Man müßte jetzt nur einmal klären, was mit dem "Geist, der zu Gott zurückkehrt" gemeint ist.
Prediger 12: 7sagt:
"Dann kehrt der Staub zur Erde zurück, so wie er gewesen ist,
und der Geist selbst kehrt zu dem [wahren] Gott zurück,
der ihn gegeben hat."
Ob mit dem Ausdruck Geist eventuell die Lebenskraft gemeint ist?
(1. Mose 2:7) "Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden
und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen,
und der Mensch wurde eine lebende Seele."
(Hiob 27:3) "Während mein Odem noch ganz in mir ist
Und der Geist Gottes in meiner Nase ist,"
Was geschieht, wenn Gott ihnen den Geist wegnimmt? Sie verscheiden oder sterben.
(Psalm 104:29) "Wenn du dein Angesicht verbirgst, geraten sie in Bestürzung.
Wenn du ihren Geist wegnimmst, verscheiden sie,
Und zu ihrem Staub kehren sie zurück."
Prediger 3:18-22 zeigt, dass der Mensch genauso stirbt wie das Tier.
Denn „sie alle haben nur e i n e n Geist [werúach], so da? es keine Überlegenheit des Menschen gegenüber dem Tier gibt“, d. h. in bezug auf die Lebenskraft, die bei beiden die gleiche ist.
Es ist somit klar zu erkennen, dass der „Geist“ oder die Lebenskraft (rúach), in diesem Sinne gebraucht, unpersönlich ist.
Man könnte sie mit einer anderen unsichtbaren Kraft, der Elektrizität, vergleichen, die man verwenden kann, um verschiedene Arten von Maschinen zu betreiben:
Sie bewirkt, dass ein Herd Hitze und ein Ventilator Wind erzeugt, dass ein Computer Aufgaben löst, dass ein TV-Gerät Bilder und Töne erzeugt.
Dennoch nimmt der elektrische Strom nie die Merkmale der Maschinen an, in denen er wirksam ist.
Ich hatte mich immer schon gewundert warum die auferweckten Kinder im AT oder Lazarus und der Junge von Nain, die Jesus auferweckte nie etwas von einem Ort oder Erlebnisse nach ihrem Tod erzählt hatten.
Warum wohl? Weil ihr Geist (ruach, pneuma), also ihre Lebenskraft nicht sie selbst in einer anderen Lebensform waren.
Es ist die Kraft, die ihre Zellen am Leben erhielten.
Diese Kraft, diese Lbenskraft kehrte zu Gott zurück. Das heißt nur er hat die Macht Menschen zum Leben zu bringen.
Nachdem diese Menschen auferweckt waren, kehrte diese Lebenskraft in ihren Körper zurück und sie schlugen die Augen auf und atmeten.
Als Jesus dem Tode nahe war, sagte er ja auch: "In deine Hände befehle ich meinen Geist (pneuma)."
Es lag somit in Gottes Hand Jesus wieder zum Leben zurückzubringen.
Jesus einfach tot, nicht existent. Aber er war in Gottes Gedächtnis.
Und nach ca. 3 Tagen wurde Jesus von Gott wieder als eine Geistperson auferweckt.
Jesus hatte die Macht sich einen menschlichen Körper zu machen, damit ihn die Jünger sehen und anfassen konnten.
Doch schließlich kehrte er als unsichtbare Geistperson wieder in den Himmel zurück.
Er fuhr ,der Jünger wegen, sichtbar auf, aber schließlich verschwand er...
Ich verstehe es so:
Der Geist ist die unpersönliche Lebenskraft, die unsere Zellen am Leben erhält.
Wenn bei meinem Tod der Geist zu Gott zurückkehrt, heißt es für mich, dass es in Gottes Hand liegt, mich wieder zum Leben zurückzubringen, mich aufzuerwecken.
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28.01.2010, 10:41Inaktiver User
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Geändert von Inaktiver User (28.01.2010 um 12:19 Uhr) Grund: "mir" mit "mich" verwechselt... (peinlich) ;-)
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28.01.2010, 10:42Inaktiver User
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28.01.2010, 11:16
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Warum muß man klären, was mit dem Wort "Geist" gemeint ist?
Kann man das Wort nicht so nehmen wie es dasteht? Wir sollen dem Wort glauben und nicht es dehnen, drehen und wenden, bis es uns in den Kram paßt.
Die Bibel sagt uns "Ich werde nicht sterben sondern leben" und in Jesaja "Deine Toten werden leben". In der Offenbarung werden uns die Seelen oder Geister der verstorbenen Gotteskinder gezeigt, die Gott auffordern, endlich zu richten und ein Ende zu machen. Auch wird uns von Gott gesagt, daß erein Gott der Lebenden und nicht der Toten ist.
