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  1. Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Der Punkt wird ja häufiger gemacht, ich habe den nie so ganz verstanden:

    Entweder eine Taufe hat tatsächlich eine Auswirkung, weil es wirklich einen Gott gibt den der Taufprozess auch noch interessiert, in dem Fall wäre es ja positiv die eigenen Kinder taufen zu lassen.

    Oder das ist nicht so, dann ist es doch auch egal ob das Kind getauft ist oder nicht, ist ja dann "nur Wasser".
    Ich nehme das mal als Aufhänger 😉
    Genau so sehe ich es nämlich eben nicht. Für mich ist es nicht nur Wasser. Daher finde ich es verkehrt, ein kleines Baby zu taufen. Schwer zu erklären, aber ich glaube, einige von euch verstehen, wie ich das meine ☺️.

    Egal, die Taufe steht aktuell eh nicht zur Debatte.

    Wegen des Ausgeschlossen-Fühlens: naja, ich hatte das früher als Kind in dem Hinblick schon manchmal. Alle anderen gehörten in so einen Verein, nur ich nicht (OK, dörflich aufgewachsen).

    @mono, ja, so ähnlich stelle ich mir das auch vor bzw. erhoffe es mir...

    @Bae (sorry, ich antworte durcheinander): du hast recht, ich neige dazu, daß zu sehr zu verkopfen 🙄 ich glaube wir versuchen das jetzt in der Weihnachtszeit mal ein bisschen. Noch kann man ja nicht so viel verkehrt machen...

  2. Inaktiver User

    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    wenn du einmal getauft bist, kannst du kein "Heide" mehr werden, allerdings als Sünder ins Fegefeuer kommen.
    Oh je, Dir scheinen ja wirklich gruselige Dinge beigebracht worden zu sein....
    Natürlich kann kein Lebensereignis rückgängig gemacht werden, aber durch den Austritt ist man doch draussen und das im Kopf, das bestimmst doch Du.

    Ich kenne so viele ausgetretene Katholiken, bin noch nie auf die Idee gekommen, dass als Makel anzusehen....
    Für die ist es aber auch kein Makel, dass ich "drin" bin. (Hoffe ich mal).

    An die TE: An sich finde ich schön, dass Du das Thema ernst nimmt und nicht auf die leichte Schulter.

    Ich denke persönlich schon auch, dass Gemeinschaften helfen etwas zu leben, einfach weil man Austausch hat und Anregungen bekommt.

    Daher würde ich zum Beispiel schon versuchen, was Du ja auch tust, Kontakt zu verschiedenen Gemeinden zu bekommen, damit das Kind das versteht und auch erlebt.

    Die meisten Gemeinden werden sicher heute offen dafür sein, denke ich mal.


  3. Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    So ist es.
    Ich bin getauft und empfinde das trotz Austritt und damit einhergehender Exkommunikation als "Makel".

    Seit wann wird man beim Austritt exkommuniziert?

    Nichts worunter ich wirklich und ernsthaft leide, aber dass man das - in den Augen der Gläubigen - nicht mehr loswerden kann, empfinde ich als ungut.
    Ich bezweifle irgendwie, dass so viele Kirchemitglieder sich über die Auswirkungen einer früheren Taufe von Ausgetretenen (die ja nun durchaus auch gläubig sein können) Gedanken machen...






    Das mit den Konfessionen war übrigens auch nicht immer überall so streng: Im ländlichen Kanada (!) war es z.B. noch im späten 19. Jahrhundert (was man ja eigentlich eher für konservativ halten würde) durchaus so, dass man innerhalb von Christentum zwischen den Kirchengemeinschaften munter hin und her wechselte, je nachdem. welche Kirche gerade näher war (bei Umzügen) oder wo man den Prediger besser fand: Wechsel zwischen Methodisten, Presbyterianern und Episkopalen waren kaum ein Aufreger.

    Da ja keiner die Mitgliedschaft nachprüft: Du kannst mit Deinem Kind ja auch durchaus in Gottesdienste ganz unterschiedlicher Gemeinden und Richtungen gehen, so dass es alles kennenlernt.

  4. Avatar von Kambara
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Seit wann wird man beim Austritt exkommuniziert?
    Wenn man aus der Katholischen Kirche austritt ist man exkommuniziert. Das Kirchenrecht betrachtet den Austritt als Apostasie (Glaubensabfall), was automatisch die Exkommunikation nach sich zieht.
    People are so crackers.
    John Lennon

  5. Avatar von Hillie
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    In unserem weiteren Bekanntenkreis ist folgendes passiert: ein Ehepaar hat ein Kind adoptiert (mit 4 Jahren) und hat es nicht taufen lassen. Mit ca. 11 Jahren war das Mädchen bei der Taufe seiner kleinen Cousine dabei und hat spontan geäußert, auch getauft zu werden. Das wurde dann auch in der Osternacht gemacht.
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens

  6. Avatar von luftistraus
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Vielleicht OT aber hat uns immer geholfen ;)

    Ich glaube an (einen) Gott und dieser ist immer der gleiche. Egal ob katholisch/evangelisch oder islamisch (da wird er halt Allah genannt). Selbst Buddhismus usw

    Es gibt für mich viele Religionen mit verschiedenen Auslegungen. Jeder Mensch hat das recht an das zu Glauben, was er für richtig hält, solange niemandem geschadet wird (im Namen der Religion). Auch wenn es einen Bananenbaum ist, völlig ok.

