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  1. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Uns wird tatsächlich ein Gewissen zugesprochen.
    Und bestimmte Moralvorstellungen sind keine Glaubenspflicht.
    Ich glaube erst mal das,was ich im Credo bekenne (wobei ich auf Pontius Pilatus verzichten könnte und das mit der Jungfrau eher symbolisch sehe).
    Auf das Gewissen habe wir Christen aber kein Monopol.
    Aber ich verstehe was Du meinst und stimme Dir hier auch zu.
    Und das mit der Jungfrau beruht ja auf einem Übersetzungsfehler. Gemeint ist eine "junge Frau". So gesehen wiederum sehr logisch.
    Und egal ob vom heiligen Geist empfangen oder doch durch Josef, das Jesus Christus Gottes Sohn war, sit ja Konsens unter Christen jeglicher Konfession. So oder so.

    Verantwortung in Sexualität zu übernehmen ist aber wirklich keine schlechte Idee.
    Richtig. Aber die kann so oder so aussehen. Und durchaus auch ausserhalb der Institution Ehe und mit Verhütung.

    Der Zölibat hat sehr gute Gründe, ist allerdings biblisch nicht haltbar und kein Dogma. Die momentane Bewegung geht deutlich davon weg.
    Richtig.

    Aber es ist wie in der Politik: Familienfreundlich ist der Job als Seelsorger definitiv nicht. Meiner Meinung nach kann man sich nicht um alle (eine größere Gemeinschaft) und eine Familie gleichzeitig kümmern.
    Das schaffen Protestantische Pfarrer und Pfarrerinnen doch auch. Also das sehe ich ganz anders.

    In der Haltung bei Missbrauchsfällen ist de Papst sehr klar und es passiert einiges. Das ist aber leider ein weites Feld und wird alle betroffenen Institutionen noch lange beschäftigen.
    Ja.

    Die Scheidung ist nichtso sehr das Problem, sondern eine neue Heirat. Weil das Eheverständnis der RKK da halt lautet: Einmalig und bis zum Tod eines der beiden Partner. Deine Rede sei ein Ja ein Ja.
    Nicht beliebig einem nach dem anderen wie zB Heinrich VIII (der ja auch eine neue Kirche gründete).
    Gut, ich akzeptiere das, aber die Lebensrealität ist halt eine andere.
    Auch eine protestantische Ehe (evangelisch oder um bei Heinrich VIII zu bleiben, anglikanisch) steht schon im Anspruch für immer zu sein. Sie ist aber zumindest in den evangelischen Kirchen kein Sakrament und die Scheidung und Wiederverheiratung akzeptiert.

    Há gente que fica na história
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  2. Registriert seit
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Zitat Zitat von Prilblume Beitrag anzeigen
    Oweia … und das wäre dann wie vom Regen in die Traufe, oder wie?
    Das mit den Grünen ist tatsaechlich eine lustige These.


    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen
    Ja ganz sicher sogar. Wobei ich mich wahrscheinlich diesbezgl. eher selbst geprägt habe.
    Meine Mutter war röm.kath., mein Vater zwar evangelisch, hatte aber seit meiner Taufe keine Kirche mehr von innen gesehen. Beide schon in den 70ern aus den jeweiligen Kirchen ausgetreten.
    Ich war im Prinzip immer der Quotenchrist im Haus.
    Klar, kann man da auch selbst steuern.
    Ich kenne auch einige in die jeweils andere Konfession übergetretene. Ok, von EK zu KK nur einen, für den war es ein emotionales Zugehörigkeitsgefühl.

    In der Tat das ist sie und sie wächst jeden Tag. Nur eben nicht mehr in Europa und somit schwindet auch der Einfluss der Europäischen Kleriker und Mitgliedern.

    Ich denke gerade in Deutschland unterschätzt man gerade das Wachstum der RKK in Asien und Afrika. Gegenden die durchaus noch sehr patriarchisch geprägt sind und die RKK dort im Wettbewerb mit dem Islam steht.
    Es wäre den neuen Schäfchen nur schwer vermittelbar, dass Frauen zu Priestern geweiht werden sollen etc.
    Das ist das Problem einer Weltkirche, welche eben gerade dort so stark wächst und damit Europa marginalisiert wird.
    Stimmt, wobei ich trotzdem gut finde, dass die Deutsche KK da jetzt Vorschläge erarbeiten will für einen neuen Umgang mit bestimmten Themen

    Für die EKD und ihren Gliedkirchen ist die Situation um ein vielfaches einfacher. Sie ist regional und "von unten" organisiert.
    D.h. jede gesellschaftliche Veränderung kann hier wesentlich problemloser integriert werden.
    Ja, wobei ihr das ja gegen den Mitgliedschwund leider auch nicht hilft.

    Um einen erneuten Politikvergleich zu bemühen, ist vielleicht wie mit SPD und CDU.

    Die Bindung geht verloren.
    Was kommt danach?

  3. Avatar von mono17
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Alle gesellschaftliche Entwicklungen zu integrieren ist gar nicht immer gut.

    Die evangelischen Kirchen haben tw andere Probleme,teilweise ähnliche.
    Den Protestanten zB laufen
    in westlichen Industrieländern auch die Gläubigen weg.

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Zitat Zitat von Michael_Collins Beitrag anzeigen

    Für die EKD und ihren Gliedkirchen ist die Situation um ein vielfaches einfacher. Sie ist regional und "von unten" organisiert.
    D.h. jede gesellschaftliche Veränderung kann hier wesentlich problemloser integriert werden.
    Und diese hat sich insbesondere schuldig gemacht, da sie sich unter den Nationalsozialisten in der Menge dem Zeitgeist angepasst hat. Die Barmer theologische Erklärung, wurde nur von wenigen Pfarrern und Gemeinden mitgetragen.
    Der 1933 ernannte Reichsbischof Ludwig Müller verfolgte diese, unterstützte Zuchthausstrafen wegen Gehorsamsverweigerung oder kommandierte sie in die Wehrmacht, nicht als Wehrmachtspfarrer, sondern einfach Soldaten.

