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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Okay, das geschah also nicht im Rahmen der damaligen Gesetze? Und die Reichstagswahlen 1933 waren auch ungesetzlich?
    Das wusste ich tatsächlich nicht.
    Natürlich geschah die Ernennung des Kanzlers Hitlers durch den Reichspräsidenten Hindenburg am 30.1.33 im Rahmen der Verfassung.
    Die „Reichstagsbrandverordnung“ aber ließ die willkürliche Verhaftung von KPD und SPD-Abgeordneten zu. Und gleichzeitig erhielt die SA Polizeiaufgaben. Keine der Verhafteten ist einem Richter vorgeführt worden, sie kamen ja nur in Schutzhaft.

    Das Ganze ist daher nicht mit der Wahl von Donald Trump zu vergleichen. Der ist legal gewählt worden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Ja, eben, er ist legal gewählt worden. Und Hitler ist legal ernannt worden.

    Was ich damit sagen will, ist doch eindeutig: Nur, weil es legal war, heißt das nicht, dass es richtig war. Und ganz sicher bedeutet das nicht, dass man nicht feststellen dürfte, was für ein Typ Mensch er ist und dass er nicht nur die USA spaltet. etc. pp.

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, eben, er ist legal gewählt worden. Und Hitler ist legal ernannt worden.

    Was ich damit sagen will, ist doch eindeutig: Nur, weil es legal war, heißt das nicht, dass es richtig war. Und ganz sicher bedeutet das nicht, dass man nicht feststellen dürfte, was für ein Typ Mensch er ist und dass er nicht nur die USA spaltet. etc. pp.
    Zustimmung. Wobei Trump versprochen hat, und das war sein Wahlprogramm, eine undurchdringliche Mauer an der Grenze zu Mexiko hochzuziehen. Die erforderlichen Milliarden Dollar wurden ihm vom Kongress nie bewilligt. Und logischerweise hat er jetzt neue Feinde aufgebaut. Er ist in seiner eigenen Sicht ein Opfer.

    Und das ist der Trick, der offensichtlich zieht, eine Opferrolle zu inszenieren, um zu siegen.

    Nur zur Klarstellung: ich halte Donald Trump für einen gefährlichen Brandstifter.
    Geändert von Opelius (03.06.2020 um 14:12 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Moderation

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Ich danke schonmal allen für die rege Bezeiligung, hätte ich so gar nicht mit gerechnet. Und ich werde noch ordentlicher mit richtigen Zitaten antworten, aber jetzt erstmal ein Dankeschön dafür, dass viele Beiträge hier auch mein Unwohlsein und meinen Ärger noch präziser formuliert haben!
    @Opelius: Ich meine halt auch, Christentum heißt nicht, alles ok zu finden, und @kaffeesahne, an den wütenden Jesus im Tempel musste ich auch schon denken.

    @elli: klar sind Christen keine homogene Gruppe, deswegen heißt es im Strantitel auch nicht "die" Christen. Und klar könnte man eine andere Gruppe genauso in den Mittelpunkt stellen. Aber nun hat Trump eben die christliche Religion mit ins Spiel gebracht - ich würde sagen: missbraucht, und da interessieren mich Meinungen und Reaktionen unter diesem Aspekt. Deshalb bin ich auch im Religions- und nicht im Politikforum.
    @jofi hat meine Meinung gut zusammengefasst.

    @2believe: Eben, es gibt christliche Gruppen, die Trump anhängen und anscheinend kein Problem mit seiner Bibelwedelei und seiner Gewalt haben. Hier würde mich ganz ernsthaft mal die theologische Grundlage dahinter interessieren, falls es die überhaupt gibt.

    Ich sah gestern einen Mitschnitt im den Nachrichten, in dem die Reporter T. zuriefen, was er da habe, und er sagte, es sei eine Bibel. Darauf rief ein Reporter: "Have you read it?" Kam erstaunlicherweise keine Antwort.

