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  1. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    Es ist ein Stück weit auch Zeitgeist denke ich, weil das Schwarz-weiss-Denken ja zunimmt, um sich die komplizierte Welt einfacher zu machen. Den Unterschied zu den institutionalisierten Kirchen sehe ich halt darin, dass solche Strukturen bei denen Tradition haben, ja praktisch Pfeiler ihrer Macht sind.
    Doppelmoral als Teil des Lebens, manchmal auch als Pfeiler der Macht, ist überall „traditionell“
    Schwarz-weiß-Denken auch.
    Human nature being what it is......würde Miss Marple sagen.

  2. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Riesenschnecke, #214: Es ist völlig wurscht, was dir, deinem Ex-und-Vater-deiner-Kinder oder sonstwem deines Umfelds heilig ist und welchen Umgang du pflegst. Das will ich gar nicht wissen.

    Es geht um die Unterstellung, dass besagtem Priester hier offenbar nichts heilig ist - nur weil er den Zölibat nicht einhält. Diese Unterstellung und Vorverurteilung finde ich menschlich (darüber schwadronierst du sonst so gerne) völlig daneben.
    Du hast nicht verstanden was ich meine.

    Dem Priester war ja zumindest mal das Zölibat heilig.
    Ich meine daher eher den Umgang mit den Dingen die jemandem heilig sind.

    Mir gefällt auch nicht wie die katholische Kirche mit ihren "Ehemaligen" umgeht.
    Noch schlimmer trifft es wohl Nonnen.
    Die stehen komplett vor dem Nichts wenn sie aus dem Orden austreten.

  3. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die stehen komplett vor dem Nichts wenn sie aus dem Orden austreten.
    Stimmt nicht.
    Ich kenne eine ganze Reihe Nonnen, die den Orden verlassen haben.
    Sie sind normal sozial- und rentenversichert ( dazu ist der Orden verpflichtet, wäre also juristisch einklagbar), haben eine Berufsausbildung und müssen sich halt einen neuen Job suchen.

    Das müssen andere Menschen auch, aus den unterschiedlichsten Gründen.

  4. gesperrt

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    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    ja,aber das gilt nicht so für Priester. die sind tatsächlich draußen. Nonnen haben in aller Regel tatsächlich bereits einen Beruf ( schon vor dem Eintritt oder in der Klosterzeit erlernt), auch im Kloster selbst sind sie meist für jeweils bestimmte Aufgaben zuständig und damit Fachkräfte.
    Ein Pfarrer kann aber in aller Regel nur Reli. Die Nachfrage dafür ist auf dem freien Markt ziemlich überschaubar

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    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    .
    Ein Pfarrer kann aber in aller Regel nur Reli. Die Nachfrage dafür ist auf dem freien Markt ziemlich überschaubar
    Ich kann es zumindest für ev. Pfarrer sagen, dass der Beruf sich auch in Personalangelegenheiten von Firmen eignet. Nicht wenige Pfarrer und Pfarrerinnen entdecken irgendwann, dass Gemeindearbeit sehr anstrengend ist und sie überfordert. Nicht wenige können nicht damit umgehen, dass sie mehr auf dem Friedhof stehen als auf der Kanzel.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    ja,aber das gilt nicht so für Priester. die sind tatsächlich draußen. Nonnen haben in aller Regel tatsächlich bereits einen Beruf ( schon vor dem Eintritt oder in der Klosterzeit erlernt), auch im Kloster selbst sind sie meist für jeweils bestimmte Aufgaben zuständig und damit Fachkräfte.
    Ein Pfarrer kann aber in aller Regel nur Reli. Die Nachfrage dafür ist auf dem freien Markt ziemlich überschaubar
    Das Problem ist, dass ihr Abschlussexamen für den Schuldienst nicht ausreicht.
    Wenn sie Religionslehrer werden wollen müssen sie das Staatsexamen nachholen.

    Aber das sind schließlich Lebensrisiken. Ein Mann hat sich entschlossen Priester zu werden und weiß was es bedeutet, wenn er den Beruf wechseln will.
    Auch das ist bei anderen Menschen nicht anders.

