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  1. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Ich glaube an Gott und habe es schon immer getan. Ich bin mit dem katholischen Glauben groß geworden, habe vor ein paar Jahren eine freichristliche Gemeinde kennengelernt...
    Ich merkte, daß ich nie damit leben konnte, wenn mir jemand mit erhobenem Zeigefinger einbläuen wollte, wer Gott ist und wie ich zu sein und mich zu verhalten habe.

    Für MICH ist Gott ein liebender Gott. Ein Gott, der nicht straft, der mich bedingungslos liebt, der immer für mich da ist, der das Beste für mich und mein Leben möchte und mich führt, immer und jeden Tag. Für mich ist Gott nur und ausschließlich gut.

    Seitdem spüre ich Gott in meinem Leben... Das gibt mir enormen Halt und nach langer Zeit des Suchens auch endlich den inneren Frieden.

    Und ich habe weiß Gott nicht immer nur rosige Zeiten im Leben durchgemacht...

  2. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Zitat Zitat von 3146
    Nicht immer.

    Jesus sagt zum Beispiel bei Lukas: Doch meine Feinde (...) bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!

    Foltern wird man sie, die Knechte des Tieres, martern mit Feuer und Schwefel vor dem Angesicht des Lamms und den heiligen Engeln (Offenbarung d. Joh.)

    Nächstenliebe? Barmherzigkeit??

    Wer davon schwärmt, wie wunderbar die Bibel doch ist, hat sie nicht gelesen.


    Ist nicht sicher, dass Jesus das wirklich gesagt hat !
    Wer weiß schon, was ihm nicht alles in den Mund gelegt wurde ?

    Wir können das nach so vielen Jahren nicht wissen. Auch die "Bibelschreiber" sind keine Zeitzeugen, oder??? Ich meine, es wurde erst 50 oder 60 Jahre "danach" begonnen zu schreiben. Und wie unterschiedlich und widersprüchlich die Texte sind, ist doch auch hinlänglich bekannt.

    Ich persönlich halte mich nur an die Worte, die "gut" sind, voller Liebe und Weisheit.
    Ob er das nun wirklich und wahrhaftig so gesagt hat (die schöne Bergpredigt z.B.), ist mir ziemlich wurscht
    Hauptsache, die Wirkung stimmt und ich kann das als Orientierung nutzen.

    Ich habe mir schon oft gewünscht in der Zeit zurückzureisen und ihm einen Besuch abzustatten, nur um zu wissen "wie es wirklich war".

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    smile AW: Glaubt ihr an Gott?

    hallo
    gibt es die möglichkeit, nicht an gott zu glauben?
    denn für mich ist gott die freude in einem kinderlachen, der tanz der schmetterlinge, der innnere impuls , sich zu umarmen und udn und....er ist der spirit, der alles beseelt und gleichzeitig ist er für mich das "prinzip gott" , dass heisst , der gott der jedem von uns seine entscheidungsfreiheit lässt , die freiheit ein messer zum kartoffelschälen genauso wie zum töten zu benutzen.
    dabie hat gott oftmals nichts mit kirche und religion zu tun ,
    aber sicher ist er der "göttliche funke" in jedem von uns und gott starft nie und nimmer ( wie es im Altentestament beschrieben wurde ) , sondern ist die ewige , unendliche liebe.
    jetzt in diesem augenblick , wenn ich dies schreibe, spür ich ihn.....wie das lächeln in meinem herzen .....oder ist er ein lächeln??
    mit einem augenzwinkern und einem lächeln
    optimisto

  4. Inaktiver User

    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Zitat Zitat von Optimisto
    ...dass heisst , der gott der jedem von uns seine entscheidungsfreiheit lässt , die freiheit ein messer zum kartoffelschälen genauso wie zum töten zu benutzen.
    Hallo!
    Glaubst du, dass Gott uns auch zur Rechenschaft ziehen kann bzw. ziehen wird, wenn wir das Kartoffelschälmesser zum töten benutzen?

