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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Also als Christin fühle ich mich persönlich nicht provoziert.
    Da schüttel ich nur den Kopf und bemitleide ihn.

    Das er eine religiöse Komponente in dieses Drama bringen möchte, habe ich erst durch die Überlegungen zu diesem Strang RICHTIG verstanden.
    Die USA haben einen eindeutigen Gottesbezug in ihrer Verfassung.
    Und wie schon geschrieben, haben evangelikale ein anderes Gottesbild als andere Christen.
    Die Bibel ist ein sehr zweideutiges Buch.
    Während im neuen Testament Jesus Nächstenliebe, Verantwortung und Verzeihen im Vordergrund stehen, wird im alten Testament Gott als sehr kriegerisch dargestellt.
    --- Nachdem die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten 40 Jahre durch die Wüste gewandert sind, zeigt Gott Josuah das gelobte Land. Dort wohnen schon Menschen - und Gott befiehlt Krieg und Vertreibung.

    Das enthält ein ganz anderes Gottesbild und auch eine ganz andere Botschaft. In UNSERER Bibel.

    Schwierig!


    Meine persönliche Meinung ist, das ich Gott und Glauben nicht von staatlicher Seite vereinnahmt sehen möchte, das ist Privatsache.
    Im Namen Gottes gibt es schon zu viele Kriege auf der Welt.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Die USA haben einen eindeutigen Gottesbezug in ihrer Verfassung.
    Wir allerdings auch:
    Präambel. Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Danke, Opelius, das war mir nicht bewusst.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

  4. Moderation

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Nochmal Stückwerk von mir, insbesondere @elli, darauf möchte und werde ich auch noch eingehen.


    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Ich halte das für keine gute Idee. In den ersten Jahren der Bundesrepublik wurden schon mal bischöfliche Hirtenbriefe am Wahlsonntag von der Kanzel verlesen. Und nicht wenige ev. Pfarrer nahmen Wahlempfehlungen in ihre Predigt auf.

    Wir sind mündige Bürger und brauchen auch als Christen keine Wahlempfehlungen.
    Hmmm, ich verstehe, was Du meinst, sehe es aber nicht so. Ich meinte keine Wahlempfehlung, natürlich nicht. Aber ich finde, religiöse "Großkopferte" dürfen ruhig auch für ihren Glauben einstehen. Gegen Apartheid in Südafrika haben Kirchen sich ja auch geäußert und mit Aktionen gewandt. Findest Du das eine unerlaubte Einmischung in die damalige südafrikanische Politik? Warum sollte man Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten nicht verurteilen dürfen? Warum sollte man sich nicht dagegen verwahren dürfen, dass jemand ein Haus meiner Gemeinschaft missbraucht, indem er friedliche Demonstranten erst von dort verscheuchen lässt,damit er es als Fotokulisse benutzen kann?

    Dazu zu schweigen, weil es sonst Einmischung wäre, hat für mich was von Wegducken.
    Klar könnten die entsprechenden Evangelikalen auch erklären, warum sie das toll finden. Wie gesagt, die Argumente würden mich interessieren.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Flau,

    Ich habe das gar nicht so mitbekommen (erst durch Deinen Strang) und musste erstmal nachschauen, was er da gemacht hat.
    Er hat sich vor einer Kirche mit einer Bibel fotografieren lassen, hat er denn etwas dazu gesagt?
    Hat er das irgendwie in Zusammenhang mit den Floyd Protesten gebracht?
    Sorry für meinen un-vorgebildeten Beitrag, hier wird seine Pose etwas erklärt.
    Ja, genau. Wie gesagt, ich sehe es so: er tut etwas, das meinem Glauben zutiefst zuwiderläuft und stellt sich dann gleichzeitig sehr penetrant - im von Dir verlinkten Artikel steht zutregfend: "unbeholfen" - als Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft dar. Klar ist das nicht verboten, und klar gibt es ganz unterschiedliche Auslegungen dieses Glaubens. Trotzdem kann ich das, mal ganz simpel gesagt, Schxxxe finden und mich öffentlich dagegen wehren, über Trumps Kamm geschoren zu werden. Ich wehre mich ja genauso dagegen, wenn Kreationisten behaupten, dass gehöre zum christlichen Glauben. Oder ich will nicht mit den Kreuzfahrern in eine Ecke gestellt werden. Warum soll ich nicht den Mund aufmachen, wenn ein Präsident Trump sich anti-demokratisch verhält und dabei den anwesenden Reportern die Bibel ins Gesicht wedelt?

    Wenn er dabei eine Regenbogenflagge geschwenkt hätte - wäre die LBGTQ-Gemeinde dann nicht auch angepisst gewesen?

