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  1. Inaktiver User

    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Je nach Standpunkt... Ich meine, daß man das sehr differenziert betrachten kann.
    Was meinst Du mit Standpunkt? - Ist es der Wille?

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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meinst Du mit Standpunkt? - Ist es der Wille?
    Nein, ich meinte z.B., daß es einen Unterschied macht, ob man konkret ein Individuum fragt, ob es unsterblich sein möchte (und da wiederum wird man verschiedene persönliche Situationen unterscheiden können), oder ob man die Frage allgemein philosophisch für eine Spezies beantworten möchte.

    Ein konkret befragtes Individuum wird (schon wegen des angeborenen Selbsterhaltungstriebes) die Frage, ob es gerne weiterleben möchte, meist mit ja beantworten.
    Sieht man sich hingegen als Teil einer Spezies und diese wiederum gesamtheitlich als Teil eines Systems "Natur", scheint es mir dagegen unvernünftig, nicht an ein Ende denken zu wollen.
    Nein Ma'am, es ist nicht das Kleid, das sie fett aussehen läßt; es ist das Fett, das sie fett aussehen läßt. (Al Bundy)

  3. gesperrt

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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, ich weiss, dass Dir Deine Glaskugel Dein Allwissen bringt und Dir ermöglicht, alles auszublenden und zu ignorieren, Hauptsache es passt in Deine Welt.
    ich brauche keine Glaskugel; es reicht, wenn ich lese, was du schreibst.

    Es interessiert mich insbesondere das Wohlbefinden anderer Wesen und auch mein eigenes, darum geht es hier.
    ok


    Du wirst dann offensichtlich von Deinem Geist getriggert, wenn es um Geld geht, wenn ich einen wirtschaftlichen Zusammenhang zu Gesundheit und längerem Leben herstelle.
    ich habe nichts gegen Wirtschaft, Handel, Austausch; ich habe etwas gegen die konkrete Art und Weise, wie das heute leider oft geschieht. Wenn das Wertvolle (Nützliche, Schöne) nicht auch das Teure (mit dem hohen Preis, hohen Lohn) ist.


    Zynisch ist es, wenn der Dachdecker vom Dach rutscht und Du meinst ihn dadurch zu retten, dass er sich an Deinen Spritismus halten soll, statt an die Dachrinne.
    sowas sagt ja auch kein Mensch.

    Benedikt sagt: bete UND ARBEITE.

    Augustin sagt: bete so, als ob alles von deinem Gebet abhinge; arbeite so, als ob alles von deiner Arbeit abhinge.

    Das Eine tun, das Andere nicht lassen...



    Was mein Musikgehör angeht, meine ich ein recht gutes zu haben. Die wenigen Töne, die Du spielst hören sich für mich dissonant an oder erklingen in einer Frequenz, die offensichtlich nur Du hörst.
    ja eben, genau das ist meine Aussage: ich "höre" offenbar Dinge, die du nicht hörst. Wobei ich in meinem "Hören" keineswegs allein bin, es gibt viele Leute, die ähnliches hören, ähnliches erleben, ähnliche Effekte kennen. und wie Musikalität scheint sowas grösstenteils angeboren zu sein. man hat es von selbst (und wundert sich über die andern) oder man hat es nicht (und wundert sich über die andern)



    Nochmals, der spiritistische Diskurs ist sinnbefreit, weil ich alles behaupten kann. Nichts kann belegt und auch nicht widerlegt werden. Das muss jeder mit sich selbst ausdiskutieren.
    klar kann man im spirituellen Bereich (Spiritismus ist Geisterbeschwörung, wenn ich mich recht erinnere, sowas mach ich nicht) auch forschen. und nein das ist nicht beliebig.

