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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Pack den smilie dazu... Das war logischerweise ein Tipper von mir;)

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    In den USA sind die Evangelikalen seit Ronald Reagans Präsidentschaft in den 1980er-Jahren, die verlässlichste WählerInnengruppe der Republikaner. Wer für die Republikaner Präsident werden möchte, muss sich der Unterstützung durch die religiöse Rechte sicher sein. Donald Trump, der nicht unbedingt den Idealen der evangelikalen Wählerschaft entspricht, hat mit Mike Pence einen bekennenden Evangelikalen zum Vizepräsidenten ernannt.
    "Gottes Wille geschehe"

    Dieser Artikel beschreibt aber im westlichen die Erfolge Evangelikaler in Lateinamerika.
    Die vom Guatemalteken Carlos Enrique Luna gegründete Kirche Casa de Dios (Haus Gottes) ist ein Beispiel für eine zur »Megachurch« angewachsene Gemeinde. Der als Cash Luna bekannte evangelikale Prediger ist ein Vertreter des Wohlstandsevangeliums.
    Der Artikel beschreibt auch, dass Evangelikale keineswegs nur rechtsradikale Ansichten vertreten, sie gehen Bündnisse mit jedem ein, der nützlich ist.

    Für alle Evangelikale ist das Buch Mose 1, 27 - 29 die entscheidende Begründung ihres Handelns:
    27*Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. 28*Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. 29*Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.
    Und Kraftwerk hat es in Post 2 dieses Stranges sehr präzise dargestellt:
    Die Aussagen der Evangelikalen lassen vermuten, dass sie alles verzeihen...solange man drei Eigenschaften mitbringt: gegen Abtreibung, Homophobie und gegen Farbige/Diversity.
    Geändert von Opelius (05.06.2020 um 08:56 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Sie genügen sich selbst. Eine Diskussion mit Rechtsevangelikalen ist genauso mühsam wie mit Reichsbürgern.
    Ich hab jetzt den Link zu den evangelikalen noch nicht angesehen, sind die "rechtsevangelikalen" eine offizielle Abspaltung davon oder nennst Du alle Evangelikalen einfach so?
    Das fände ich schwierig.

    Ich denke man sollte es sich nicht zu einfach machen und so undifferenziert komplette Gruppen verdammen die man nicht so gut kennt oder gar mit politischen Gruppen wie den Reichsbürgern gleichstellen, die bei uns glaub sogar verboten sind. Auch wenn es einfach wäre.

    Gehört nicht die Bischöfen die sich gegen Trumps Auftritt gewendet hat auch dazu?

    Zu den Baptisten - willst Du an dem Beispiel Deiner Verwandten jetzt sagen, dass alle Baptisten oder Russlanddeutschen AfD wählen?
    Auch wenn es da konservative und rechte Strömungen geben mag, bin ich überzeugt dass das nicht zutrifft.
    In der AfD gibt es zum Beispiel auch Menschen unterschiedlichster Religionen und Konfessionslose, letzeres ist vermutlich die Mehrheit.

    Zu einfach sollte man es sich auch nicht machen.

    Hier noch ein aktueller Artikel zum Thema Trumps Rückhalt bei Christen. Er scheint zu bröckeln, selbst bei den Evangelikalen.

    Zustimmung fur Trump bei den amerikanischen Christen brockelt
    Geändert von Inaktiver User (05.06.2020 um 09:43 Uhr)

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    @ vinipad
    Es gibt tausende Gruppen Evangelikaler. Die sich von einander erheblich unterscheiden in ihrer Glaubensauslegung. Die Gemeinden unterscheiden sich dadurch, dass es entscheidend ist, wie ihr Prediger denkt und handelt. Eine übergeordnete gemeinsame Auslegung gibt es nicht. Sie handeln im wesentlichen autonom.

    Ich nenne die rechts, die politisch rechts predigen und agieren.

