Unabhängig von Hape's buch bewegt mich der Gedanke, zu pilgern. NICHT auf dem Jakobsweg - es wird doch auch Wege hier bei uns geben, oder? Und was ist das Ziel? Der Weg an sich? Oder MUSS ich irgendwo an einem bestimmten, ausgewählten Ort ankommen? Oder darf ich frei für mich einen Weg suchen und finden, meine Ruhe/Befriedigung/Erleuchtung/Erfahrung oder was auch immer finden und das Ganze dann trotzdem "pilgern" nennen?
Wer von euch ist schon gelaufen mit dem Wunsch, einfach zu laufen? Wer mag sich austauschen - ohne erhobenen Zeigefinger oder belehrende Worte und bitte ohne Albernheiten oder nicht ganz so gut gemeinte Ratschläge?
Eine vorsichtige claire freut sich auf Gedankenaustausch
P.S. Kann erst nach dem nächsten Wochenende wieder antworten, bitte Geduld
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 19
Thema: Pilgern
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15.02.2007, 18:23Inaktiver User
Pilgern
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19.02.2007, 10:05Inaktiver User
AW: Pilgern
Hm. Ich hatte mich auf einen regen Austausch gefreut - falsches Forum?
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19.02.2007, 10:18Inaktiver User
AW: Pilgern
Hallo!
Zitat von Inaktiver User
Wahrscheinlich hast du die Antworten schon zu sehr eingegrenzt.
Außerdem mögen es hier sehr wenige sein, die gepilgert sind und sie haben deinen Thread noch nicht entdeckt...
Gruß Majolika
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19.02.2007, 17:07
AW: Pilgern
hallo claire,
ich kenne das buch nicht welches du erwähnst,aber ich kenne eine sehnsucht in mir einfach meine nötigsten sachen zu packen und zu gehen .da ich aber noch 2 kinder habe ,verschiebe ich meine reise ohne ziel .
gerade vor ein paar tagen begann ich das buch "die reise nach hause" von kryon inspiriert ,zu lesen .
kennst du es ?
in licht und liebe katrin"Die Liebe, o Govinda, scheint mir von allem die Hauptsache zu sein. ... Mir liegt einzig daran die Welt lieben zu können ... mich und alle Wesen mit Liebe und Bewunderung und Ehrfurcht betrachten zu können."
Hermann Hesse, Siddhartha
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20.03.2007, 13:53
AW: Pilgern
Hallo Claire,
nicht erst seit Hape`s Buch vom Jakobsweg aber davon wohl inspiriert, denke auch ich immer öfters über die Möglichkeit einer Pilgerreise nach. Allerdings bin ich mir nicht ganz so im Klaren darüber, ob es mir dabei wirklich um das Pilgern und den Glauben an Gott gehen würde, oder ob es eher eine Besinnung zu mir selbst wäre. Auch frage ich mich, auf mich persönlich bezogen, ob es nicht auch eine Art des "Weglaufens" wäre, vor ungelösten Problemen, Erfahrungen und Erlebnissen, die immer wieder verdrängt aber nie richtig verarbeitet wurden oder vor den Forderungen anderer Menschen, denen ich schon aus beruflichen Gründen, ständig ausgesetzt bin.
Ich würde mich eher als einen introvertierten Menschen bezeichnen und habe daher eindeutig den falschen Beruf erwählt, den ich aber aufgrund meines Alters nicht mehr aufgeben könnte, ohne innerhalb eines Jahres als Hartz IV Empfängerin leben zu müssen.
All die genannten Gründe könnten für mich eigentlich ausschlaggebend sein, allein eine Pilgerreise zu unternehmen, wenn sich da nicht sofort wieder eine andere Seite in mir zum Tragen käme. Erstens natürlich der Partner - obwohl ich denke, dass er schon damit klarkommen könnte und letztendlich auch würde. Zweitens meine Angst, es alleine zu tun - es könnte mir ja etwas passieren. Was, wie ich meine, nicht ganz abwägig wäre, wenn man als Frau allein auf kilometerlangen und menschenleeren Wegen geht.
