spätestens wenn man diesen Grad der Erkenntnis erreicht hat, kann man sich frei entscheiden, ob man sich einer Religion zuwendet, oder eben nicht.
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18.03.2007, 12:53
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Im Zweifel tu einfach das Richtige
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18.03.2007, 18:39Inaktiver User
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
religion macht mich misstrauisch - zu oft wurde sie missbraucht um menschen zu manipulieren. Oder ist die vorstellung eines himmels, in welchem die guten belohnt werden, nicht wunderbar geeignet uns zu konditionieren? Warum ich auch den buddhismus interessant finde, den ich eher als philosophie verstehe. Man darf so lange darauf rumkauen, wie man möchte, man soll sogar die ideen mit dem eigenen verstand durchgehen und prüfen.
Warum fällt es denn so schwer, zu akzeptieren, dass nach dem tod einfach nix mehr kommt? Dass dieses leben ein kostbares geschenk ist, aber ein geschenk auf zeit? Ich finde die vorstellung auch hart, aber alles andere wäre für mich, als müsste ich mir die realität "schöntrinken". Wobei ich die menschen, die wirklich an ein dasein nach dem tod glauben können, durchaus auch ein bischen beneide....
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18.03.2007, 19:27
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
das leben nach dem tod stelle ich mir ähnlich vor wie der zustand beim schlafen - da bin ich ja auch nicht mehr "bewusst" bei mir sondern habe nach dem aufwachen das gefühl, in einer anderen welt gewesen zu sein.
geburt und tod gehören für mich zusammen. wenn der tod eine art wiedergeburt in eine andere welt ist, könnte die geburt hier auf der erde nicht auch eine art tod in einer anderen welt sein?
ja, ich glaube an reinakanation. wenn ich mein leben betrachte - dann besteht es im wesentlichen aus "entwicklung" - und die wäre meiner meinung nach nicht notwendig, wenn mit dem tod alles enden würde. wie ich im schlaf tagesereignisse "verarbeite" - so könnte es doch sein, dass ich nach dem tod die "lebensereignisse" verarbeite?
lg alinaluna************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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19.03.2007, 00:47Inaktiver User
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Das erinnert mich an ein russisches Sprichtwort.
"Was fuerchtest Du den Tod, Vaeterchen? Es hat noch keiner erlebt, dass er gestorben ist."
Ich glaube, dass alle Menschen die ein gutes Leben gelebt haben, egal welche Religion sie ausuebten, in ein Paradies kommen, wo es keinen Tod mehr gibt und Alle Seelen in Harmonie zusammenleben. In der Bibel steht ja, dass man keinen Krieg mehr kennen wird, jeder hat genuegend Brot und seinen eigenen Weingarten. Kinder spielen mit Loewen und Schlangen, also die ganze Natur ist geaendert. Hoert sich ganz klasse an.
Texas Amerle
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19.03.2007, 11:03
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Ja, Amerle, hört sich wirklich klasse an.
Aber ist es deshalb auch wahr? Die Geschichten mit Weihnachtsmann und Osterhase sind auch riesig nett.
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19.03.2007, 13:22Inaktiver User
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Jede Vorstellung davon, dass nach dem Tod noch irgendetwas kommt, bedingt die Vorstellung/den Glauben, dass es nach dem Tod so etwas wie "Ich" immer noch gibt. Also etwas, das erleben kann, was nachher kommt, das bewusst wahrnehmen kann, das vielleicht auch noch weiss, dass es mal gelebt hat und jetzt tot ist. Oder etwas, das sich in irgendeiner Form irgendwo irgendwie irgendwann reinkarniert.
Aber was, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist? Wenn mit dem Tod auch jedes "Ich" aufhört zu sein? Dann ist nichts mehr da, das noch irgendetwas wahrnehmen könnte. Nichts mehr, das sich noch erinnern könnte, dass es mal gelebt hat, das sich bewusst sein könnte, dass es jetzt tot ist.
Falls dies so ist, so werden wir auch nach dem Tod nicht wissen, was nach dem Tod ist. Weil da nichts mehr ist. Weder eine Weiterexistenz in irgendeiner Form noch ein "Ich", eine Seele, eine Lebensenergie. Einfach nichts mehr.
