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  1. Registriert seit
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Frage bleibt, haben patriachalische Strukturen mit Religion zu tun? Bei Christen, Moslems und Juden definitiv.
    die ganze Welt war patriarchalisch, in den letzten paar tausend Jahren.

    Woraus man noch nicht folgern kann, dass Religiosität nur im Patriarchat vorkommt. Wir haben schlicht sehr wenig Alternativen zur Anschauung.

    Sasapi
    Glaube ich "buchstabengetreu" das, was Bibel, Koran, Thora etc. vorgeben, ist das meine Richtschnur im Alltag, die ich eins zu eins umsetzen will..
    ich bin gläubig, aber ohne Anspruch darauf, einen heiligen Text (in dem Fall den der Bibel) als wörtlich wahr, direkt von Gott diktiert, zu nehmen.

    interessanterweise nehme ich trotzdem einige Sätze als wörtlich wahr an, die Christen der freikirchlichen Sorte, die behaupten, sie gingen von Verbalinspiration aus... nicht als wörtlich wahr ansehen.

    Paulus hat ein paar schöne Sätze. "Alles ist dir erlaubt, aber nicht alles nützt dir", zum Beispiel.


    Religion wird immer dann gefährlich, wenn Menschen sie nach ihrem Sinne interpretieren. Dann kommt es zu Glaubenskriegen, Hexenverfolgung usw.
    nein, ich denke, dass geschieht eher dann, wenn Menschen sine eben NICHT aufgrund eigener Gedanken interpretieren (denn jede Person, die an die Bibel unvoreingenommen herantritt, wird feststellen, dass da viel Unterschiedliches steht, dass es nicht eindeutig und offensichtlich ist, was gemeint ist), sondern wenn sie gedankenlos vorgefertigte Interpretationen übernehmen, nicht weiter darüber nachdenken, sondern einfach einen "tollen" Vorwand haben, um andere Leute fertig zu machen, die sie eh nicht mögen.

    Gerade bei Hexenverfolgungen waren es oft Kirchenleute, die zu Mässigung aufriefen, und die keineswegs die lokalen Lynchjustiz unterstützten.



    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  2. Registriert seit
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich an nichts glaube, bin ich ja auch gläubig, wobei an nichts kann man nicht glauben.
    Selbstverständlich, "nichts" ist einer der Namen Gottes.

    Damit hältst du dich wohl sogar besser ans erste Gebot als die meisten Gläubigen, nämlich "du sollst dir kein Bild von Gott machen".

    Weil Ihnen die Interpretation nicht gefallen hat?
    Interpretationen sind ja nicht etwas Beliebiges, so wie es Leute gibt, die Geschmacksrichtung Apfel mögen und andere Leute, die Geschmacksrichtung Erdbeere mögen.

    Interpretationen müssen sich immer auf den Boden des Textes beziehen.

    Wenn steht "Liebe deine Feinde", so kann man das eben nicht lesen als "hasse deine Feinde", zum Beispiel. Aber man kann darüber nachdenken, was "liebe deine Feinde" denn genau bedeutet - was Liebe ist - was Feinde sind - und was es bringen soll, das zu tun?

    Das würde ich als Argument interpretieren, dass Religion immer gefährlich ist, weil wir ja auch nur nach der Interpretation der Bibel leben.
    Politik ohne Religion (also ohne moralisch und ethische Grenzen, ohne Einordnung des Menschen in höhere Kontexte) ist auch IMMER gefährlich.

    Wir Menschen sind halt keine harmlosen Wesen, und warum sollten wir es auch sein?

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  3. Registriert seit
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das tun eher Bibelforscher, Jehovas Zeugen. Mir ist aufgefallen, dass die nie eine selbständige Antwort auf Fragen geben, immer nach einer Textstelle suchen, die dann so halbwegs auf die Frage passt, aber eher nicht.
    Das finde ich schrecklich, vor solchen Menschen habe ich Angst, weil sie auf mich einen durch und durch manipuliebaren Eindruck machen.
    Wenn sie so leicht manipulierbar wären, könntest du sie ja dazu manipulieren, Atheisten zu werden.

    Ich bin mir ziemlich sicher, es wird dir nicht gelingen.



    Wer tut das nicht? Braucht es dazu den Dogmatismus eines Glaubens?
    Dogmen spielen doch eine grosse Rolle in Religionen.
    nun ja, es ist normal, dass jede Weltanschauung ihre Lehrsätze und Grundlagen hat. Wie kann man denn KEINE Dogmen haben?

