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  1. Registriert seit
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    Konfessionslose christliche Erziehung

    Guten Abend,

    ich habe eine Frage.
    Und zwar frage ich mich (und euch ), wie eine konfessionslose christliche Erziehung aussehen kann. Ich habe schon etwas gegoogelt, aber so wirklich hilfreich war das nicht.
    Zum Hintergrund: Wir haben eine 11 Monate alte Tochter. Mein Mann ist katholisch getauft und erzogen (kommt aus Südeuropa), aber eher skeptisch eingestellt, ich bin protestantisch und komme aus einem Skeptikerhaushalt. Unsere Tochter ist ungetauft, weil wir der Ansicht sind, dass diese Handlung zu wichtig ist, als dass man sie an einem Kind einfach so vornehmen kann, sprich, sie soll religionsmündig selbst entscheiden. Ich habe das übrigens auch getan, aber mit dem Unterschied, dass meine Eltern beide protestantisch waren (bevor sie ausgetreten sind; ich wollte dann getauft werden). Bei mir war daher eher die Frage, ob ich in die Kirche eintreten möchte und weniger die, in welche.

    Soweit zu den Fakten. Eher emotional: wir sind beide nicht ungläubig, lehnen jedoch an vielen Punkten die Institution Kirche ab. Für mich war Gott nie in einer Kirche, sondern eher in der Natur spürbar. Ich heiße durchaus einiges gut, was die Kirchen tun (gerade an der Basis), aber vieles ist für mich zu weit weg vom Leben, heuchlerisch/bigott und irgendwie kalt. Die christlichen Werte hingegen leben wir (hoffentlich), ebenso die Rituale im Jahresverlauf. Wir sind auch nach wie vor "Mitglieder", gehen bislang aber nie in die Kirche (nein, auch Weihnachten nicht). Kirchlich verheiratet sind wir aber (wollten wir beide; nicht, weil es so schön feierlich ist), und ich bin Klosterschülerin mit guten Erinnerungen an die Schulzeit. Also alles etwas - hm - gemischt.

    Ich frage mich nun, wie wir unserer Tochter die Religion nahe bringen, und zwar soweit, dass sie In der Lage ist, selbst zu entscheiden, ob und wie sie getauft werden möchte (oder ob sie eine andere Religion wählt). Zudem möchte ich auch nicht, dass sie sich ausgeschlossen fühlt - wobei wir in der Stadt leben, hier ist es nicht so exotisch, ungetauft zu sein...

    Vermutlich ist die Frage nicht so leicht zu beantworten, aber vielleicht hat jemand einen Buchtip o.ä.?

    Danke
    C.
    Geändert von Convallaria (28.09.2019 um 22:07 Uhr)

  2. Avatar von luftistraus
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Hallo,

    einen Buchtipp habe ich nicht, aber mir kommt da viel bekannt vor ;)

    Wir haben auch verschiedene Religionen, glauben an Gott aber in die Kirche gehen wir nicht.

    Bei unserem Kind hatten wir die gleichen Gedanken wie Du. Wir wollten das er das selbst entscheidet.

    Von Geburt an haben wir von Gott und unserem Glauben erzählt. Aber eben das es um Glauben und nicht Wissen geht.
    Wir haben auch verschiedene Religionen durch besprochen und versucht sehr neutral zu sein. Was, warum und wieso....

    War auch für uns sehr interessant !

    Unser Kind hat sich dann mit 8 Jahren entschlossen sich Taufen zu lassen und katholisch zu werden. Keiner von uns ist katholisch ;)

    Er hat in der Schule aber auch mal Jahre mit Ethik statt Religion gewählt.

    Glaube sollte etwas freiwilliges sein und keinen Zwang darstellen - da es sonst nichts mehr mit freier Entscheidung zu tun hat.

    Sollte er irgendwann Atheist oder Buddhist werden - ist das für uns auch ok
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.


  3. Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Hallo Convallaria, hier ebenfalls eine Skeptikerin -

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Unsere Tochter ist ungetauft, weil wir der Ansicht sind, dass diese Handlung zu wichtig ist, als dass man sie an einem Kind einfach so vornehmen kann, sprich, sie soll religionsmündig selbst entscheiden. Ich habe das übrigens auch getan, aber mit dem Unterschied, dass meine Eltern beide protestantisch waren (bevor sie ausgetreten sind; ich wollte dann getauft werden). Bei mir war daher eher die Frage, ob ich in die Kirche eintreten möchte und weniger die, in welche.
    puh, genau das habe ich völlig anders gefühlt: die Taufe als Wunsch/Sich-Preisgeben der glaubenden/hoffenden/skeptischen Eltern; "lieber Gott, wenn es Dich gibt - segne unser Kind".
    Sei gehalten Kind, wenn es Halt gibt - du musst nichts entscheiden.
    Gerade das fand ich schön an der Taufe.