    Ich wünsche mir wirklich deutliche Ansagen von den Repräsentanten meiner Kirchen (EKD und Anglican) - und von allen anderen natürlich auch.
    Ich fand es zum Beispiel super, dass sich in dem verlinken Artikel auch ein Rabbi äußerte. Zum einen deshalb, weil alle Religionen sich allgemein gegen diese Form der Instrumentalisierung verwahren sollten, zum anderen fand ich es ein schönes Signal des Miteinanders und genau des Friedens und der Solidarität, für die ja viele der Demonstranten auf die Straße gehen.
    Geändert von Flau (03.06.2020 um 16:24 Uhr)

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen

    @2believe: Eben, es gibt christliche Gruppen, die Trump anhängen und anscheinend kein Problem mit seiner Bibelwedelei und seiner Gewalt haben. Hier würde mich ganz ernsthaft mal die theologische Grundlage dahinter interessieren, falls es die überhaupt gibt.
    Würde mich auch genauer interessieren. Aber es ist ja auch nicht das erste mal, das mit Religion Gewalt und Unterdrückung legitimiert werden soll. Ist schon perfide. Er beruft sich damit auf den Willen Gottes, von dem er direkt die Macht und die Stärke bekommen hat. Alle Formen der Unterdrückung ist damit göttlicher Wille. Die Anhänger werden das ähnlich sehen. Ich denke jede Religion lässt sich so gut missbrauchen.

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    ....Aber nun hat Trump eben die christliche Religion mit ins Spiel gebracht - ich würde sagen: missbraucht, und da interessieren mich Meinungen und Reaktionen unter diesem Aspekt......
    Das machen viele Machthaber auf der Welt und die Religionsgemeinschaften machen meist nicht ungern mit. Wobei damit sicher nicht die Mehrheit der jeweiligen "Gläubigen" gemeint ist, sondern die Repräsentanten der Glaubensgemeinschaften. Die nicht selten ähnlich machtbesessen sind. Die meisten Glaubensgemeinschaften sind dann letztendlich gespalten, wenn es um politische Entscheidungen geht.

    Wenn eine Religionsgemeinschaft mit der staatlichen Macht "paktiert", so ist das meist zum Nutzen beider Beteiligten, es unterstützt eine "nationale" Identität. So das orthodoxe Christentum in Russland, der Katholizismus in Polen, der schiitische Islam im Iran, der Wahhabismus in Saudi-Arabien, das Judentum in Israel.

    Es gibt zunehmend Protest gegen Trump, nicht nur von christlicher Seite. Aber eben auch nicht von allen Christen. Man kann formulieren, was man erwarten würde (Achtung: Konjunktiv!) von offiziellen christlichen Vertretern. Aber auch das sind "nur" Menschen und eine einheitliche Meinung gibt es nur selten, sei es nun bei Christen oder anderen Gruppen.

    Wie ich bereits oben geschrieben habe sind mir Menschen wie Trump weitgehend egal, was mir Sorgen macht ist, dass derartig gestrickte Leute zunehmend (gewählt!) an die Macht kommen. Und diese Wähler sitzen in meiner Nachbarschaft, sind an meinem Arbeitsplatz, sitzen im Kino neben mir. Ist ja nicht nur in den USA der Fall.

    Bleibt die Frage, ob Trump wiedergewählt wird, Wahlsystem hin oder her. Ich denke mal, er wird wiedergewählt.

    Gruß Elli
    Geändert von elli07 (03.06.2020 um 17:02 Uhr) Grund: Ergänzung
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

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    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen

    Ich wünsche mir wirklich deutliche Ansagen von den Repräsentanten meiner Kirchen (EKD und Anglican) - und von allen anderen natürlich auch.
    Ich halte das für keine gute Idee. In den ersten Jahren der Bundesrepublik wurden schon mal bischöfliche Hirtenbriefe am Wahlsonntag von der Kanzel verlesen. Und nicht wenige ev. Pfarrer nahmen Wahlempfehlungen in ihre Predigt auf.

    Wir sind mündige Bürger und brauchen auch als Christen keine Wahlempfehlungen.

    Und gegenüber Trump wäre das ein gefährliches Spiel. Jemand könnte ihm Georg von Frundsbergs Spruch: "viel Feind, viel Ehr" twittern. Das gefiele ihm.