    Der Gott an den ich glaube, wird jeden Menschen nach seinem Leben in sein Reich/Himmel aufnehmen.

    Auch wenn man 5x die Religion gewechselt hat, das spielt keine Rolle. Solange man ehrlich, hilfsbereit, gutmütig, herzlich und aufrecht durchs Leben gegangen ist.

    Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens Fehler bzw Sünden begehen. Diese Sünden sind meine Verantwortung und man lernt im besten Fall dieses nicht mehr zu tun.

    Es liegt an Gott mir diese Sünden zu vergeben ( wo ich auch sicher bin, das er das macht, da ich aufrichtig bereue) und nicht einem Pfarrer bei der Beichte, der mich 3x das Ave Maria beten lässt.....

    Sollte ich mich irren, dann werde ich dafür auch die Verantwortung tragen..... und im Fegefeuer landen.

    Im schlimmsten Fall, gibt es nichts nach dem Tod. Aber selbst dann, habe ich aufrecht gelebt/geliebt und der Gesellschaft einen Beitrag geleistet.
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.
    Geändert von luftistraus (01.10.2019 um 19:49 Uhr)

  7. Avatar von Hillie
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    nicht einem Pfarrer bei der Taufe, der mich 3x das Ave Maria beten lässt.
    Du meinst wahrscheinlich die Beichte.
    Neugierde ist der Kompass meines Lebens
    Geändert von Analuisa (01.10.2019 um 20:57 Uhr) Grund: Zitat repariert


  8. Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    ich bin auf dem Standpunkt, dass jede formelle Entscheidung mit Reichweitefür das Kind nicht legithim ist, solange es selber keine Entscheidung treffen kann. Ich wurde nicht religiös erzogen- was nicht heißt, dass es nicht Werte gibt, die natürlich vermittelt wurden ohne den ganzen Kram drumherum.
    In der Zeit des Heranwachsens wurde mir bewusst, dass die Protestanten für mich am ehesten mit meinen Idealen und Werten zusammen gehen und ich war einige Jahre in der Jugendarbeit der Kirche sehr engagiert und bin bin für vieles, was ich in der Zeit gelernt habe, dankbar. Inzwischen habe ich mich aber schon sehr lange auch von dieser Institution und gleichzeitig auch von jedem "Glauben" verabschiedet.
    Unseren Kindern haben wir nicht die Märchen vom Weihnachtsmann oder dem Osterhasen, weniger noch vom Klapperstorch erzählt, und natürlich auch nichts Gott.
    Heute sind unsere Kinder sehr dankbar für unsere Ehrlichkeit. Sie können offen und frei unvoreingenommen leben und glauben, was sie für richtig halten. Auch ohne Religion sind es Menschen geworden, von denen manche vorgeblich religöse Menschen viel lernen können in Bezug auf Sozialverhalten und andere Eigenschaften, die ein Zusammenleben möglich und gar besser machen können.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  9. Avatar von luftistraus
    Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Hillie Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von luftistraus Beitrag anzeigen
    nicht einem Pfarrer bei der Taufe, der mich 3x das Ave Maria beten lässt.
    Du meinst wahrscheinlich die Beichte.
    Hahahahha, natürlich die Beichte
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.
    Geändert von Analuisa (01.10.2019 um 20:58 Uhr) Grund: Zitate repariert

  10. Avatar von Opelius
    Registriert seit
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    ich bin auf dem Standpunkt, dass jede formelle Entscheidung mit Reichweite für das Kind nicht legitim ist, solange es selber keine Entscheidung treffen kann.
    Das hört sich sehr edel an. Trifft aber nicht die Realität. Eltern müssen z.B. innerhalb von 3 Tagen das Neugeborene anmelden und einen Vornamen aussuchen. Seine Staatsangehörigkeit wird mit der Anmeldung ebenfalls festgelegt und auch der Familienname. Darüber muss nicht jedes Kind glücklich sein.

    Es ist das im Grundgesetz festgelegte Recht der Eltern, den Inhalt ihrer Erziehung festzulegen und sie dürfen es auch taufen. Das tun keine Eltern aus Jux und Dollerei. Ab der Religionsmündigkeit (ab 14) kann jeder auch wieder austreten.

    Dass Ihr als Atheisten Eure Kinder anders erzogen habt, ist vernünftig. Aber warum sollten Gläubige Ihre Kinder als Atheisten erziehen?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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