    Gruß Majolika
    Geändert von Inaktiver User (28.03.2007 um 19:51 Uhr)

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    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Zitat Zitat von Lukulla
    Sehr aufgefallen ist mir die Formel, die Politiker in unserem Land sagen dürfen bei der Vereidigung:
    So wahr mir Gott helfe. Ich frage mich dann: Ach, und wenn Gott eben nicht hilft, dann blöd gelaufen oder wie?

    Die Frage woher alles kommt ist sehr spannend und sprengt diesen Thread. Ich grübele schon lange. Mag jemand mitkommen zu der Frage?
    .
    Gerne!

    Artikel 64 Abs. 2 des Grundgesetzes bestimmt, daß der Bundeskanzler und die Bundesminister bei der Amtsübernahme vor dem Bundestag den in Artikel 56 Grundgesetz auch für den Bundespräsidenten vorgesehenen Eid zu leisten haben. Die Frage, ob ein Bundesminister auf die religiöse Formel "So wahr mir Gott helfe" oder - was möglich ist - auf die nichtreligiöse Formel zurückgreift, ist eine höchstpersönliche Entscheidung des Schwörenden.

    Deine Frage müsste demnach lauten, warum schwören nicht alle Amtsträger mit der religiösen Formel. Das GG erlaubt ihnen, den Zusatz "So wahr mir Gott helfe" wegzulasssen.


    Der jeweilige Amtsinhaber verspricht - unter Berufung auf etwas, was ihm höher als jeder politische Vorteil und jede rechtliche Bindung steht - eine korrekte und vor allem auch verfassungsgemäße Amtsführung. Der Schwörende bindet seine Amtsführung so an sein innerstes Selbstverständnis und an den Kern seiner Persönlichkeit. In allen Fällen, in denen er die religiöse Beteuerung bei der Eidesformel verwendet, stellt er seine religiöse Überzeugung - wie immer sie im einzelnen aussehen mag - in den Dienst seiner Absicht, den rechtlichen Bindungen des Grundgesetzes eine weitere für ihn besonders verpflichtende Bindung hinzuzufügen.


    Nix von "Dummgelaufen, war nicht meine Schuld!"

    Die Formulierung ist seit Jahrhunderten auch bei der Krönung von Königen üblich. Sie sind in den meisten Monarchien schließlich gleichzeitig Oberhaupt der vorherrschenden Staatskirche.


    Noch ein Nachtrag (fand ich humorvoll):

    Alt-Bundespräsident Roman Herzog spickte seinen Kommentar zum Artikel 56 des Grundgesetzes mit einer Prise Humor. Leicht befremdet schrieb der wertkonservative ehemalige Verfassungsrichter über die Gottesformel im Amtseid des Bundeskanzlers: Ein weltanschaulich neutraler Staat bediene sich der Gläubigkeit seiner höchsten Repräsentanten, "um verbindliche Hemmschwellen noch oberhalb irdischer Anständigkeit zu errichten". Dann fügte er schelmisch hinzu: "Es ist zumindest sympathisch, wenn sich Politiker nicht für die Größten halten."
    Geändert von Opelius (28.03.2007 um 20:23 Uhr)

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    AW: Glaubt ihr an Gott?

    hy, liebe majolikas,
    das glaube ich überhaupt nicht, ich denke zum einen, dass wir z:bsp . mit einem mord die ursache setzen dafür , dass wir zu einem späteren zeitpunkt selbst erfahren , wie wertvoll ein leben ist. sprich, wenn ich heute ein leben nicht achte und jemanden töte, werde ich zu einem anderen zeitpunkt zu lernen haben ( in einem anderen leben z.bsp. auch ) , wie wertvoll ein leben ist.
    zum anderen starft gott nie, weil er das gar nicht könnte , denn gott ist nur liebe , frieden unendliche güte . wir strafen uns selbst genug indem wir solch "harte " gedanken , taten ausführen.
    was denkst du, wie sich das verhält ?
    liebe grüss
    opti

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    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Zitat Zitat von HansDampf
    Hallo Homointerruptus,

    Deine Zitate unterliegen der selektiven Wahrnehmung. Das Alte Testament ist nur ein Teil der Bibel, und zwar deren "unchristlicher" Teil. Das neue Testament liest sich da ganz anders.