    Den Bund eingehen, bekräftigen - das ist ja in beiden Konfessionen wiederum vorgesehen, und da hat die protestantische profan gesagt den Vorteil, dass sie den jungen Menschen in einem Alter abholt, wo er anfängt, etwas entscheiden zu können (negativ gesagt, wo er am stärksten suchend und fragil ist).

    Buchtipps - na ja, das Buch an sich, das Neue Testament, mit einleitenden Worten, wie ihr es auffasst (Bsp. "es sind Schriften entstanden durch die Nachfolger von einem, der selbst nichts aufgeschrieben hat, wie sie sich erinnerten")

    aber auch das A.T.

    und die Matthäuspassion. Die Worte sind Liebe.

    und "Mein Vater, der Rabbi" (für euch).
    Kayle rekyse. Thoneaw labonache thewelyse. Eg koyte poyte nykoyte penega doyte.

  4. Avatar von Opelius
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Christliche Erziehung aus dem Bauch heraus?
    Ich denke, das dürfte schwierig werden. Denn einerseits seif Ihr (zu Recht!) sehr kritisch gegenüber den kirchlichen Organisationen, andererseits möchtet Ihr das Positive des Christentums vermitteln.

    In dem Alter Eurer Tochter ist das noch einfach. Betet mit Eurem Kind, damit es groß wird in dem Glauben, dass man bei Gott um Hilfe bitten kann. Andererseits müsst Ihr irgendwann aber auch die Geschichten des Jesus von Nazareth vermitteln. Und die Geschichte ist wahrlich nicht einfach und sogar grausam. Traut Ihr Euch das zu?

    Ich meine, dass christliche Erziehung auch etwas mit Einübung von Ritualen zu hat, dazu gehört nicht nur Gebet, sondern auch Gemeinschaft. In den meisten evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es Gruppen für Eltern mit Kleinkindern, dabei geht es um Gemeinschaft und, was ich für wichtig halte, das Erlernen von Lieder und das Vorbereiten christlicher Feste. Das könnt Ihr nutzen, wenn Ihr wollt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  5. Avatar von Mambi
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    War bei uns auch so.
    Keiner katholisch, aber beide evangelisch getauft und konfirmiert, beide zum Zeitpunkt der Ehe schon längst aus der Kirche ausgetreten.
    Dennoch hielt ich es für wichtig, den Kindern ein Wissen um den christlichen Glauben mitzugeben, zum einen, damit sie für sich die Entscheidung dafür oder dagegen dann auch tatsächlich bewusst treffen können, zum anderen, weil es nicht umsonst "christliches Abendland" heißt und man meiner Meinung nach ohne ein Grundwissen des christlichen Glaubens einen Großteil an historischen Geschehnissen, Kunst, Literatur und Kultur gar nicht verstehen kann.
    Und ich halte es für Allgemeinbildung, dass jemand, der hier geboren ist und lebt z. B. weiß, warum Ostern oder Pfingsten gefeiert wird.
    Vor diesem Hintergrund ist keins meiner Kinder als Baby getauft worden, aber beide haben einen kirchlichen Kindergarten besucht und zu den jahreszeitlichen Anlässen haben wir halt entsprechend kindgerechte Geschichten zu Ostern, Weihnachten etc. erzählt und auch schon mal eine Kinderbibel aus der Bücherei ausgeliehen.
    Dito Teilnahme am Religionsunterricht in der Grundschule.
    Mein älterer Sohn fand das alles toll, hat sich dann auch für Konfirmation entschieden, vorher wurde er getauft.
    Als Erwachsener trat er dann doch wieder aus der Kirche aus.
    Der zweite fand und findet alles religiöse doof, trotzdem half ihm sein Wissen doch, als ein Auslandsschuljahr gemacht hat und dort auf einer Schule mit kirchlichem Träger landete.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"


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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von kayle_rekyse Beitrag anzeigen

    puh, genau das habe ich völlig anders gefühlt: die Taufe als Wunsch/Sich-Preisgeben der glaubenden/hoffenden/skeptischen Eltern; "lieber Gott, wenn es Dich gibt - segne unser Kind".
    Sei gehalten Kind, wenn es Halt gibt - du musst nichts entscheiden.
    Das finde ich eine schöne Idee!

    ich habe Taufe auch gesehen, dass die christliche Gemeinschaft das Kind in ihrer Mitte willkommen heisst, und mit der Taufe sagt: du gehörst zu uns, wir schauen füreinander, wir helfen einander, du bist in unsere Gemeinschaft als Mitglied aufgenommen.

    und als Buchtipp: natürlich das Neue Testament, vor allem die Evangelien, vor allem die Gleichnisse! Das sind einfache, aber starke Geschichten, da haben wohl auch die Erwachsenen was davon, immer wieder mal ein Stück davon zu lesen und darüber zu sprechen, was das wohl bedeutet.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Christliche Erziehung aus dem Bauch heraus?
    Ich denke, das dürfte schwierig werden.
    machs nicht aus dem Bauch raus, sondern aus dem Buch (der Bibel) raus - dürfte nicht schwieriger sein als jede andere Geschichte.