    Nein, weder die kath. , die ev. noch die anglikanische Kirche sollte sich in den amerikanischen Wahlkampf einmischen.
    Das ist allein das Privileg evangelikaler Kreise, die ihren Gläubigen die Welt erklären können und nur Gottes Willen erfüllen und in alter calvinistischer Tradition die Mär verbreiten, dass Reichtum ein Zeichen von Gottesfurcht und seinem Segen sei.
    Geändert von Opelius (03.06.2020 um 17:23 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    @Flau,

    Ich habe das gar nicht so mitbekommen (erst durch Deinen Strang) und musste erstmal nachschauen, was er da gemacht hat.
    Er hat sich vor einer Kirche mit einer Bibel fotografieren lassen, hat er denn etwas dazu gesagt?
    Hat er das irgendwie in Zusammenhang mit den Floyd Protesten gebracht?
    Sorry für meinen un-vorgebildeten Beitrag, hier wird seine Pose etwas erklärt.

    Ich denke, es ist so, dass Religion unterschiedliche Annäherungen haben kann.
    Für den einen (und das wäre für die meisten wohl die "wirklich christliche Botschaft") - sind die Inhalte zentral.
    Für die anderen sind sie Teil einer (oft ihrer) Tradition und Kultur - bei Trump wohl sowas wie die der weißen Eroberer?
    Für viele ne Mischung aus beidem (also Kultur und Inhalte).
    Ich gebe zu, dass ich die Geste irgendwie erstmal so nicht verstehe.

    Trump verhält sich derzeit und schon länger in ziemlich vielen Dingen einfach total bekloppt und leider ist das angesichts seiner Position nicht zum Lachen.
    Für mich ist dieses Bild vor der Kirche mit der Bibel trotzdem eher eine Karikatur.
    So drüber aufregen kann ich mich jetzt nicht, da regen mich eher andere Dinge in seiner Politik auf.
    Vielleicht habe ich aber auch was übersehen?

  9. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Das ist zwar völlig OT. Aber Hitler ist vom Reichspräsidenten ernannt worden. 14 Tage vor den Wahlen 5. März 1933 brannte der Reichstag und noch in der Nacht erließ der preußische Innenminister Göring die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat(„Reichstagsbrandverordnung“) . Damit wurden die Grundrechte der Weimarer Verfassung de facto außer Kraft gesetzt und der Weg freigeräumt für die legalisierte Verfolgung der politischen Gegner der NSDAP durch Polizei und SA. Die Reichstagsbrandverordnung war eine entscheidende Etappe in der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur.
    Danke lieber Opelius für diese Richtigstellung.

  10. Inaktiver User

    AW: Trumps Kirchen-Pose inmitten der George-Floyd Proteste - Wie reagieren Christen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, eben, er ist legal gewählt worden. Und Hitler ist legal ernannt worden.

    Was ich damit sagen will, ist doch eindeutig: Nur, weil es legal war, heißt das nicht, dass es richtig war. Und ganz sicher bedeutet das nicht, dass man nicht feststellen dürfte, was für ein Typ Mensch er ist und dass er nicht nur die USA spaltet. etc. pp.
    Hitler und die NSDAP sind nie legal also unter normalen demokratischen Verhältnissen mit Mehrheit gewählt geworden. Sie haben/er hat die Macht an sich gerissen, teilweise mit legalen und teilweise mit illegalen Methoden.

    Grund für das Gelingen des Coups war die Weltwirtschaftskrise, in Wien gingen Menschen auf der Straße mit Schildern um den Körper gebunden "Suche Arbeit", daheim weinte das Kind vor Hunger und dann kam einer und versprach , dass das alles besser wird, und er benannte Schuldige für das Dilemma. Voila, so ist e gelungen.
    WKII war im Friedensvertrag von Saint Germain bereits grundgelegt.

    Niemand hat hier behauptet, es wäre richtig gewesen. Das Sendungsbewusstsein in allen Ehren aber einerseits nutzt es sich langsam ab und andererseits ist auch mühsam immer wieder alles richtig stellen zu müssen bzw in einen sachlich richtigen Zusammenhang zu stellen.
    Ich mag Trump auch nicht und ich finde er stellt ziemlich viel Unsinn an. Leider hat er viele Wähler*innen.

    "Die" Christen gibt es nicht, genauso wenig wie "die" Muslime oder "die" Juden to be cont...

    Evangelikale mögen Trump.

    In Europa/Österreich gibt es innerhalb der katholischen Kirche eine deutlich grüne Stimmungslage. Die hassen Trump.

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