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  1. Inaktiver User

    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Da gebe ich dir Recht. Allerdings hat das wenig mit dem Glauben an Gott zu tun.

    Die Frage ist ja, was will Gott eigentlich von dir?
    Deine Antwort darauf sieht anders aus, als meine.
    "Dein Wille geschehe" interpretiere ich nicht, wie du es tust.
    Er will doch von Dir, dass Du seine 10 Gebote befolgst.
    Die meisten sind für mich unverständlich oder schlichtweg falsch.
    Wie interpretierst Du denn das "Vater Unser"

  2. Inaktiver User

    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Natur kennt die Hierarchie des Stärkeren. Patriarchat ist aber eng verbunden mit der Herrschaft des Vaters über den Sohn auf die Familie. In den alten biblischen Gesellschaftsformen waren es die Stammesväter. Ich denke schon, dass es eng mit Religion verbunden ist.
    Ein wenig verbunden, mag sein; mein Punkt war: Die Religion ist nicht die Ursache, sondern ihre autoritäre Ausformung ein Symptom des Patriarchats.
    Das halte ich für falsch.
    Gibt genügend Tierarten, wo die Weibchen stärker sind und das Männchen nach dem Zeugen sogar töten.
    Ich schrieb von Tieren, die in einer Rudelstruktur mit Rangordnung leben.
    Kann eine Gesellschaft instinktgetrieben sein? Die ist entwickelt oder organisiert, mehr oder weniger. Das Individuum ist instinktgetrieben.
    Ja, "einfache", wenig entwickelte Gesellschaften sind zu einem großen Teil instinktgetrieben (wie ein Rudel mit Regeln und Rangordnung).
    Aber sag mal, HAPPYpur, warum ist Dir diese Wortklauberei so wichtig? Inwiefern befördert sie einen Erkenntnisgewinn aus der Diskussion?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Welche Gründe sind es bei Dir noch?
    Warum ich keiner institutionalisierten Religion anhänge?
    Kurz gesagt bin ich dazu wohl zu sehr Freigeist.

    Ausführlicher:
    • Erfahrung kommt bei mir vor Offenbarung. Darum käme für mich, wenn überhaupt, nur eine Erfahrungsreligion wie der Buddhismus infrage, in der man nur glaubt, was sich für einen selbst stimmig anfühlt, alles hinterfragen darf und es das Konzept Ketzertum nicht gibt.
    • Ich sehe keine Vorteile an einem Institutionengerüst, nur mögliche Nachteile/Gefahren (Dogmatismus, Herrschaftsinstrument, etc.). Der oft postulierte Vorteil "Gemeinschaft der Gläubigen" ist für mich nicht valide, da ich in meinem nicht-institutionalisierten Glauben ausreichend Gleichgesinnte finde.
    • Faktisch bin ich auf einer Art Metaebene unterwegs, da mein Glaube zahlreiche Elemente bekannter Religionen, sowohl insitutionalisierte als auch z.B. Naturreligionen, beinhaltet. Von dieser Warte aus erscheinen die herkömmlichen Religionen teils sehr ähnlich, und in dieser Ähnlichkeit eben auch beliebig. Ist zwischen Christ und Jude und Moslem wirklich so ein großer Unterschied? Ich meine: Nein. Die Unterschiede finden sich jeweils innerhalb der einzelnen Religionen, nämlich in der Spanne zwischen den Polen gemäßigt und fundamentalistisch-extremistisch.
      Kennst Du das Buch "Life of Pi"? Über seine Religionszugehörigkeit sagt der Junge Pi: "Ich bin Christ, Hindu und Moslem." Das finde ich noch besser als Lessings Ringparabel.
    Geändert von Analuisa (13.02.2019 um 23:14 Uhr) Grund: Antworten aus dem Zitat herausgenommen. Bitte nicht in Zitate hinein schreiben!