  7. gesperrt

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    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    ja, das ist an sich schon richtig. Trotzdem sehe ich einen Unterschied. Wenn jemand zum Ergebnis kommt, dass die Berufswahl eine Fehlentscheidung war, weil in der Realität ganz anders als erträumt, weil man sich enwickelt und verändert hat, weil es einfach nicht mehr stimmt, dann ist die Neu-Orientierung sicher auch nicht einfach. Wenn aber jemand aus voller Überzeugung Priester ist und diesen Beruf liebt und auch richtig gut macht, wenn die Gemeinde den Priester mag und schätzt und der Priester in dieser Gemeinde glücklich ist, viel angepackt und auf den Weg gebracht hat und die Projekte ohne ihn gar nicht laufen würden, wenn einfach alles stimmt und er muss dann den Beruf aufgeben? sich entscheiden zwischen dem Amt, das er liebt und einer Familie die er liebt? Eine (unmenschliche) Entscheidung, zu der ihn die Kirche auch nur dann zwingt, wenn er moralisch korrekt handelt und diese Familie nicht nebenher laufen lässt, die Frau nicht heiratet und ihr das Leben als etwas zwielichtige Geliebte zumutet mit allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen.
    Fast allen! Zur Geliebten darf er sich ruhig bekennen, solange er sie nicht heiratet, seine Kinder aber muss er verleugnen!
    Oder eben gehen. Dann stehen er und die Familie erst mal vor dem Nichts. Selbst ein nachgeholtes Examen als Reli-Lehrer bringt nur wenigen auch eine Stelle

  8. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Ila, ich verstehe Deine Sicht, aber was heißt den Job gut machen?
    Den Job gut machen heißt aus Sicht der Kirche vielleicht auch - sich an das Zölibat halten.
    Und ob alle in der Gemeinde es gut finden - weiß man auch nicht. Vielleicht würden sich auch einige daran stören.

    Ich will das Problem nicht klein reden, aber Wertekonflikte mit dem Arbeitgeber gibt es in vielen Fällen.
    Auch in weltlichen Berufen, es gibt viele Beispiele dafür.
    Das Individuum muss seinen Weg finden - sich langsam umorientieren, Beruf aufgeben, mitmachen und sich - etwas oder ganz - verbiegen.
    Betrifft Gläubige Menschen aber auch Menschen die jenseits der Religion Ideale haben, die vom AG nicht (mehr?) geteilt werden.

    Hier ein Artikel über Berufswege ehemaliger Priester:

    Zweite Karriere fur Priester: Das Leben nach dem Zolibat

  9. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Ich finde den Zwangszölibat nicht sinnvoll. Er ist irgendwann gekommen und er wird hoffnungsfroherweise auch irgendwann wieder verschwinden.
    Wenn ich mich für den Priesterberuf entscheide kenne ich aber die kirchkiche Auffassung und ich weiß dass ich das Risiko eingehe, dass es auf die Dauer für mich nicht passt.
    Ich habe nix dagegen, wenn Priester trotzdem eine Beziehung zu Frauen haben, finde allerdings die Situation der Frauen dann einigermaßen unzumutbar. Aber wenn jemand sich darauf einlässt, ok.
    Ein Problem sehe ich in der Heimlichkeit, die in vielen Fällen wahrscheinlich der Tatsache geschuldet ist, dass Gemeindemitglieder Anstoß nehmen. Aber auch das weiß ich vorher.

    Meine Güte, heutzutage kommt man nicht mehr in Internate, wo man bereits im Jugendalter auf diesen Beruf eingeschworen wird. Heute entscheidet man sich als erwachsener Mensch. Und wie jeder andere auch trägt man die Folgen dieser Entscheidung.

  10. Inaktiver User

    AW: Priester, Freundschaft, Umgang mit Zölibatsbruch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimmt nicht.
    Ich kenne eine ganze Reihe Nonnen, die den Orden verlassen haben.
    Sie sind normal sozial- und rentenversichert ( dazu ist der Orden verpflichtet, wäre also juristisch einklagbar), haben eine Berufsausbildung und müssen sich halt einen neuen Job suchen.

    Das müssen andere Menschen auch, aus den unterschiedlichsten Gründen.
    Umso besser, danke für die Berichtigung.

    Im Grunde genommen stimme ich auch deiner Meinung zu.
    Vielleicht platzen bei diesen recht intensiven Berufen die ja mehr eine Berufung sind größere Lebensträume.

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