    Mir ist bis heute nicht klar warum die Kirchenväter im 5. Jahrhundert beim Zusammenstellen der kanonischen Bibeltexte das alte Testament überhaupt verwendet haben. Vermutlich hat im Frühmittelater (wie auch im klassischen Altertum) die Kraft eines Gottes wesentlich mehr bedeutet als heute. Und als Schwächling wollte man Gott wohl nicht darstellen, daher die martialische Sprache. Nach dem Prinzip: "Meiner ist größer, stärker, böser..."

    Gruß

    Hans
    Ja natürlich habe ich hier nur ein paar der ganz bösen Sachen herausgegriffen. Und natürlich ist das Alte Testament nur ein klitzekleiner Teil des Christentums und ebenso wie der Koran nur eine Sammlung alter Texte, die außerhalb des ursprünglichen Kontexts (und womöglich falsch übersetzt) sinnfrei sind.

    Nichtsdestotrotz wird das Zeug heute noch massenhaft unzensiert und unkommentiert verbreitet (z.B. in US-amerikanischen Hotelzimmern) und nicht nur von Kreationisten ernst genommen.

    Gegen die Bibel waren Marx' "Manifest" und "Kapital" ein Fliegenschiss, wenn man die Wirkung anhand der Zahl der Opfer jeder dieser Irrlehren betrachtet.

    Womöglich war Jesus nur ein besonders netter und sehr charismatischer Fischer und hat nicht einmal 10 % dessen geäußert, was ihm später zur Last gelegt wurde, ebenso wie Hitler nie so böse geworden wäre, hätte ihn seine Mutter nicht ab seinem 12. Lebensjahr aus ihrem Bett geworfen und in der Besenkammer schlafen lassen.

    Wir werden es nie erfahren, müssen uns aber heute noch damit herumschlagen.

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    AW: Glaubt ihr an Gott?


  9. gesperrt

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    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Zitat Zitat von homointerruptus
    Ja natürlich habe ich hier nur ein paar der ganz bösen Sachen herausgegriffen. Und natürlich ist das Alte Testament nur ein klitzekleiner Teil des Christentums ...
    Das AT ein klitzekleiner Bestandteil des Christentums? Eben, nämlich was seine Bedeutung anbetrifft, im Vergleich mit dem NT.

    Wir Christen begründen unseren Glauben vor allem auf das NT und erst dieses bringt Licht in vieles, was im AT noch verborgen bleibt. Wir Christen glauben an den einzigen und wahren Gott, der sich in Jesus Christus geoffenbart hat.

    Demgegenüber vermittelt das AT ein nur unvollständiges und teilweise bis zur Unkenntlichkeit verzerrtes Bild von diesem Gott. Aber es heißt dort ja auch: Gott verhüllt sein Angesicht vor den Menschen, um sich ihnen zu nähern (nähern im doppelten Sinne des Wortes...!). Warum also die„Verhüllung“? Weil die Menschen die Größe und Macht und die für sie noch unbegreifliche und alles umfassende Liebe nicht ertragen könnten in ihrer Kleinheit und Schlechtigkeit. Im AT war die Zeit noch nicht reif, den Schleier wegzunehmen. Das wahre Wesen Gottes wird hier folglich erst andeutungsweise enthüllt. Das AT verweist aber auf das Kommen des Messias, welcher erst das Erlösungswerk in Gang setzen sollte, so hat es Gott bestimmt. Der Messias sollte das wahre Wesen Gottes den Menschen offenbaren, zuerst den Juden und dann der ganzen Welt.
    Die Mehrheit der Juden wollte diesen wahren Gott allerdings nicht.
    Die Frage, ob die Mehrheit der restlichen Menschheit diesen Gott will, kann sich jeder selbst stellen....