Auch im Alten Testament wußte man schon was von der Auferstehung, wenn auch nicht so, wie wir es jetzt wissen. Der Prediger im Alten Testament wußte noch nichts von Jesus und seiner Auferstehung. Darum schrieb er den Vers, den zu zitiert hast. Vielleicht wollte er aber auch nur beschreiben, wie wir es vor Augen haben und da sieht es ja so aus, als habe der Mensch dem Tier gegenüber nichts voraus.
Jesus sagte allerdings "In deine Hände befehle ich meinen Geist". Er wußte eben, daß er Schutz brauchte für das was ihm noch bevorstand. Allerdings stellte er seine Auferstehung damit nicht in das Ermessen des Vaters, sondern damit verhielt es sich so, wie er zuvor gesagt hatte:
"Niemand nimmt es(sein Leben) von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wiederzunehmen. Dies Gebot habe ich empfangen von meinem Vater", Joh.10,18.
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28.01.2010, 12:50Inaktiver User
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Ich gebe dir vollkommen Recht.
Man darf eine Lehre der Bibel nicht so lange drehen, bis sie einem in den Kram passt.
Der Glaube soll auf die Bibel gegründet sein. Und nur auf die Bibel!
Nicht auf Lehrmeinungen und religiösen Vorstellungen irgendwelcher Philosophen aus vorchristlicher Zeit.
Für mich ist es aber schon wichtig die Hintergründe kennenzulernen.
Was damit gemeint ist. Wie eine Lehre im Zusammenhang gesehen wird.
Die ersten Christen forschten nach.
Die Jünger Jesu befragten ihn auch, wenn sie etwas besser erklärt haben wollten.
Und so mache ich das auch. Ich will der Lehre auf den Grund gehen und wirklich verstehen!
In einigen Punkten stimmen wir beide ja auch überein.
Geändert von Inaktiver User (28.01.2010 um 12:56 Uhr)
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28.01.2010, 20:25
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Majolika, es ist eben nicht klar zu erkennen, dass der „Geist“ - in diesem Sinne gebraucht - unpersönlich ist, da liegst du gewiss einem Trugschluss auf, welcher allerdings von deiner Religionsgemeinschaft proklamiert wird.
Der von dir angeführte Vergleich mit der Elektrizität wir den Tatsachen keinesfalls gerecht, er stellt bestenfalls eine grobe Vereinfachung der wirklichen Zusammenhänge dar.
Allein die Tatsache, dass Jesus sich sehr wohl bewusst war, wer er war und woher er gekommen war, zeigt doch deutlich, dass der „Geist“, von dem hier die Rede ist, unmöglich etwas unpersönliches sein kann. Jesus war sich nicht nur seiner Herkunft bewusst, er wusste auch genau, wer sein (himmlischer) Vater war. Woher hätte er das wissen können, wenn der Geist so unpersönlich wäre wie die Elektrizität?
Da kann ich Mico mal nur zustimmen, wenn sie sagt: Warum kann man das Wort "Geist" nicht einfach so nehmen wie es dasteht?
Auch wenn wir nicht wissen, was dieser „Geist“ genau ist - die Wissenschaft kann ihn weder erklären noch beschreiben - , eins ist sicher: er ist sehr wohl etwas persönliches. Sogar etwas sehr persönliches.
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28.01.2010, 21:14Inaktiver User
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Du hast Recht.
Jesus selbst sagte woher er kam, dass er die erste Schöpfung Gottes war. Er wußte warum er auf die Erde kommen mußte und er tat es freiwillig aus Liebe zu den Menschen.
Um herauszufinden was die Bibelschreiber meinten, müßte man die Bibel in den jeweiligen Sprachen lesen.
Im Deutschen wird einfach "Geist" gesagt. Diese Übersetzung kann genau so irreführend sein, wie das deutsche Wort "Hölle".
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29.01.2010, 15:03
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Jesus Christus ist keineswegs die erste Schöpfung Gottes. Er sagt von sich selber:
".......Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle", Offb. 1,17 + 18.
Das ist so eindeutig, daß man das wohl nicht erklären muß. Ich will meine Augen nicht so belasten, doch nun fällt mir auch noch der Vers ein:
"Jesus Christus, gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit".
Da braucht man auch keine verschiedenen Bibelübersetzungen, zumal in allen seriösen Übersetzungen in wichtigen Fragen genau dasselbe steht. Was die ersten Christen geglaubt haben, das zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Da braucht man nur die alten Glaubenslieder unserer Glaubensväter zu lesen, dann weiß man das. Und das ist genau das, was die Christen der heutigen Zeit auch glauben, siehe Glaubensbekenntnis.
Kleine Kostprobe:
"Lob, Ehr und Preis dir, Gottes Lamm, das unsre Sünden auf sich nahm! Halleluja. Mit deinem Blut als Lösegeld hast du bezahlt die Schuld der Welt. Preis und Ehre dir, Lamm Gottes, Halleluja, Amen.