    Dafür entschuldigte sich die ev. Kirche im Barmer Schuldgeständnis 1946.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Avatar von mono17
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Irrt euch mal nicht,auch protestantische Pfarrer haben Familenprobleme. Und die Kinder stehen tw unter massiver Kontrolle und moralischem Druck.

  6. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Alle gesellschaftliche Entwicklungen zu integrieren ist gar nicht immer gut.

    Die evangelischen Kirchen haben tw andere Probleme,teilweise ähnliche.
    Den Protestanten zB laufen
    in westlichen Industrieländern auch die Gläubigen weg.
    Das ist kaum bestreitbar.

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Und diese hat sich insbesondere schuldig gemacht, da sie sich unter den Nationalsozialisten in der Menge dem Zeitgeist angepasst hat. Die Barmer theologische Erklärung, wurde nur von wenigen Pfarrern und Gemeinden mitgetragen.
    Der 1933 ernannte Reichsbischof Ludwig Müller verfolgte diese, unterstützte Zuchthausstrafen wegen Gehorsamsverweigerung oder kommandierte sie in die Wehrmacht, nicht als Wehrmachtspfarrer, sondern einfach Soldaten.

    Dafür entschuldigte sich die ev. Kirche im Barmer Schuldgeständnis 1946.
    Ja, das ist ein dunkles Kapitel und darf auch nicht verschwiegen werden.

    Aber darum ging es ja auch gar nicht.
    Es ging ja nicht darum die Evangelischen Kirchen gegenüber der RKK als die besseren darzustellen, sondern lediglich aufzuzeigen, warum die RKK bei allem guten Willen den ich unterstelle, es ungleich schwerer hat die Wünsche der Gläubigen speziell in Deutschland umzusetzen.

    Ganz ohne Wertung und sogar mit einem gewissen Verständnis.

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  7. Avatar von Michael_Collins
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Zitat Zitat von mono17 Beitrag anzeigen
    Irrt euch mal nicht,auch protestantische Pfarrer haben Familenprobleme. Und die Kinder stehen tw unter massiver Kontrolle und moralischem Druck.
    Klar habne die das. Es sind Menschen.

    Mono, ich habe nicht vor Dich zur Konversion zu bewegen, im Gegenteil, ich bewundere Deinen Einsatz für Deine Kirche.
    Also bitte missverstehe mich nicht diesbezüglich.

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  8. Avatar von mono17
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Oh,tue ich nicht.
    Ich kenne halt die andere Seite. Mein Vater ist katholischer Seelsorger und ich habe auch einige Kinder evangelischer Pfarrer kennengelernt.
    Die hatten für Zölibat viel übrig...

    Ansonsten:Kompliment an dich, du kennst dich sehr gut aus und stellst das gut dar.

    Hier soll es ja auch gar nicht um Konversion oder so gehen.
    Sondern um das,was es so an Kritik gibt und ,worüber es vielleicht auch Missverstaendnisse gibt.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

  9. Avatar von mono17
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Hier wurde der synodale Weg erwähnt.
    Ich halte e das für eine gute Idee.
    Das wird nicht alle Probleme lösen,aber das behauptet auch niemand.
    Es eröffnet aber Chancen.
    Leider haben aber viele Gläubige viel Angst vor Veränderungen.

    Unser Bistum hatte eine Synode mit guten Ideen. Die auch darin enthaltene Strukturreform wurde allerdings zwangsgestoppt. Momentan gilt abwarten... Aber an den Ideen weiterarbeiten.


  10. Registriert seit
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    AW: Die römisch-katholische Kirche,für und wider

    Ich war katholisch getauft und aufgezogen. Kurz nach meiner Volljährigkeit, als ich auch mehr hinterfragte, bin ich ausgetreten.

    Ich kann eine Institution, die primär die Festigung von politischer Macht darstellt (in meinen Augen), und hierbei reaktionäres und patriarchalisches Gedankengut propagiert, nicht akzeptieren und will dies weder durch meine Steuern (dass die Kirchen genug aus öffentlichen Töpfen bekommen ist hinlänglich bekannt, ich meine aber die Kirchensteuer) noch durch mein Mitgliedsein fördern.

    Ich lehne Religionen generell ab.

    Die katholische Kirche ist für mich vergleichbar dem Islam, aus o.g. Gründen.

    Ich denke, dass Austritte durchaus was zeigen, nämlich dass viele nicht mit der Marschrichtung einverstanden sind und auch dass die Gesellschaft generell säkularer wird. Das gefällt mir.
    Verbünde wie Maria 2.0 sehe ich sehr positiv und kann durchaus verstehen, warum manche eine Reformation anstreben und heiße dieses gut.

    Ich bin generell der Ansicht, dass religiöse Ideologien jeglicher Couleur nichts in der Politik verloren haben und auch das wird durch die Austritte m.E. auch bekräftigt. Diese werden durchaus zur Kenntnis genommen. Sie sind im fünfstelligen Bereich pro Jahr m.W. und das ist durchaus ein Wort.

    Die Kirche tut sicherlich auch Gutes. Aber einiges auch mit dem Ziel des Missionierens, und das ist mir zuwider. Ferner sehe ich sie nicht in Stellen, wo sie Entscheidungen zu treffen hat über Dritte (kath. Krankenhäuser, die Abtreibungen o.ä. verweigern).

    Ich habe meinen Austritt keinen Moment bereut.

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