    Nein ich behaupte nicht, dass alle Baptisten die AfD wählen. Das Beispiel meiner Verwandten habe ich nur gebracht, um zu verdeutlichen, dass Gespräche mit derart Überzeugten einfach nicht möglich sind. Zumindest ich bin davon restlos überfordert, selbst wenn ich bessere Bibelkenntnisse habe als sie. Sie zitiert "Bibelforscher" , ich das neue Testament, vorweg die Bergpredigt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    @Opelius
    So klingt es schon sehr viel differenzierter. (Das andere hatte mich auch erstaunt, gerade von Dir)

    Flau hatte allerdings allgemein gesagt, sie fände es interessant wenn ein Mitglied einer evangelikalen Gemeinde aus den USA seine Theologie erklärt.
    Das könnte dann ja auch jemand sein der anders denkt.
    Auch wenn es natürlich Dinge gibt die einen, gibt es auch innerhalb religiöser Gemeinschaften grosse Meinungsunterschiede.

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Viel wichtiger zu dem Thema ist die Gewaltenteilung Staat... Kirche.

    Hier klar definiert, was in den Staaten auch der Fall war, wenn auch nicht so streng.

    Trump hat 2017 ein Dekret verfasst, dass drastisch mehr Einfluss der Kirchen erlaubt.
    Firmen und Stiftungen dürfen sich wie natürliche Personen in unbegrenzter Form politisch engagieren und Kanditaten unterstützen oder selbst Kampagnen machen. Das galt nicht, wenn die Gruppe von Steuern und Abgaben begünstigt oder sogar befreit waren und die meisten religösen Gruppen sind von den meisten Steuern und Abgaben befreit.
    Dies ist nun seit Trump geändert. Die Kirchen können ihre Steuerbefreiung behalten und sich trotzdem politisch engagieren.

    Was sich allerdings auch geändert hat ist, die Regelungen und Gesetzesauslegungen, die Diskriminierung verhindern sollten. Arbeitgeber, die in der Krankenversicherung ihrer Angestellten involviert sind, haben aus "religösen Gründen" nun ein Mitspracherecht, was die Krankenversicherung ihrer Angestellten enthält.
    So können die Arbeitgeber nun mitentscheiden, ob Sachen wie Verhütungsmittel, die Pille oder Abtreibung in der Krankenversicherung enthalten sind.
    Die Diskriminierung, weil jemand der LGBTIQ-Gruppe angehört, ist verboten. "Aus religiösen Gründen" ist es nun Arbeitgebern wieder erlaubt, einen homosexuellen Angestellten zu feuern oder Firmen können sich "aus religiösen Gründen" weigern bestimmte Kunden zu bedienen.
    Geändert von nur_so (05.06.2020 um 12:55 Uhr)
    Sebastian (Ariel - The Little Mermaid): Listen to me - the human world, it‘s a mess!

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Interessante Infos nur_so, vielen Dank. So im Detail kennt sich hier kaum jemand aus, der nicht unmittelbare Beziehungen zu den USA hat. Ich also auch nicht, ich weiss nur das, was in den Nachrichten kommt oder in Sendungen wie dem auslandsjournal.

    Womit ich auch wieder bei meiner Aussage von weiter vorne bin: Trump ist mir relativ egal, Probleme habe ich mit den Menschen, die diese "Vorgaben" vor Ort knallhart umsetzen, sie also gut finden. Leute aus der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule.

    Nie und nimmer wollte ich in so einem Land leben. Habe nichtmal Lust, als Tourist hinzufahren (unabhängig von der momentanen Corona-Situation).

    Gruß Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Quellennachtrag zu der "religösen Freiheit" von Arbeitgebern, sich in die Familienplanung ihrer Angestellten einmischen zu können. Allerdings weiß ich nicht, wie da die aktuelle Lage ist. Zwischenzeitlich gab es ein Urteil eines Gerichtes.
    NPR -Trump Guts Requirement That Employer Health Plans Pay For Birth Control
    NPR - 2nd Judge Blocks Trump Birth Control Policy Across The Country

    Bei der Suche nach Quellen bin ich auf diesen Text hier gestossen:
    In Trump's America "Christian" is no longer a religious faith — it's white identity politics
    In Trump's America "Christian" is no longer a religious faith — it's white identity politics | Salon.com

    Darin geht es um die Reaktion auf einen Leitartikel in einer wichtigen christlichen Zeitschrift "Christianity Today", der sich im Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump auspricht und wie "Marry Christmas" zu einer Attacke gegen vermeintlich Liberale wird.


