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  1. Avatar von Butzlku
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Ich habe mich als Kind sehr für den christlichen Glauben interessiert. Mit meinen Eltern war ich nie in der Kirche - bin dann aber über Nachbarn mit ca. 6 Jahren zur "Christenlehre" gekommen. Das war ein Nachmittag pro Woche im Pfarrheim, wo wir Kinder gebastelt, gelesen und gesungen haben. Fand ich immer prima. Ich hatte auch eine Kinderbibel, die ich geliebt habe - vor allem das alte Testament fand ich spannend.
    Mit 11 Jahren habe ich dann entschieden, in den evangelischen Religionsunterricht zu gehen, den habe ich auch durchgezogen, obwohl ich nie getauft wurde. Ich habe/hatte immer eine andere Auffassung von Gott, ähnlich wie du - Gott ist bei mir Alles, Gott beschreibt, was die Menschheit an sich ist. Klar hat Gott alles in der Hand!

    Ich würde dem Kind auch die "Grundlagen" erklären, vielleicht mit einer Kinderbibel. Strenge Ausrichtungen von wegen "wenn du das tust, kommst du in die Hölle!" haben da ÜBERHAUPT nichts verloren.

  2. Avatar von Mambi
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    @Convalleria:
    Wieso sollte sich ein Kind irgendwie ausgegrenzt fühlen, weil es mich getauft ist und / oder die Eltern nicht gläubig sind, sofern ihm keine Teilnahme an z. B. Unternehmungen im kirchlichen Kiga oder der Zugang zu christlichen Bräuchen, Festen etc. mit dieser Begründung verwehrt wird?
    Das ist den Kindern erstmal herzlich egal... und... auch die meisten konfessionszugehörigen Eltern haben ihren Glauben nur auf dem Papier oder leben ihn zumindest im Alltag nicht besonders aus.


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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Convallaria Beitrag anzeigen
    Das ist ein schöner Gedanke, ja. Drüber nachgedacht haben wir auch. Soweit ich weiß, ist die Taufe allerdings unumkehrbar, da war es uns doch eine zu große Entscheidung für einen anderen Menschen, wenn man selbst nicht so sicher ist. Es ist ja nicht nur ein Segen.
    Der Punkt wird ja häufiger gemacht, ich habe den nie so ganz verstanden:

    Entweder eine Taufe hat tatsächlich eine Auswirkung, weil es wirklich einen Gott gibt den der Taufprozess auch noch interessiert, in dem Fall wäre es ja positiv die eigenen Kinder taufen zu lassen.

    Oder das ist nicht so, dann ist es doch auch egal ob das Kind getauft ist oder nicht, ist ja dann "nur Wasser".

  4. Moderation
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Der Punkt wird ja häufiger gemacht, ich habe den nie so ganz verstanden:

    Entweder eine Taufe hat tatsächlich eine Auswirkung, weil es wirklich einen Gott gibt den der Taufprozess auch noch interessiert, in dem Fall wäre es ja positiv die eigenen Kinder taufen zu lassen.

    Oder das ist nicht so, dann ist es doch auch egal ob das Kind getauft ist oder nicht, ist ja dann "nur Wasser".
    Vielleicht kommt das Kind ja irgendwann zu dem Schluss: "Es gibt einen Gott, aber ich finde ihn furchtbar". Dann ist es trotzdem auf Gedeih und Verderb Mitglied des Vereins, egal ob es aus der Kirche austritt.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

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  5. Avatar von Opelius
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Vielleicht kommt das Kind ja irgendwann zu dem Schluss: "Es gibt einen Gott, aber ich finde ihn furchtbar". Dann ist es trotzdem auf Gedeih und Verderb Mitglied des Vereins, egal ob es aus der Kirche austritt.
    Wer aus der Kirche austritt ist aber trotzdem auf Gedeih und Verderb Mitglied? Das wär mir neu.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    So ist es.
    Ich bin getauft und empfinde das trotz Austritt und damit einhergehender Exkommunikation als "Makel".

    Nichts worunter ich wirklich und ernsthaft leide, aber dass man das - in den Augen der Gläubigen - nicht mehr loswerden kann, empfinde ich als ungut.



    Wie das das Kinder TE mal sehen wird, ist aber natürlich nicht vorhersehbar.



    Nur - halbanekdotisch - ein Rat, wenn ihr das Kind tauft, dann sagt es ihm.
    Ich habe eine Bekannte, sie hat drei Geschwister, sie ist - auch nicht mehr klärbaren Gründen - als einzige getauft, wusste das aber nicht, weil es in der Familie später keine Rolle mehr spielte und hat jetzt gerade einen rückwirkenden Kirchensteuerbescheid erhalten für mehrere Jahre - und dagegen ist nichts zu machen, denn die Zuhörigkeit zur Kirche durch die Taufe ist Steuervoraussetzung, nicht ob sie es gewusst hat oder nicht. Das kostet sie jetzt ein paar tausend Euro. Und ein steuerwirksamer Austritt ist nur für die Zukunft möglich.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
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  7. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Wer aus der Kirche austritt ist aber trotzdem auf Gedeih und Verderb Mitglied? Das wär mir neu.
    Nach Kirchenrecht (zumindest bei den Katholiken) gibt es keine Aufhebung der Taufe.
    Auch die Exkommunikation ist keine Aufhebung der Taufe.

    edit: eben nachgelesen, auch die Evangelische Kirche sieht das so
    Taufe und Kirchenaustritt – EKD

    Selbst der Ausschluss aus der Kirche ist unmöglich
    Exkommunikation – Wikipedia
    ... unter römisch-katholische Kirche


    wenn du einmal getauft bist, kannst du kein "Heide" mehr werden, allerdings als Sünder ins Fegefeuer kommen.
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  8. Avatar von Sneek
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Hier in der Gegend gibt es mehrere kirchlich geführte Schulen, die meist einen guten Ruf haben. So schnell kann man gar nicht gucken, wie die Kinder dann plötzlich doch getauft werden, sobald es auf weiterführende Schule zugeht.

  9. Avatar von Opelius
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Ok, Deine Anekdote ist soweit korrekt. Wenn Eltern, ihren Kindern aus welchem Grund auch immer, verschweigen, dass sie durch Taufe einer steuerpflichtigen Glaubensgemeinschaft angehören, so handeln sie wirklich grob fahrlässig.

    Aber die Aussage Cariad "Dann ist es trotzdem auf Gedeih und Verderb Mitglied des Vereins, egal ob es aus der Kirche austritt." ist nicht korrekt.
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  10. Avatar von mono17
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    AW: Konfessionslose christliche Erziehung

    Vielleicht das Beste aus beiden Konfessionen vereinen:
    Die Bräuche , die Riten, die schönen(ja,auch aufwändigen) kirchlichen Feiern, das Leibfreundliche, nicht so kopflastige des Katholizismus und die Verweisung auf die Bibel, das "Kopflastigere" des Protestantismus.
    Aber nie einen Wettbewerb der Konfessionen draus machen.
    Mit dem Kind beten , dem Kind von Gott erzählen-so, wie man ihn/sie halt sieht. Auch deutlich machen, dass wir als Menschen Gott eben nie ganz verstehen können, dass jeder nur eine Teil sieht.
    Das Glaubensbekenntnis und das Vater unser haben ja auch die Konfessionen gemeinsam.
    Vielleicht mit dem Kind in die jeweiligen Gottesdienste gehen.
    Was das Kind nie kennenlernt, dafür oder dagegen kann sich auch nicht entscheiden.
    Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.

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