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  1. Moderation

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    AW: Was bedeutet Christsein

    Moderationshinweis

    Leider bewegt sich der Strang sehr stark ins off topic. Ich schließe vorübergehend ab, um mit der TE zu besprechen, wie wir hier weiter vorgehen wollen.


    Analuisa, Moderation
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

  2. Moderation

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    AW: Was bedeutet Christsein

    Moderationshinweis

    Das Thema, um das es hier gehen soll, steht im Titel und wird im Eröffnungsbeitrag erläutert. Im Sinne einer konstruktiven Diskussion bitte ich alle Teilnehmenden darum, das Strangthema zu beachten.

    Kritik an Praktiken der katholischen Kirche ist hier off topic (und wird in Zukunft gelöscht), dafür gibt es einen eigenen Strang: Die römisch-katholische Kirche, für und wider

    User:innen, die den Strang nur zu dem Zweck aufsuchen, um anderen mitzuteilen, dass sie von Christentum und Glaube nichts halten, bitte ich darum, dem Strang fernzubleiben. Solche Bemerkungen tragen zum Strangthema nichts bei.


    Analuisa, Moderation
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

  3. Moderation

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    AW: Was bedeutet Christsein

    Danke, liebe Flau, für deinen Versuch in #33, an den Anlass der Fragestellung anzuknüpfen, leider ist dein Versuch nicht aufgenommen worden.

    Um diesen Strang zum Thema zurückzuführen, zitiere ich hier mit dem Einverständnis der beiden Userinnen Zwekke und _Magdalena, die im Strang zur Bundestagswahl schrieben:

    Zitat Zitat von Zwekke Beitrag anzeigen
    Vielleicht für den Versuch ein paar tiefgläubige Wähler/innen für eine Partei zu gewinnen, die sich m. E. irrtümlich "christlich" nennt.
    (Der Bezug war hier ein Artikel des Fokus, in dem mitgeteilt wurde, dass Kanzlerkandidat Scholz konfessionslos sei)

    _Magdalena antwortete darauf:
    Zitat Zitat von _Magdalena Beitrag anzeigen
    weißt du zwekke, christlich heißt nicht nur Nächstenliebe, es heißt auch Verzicht auf vorehelichen Geschlechtsverkehr, teilweise noch immer Verurteilung der Homosexualität, Verbot der Wiederverehelichung Geschiedener etc....

    Einerseits die Nächstenleibe fordern und die anderen Bereiche des Christentums? Was ist mit denen? Das nenne ich Rosinenpickerei. Das Gesamtpaket Christentum magst du und die vielen Anderen, die immer so auf der Nächstenleibe rumreiten, vermutlich nicht. [...]
    (Teilzitat)


    Die Fragestellung lautet also: Was ist für euch christlich?

    Woran orientiert ihr euch in eurem Verhalten? Inwieweit ist die Bibel für euch Maßstab, und wenn ja, welche Teile? Die zehn Gebote, die Bergpredigt?

    Und an die Nichtchristen unter den Leserinnen: Was macht für euch "Christsein" aus?


    Eine spannende, respektvolle Diskussion wünscht

    Analuisa, Moderation
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

  4. Moderation

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    AW: Was bedeutet Christsein

    Danke fuer die Praezisierung der Fragestellung.

    Ich antworte mal fuer mich: Christsein ist mein Glaube an einen liebenden Gott und an Jesus Christus als Inkarnation / Sendung dieses Gottes. Christsein bedeutet in meinem Fall eine Mischung an Wertvorstellungen und eine lebendige Beziehung zu Gott, zu meiner Glaubensgemeinschaft und - mal mehr, mal weniger erfolgreich - ein gelebtes Umsetzen dieser Wertvorstellungen.

    Im Glauben bedeutet es auch ein staendiges Veraendern und oft ein Ringen um Glaubensinhalte und um deren Praesenz im Alltag. Insofern wuerde ich Kritik an "Rosinenpickerei" oder an einer Entfernung von den (juedischen) Ur-Christen entgegenhalten: Haette sich in 2000 Jahren gar nichts veraendern sollen oder duerfen? Die Existenz eines lebendigen, teilnehmenden Gottes vorausgesetzt - und diese Vorstellung ist nunmal Teil des christlichen Glaubens - kann doch wohl dieser Gott auch nicht vor 2000 Jahren steckengeblieben sein (selbst wenn diese 2000 Jahre fuer ihn "wie ein Tag" sind), oder dieses von uns wollen. Eine lebendige Beziehung beinhaltet natuerlich Veraenderung, ich kann daran nichts negatives finden. Ueber die Guete einzelner Veraenderungen kann man natuerlich debattieren, aber dass Veraenderung stattfindet halte ich fuer nichts weniger als natuerlich. Und dabei notwendige und zeitgemaesse Veraenderung und Erneuerung von tatsaechlich bequemer Rosinenpickerei zu trennen ist ebenfalls oft ein Ringen mit dem Glauben. Aber sich dem zu verschliessen und nur zu sagen: "Es gilt (-am besten noch woertlich-) was in der Bibel steht, basta", ist meines Erachtens genauso platt und tumb wie ein reines Herzjesulein-Wohlfuehl-Dingens. (Eigentlich schlimmer, denn so viel Boeses passiert aus Herzjesulein-Wohlfuehl-Dingern heraus nun auch wieder nicht.)