    Zitat Zitat von kaffeesahne Beitrag anzeigen
    Also als Christin fühle ich mich persönlich nicht provoziert.
    Da schüttel ich nur den Kopf und bemitleide ihn.
    Sorry kaffeesahne, jetzt hab ich genau den falschen Teil Deines Posts gelöscht. Ich korrigiere es später. Ja, die Bibel lässt mehrere Interpretationen zu. Aber ich denke schon, dass für Christen im Zweifelsfall das neue Testament stärker wiegt (was sollte es sonst?). Ist meine persönliche Meinung.
    Und wie gesagt, ich spüre einfach das Befürfnis, schon zu bezeugen, dass nicht alle Christen Trump-Evangelikale sind. Meine Auslegung seiner entgegenzustellen, sozusagen.

    Ich finde, vindpinad hat einen wichtigen Aspekt mit eingebracht mit dem Hinweis, dass gar nicht jedes christliche Verständnis so bibel- oder theologiebezogen ist. Das vergesse ich oft. (Lutherisch halt. )
    Dass es das auch als eine Art Club- und Kulturdenken gibt. Stimmt. Hm. Aber auch das darf ich ja ablehnen. Ich finde es aber sehr interessant.

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Die Pastorin der Kirche, vor der Trump sich ablichten ließ, hat lauthals gegen diesen Auftritt protestiert. In einem der hier verlinkten Beiträge war das zu lesen.

    Ich bin davon überzeugt, das in meiner ev. Kirche und auch in der meiner Frau, kath. Kirche, das in das Fürbittengebet eingeschlossen worden wäre, aber es haben bei uns noch keine Gottesdienste stattgefunden. das wird erst am nächsten Sonntag möglich.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Moderation

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Die Pastorin der Kirche, vor der Trump sich ablichten ließ, hat lauthals gegen diesen Auftritt protestiert. In einem der hier verlinkten Beiträge war das zu lesen.

    Ich bin davon überzeugt, das in meiner ev. Kirche und auch in der meiner Frau, kath. Kirche, das in das Fürbittengebet eingeschlossen worden wäre, aber es haben bei uns noch keine Gottesdienste stattgefunden. das wird erst am nächsten Sonntag möglich.
    Eben, ersteres (hab ich in Teilen auch im EP zitiert) finde ich nur richtig, und kann darin überhaupt keine Einmischung in den Wahlkampf erkennen. Eher schon eine Absage, sich für den Wahlkampf einspannen zu lassen.

    Bei Fürbitte käme es darauf an, das kann ja auf zahllose Art formuliert werden. Ich nehme an, dass für die Opfer von Gewalt gebetet würde und allgemein um Weisheit für die Regierung oder auch Trump selber, friedenstiftend zu wirken und die Gewalt nicht weiter anzuheizen.

    Sowas wie: "Wir bitten darum, dass Trump bald seine Macht verliert", fände ich tatsächlich nicht ok. In der Fürbitte spricht man für die ganze Gemeinde, dafür wäre mir so eine Aussage dann doch zu spezifisch.
    Um sich gegen seine Pose vor der Kirche zu verwahren, finde ich Fürbitte auch nicht geeignet, denn um was bittet man da? Und für wen?
    Ich sollte dazuschreiben, dass ich nur rumüberlege, das soll keine Kritik an Euren Gemeinden sein, Opelius.
    Geändert von Flau (03.06.2020 um 21:46 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Eben, ersteres (hab ich in Teilen auch im EP zitiert) finde ich nur richtig, und kann darin überhaupt keine Einmischung in den Wahlkampf erkennen. Eher schon eine Absage, sich für den Wahlkampf einspannen zu lassen.
    Ja, das sehe ich auch so, finde ich auch gut und richtig.

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

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    Hier ist ein recht interessanter Kommentar aus der Zeit.

    Ich wusste gar nicht, das "rechtsevangelikale" sich als solche bezeichnen, und das sie Donald Trump
    als Messias sehen.
    Das sind Fundamentalisten.
    Und für diese posiert er perfekt...

    Der Auserwählte...
    Das nimmt Formen an, die ich bei allem, was in den letzten Jahren in dieser Welt zu sehen war, trotzdem nicht für möglich gehalten hätte.
    Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!


    Andra tutto bene!

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Noch weitergedacht frage ich mich allerdings auch, wie ich als Christin nun weiter mit Trump umgehe: Wir sollen ja nicht verdammen, sondern verzeihen.
    Verzeihen heißt ja nicht, dass das dann alles sein soll. Man kann auch als Christin sehr wohl sagen, was man von einer Sache hält und was zu tun ist.
    Als Christin könntest du also allemal zu Trump sagen, dass er nach Haus gehen und keinen Mist mehr bauen soll.
    Jesus hat ja auch zu der Ehebrecherin gesagt, die gesteinigt werden sollte:
    Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!
    Heißt auf deutsch für Trump: geh einfach nach Haus und halt für immer die Klappe.
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt.
    The Green Mile

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Verzeihen kann man, wenn Trump und seine Truppe weg ist. Bis dahin sollte man auf das für die aktuelle Situation lebensfremde Verzeihen verzichten.
    „In der Kreide stehen„ bedeutet, jemandem oder vielen etwas zu schulden. Für die Gedanken, Inspirationen und situative Stärke stehe ich bei vielen in der Kreide. Ohne sie wäre ich nur die Hälfte.

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