Tja, und daran scheitert es dann auch schon wieder. Auch wenn ich es gerne tun würde, ich glaube, dass meine Angst vor Überfällen und Schlimmeren größer wäre, als der Wunsch es doch zu tun.
Wie wäre es denn bei dir? Hast du dich auch schon einmal mit der Kehrseite des Pilgerns beschäftigt und wie könnte man damit umgehen? Ich weiß, eine schwierige Frage, aber deine Meinung interessiert mich schon.
Liebe Grüße
monday
P.S.: Da ich beruflich ebenfalls sehr eingespannt bin, kann ich auch nicht jederzeit posten. Melde mich aber spätestens das nächste Wochenende wieder.
Lieber Orangenhaut, als gar kein Profil...
Ina Müller
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22.03.2007, 08:35Inaktiver User
AW: Pilgern
Ist nicht das Leben selbst eine einzige Pilgerreise ?
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22.03.2007, 08:42Inaktiver User
Pilgern
Schon, aber es (und man) "läuft" ja ständig vor sich hin.
Eine "richtige" Pilgerreise hat einen klar definierten Anfang, einen überschaubaren Rahmen und - ganz wichtig! - ein klar definiertes Ziel.
Wo die Pilgerreise Deines Lebens endet, kannst Du nicht wissen - und auch nicht, wie lange Du (noch) unterwegs sein wirst. Und was genau Dein Ziel sein wird, weißt Du deswegen auch noch nicht.
Darum hinkt dieser Vergleich ein bißchen. So ähnlich, wie ein fußlahmer Wanderer kurz vor Santiago de Compostela.
Es wäre schon verlockend, mal einfach nur so zu gehen... aber ich persönlich könnte es nicht. Ich verabscheue die Strapazen, ich bin nicht gut zu Fuß und vertrage die Hitze nicht. Ihr werdet mich also wohl nicht in Santiago treffen.
Ich liebe das Buch von Herrn Kerkeling übrigens sehr...
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22.03.2007, 09:48Inaktiver User
AW: Pilgern
Hier wäre so ein Wanderweg in D:
http://www.rothaarsteig.de
Finde ich sehr verlockend!
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22.03.2007, 10:50
AW: Pilgern
Man kann den Jakobsweg ja auch in Deutschland beginnen, dazu gibt es auch Karten. Ist nur eben eine vertraute Umgebung, die sich erst durch die Begehung neu erschließt.
In Irland gibt es auch schöne Wege, dann gibt's ja auch Assisi etc. (das hier erscheint zwar erst im Herbst, soll wohl aber den Auftakt zu einer ganzen Reihe werden...).
Ich wandere gerne, kann aber mit dem "Pilger"-Konzept noch nicht so viel anfangen, obwohl ich Hapes Buch sehr schön finde. Vielleicht kommt das noch - aber da ich mit meinem Verständnis von "Heiligkeit" mich mit der Heiligenverehrung in der kath. Kirche schwertue, müsste ich wohl erst auf eine eigene Idee kommen....
Wobei mich das Konzept: Auf dem Weg sein, dort an unterschiedlichen Punkten innehalten und letztendlich mit anderen ein gemeinsames Ziel anpeilen, an dem dann (vorläufige) Bilanz gezogen wird, sehr anspricht.Der Crew gewidmet:
„Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“
Bernhard von Chartres
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22.03.2007, 11:37Inaktiver User
AW: Pilgern
hier ein nord- deutscher Pilgerweg,
und hier ein süddeutscher Weg
das Thema spricht mich durchaus an, auch wenn mein Vergleich hinkte
muss man sich wirklich körperlich auf die Reise machen?
vermutlich ja
ich warte schon seit Wochen auf Hape Kerkelings Buch (habe es in der Bücherei vorbestellt)
Betsi, meine Liebe, das hat "das Leben" auchEine "richtige" Pilgerreise hat einen klar definierten Anfang, einen überschaubaren Rahmen und - ganz wichtig! - ein klar definiertes Ziel.
Geburt, Leben, Sterben - und dann pilgern wir durch die nächste Welt

okay, hier im Strang geht es nicht um die philosophische Seite des Begriffes PILGERN
(war eben nur ein spontaner Gedanke, das Leben an sich als Pilgerreise zu betrachten)


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