    Du kannst zum Beispiel, wenn dich das interessiert, mal eine Weile lang Formen von Meditation testen und notieren, was das alles so bewirkt. Du kannst zum Beispiel sagen, ob du diesen blöden Kunden, der ständig nervt, heute irgendwie besser nehmen konntest als früher. Oder ob womöglich Urgrosstante Greta, die du bisher ganz nett fandest, auf einmal unmöglich findest. oder was auch immer sich in deinem Leben verändert, kannst du dokumentieren und Schlüsse daraus ziehen im Lauf der Zeit.


    Das was mich an KZ Chargen interessieren würde, ob man durch genetische Eingriffe zukünftig verhindern kann und solche Monster " reparieren."
    nein, das glaube ich nicht.

    Eine friedliche Gesellschaft kriegt man durch sinnvolle Gesetze, breite Verteilung des Wohlstands, Friedenszeiten.

    nicht durch Basteln in den Genen.


    Dafür würde ich gerne ein paar Mäuse opfern. Und damit Dich mein Mäusebeispiel nicht dauerhaft traumatisiert, die wurden natürlich narkotisiert und anschliessend getötet. Schmerzen mussten die nicht erleiden.
    ah wenn sie dann getötet werden ist natürlich alles in Ordnung

    ich wüsste allerdings wirklich nicht, wie ein menschliches komplexes Verhalten wie "in der Lage sein, im KZ zu arbeiten, oder das womöglich sogar gern zu tun und mit perversem Sadismus" irgendwie an Mäusen sichtbar werden könnte? Mäuse haben zB kein Verständnis für bürokratische Hierarchien und die Prozesse, die darin ablaufen. ein KZ ist aber so strukturiert.

    auf der praktischen Ebene las ich mal von einem KZ, worüber die Bemerkung gemacht wurde, dass die Wachen ständig betrunken waren. nun ja - sowas hält man ja im Kopf nicht aus, wenn man sich nicht ständig zudröhnt und die eigene Sensibilität und Menschlichkeit unterdrückt. und die Nazis hatten ja auch ständig diese Propaganda à la "hart wie Stahl, zäh wie Leder" - und halt eben nicht eine Gesellschaft, die die feineren und edleren Regungen fördert, wertschätzt und propagiert.

    ich würde ja zuerst das Naheliegende machen, bevor ich das Glück der Welt in den Genen suchen würde, und in der Manipulation dieser Gene.

    gruss, barbara

  4. gesperrt

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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Aladin Beitrag anzeigen
    Bewusstsein hat sich im Laufe der Evolution entwickelt, so einfach ist das
    Strom kommt aus der Steckdose, so einfach ist das

    gruss, barbara

  5. gesperrt

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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Du wartest mit Allgemeinplätzen auf und vermeidest es, deinen konkreten Vergleich mit Musik zu erklären.
    ich ging davon aus, das sei selbsterklärend

    Es gibt halt Leute, denen fällt es leicht, den Takt mitzuklatschen, andere fallen ständig raus oder müssen lange lange üben, bis sie es können. Es gibt Leute, die hören ein Stück und können sofort sagen, ob das Dur oder Moll ist, andere kriegen das nicht hin.

    und im Spirituellen ist es halt ähnlich, einige haben einen natürlichen leichten Zugang dazu, andere nicht. Menschen sind halt verschieden.

    Ging es dir vielleicht nur um eine neckische poetische Aufwertung deines Beitrags? Immerhin ist Musik, so wunderbar sie auch sein mag, letztendlich angewandte Physik.
    ich denke nicht, dass "angewandte Physik" das Wesen von Musik umfassend beschreibt. Es geht natürlich um das Erzeugen von Schallwellen und das kann man physikalisch beschreiben, aber die Physik kann nicht sagen, warum Musik als harmonisch, ergreifend, fröhlich oder sonst wie empfunden wird. Weil das keine physikalisch relevanten Kategorien sind.