    Es geht auch gar nicht, dafuer ist die Bibel in sich ja schon von Widerspruechen, Entwicklungen und Veraenderungen gepraegt. Meine Mutter sagt immer: "Die Bibel erzaehlt Geschichten Gottes mit den Menschen", das ist fuer mich nach wie vor eine der besten Zusammenfassungen. Es ist ein zutiefst menschliches Buch. Mit Dogmen, aber auch mit Veraenderung. Prominent z.B. das altestamentarische: "Auge um Auge, Zahn um Zahn" (2. Mose, 21.26), also die Betonung der Notwendigkeit von Wiedergutmachung, zu dem Darbieten der "anderen Backe" in der Bergpredigt (Matthaeus 5.39), also Betonung der Vergebung.

    Und wie oft beschreibt auch die Bibel ein Ringen der Menschen mit Gott und Glauben, im Falle von Jakob-Israel ganz woertlich (1. Mose 32). Oder wie Sarah und spaeter Zacharias, die die ihnen gemachte Verheissung nicht glauben koennen. Oder all die vielen Menschen, die schlicht suendigen, von Kain ueber Frau Lot bis zu Zachaeus. Alles ganz menschlich. Und da sollen wir, 2000-und-noch-viel-mehr Jahre spaeter, eine starre, "reine Lehre" vertreten? Halte ich fuer weder moeglich noch sinnvoll.

    Und ja, ich finde es nur folgerichtig, wenn Christsein, im Sinne der eigenen Wertvorstellungen in politisches Tun einfliessen. Das ist ja wohl bei jedem Menschen so, dass man sich politisch fuer die eigenen Werte engagiert. Ich tue ausser Waehlen eigentlich nichts politisches. Aber von jemandem, der sich zum Christentum bekennt, erwarte ich schon ein gewisses explizites Wertverstaendnis. Nicht unbedingt eine exponierte Kirchenverbundenheit, das stiesse ja evtl. auch an die Grenzen des Saekularstaates. Aber sowas wie Naechstenliebe in einem grundsaetzlich positiven und inklusiven Menschenbild, ein Interesse an sozialer Gerechtigkeit, ein nicht-vorrangiges-Interesse an eigenen (materiellen) Vorteilen - doch, wuerde ich schon erwarten.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Was bedeutet Christsein

    @ flau:
    Danke, das sehe ich ähnlich.
    Ich denke auch, jede Religion, zumindest die drei monotheistischen, ist politisch.
    Zumindest, wenn man sie ernst nimmt. Das hat einfach Einfluss auf Denken und Handeln,.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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    AW: Was bedeutet Christsein

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Aber sowas wie Naechstenliebe in einem grundsaetzlich positiven und inklusiven Menschenbild, ein Interesse an sozialer Gerechtigkeit, ein nicht-vorrangiges-Interesse an eigenen (materiellen) Vorteilen - doch, wuerde ich schon erwarten.
    da bin ich völlig bei dir!
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Was bedeutet Christsein

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Aber mal was Anderes: Im Bundestagswahl-Strang kam das Thema ja so auf, dass Zwekke schrieb - ich denke das darf ich hier sagen - die CDU nenne sich zu Unrecht "christlich"..
    Als diese Partei 1945 von Konrad Adenauer gegründet wurde, war der Anspruch schon da, dass diese Partei christlichen Grundsätzen und vor allem in der Abgrenzung zum Dritten Reich auftreten wollte. Ihre Gründungspapiere sind inzwischen Mythen, denn sie hat ihre Grundsatzprogramme mehrfach umgeschrieben.

    In meiner Kindheit (lange her) galt die Partei als ziemlich katholisch, In den ersten Jahren der Republik wurden anlässlich der Wahlen noch Hirtenbriefe der Bischöfe von den Kanzeln verlesen. Das ist lange vorbei und es wird niemand nach seinem Glauben gefragt, der in die Partei eintreten möchte.

    Aber warum in aller Welt soll diese Partei ihren Ursprungsnamen zu Unrecht führen ?

    Und ich erinnere daran, das selbst die Präambel unseres Grundgesetzes einen Gottesbezug enthält:
    "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."


    Auch die Sozialdemokraten haben ihre Grundsatzprogramme und ihren Namen seit 1863 mehrfach gewechselt.
    Geändert von Opelius (28.09.2021 um 19:23 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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