    Geändert von butterfly_99 (30.03.2007 um 01:05 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Glaubt ihr an Gott?

    Zitat Zitat von 3146
    Nicht immer.
    Jesus sagt zum Beispiel bei Lukas: Doch meine Feinde (...) bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!
    Du irrst Dich, es handelt sich hier um ein Gleichnis. Jesus sprach sehr oft in solchen Gleichnissen. Bei dem obigen Satz betreffenden Zitat wird darauf sogar ausdrücklich hingewiesen. Nur wenn man den Satz aus dem Zusammenhang reißt, kann man das übersehen....

    Hier der ganze Wortlaut:
    Lukas 19:11 Alle Leute hatten gehört, was Jesus zu Zachäus sagte. Deshalb und weil Jesus nun auch schon nahe bei Jerusalem war, meinten sie, die neue Welt Gottes werde in allernächster Zukunft anbrechen. Darum fügte Jesus noch ein Gleichnis hinzu. 12 Er sagte: »Ein Mann von königlicher Herkunft reiste in ein fernes Land. Dort wollte er sich zum König über sein eigenes Volk und Land einsetzen lassen und danach zurückkehren. 13 Bevor er abreiste, rief er zehn seiner Diener, gab jedem ein Pfund Silberstücke und sagte zu ihnen: Treibt Handel damit und macht etwas daraus, bis ich komme! 14 Aber seine Landsleute konnten ihn nicht leiden. Deshalb schickten sie Boten hinter ihm her, die erklären sollten: Wir wollen diesen Mann nicht als König haben! 15 Als er nun König geworden war, kam er zurück und ließ die Diener rufen, denen er das Geld anvertraut hatte. Er wollte sehen, was sie damit erwirtschaftet hatten. 16 Der erste kam und berichtete: Herr, dein Pfund Silberstücke hat zehn weitere Pfund eingebracht. 17 Sehr gut, sagte sein Herr, du bist ein tüchtiger Diener. Weil du in so kleinen Dingen zuverlässig warst, mache ich dich zum Herrn über zehn Städte. 18 Der zweite kam und berichtete: Herr, dein Pfund Silberstücke hat fünf weitere Pfund eingebracht. 19 Der Herr sagte zu ihm: Dich mache ich zum Herrn über fünf Städte. 20 Ein dritter aber kam und sagte: Herr, hier hast du dein Pfund Silberstücke zurück. Ich habe es im Tuch verwahrt und immer bei mir getragen. 21 Ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist. Du hebst Geld ab, das du nicht eingezahlt hast, und du erntest, was du nicht gesät hast. 22 Zu ihm sagte der Herr: Du Nichtsnutz, du hast dir selbst das Urteil gesprochen. Du wusstest also, dass ich ein strenger Mann bin, dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe. 23 Warum hast du dann mein Geld nicht wenigstens auf die Bank gebracht? Dort hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen wiederbekommen. 24 Dann sagte er zu den Umstehenden: Nehmt ihm sein Pfund ab und gebt es dem, der die zehn erwirtschaftet hat. 25 Sie wandten ein: Herr, der hat doch schon zehn! 26 Aber der König erwiderte: Ich sage euch, wer viel hat, soll noch mehr bekommen. Wer aber wenig hat, dem wird auch noch das Letzte weggenommen werden. 27 Nun aber zu meinen Feinden, die mich nicht als König haben wollten! Bringt sie her und macht sie vor meinen Augen nieder!«
    Dürfte auch klar sein, was das Gleichnis überhaupt zu bedeuten hat, den ersten Teil der Geschichte kennen wir ja bereits....

    Zitat Zitat von 3146
    Nächstenliebe? Barmherzigkeit??
    Wer davon schwärmt, wie wunderbar die Bibel doch ist, hat sie nicht gelesen.
    Wer aus der Bibel nicht Nächstenliebe und Barmherzigkeit als höchste Güter, die Menschen erwerben können, herauszulesen vermag, hat sie nicht gelesen
    ....oder nicht verstanden.


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