    Du sitzt da auf einem ziemlich hohen Ross.
    nun ja, ich hab mich mit dem Thema auch seit sehr langer Zeit beschäftigt und es gründlich durchgearbeitet, warum sollte ich mich in künstlicher Bescheidenheit üben?


    es ist hinreichend bekannt, dass du in diesem Forum in allen thematisch ähnlichen Strängen, in denen du dich abmühst, mit missionarischem Eifer, sowohl unterschwellig, als auch direkt, ein Atheisten- Bashing betreibst, das von wenig Toleranz und Respekt geprägt ist. Mit albernen Vergleichen und anmaßenden Thesen versuchst du deinen Standpunkt nach oben abzuheben, andere Meinungen kleinzumachen und ins Lächerliche zu ziehen.
    wenn ich sowas lese, denke ich, so ein bisschen Bashing ist nicht unangebracht. Es ist ja nicht so, als ob ich Toleranz und Freundlichkeit von dir lernen könnte, beileibe nicht...

    Ist es das, was dich dein Gott gelehrt hat?
    was er mich auf alle Fälle gelehrt hat: nett sein ist... nett.

    aber darum geht es nicht im Leben.




    Ich habe in meiner langen Forenzeit zumindest noch keinen User erlebt, der deinen Glauben bzw. deine Einstellung derart abwertet, wie du es Nichtgläubigen gegenüber immer wieder versuchst.
    ich hab schon jede Menge Leute erlebt, die meinen Glauben abwerten, und die gaben auch oft richtig Vollgas, und richtig unfair, und richtig persönlich statt sachlich.

    Aber vermutlich wolltest du was anderes sagen.

    aber solange es noch keine konkreten Angebote zur Lebensverlängerung gibt, halte ich das Grübeln über Vor- und Nachteile von mehr Lebenszeit für illusorisch und reine Zeitverschwendung.
    Es gibt doch unter "gesunde Lebensführung" jede Menge konkrete Angebote zur Verbesserung der Gesundheit, Erhöhung der Lebensqualität, und daraus folgend womöglich Verlängerung des Lebens?

    Sind halt keine speziell spektakulären Sachen, sondern Dinge wie: vernünftig essen, genug schlafen, nette Beziehungen pflegen, Bewegung. Das ganz normale Zeug eben.

    Man muss es halt tun, damit es wirkt.

    und da würde bei vielen Leuten noch ne Menge drin liegen, meinen nicht repräsentativen Beobachtungen nach.


    Ich begnüge mich mit einem Lebensstil, der hoffentlich meine Körperfunktionen weiterhin positiv unterstützt und mache dankbar Gebrauch von den zur Verfügung stehenden Korrekturmaßnahmen und Hilfen, falls diese nötig werden sollten.
    eben
    wieso sagst du im Abschnitt oben das genaue Gegenteil?

    gruss, barbara

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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich ging davon aus, das sei selbsterklärend

    Es gibt halt Leute, denen fällt es leicht, den Takt mitzuklatschen, andere fallen ständig raus oder müssen lange lange üben, bis sie es können. Es gibt Leute, die hören ein Stück und können sofort sagen, ob das Dur oder Moll ist, andere kriegen das nicht hin.

    und im Spirituellen ist es halt ähnlich, einige haben einen natürlichen leichten Zugang dazu, andere nicht. Menschen sind halt verschieden.
    Du weichst wieder aus. Deine ursprüngliche Aussage war (s.#100), dass Menschen mit entsprechendem Musikgehör Anhaltspunkte fänden über ein ewiges Leben nachzudenken. Und was ist mit den anderen? Sind sie alle unsensibel?
    Und deine aktuelle Aussage hier, dass Menschen verschieden sind, sollte eigentlich ein Zusammenleben auf der Basis gegenseitiger Toleranz ermöglichen. Aber in der Praxis separierst du munter polarisierend die "guten", spirituell empfänglichen Mitmenschen von "bösen Materialisten"(nachzulesen in diversen Strängen dieses Forums).

    ich denke nicht, dass "angewandte Physik" das Wesen von Musik umfassend beschreibt.
    Da gebe ich dir recht, aber es ist ein wichtiger Teilaspekt, der von den laut deiner Meinung den bereits alles Wissenden hinterherhinkenden Wissenschaftlern sehr gut erklärt wird.