  3. Inaktiver User

    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Was kann man mit Religion gebrauchen und was nicht, oder was ist mehr überflüssig oder nicht notwendig für die persönliche Existenz?
    Ich denke, die frühzeitliche Geschichte gibt da schon einige plausible Antworten.
    Noch bevor der Mensch sesshaft wurde, hat er Geister beschworen, die ihm helfen sollten gegen alles, was ihm unheimlich war, was er nicht verstand, ihm Angst machte.
    Als er sesshaft wurde, entwickelte sich eine Priesterkaste, das waren die Pfiffigen, die sich nicht gern die Hände schmutzig machten und die harte Arbeit scheuten.
    Die haben erkannt, dass der Mensch empfänglich ist für Lösungen gegen seine Ängste und sich zunutze gemacht.
    Die kultivierten die höheren Mächte zur Religion.
    Sie gaukelten den Menschen vor, Lösungen für ihre Ängste zu haben.
    Der Mensch liefert sich der Religion und seinem Glauben aus, im Gegenzug verspricht sie, seine Schwäche und sein Unvermögen zu regeln.

    Die haben auch festgestellt, dass die Natur das Recht des Stärkeren kennt, aber wechselhaft sein kann, zu sehr an die Person gebunden, die gerade stark war. Sie konnten sich nicht darauf verlassen, es musste etwas Dauerhaftes her.
    Die haben sich überlegt, wie sie die Naturbeobachtungen der Bauern, also Bauernregel und die Gebote, die den Gehorsam der Bauern sicherten, in einfache, verständliche Gesetze legen konnten.
    Die Priester hatten Zeit und haben dabei bestimmte Naturgesetze beobachtet, die den hart arbeitenden Bauern verborgen blieben. Damit konnten sie den Bauern Angst machen, als Laune der höheren Mächte erklären und nur mit Opfern zu beruhigen.
    Sie erfanden den ganzen Hokus Pokus Zirkus, täuschten die Bauern mit ihren Tricks, um sie von der Existenz höherer Mächte zu überzeugen.
    Da setzt auch gezielt die Verblendung und Täuschung an.

    Dem Starken versprachen sie die Gefolgschaft der Bauern und den dauerhaften Machterhalt durch die Erbschaft. Die Priester hatten festgestellt, dass bei den besonders Starken und Grausamen die Kinder auch so waren.
    Somit war die Macht des Starken legitimiert als Wille der höheren Machte, während die Priesterkaste sich als weltliche Vertreter und Wächter präsentierten.
    Der Monotheismus war dann nur noch eine Folge, ähnlich Bae´s Beschreibung, vom Komplizierten zum Einfachen, zur brachialen Hierarchie, wo sich Machtstrukturen bis in die Familie hinein leichter durchsetzen und verfestigen lassen.

    Die Religionswächter, der Klerus wacht über die Regeln. Im Islam sieht man das noch deutlicher, weil weniger entmachtet durch die Säkularisation. Wehe sie bricht die Ehe, in Saudi Arabien gibt es noch öffentliche Steinigungen. In Afghanistan sprengen die Talibans ganze Kinos in die Luft, weil die ihr Glaube nicht zulässt. Auch keine Musik, Bildung der Frau, usw.

    Religion verursacht viel Verblendung und Täuschung.
    Geändert von Inaktiver User (13.02.2019 um 21:28 Uhr)

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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    zitat happypur

    Ich meine das auch, Akzent hatte das behauptet.
    Nein das habe ich nicht behauptet und auch nicht geschrieben

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie gaukelten den Menschen vor, Lösungen für ihre Ängste zu haben.
    Der Mensch liefert sich der Religion und seinem Glauben aus, im Gegenzug verspricht sie, seine Schwäche und sein Unvermögen zu regeln.
    Wieviel Menschen hast du erlebt, die genau diese Einstellung zur Regligion haben und selbst darunter leiden, weil sie das praktizieren? Ich kenne niemanden. Wie glaubst du, hilft die Religion bei Angstzuständen? oder etwas für einen zu regeln.

    Religion verursacht viel Verblendung und Täuschung.
    Wo fühlst du dich verblendet? Steckst du so tief im religiösen Korsett, das du dich nicht befreien kannst?
    Geändert von Akzent (14.02.2019 um 00:59 Uhr) Grund: Zitat repariert, danke Analuisa

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  6. Inaktiver User

    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Wieviel Menschen hast du erlebt, die genau diese Einstellung zur Regligion haben und selbst darunter leiden, weil sie das praktizieren? Ich kenne niemanden. Wie glaubst du, hilft die Religion bei Angstzuständen? oder etwas für einen zu regeln.
    Ich kenne ganz viele Menschen, die Angst vor dem Tod haben, vor der Klimakatastrophe, vor Jobverlust und, und, und... und beten "Unser tägliches Brot gib uns heute...
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen."