    Conservatives reject Christianity Today's position on impeachment, because it's about power, not morality or faith
    ...
    Donald Trump himself has gone a long way towards encouraging this view of Christianity not as a faith of love and compassion, but as a label to divide "real" Americans from the non-persons. His reaction to the Christianity Today editorial was to claim that any Democrat elected in his stead would be a "a Radical Left nonbeliever."
    ...
    For Trump and his followers, being "Christian" is now almost totally divorced from any belief in or understanding of actual Christian theology. It's about defining the in-group vs. the out-group. Jesus Christ himself could return from the dead and Trumpian "Christians" like Falwell would denounce him as a "nonbeliever" in short order. It's not about believing in Jesus. It's about believing in Donald Trump — and in the white nationalist identity politics he represents.
    Sebastian (Ariel - The Little Mermaid): Listen to me - the human world, it‘s a mess!

  9. Moderation

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Flau hatte allerdings allgemein gesagt, sie fände es interessant wenn ein Mitglied einer evangelikalen Gemeinde aus den USA seine Theologie erklärt.
    Das könnte dann ja auch jemand sein der anders denkt.
    Ja, da habe ich unbedarft formuliert, eben weil ich sehr wenig über diese christlichen Gruppierungen weiß. Ich denke, zumindest aus dem Kontext war aber klar, dass ich evangelikale Trump-Fans meinte, für die beides - evangelikal sein und Trump gut finden - auch so zusammenhängt.
    Aber jetzt, wo Du es schreibst, wären andere Stimmen natürlich auch sehr interessant.
    Zumal Opelius wahrscheinlich Recht hat und eine Argumentation, wie ich das Wort verstehe, von den bewussten Rechtsevangelikalen gar nicht käme.

    Zitat Zitat von nur_so Beitrag anzeigen
    Bei der Suche nach Quellen bin ich auf diesen Text hier gestossen:
    In Trump's America "Christian" is no longer a religious faith — it's white identity politics
    In Trump's America "Christian" is no longer a religious faith — it's white identity politics | Salon.com
    Danke, nur_so, auch für die anderen Infos! Ja, das ist wirklich eine gute Erklärung. Für mich hat das etwas Faschistoides: ein "Wir" gegen "die Anderen", und "Wir" sind per Definition besser als "die Anderen", nicht weil wir für dieses einstehen oder an jenes glauben, sondern rein automatisch. Unsere bloße Gruppenzugehörigkeit macht uns in jeder Situation und auf alle Fälle überlegen.
    Und, da bin ich bei elli, ich habe das unangenehme Gefühl, das sowas zunimmt, nicht nur in Amerika und nicht nur bezogen auf religiöse Gruppen.

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Es gibt tausende Gruppen Evangelikaler. Die sich von einander erheblich unterscheiden in ihrer Glaubensauslegung. Die Gemeinden unterscheiden sich dadurch, dass es entscheidend ist, wie ihr Prediger denkt und handelt. Eine übergeordnete gemeinsame Auslegung gibt es nicht. Sie handeln im wesentlichen autonom.

    Ich nenne die rechts, die politisch rechts predigen und agieren.
    Auch wenn es unzählige Gruppierungen gibt, bestehen aber schon Strömungen mit wiederkehrenden zentralen Aussagen und ähnlichen Indoktrinierungen ihrer Kinder (wie z. B. die Neocharismatische Bewegung). Die Evangelikalen haben keine zentrale Kirchenstruktur und splitten sich alleine deshalb schon auf.

    Trump beherrscht die Symbolik perfekt, das muss man ihm lassen.
    „In der Kreide stehen„ bedeutet, jemandem oder vielen etwas zu schulden. Für die Gedanken, Inspirationen und situative Stärke stehe ich bei vielen in der Kreide. Ohne sie wäre ich nur die Hälfte.

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