Aber auch nichts mehr, das dieses Nichts wahrnehmen und bedauern könnte, dass da nichts ist und das Leben vorbei ist.
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19.03.2007, 13:35Inaktiver User
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Hallo Horus
Zitat von Inaktiver User
Und so stelle ich mir den Tod auch vor. Eine reine Nichtexistenz.
Gruß Majolika
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19.03.2007, 14:36Inaktiver User
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Vielleicht ist es ja wirklich eine "Nicht-Existenz" (oder ein ewiger Schlaf - was subjektiv vielleicht dasselbe sein kann) die folgt, und dann sollte man genießen, wenn man genießen kann - also jetzt!
Aber wenn nicht?
Vielleicht geht man dann doch besser auf Nummer Sicher und hält sich an solche Regeln, von denen man sich wünscht, dass andere sich auch daran halten - irgendwie die vierfache Liebe des Chritentums? "Liebe deinen Nächsten" kann man versuchen, "liebe dich selbst" ist manchmal schon schwieriger,wenn man sich kennt, "liebe deine Feinde" kann man zumindest dadurch etwas umsetzen, dass man versucht auch die andere Seite zu berücksichtigen, "liebe Gott" dürfte (für mich) am schwersten sein, weil man etwas unbekanntes liebe soll.
Aber wenn man davon ausgeht, dass Gott (wenn es ihn denn gibt) Liebe ist, dann dürfte er, der uns ja mit unseren Macken geschaffen hat, wohl auch den Versuch anerkennen. Wir freuen uns ja auch über die Malversuche unserer Kinder, auch wenn sie nicht wirklich an Rembrandt erinnern.
Also, falls es ein Leben nach dem Tode gibt, dann sollte man hier so leben, dass man mit sich selbst zufrieden sein kann, und wenn nicht, dann hat es ja auch nicht geschadet!
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19.03.2007, 16:00Inaktiver User
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
Hmmm. Das eine hat mit dem anderen meiner Meinung nach nichts zu tun. Die Moral mit dem Nachtod, meine ich.
Ich empfinde es als - Entschuldigung den Ausdruck - jämmerlich, sich nur deshalb an jene Regeln zu halten, von denen man sich wünscht, dass sich auch andere daran halten, weil man auf Nummer sicher gehen will, dass man nach dem Tod ein gutes Schicksal hat. Das ist, hart ausgedrückt, nicht Moral, die aus Einsicht in das, "was gut ist" geborden wird, sondern eine reine Milchbuchrechnung mit einem egoistischen Hintergedanken: ich will mir das Danach nicht vermiesen, deshalb lege ich im Leben eine gewisse Moral an den Tag.
Nein, für mich ist echte Moral, wenn sie praktiziert wird, ohne in irgendeiner Beziehung zu stehen mit irgendwelchen Nachtod-Erwartungen.
Und deshalb hat Moral für mich nichts zu tun mit Nachtod-Vorstellungen und -Glauben. Das sind zwei völlig getrennte Themen. Oder sollten es sein. Aber leider instrumentalisieren viele Religionen Letzteres, um Ersteres zu garantieren. Doch wie gesagt - das ist eine Scheinlösung.
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19.03.2007, 16:08
AW: Wer hat Vorstellungen vom "Leben nach dem Tod"?
da hast du vollkommen recht. allerdings glaube ich tatsächlich an ein "höheres ICH" - und meine dieses auch manchmal zu "spüren" - wenn sich etwas schicksalsmäßiges in meinem leben ereignet z.b.
Zitat von Inaktiver User
wenn es so etwas nicht gäbe - hätten philosophie, kunst, kultur, geschichte, menschlichkeit u.v.a.m. überhaupt einen sinn? wir könnten leben wie die tiere - ohne moral, ohne liebe, ohne menschliche werte - wenn es dieses ICH nicht geben würde.
ich gehe sogar davon aus, dass ich nach dem tod mein leben besser überschauen kann als ich dazu jetzt - mit dem eingeschränkten bewusstsein - in der lage bin. vielleicht überblicke ich dann alle meine irrtümer, die mich in diesem leben auf der erde begleitet haben?
irgendwie bin ich schon fast "neugierig" auf das, was nach dem tod kommt.************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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