphos
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23.03.2007, 09:00Inaktiver User
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
Der Mensch hat Überzeugungen: Eine wenn es ihm gut geht und eine wenn es ihm schlecht geht. Letztere heißt Religion.
Tucholsky
(etwaige Ungenauigkeiten in der Widergabe bitte ich zu entschuldigen, da ich das gerade aus dem Kopf zitiere)
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24.03.2007, 09:23
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
... tsuldigung!
Zitat von 3146
Mein Kapitalist hat mich diese Woche von den wichtigen Dingen abgehalten ... dieser Egoist hat mir nicht mal 1 - 2 Stunden Zeit fürs Brigitteforum vergönnt ... bestimmt kein Christ, der Kerl, zumindest kein guter ....
... und in der wenigen freien Zeit, die mir blieb, habe ich mich dann bei chefkoch.de auf der Suche nach einem willigen und schmackhaften Osterlamm herumgetrieben ... Es ist schrecklich: kaum ist Weihnachten vorbei, steht schon Ostern vor der Tür ... ein Feiertag jagt den nächsten ...
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24.03.2007, 12:23
AW: Anmerkungen aus dem christlichen Abendland
du willst doch damit nicht etwa andeuten, dass du dein Leben (respektive deine Kochplanung) nach den christlichen Interpretationen heidnischer Religionsfeste ausrichtest?
Zitat von Sisyphos
Im Zweifel tu einfach das Richtige


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