    Wenn Du Dich auch nicht an alle hälts oder hinterfragst, hältst Du doch trotzdem an bestimmten fest, die ein Handeln aus Prinzip verursachen. Sind dann Gedanken noch frei?
    natürlich sind meine Gedanken frei.

    "Die Wahrheit macht euch frei"-

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  4. Registriert seit
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Die aber scheinen dann auch stark dazu zu neigen, allen ein gleiches Bedürfnis zu unterstellen. Was noch nicht mal so schlimm wäre, wenn damit nicht auch sehr oft die feste Überzeugung verbunden wäre, Anderen die eigene Vorstellung aufzwingen zu müssen.
    Ziemlich sicher weisst du von den meisten Religiösen in deinem Umfeld noch nicht mal, dass sie religiös sind.

    Die allermeisten leben ihre Religiosität diskret und ohne sie andern ständig vorzuhalten.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  5. Registriert seit
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Katzir Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht gläubig, aber deswegen fällt es mir trotzdem nicht schwer zu sehen, dass Religion in vielen Weltgegenden den Staat ersetzt in Punkto ‘Sorge für deinen Nächsten’. Reeligion erschafft und hält eine Gemeinschaft zusammen - und gibt Regeln, welches Benehmen akzeptabel ist. Das tut in sogenannten fortschrittlichen Gesellschaften eben der Staat.
    umgekehrt - erst gabe es Religionen, dann denn Staat.

    in Babylonien wurden die Getreidespeicher (eine lebenswichtige wirtschaftliche Sache) von den Tempeln geführt, zum Beispiel.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    umgekehrt - erst gabe es Religionen, dann denn Staat.
    Ja, das ist was ich sagte! (Aber anscheinend nicht sehr klar!)

    Und in vielen Ecken der Welt gibt es nicht den modernen Staat, und dort sind Religionen noch immer wichtig(er) als wo ein modernes Staatswesen Einzug gefunden hat.

  7. Inaktiver User

    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    @HappyPur

    Kannst Du einmal präzisieren, was Du mit paternalistischen Religionen meinst?
    Das Problem ist dass Du alles sehr grob über einen Kamm scherst und meinst mit einem simplen Mechanismus die Welt erklären zu können.
    Schau Dir zum Beispiel die Römer an.
    Meinst Du deren Religion mit paternalistisch?
    Vermutlich nicht, denn es gab auch Göttinnen. Trotzdem hatten Frauen dort wenig Rechte, durften nicht wählen, es gab keine Senatorinnen oder Cäsarinnen, es gab Sklaverei, Pädophilie mit "Lustknaben".
    Im asiatischen Raum entstanden der Hinduismus und der Buddhismus, letzterer mehr Glaube als Religion, gelten die für Dich als paternalistisch? Ich denke man müsste ganz genau hinschauen, auf Rollen und Rechte der Frauen, in verschiedenen Ausprägungen der Religionen, zum Teil gibt es bei den Hindus soweit ich weiß auch Göttinnen, trotzdem ist die Situation der Frauen in Indien oftmals sehe viel schlechter als bei uns.
    Und auch bei den "Buchreligionen" ist die Rolle der Frau sehr unterschiedlich definiert.
    Im Islam in weiten Teilen mit Verhüllung und Mehrehe nur des Mannes etc. oft sehr limitiert. Die Ehe ist im Juden- und Christentum ganz klar die Sache einer Frau und eines Mannes. Das Priester (Rabbi/Iman)-Amt ist tatsaechlich oftmals den Männern vorbehalten (es gibt Ausnahmen) aber zum Beispiel geben im Judentum nur die Frauen die Religion an ihre Kinder weiter.
    Im Christentum gibt es zwar keine weiblichen Göttinnen (auch keine explizit männlichen) aber die Verehrung von Frauen als Heilige zu denen gebetet werden kann hat auch eine lange Tradition.

    So. Und nun möchte ich wirklich wissen was genau Du mit paternalistischen Religionen meinst- denn schliesslich ist das die Grundlage der Diskussion hier.

  8. Avatar von Akzent
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Katzir Beitrag anzeigen
    Hatte er nicht. Wie kommst du darauf, Odysseus habe göttliche Kräfte gehabt? Er hatte einige Talente - Reden, Pläne schmieden, Listen aushecken - aber nichts davon war göttliche Kraft. Davon abgesehen hatte er ein paar gute Freunde unter den Göttern (speziell Pallas Athene) und einige Feinde (Poseidon).

    Aber er war kein Gott, und die Odysee und Ilias sind Literatur, nicht heilige Schrift.
    Wir sprachen von Göttern aus der Frühzeit, bevor es die Trinität gab oder die Heilige Schrift.