    ... und damit hoffen, dass der Kelch an ihnen vorüber geht.

    Ich erinnere mich auch an den Spruch: "Fürchtet Euch nicht, denn Gott oder Jesus ist bei Euch"
    Das habe ich bei Messen oft gehört. Das ist der Deal, das Versprechen, Glaube gegen Angst.
    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Wo fühlst du dich verblendet? Steckst du so tief im religiösen Korsett, das du dich nicht befreien kannst?
    Ich steck in keinem Korsett mehr, wie kommst Du darauf? Ich wurde mal hineingeboren.
    Geändert von Inaktiver User (14.02.2019 um 00:32 Uhr)

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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du schriebst:
    ".. übergaben sie dem Gegenüber in dem Fall Gott die volle Auszeichnung und letzendlich auch die Kontrolle ab, welche für eine freien 'Willen nötig ist."

    Das wiederspricht sich doch?
    Du hast mein Zitat aus dem Kontext herausgeschnitten, ich meine dein Zitat mit "aber "Dein Wille geschehe". Letztendlich und das im religiösen Kontext meinen könnte - "obwohl ich alles tue, damit mein Leben okay ist, übergeben Menschen freiwillig im Gebet ,treten sie die Willensführung an Gott ab und weiter." Da ist es gleich ob das Ergebnis erfolgreich ist, oder verlustreich.

    Beides wird Gott mit der Abtretung dieser allgemeinen Gebetsführung ,bei Religiösen, immer verziehen. Das ist die Religiöse Entscheidungslosigkeit des Einzelnen, Erfolg und Nichterfolg entweder sich selten selbst zuzuschreiben wegen natürlicher Ursachen oder eben als alleiniger Wille Gottes gesehn. Die Ansichten Gott gegenüber sind vielseitig.

    Es gibt aber auch die Form eben "Mit Gottes Hilfe werde ich das meistern" - Dagegen spricht auch nicht,ist doch okay, wenn Menschen das für sich so glauben wollen.

    Respektiere ich , kann es allerdings nicht so übernehmen

    Widerspruch sehe ich nicht, das steckt in der Sache, das dem Allmächtigen von Religiösen. die Entscheidungskraft nicht hinterfragt werden sollte und vor allem nicht abgewertet werden wird.
    .
    Geändert von Akzent (14.02.2019 um 01:14 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Ich erinnere mich auch an den Spruch: "Fürchtet Euch nicht, denn Gott oder Jesus ist bei Euch"
    Das habe ich bei Messen oft gehört. Das ist der Deal, das Versprechen, Glaube gegen Angst.
    Und wie ist es dir nach der Messe gegangen oder in Situationen der Angst; hast du Jesus dabei gehabt oder Gott dazu benutzt?
    Geändert von Akzent (14.02.2019 um 10:49 Uhr) Grund: Zitat repariert. Siehe Beitrag 257, da konntest du es; ja, aber dieses hier war nicht mmöglich während des schreibens

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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Ich steck in keinem Korsett mehr, wie kommst Du darauf? Ich wurde mal hineingeboren.
    Weil du auch jetzt noch Religion emotional so negativ für dich beschreibst

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    AW: Religionen - Segen oder Fluch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen



    Warum ich keiner institutionalisierten Religion anhänge?
    Kurz gesagt bin ich dazu wohl zu sehr Freigeist.

    Ausführlicher:
    • Ist zwischen Christ und Jude und Moslem wirklich so ein großer Unterschied? Ich meine: Nein. Die Unterschiede finden sich jeweils innerhalb der einzelnen Religionen, nämlich in der Spanne zwischen den Polen gemäßigt und fundamentalistisch-extremistisch.
    Was spricht denn gegen Unterschiede? Wieso sind Unterschiede, mit fällt das in einigen Bereichen auf, nicht gerne gesehen. Unterschiede, ohne in Abwehrhaltung sind, sind mir allways welcome.

    Warum ist es, deiner Meinung nach, ein besonders gutes Merkmal zwischen Christ , Jude und Moslem keinen Unterschied haben zu wollen oder zu erkennen. Ist das die Philosophie eines Freigeistes? Mit dieser Einstellung bewegst du dich auf einer sehr oberflächlichen Version.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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