    nun ja, ich hab mich mit dem Thema auch seit sehr langer Zeit beschäftigt und es gründlich durchgearbeitet, warum sollte ich mich in künstlicher Bescheidenheit üben?
    Ein bisschen davon würde dir gut stehen. Sie muss ja nicht unbedingt künstlich sein.
    Ich würde mir nie selbst ein derartiges Zertifikat ausstellen, weil ich mich "intensiv mit etwas beschäftigt habe".
    Das überlasse ich gerne den zuständigen Experten.

    wenn ich sowas lese, denke ich, so ein bisschen Bashing ist nicht unangebracht. Es ist ja nicht so, als ob ich Toleranz und Freundlichkeit von dir lernen könnte, beileibe nicht...
    Es zählt auch nicht zu meinen Aufgaben, dir das zu vermitteln, was aber für dich keinen Freibrief für ungehemmtes Bashing darstellt.

    was er mich auf alle Fälle gelehrt hat: nett sein ist... nett.
    Mir wären mehr Fakten und Wissen wichtiger als eine nette Fassade.
    Alles andere erfolgt als Konsequenz daraus von selbst.

    ich hab schon jede Menge Leute erlebt, die meinen Glauben abwerten, und die gaben auch oft richtig Vollgas, und richtig unfair, und richtig persönlich statt sachlich.
    Das hat niemand verdient, besonders wenn er sich selbst als so tolerant und sachlich präsentiert.

    Aber vermutlich wolltest du was anderes sagen.
    Das lasse ich mal so stehen.



    Es gibt doch unter "gesunde Lebensführung" jede Menge konkrete Angebote zur Verbesserung der Gesundheit, Erhöhung der Lebensqualität, und daraus folgend womöglich Verlängerung des Lebens?

    Sind halt keine speziell spektakulären Sachen, sondern Dinge wie: vernünftig essen, genug schlafen, nette Beziehungen pflegen, Bewegung. Das ganz normale Zeug eben.

    Man muss es halt tun, damit es wirkt.

    und da würde bei vielen Leuten noch ne Menge drin liegen, meinen nicht repräsentativen Beobachtungen nach.
    Möglicherweise habe ich mich da nicht präzise genug ausgedrückt. Ich bezog mich mit meinem ersten Statement auf Lebensverlängerung im Sinne von ewigem Leben, wie es das Strangthema vorsieht.
    Die Aussichten, was mit diesem Universum passiert, wenn die Entropie ihr Maximum erreicht hat, sind nicht gerade verlockend. Und solange es keine besseren Lösungen als beispielsweise Big Rip, Big Crunch oder Big Bounce im Angebot gibt, sehe ich keinen weiteren Nachdenkbedarf.


    wieso sagst du im Abschnitt oben das genaue Gegenteil?
    Der zweite Teil wiederum beinhaltet meine Einstellung zu überblickbaren lebenserhaltenden und -verlängernden Maßnahmen, wie sie uns derzeit zur Verfügung stehen und von denen ich auch weiterhin im Bedarfsfall Gebrauch machen werde. Doch dies ist bekanntlich momentan alles nur zeitlich begrenzt machbar.
    Ich entdecke darin keinen Widerspruch.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio

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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von drafty Beitrag anzeigen
    Sieht man sich hingegen als Teil einer Spezies und diese wiederum gesamtheitlich als Teil eines Systems "Natur", scheint es mir dagegen unvernünftig, nicht an ein Ende denken zu wollen.
    Ganz objektiv gesehen ist diese selbst ernannte Krone der Schöpfung dem System Natur gegenüber auch nur bedingt kompatibel. Im Interesse von Natur und Planet wäre eine evolutionäre Eliminierung schon fast wünschenswert - vernünftig auf alle Fälle.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Ich sehe mich selber als "Agnostikerin". Ich kenne keine für mich ausreichenden Gründe, welche mir die Existenz eines "Gottes" (also eines allmächtigen, übergeordnetens Wesens) als unabdingbar erscheinen lassen. Gleichzeitig fehlen mir ebenso Gründe, welche mir das Gegenteil bewiesen. Kurz: Ich weiß es nicht, tendiere zu der Annahme, daß es keinen "Gott" gibt. Mir an dieser Stelle mein Nichtwissen einzugestehen, halte ich für den mir möglichen aufrichtigsten Umgang mit meinen Wahrnehmungen und meinen Fähigkeiten, aus diesen Wahrnehmungen etwas abzuleiten.
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    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Ganz objektiv gesehen ist diese selbst ernannte Krone der Schöpfung dem System Natur gegenüber auch nur bedingt kompatibel. Im Interesse von Natur und Planet wäre eine evolutionäre Eliminierung schon fast wünschenswert - vernünftig auf alle Fälle.
    Natur und Planet haben kein Interesse, die sind nur.

  10. Inaktiver User

    AW: Fluch oder Segen - ewiges Leben ?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Ganz objektiv gesehen ist diese selbst ernannte Krone der Schöpfung dem System Natur gegenüber auch nur bedingt kompatibel. Im Interesse von Natur und Planet wäre eine evolutionäre Eliminierung schon fast wünschenswert - vernünftig auf alle Fälle.
    Das ist seit der Säkularisierung zumindest im Angebot.
    Davor durfte an Unsterblichkeit gar nicht gedacht werden, das waren Ketzer.
    Die Unvernunft des Glaubens, den die Gesellschaftsordnung vorgeschrieben hatte, sorgte dafür, dass millionenfach Menschen dahinsiechten und leiden mussten.

    In der Ambivalenz zwischen dem individuellen Unsterblichkeits-Denken-Dürfen und der kollektiven Ablehnung schwingt für mich auch die immer noch vorhandene Gottesfürchtigkeit mit. Du sollst bescheiden sein, ehrfürchtig, nicht gegen Naturgesetze verstossen und Deinen Gott besänftigen, Opfer bringen, sterben, dann ist er zufrieden und wird nicht zornig, dass ihm einer den Platz streitig machen will.
    Dieser Gottesgläubigkeit liegt eine tiefe, infantile, frühkindliche Psyche zugrunde. Da, wo die Eltern für das Kind die Allmacht sind, wo für das Kind die totale Unterwerfung überlebenswichtig ist, sogar Schläge als Liebe akzeptiert werden muss.
    Bae mag einzelne Musiktöne hören, die Komposition und den Takt blendet sie aus.

    Seit der Säkularisation darf es die Wissenschaft und deckt ein göttliches Wunder nach dem anderen auf, einen Gegenbeweis für die Gottes Existenz konnte noch nicht gefunden werden.
    Deshalb ärgert sich Bae über die Wissenschaft und würde sie gerne verbieten. Sie kratzt ganz empfindlich an ihrem Weltbild.

    Wieder zurück zur Unsterblichkeit, die bereits in unserem Körper existiert und zwar in dem Lebensabschnitt, indem die Zellteilung reibungslos funktioniert. Erst das Aussetzen der Zellteilung bewirkt den Verfall. Dafür ist ein oder mehrere Gene verantwortlich, denen man auf der Spur ist. Gelingt es, dieses Gen zu manipulieren, kann es ganz schnell passieren, dass wir von heute auf morgen vor diesem "Problem" Unsterblichkeit stehen.

    Es gibt Einzeller, die sogenannten Wimpertierchen, die unsterblich sind. Die schaffen es, sich immer wieder mit ihrem gesamten Erbgut zu teilen.
    Auch bei einigen Flusskrebsarten, also Vielzeller, geht man davon aus, dass sie unsterblich sind.
    Geändert von Inaktiver User (31.01.2019 um 16:26 Uhr)

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