Lob, Ehr und Preis dir, Jesus Christ, der du vom Tod erstanden bist! Halleluja! Bezwungen hast dur Sünd und Not, führst uns ins Leben aus dem Tod. Preis und Ehre dir, Herr Jesus. Halleluja!
Lob, Ehr und Preis dir, Gottes Sohn, du König auf dem höchsten Thron. Halleluja! Du bist der große Siegesheld, dem bald zu Füßen liegt die Welt. Preis und Ehre dir, Sohn Gottes, Halleluja, Amen!
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29.01.2010, 18:37
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Nein?
Zitat von Inaktiver User
Das tun alle christlichen Glaubensrichtungen, die deine eingeschlossen.
Was nicht ins Konzept passt, wird neu übersetzt, zum Gleichnis erklärt - oder einfach ignoriert.
Und selbstverständlich ist die eigene Sicht der Dinge immer die einzig richtige....
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28.03.2011, 10:24Inaktiver User
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Hallo!
Hier ein Bibelleseplan, für diejenigen, die sich mal vorgenommen haben, die eigene Bibel systematisch zu lesen.
Ich habe mir den Plan ausgedruckt und möchte ihn für mein persönliches Bibellesen nutzen.
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12.06.2011, 13:28Inaktiver User
AW: Was lehrt die Bibel wirklich?
Nach welchen Werten sollte man sich richten?
Zeitlose Prinzipien
Die Goldene Regel.
„Alles daher, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun,
sollt auch ihr ihnen ebenso tun; in der Tat, das ist es,
was das GESETZ und die PROPHETEN bedeuten“ (Matthäus 7:12).
Den Nächsten lieben.
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Matthäus 22:39).
„Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu;
daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes“ (Römer 13:10).
Andere achten und ehren.
„Habt in brüderlicher Liebe innige Zuneigung zueinander.
In Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor“ (Römer 12:10).
Den Frieden suchen.
„Haltet Frieden untereinander“ (Markus 9:50).
„Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt,
mit allen Menschen Frieden“ (Römer 12:18).
„Lasst uns denn den Dingen nachjagen, die dem Frieden dienen“ (Römer 14:19).
Vergeben.
„Vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben“ (Matthäus 6:12).
„Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens,
einander bereitwillig vergebend“ (Epheser 4:32).
Treu sein.
„Freu dich doch an deiner eigenen Frau! . . .
Erfreue dich an deiner Frau, die du als junger Mann geheiratet hast. . . .
Berausche dich immer wieder an ihren Brüsten und an der Liebe, die sie dir schenkt!
Mein Sohn, willst du dich wirklich mit einer anderen vergnügen
und mit einer fremden Frau schlafen?“ (Sprüche 5:15-20, Hoffnung für alle).
„Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und
wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht“ (Lukas 16:10).
Man sucht „bei Verwaltern, dass einer als treu befunden werde“ (1. Korinther 4:2).
Ehrlich sein.
„Kann ich sittlich rein sein bei falscher Waage
und bei einem Beutel mit trügerischen Gewichtssteinen?“ (Micha 6:11).
„Wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben,
da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen“ (Hebräer 13:18).
Wahrheitsliebend und fair sein.
„Hasst das Böse, und liebt das Gute, und gebt dem Recht einen Platz im Tor“ (Amos 5:15).
„Redet die Wahrheit miteinander. Mit Wahrheit und dem Gericht des Friedens richtet in euren Toren“ (Sacharja 8:16).
„Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit“ (Epheser 4:25).
Fleißig sein.
„Hast du einen Mann erblickt, geschickt in seiner Arbeit?
Vor Könige wird er sich stellen“ (Sprüche 22:29).
„Seid nicht saumselig in euren Geschäften“ (Römer 12:11).
„Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova
und nicht für Menschen“ (Kolosser 3:23).
Gütig, mitfühlend und sanft sein.
„Kleidet euch . . . mit der innigen Zuneigung des Erbarmens,
mit Güte, Demut, Milde und Langmut“ (Kolosser 3:12).
Das Böse mit dem Guten besiegen.
„Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen“ (Matthäus 5:44).
„Lass dich nicht vom Bösen besiegen,
sondern besiege das Böse stets mit dem Guten“ (Römer 12:21).
Gott das Beste geben.
„,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen
und mit deiner ganzen Seele
und mit deinem ganzen Sinn.‘
Dies ist das größte und erste Gebot“ (Matthäus 22:37, 38).
Was vor Jahrhunderte geschrieben wurde, ist auch noch heute umsetzbar.
Egal, ob er an Gott glaubt oder nicht....
Und hiermit verabschiede ich mich aus der Bricom...



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