    Die Geschichte vom Samariter, der dem Überfallenen hilft - ist doch simple, gute Menschlichkeit.

    ich staune immer wieder, wie einfach die Dinge im Neuen Testament sind - zum Beispiel wenn Jesus sagt "wenn ich nicht mehr lebe, trefft euch, isst und feiert miteinander, denkt an mich, trinkt ein Glas auf mein Wohl!" - eine simple, menschliche Bitte - wie dann unterschiedliche Kirchen es fertigbringen, da so viele theologische Korinthenkackerei reinzupacken, dass es auf einmal unmöglich scheint, gemeinsam mit Christen anderer Konfession zu feiern.


    Ich meine, dass christliche Erziehung auch etwas mit Einübung von Ritualen zu hat, dazu gehört nicht nur Gebet, sondern auch Gemeinschaft. In den meisten evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es Gruppen für Eltern mit Kleinkindern, dabei geht es um Gemeinschaft und, was ich für wichtig halte, das Erlernen von Lieder und das Vorbereiten christlicher Feste. Das könnt Ihr nutzen, wenn Ihr wollt.
    Man kann, aber man muss nicht.

    Gerade Christus (der selbst kein Christ war, sondern Jude), hat sich schlicht an die Gebräuche seiner Eltern gehalten. Und Paulus ergänzt "sei den Römern ein Römern, den Griechen ein Grieche" und "wenn du in Rom bist, benimm dich wie ein Römer" - also - pass dich an lokale Bräuche an. inklusive, dass auch Christen, die stark im Glauben sind, durchaus auch an Feierlichkeiten anderer Religionen mitmachen können, ohne Schaden für sich oder ihre Seelen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  8. Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure Antworten , das hilft mir sehr weiter! Das mit dem Buchtip hab ich glaube ich etwas missverständlich ausgedrückt - ich meinte etwas an Erziehungstups in Richtung religiöser Erziehung für uns. Nicht, was wir ihr vorlesen können.

    @luftistrauß, ich glaube, wir haben da einen sehr ähnlichen Ansatz.
    Von Geburt an haben wir von Gott und unserem Glauben erzählt. Aber eben das es um Glauben und nicht Wissen geht.
    Wir haben auch verschiedene Religionen durch besprochen und versucht sehr neutral zu sein. Was, warum und wieso....
    Das finde ich sehr gut, danke! Wir haben das bislang nicht getan (ok, sie ist auch noch sehr mini), aber eben die Feste gefeiert, wie sie kamen. Ich denke nur, so langsam kann schon mehr kommen, gerade auch, wo es bald auf Weihnachten zugeht.

    @kayle,
    die Taufe als Wunsch/Sich-Preisgeben der glaubenden/hoffenden/skeptischen Eltern; "lieber Gott, wenn es Dich gibt - segne unser Kind".
    Sei gehalten Kind, wenn es Halt gibt - du musst nichts entscheiden.
    Gerade das fand ich schön an der Taufe.
    Das ist ein schöner Gedanke, ja. Drüber nachgedacht haben wir auch. Soweit ich weiß, ist die Taufe allerdings unumkehrbar, da war es uns doch eine zu große Entscheidung für einen anderen Menschen, wenn man selbst nicht so sicher ist. Es ist ja nicht nur ein Segen.

    @Opelius,
    Christliche Erziehung aus dem Bauch heraus?
    Ich denke, das dürfte schwierig werden. Denn einerseits seif Ihr (zu Recht!) sehr kritisch gegenüber den kirchlichen Organisationen, andererseits möchtet Ihr das Positive des Christentums vermitteln.
    Genauso ist es, und ich fürchte auch, dass es nicht so einfach wird.

    Andererseits müsst Ihr irgendwann aber auch die Geschichten des Jesus von Nazareth vermitteln. Und die Geschichte ist wahrlich nicht einfach und sogar grausam. Traut Ihr Euch das zu?
    Aus heutiger Sicht würde ich sagen, ja, das traue ich uns zu. Im Sinne der historischen Geschichte. Es ist ja eine faszinierende Geschichte, und ich persönlich - Skeptiker hin oder her - glaube auch, dass Jesus existiert hat als historische Persönlichkeit, vermutlich ein Mensch mit einer sehr starken positiven Ausstrahlung, der polarisierte. Insofern habe ich da keine Bedenken.
    Wir gehen auch schon zu einer kirchlichen Gruppe (Krabbelgruppe), ein bisschen an Ritualen/Jahreslauf bekommt sie da schon mit. Ich denke auch, wir behalten das bei, sofern wir dort willkommen sind mit einem ungetauften Kind. Einmal wurde ich schon drauf angesprochen.