    Odysseus war ein Mann, der sich mit Göttern umgab(wie alle anderen zu der damaligen Zeit auch) opferten und auf deren Kräfte bauten aufgrund seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten. ODIN und THOR im Germanischen Kontinetnt usw. Der große Manitu im Westen.

    Ich verstehe gar nicht, warum Menschen sich soweit von göttlichen Kräften abgrenzen wollen. Das ist doch nichts negatives, würde sämtlicher Religion widersprechen, wenn man im Opferverhalten unter dem Gott leiden muss. Das ist nicht mein Sinn im Kombination mit Gott

    Ja natürlich in der Ilias wird noch viel gestritten um die Götter und bei ungünstigen meist kriegerischen Absichten Nachteile auf die Götterabhängigkeit benutzt. "Gott hat mich verlassen, oder Gott grollt mir, oder ich glaube nicht an Gott, das sind doch die Zwiesprachen, die man gerne benutzt. " Die einen fühlen sich gesegnet und die anderen möchten damit nichts zu tun haben. ) über etwas bringen kommt für mich auf dem Breitengrad aus der Dunklen Zeit des Mittelalters, indem die Menschen indoktriniert werden sollten und andersaussehende, andersdenkende Menschen wie z. B. Kopernikus und weitere Weltkundler und harmlose Menschen und sog. Hexen und Naturkundler, meist in Armut lebend auch von den Pfaffen und Mächtigen und schlechten Menschen als Pfand benutzt wurden um in Krisenzeiten Erklärungen zu haben.

    Armut ist ein Merkmal gewesen von Minderwertigkeit. Selbst die großen Maler wie Da Vinci haben die Fürsten und Clans trotz genialer Begabung für ihre Kapellen in Armut gehalten um sie nicht auszeichnen zu müssen. Eine Dunkle Zeit für Persönliche Entwicklung für das Volk im Allgemeinen. Bis hinein in den 30jährigen Krieg, der vieles beendete.

    Fluchen habe ich bei den Buddhisten noch nicht entdeckt.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee

    Geändert von Akzent (08.02.2019 um 10:35 Uhr) Grund: wobei Buddhismus keine Religion ist, sondern eine geistige Anschuung und

  9. Avatar von Akzent
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    D

    Die wenigen explizit atheistischen Regimes, die die Welt bisher gesehen hat, lassen Zweifel aufkommen an der Idee, dass die Welt ohne Religion friedlicher sei.

    gruss, barbara
    Ob man das so in Vergleich setzen kann in dieser Fortgeschrittenen Zeit und bei über 7 Milliarden Menschen, welche zu versorgen sind, indem die Religiösen Staaten weitgehend unterversorgt sind und kein Gleichgewicht über die Ressourcen Verarbeitung hergestellt werden kann ist sicher ein Argument, den Frieden weltweit Neu zu Verhandeln. Wer ist zuständig, wer geht mit wem, das Merkmal gab es schon bei Drei Milliarden Menschen, in einem anderen Ausmass und Entwicklung zu Macht über die Welt und anderen Völkern., weltweit.

    Dennoch Staat von Religion abzugrenzen ist nach wie vor für mich sinnvoll und Religion darf kein Staatsstatut werden. Das würde die Ordnung gegenüber Verbrechen und anderen niederen Beweggründen unvollständig, ungerecht zeichnen.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee


  10. gesperrt
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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich unterstelle das nicht jedem Individuum, zumindest nicht in religiöser Form, wobei ich die Frage nach dem Lebenssinn schon für "recht weit verbreitet" halte, aber wie Dilani schrieb muss das Individuum das nicht auf religiöse Weise tun.
    Ich bezog mich eher darauf, dass quasi alle Kulturen, ob patriarchal, matriarchal, was weiss ich geprägt, religiöse oder religionsähnliche Riten entwickelt haben.
    Das halte ich nicht für Zufall.
    Ist es auch nicht. Es dürften Erklärungs-Versuche für Unerklärbares eine Rolle gespielt haben und sehr bald auch die Erkenntnis, dass Religion ein sehr wirkungsmächtiges Instrument für die ist, die die Hebel bedienen. Wer bereit ist, sich zu unterwerfen, kriegt Trost, einen Wechsel auf die Zukunft (nach dem Tod), und Gemeinschaft. Ganz wichtig für viele: der Tod verliert einen Teil seines Schreckens, Trennungen sind nicht endgültig, das Leben kriegt einen "Sinn".

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