    @Mambi,
    Dennoch hielt ich es für wichtig, den Kindern ein Wissen um den christlichen Glauben mitzugeben, zum einen, damit sie für sich die Entscheidung dafür oder dagegen dann auch tatsächlich bewusst treffen können, zum anderen, weil es nicht umsonst "christliches Abendland" heißt und man meiner Meinung nach ohne ein Grundwissen des christlichen Glaubens einen Großteil an historischen Geschehnissen, Kunst, Literatur und Kultur gar nicht verstehen kann.
    Und ich halte es für Allgemeinbildung, dass jemand, der hier geboren ist und lebt z. B. weiß, warum Ostern oder Pfingsten gefeiert wird.
    Vor diesem Hintergrund ist keins meiner Kinder als Baby getauft worden, aber beide haben einen kirchlichen Kindergarten besucht und zu den jahreszeitlichen Anlässen haben wir halt entsprechend kindgerechte Geschichten zu Ostern, Weihnachten etc. erzählt und auch schon mal eine Kinderbibel aus der Bücherei ausgeliehen.
    Dito Teilnahme am Religionsunterricht in der Grundschule.
    Guter Punkt.... Ja, sehe ich auch so, dass es zur Allgemeinbildung gehört. Bzgl. Kitas/Kigas bin ich noch unentschlossen. Wir gehen zu Kennenlerngesprächen auch in konfessionellen Kitas, ich hoffe nur, sie wird sich nicht ausgeschlossen fühlen. Ich war ja selbst lange ungetauften und hatte das Gefühl manchmal (selten; meine Eltern haben mir sehr positiv vermittelt, warum sie sich so entschieden haben). Der Vorteil wäre nüchtern betrachtet, dass sie da schon alles mitkriegen kann und es auch noch andere Leute erklären.

    @Bae,
    Naja, zur Taufe siehe oben - es ist eben nicht umkehrbar, ich finde schon, dass das gut überlegt sein sollte.


  9. Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    vielen Dank für Eure Antworten , das hilft mir sehr weiter! Das mit dem Buchtip hab ich glaube ich etwas missverständlich ausgedrückt - ich meinte etwas an Erziehungstups in Richtung religiöser Erziehung für uns. Nicht, was wir ihr vorlesen können.
    ist alles in der Bibel drin. auch für dieses Bedürfnis dürfte es schwierig sein, Besseres zu finden neben der Bibel.



    Das ist ein schöner Gedanke, ja. Drüber nachgedacht haben wir auch. Soweit ich weiß, ist die Taufe allerdings unumkehrbar, da war es uns doch eine zu große Entscheidung für einen anderen Menschen, wenn man selbst nicht so sicher ist. Es ist ja nicht nur ein Segen.
    Grundsätzlich ist alles unumkehrbar.

    Du gibst deinem Kind auch die Nahrung, die du für richtig udn g8ut hältst - und wartest nicht, bis das Kind als Erwachsener selbst entscheidet, was es essen will.

    Auch die Entscheidung, nicth zu taufen, ist unumkehrbar - und könnte dir später vorgeworfen werden (muss nicht, aber kann).

    Welche konkreten Nachteile daraus erwachsen könnten, sehe ich nun aber nicht. mal abgesehen, dass das Baby das Taufwasser vielleicht etwas kalt findet und nicht mag. Aber sonst?

    Genauso ist es, und ich fürchte auch, dass es nicht so einfach wird.
    lass dich nicht ins Bockshorn jagen. Du bist erwachsen, du hast dich schon mit existenziellen Themen auseinandergesetzt, Religiosität ist was Natürliches und Normales - mach keine Raketenwissenschaft daraus! Das ist es nicht!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  10. Avatar von Opelius
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Soweit ich weiß, ist die Taufe allerdings unumkehrbar, da war es uns doch eine zu große Entscheidung für einen anderen Menschen, wenn man selbst nicht so sicher ist. Es ist ja nicht nur ein Segen.
    Natürlich ist Taufe nicht umkehrbar. Aber die Entscheidung, ob jemand in einer Kirche bleiben will, kann er ab der Relgionsmündigkeit (ab 14 ) selbst entscheiden. Getauft zu sein, aber keiner Kirche angehörend hat keinerlei Nachteile *). Für Eltern aber ist es vielleicht entscheidend, dass sie für Ihr Kind den Segen Gottes erbitten.


    *) Doch es gibt einen Nachteil: wer in der Diakonie oder der Caritas seinen Arbeitsplatz finden möchte, muss in der Regel Kirchenmitglied sein.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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