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  1. Inaktiver User

    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Die 10 Gebote verlangen gar nicht, dass man nie lügt ("ja, dieses Kleid steht dir ausgezeichnet!" )

    Sie verlangen lediglich, dass man kein "falsches Zeugnis wider den Nächsten redet", also vor Gericht keine Falschaussagen über andere Leute macht. Was ja nur eine sehr spezielle Form von Lügen betrifft.



    nein, das glaube ich nicht. Es gibt viele mutige Menschen.

    gruss, barbara
    So etwas in die Richtung hab ich mir schon als Antwort gedacht.

    Bae, ich gehe mal davon aus, dass so gut wie jeder Mensch den leichteren Weg wählt.
    Das meinte ich mit feige.

    Außerdem sind die charakterlichen Züge auch eine Übungssache. Genau wie man seinen Körper pflegt und trainiert braucht es der Geist auch. Habe ich jedenfalls bei mir festgestellt.

    Ich glaube schon dass Gott von den Menschen eine gewisse Wahrhaftigkeit will.
    Da sehe ich auch immer so einen Prozess.

    Erst mal hat man Nachteile wenn man eben nicht mit dem Strom schwimmt.
    Im Grunde genommen will aber kein Mensch so richtig was mit Lügnern zu tun haben.

    Auch aus praktischen Gründen. Weil nämlich beim Lügen Misstrauen entsteht.

    Ich glaube, jeder Mensch der mal selbständig gewesen ist weiß wie wichtig ein vertrauensvoller Partner ist.
    Was du meinst sind ja die soft-skills.
    Ob Gott allerdings da mit rein spielt weiß ich nicht.

    Ich glaube an Entwicklung, lebenslang. Heute vertrete ich meine Meinung ganz anders. Und wenn sie mich von etwas entfernte spült sie mich an die richtige Stelle.

    Ehrlich gesagt - ich glaube das sind alles gar nicht so unattraktive Sachen.
    Der Glaube ist nix was mit : in Sack und Asche gehen gemeint ist oder auch nur da hinführen soll....

    Allerdings hätte ich auch nicht im Entferntesten Lust für meine Überzeugung im Gefängnis zu landen.

  2. Inaktiver User

    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Wenn die Avalon-Bild-Gottheitssache stimmen sollte, waere es aber auch kein Problem, die goettliche Macht als Baum zu verehren. Oder Feuer. Oder "Geist"...
    Hm, ich finde so manche Naturreligion ganz sympathisch. Oder die Schöpfungsmythen der Nordamerikanischen Indianer, die sich als Bestandteil eines großen natürlichen Kreislaufs verstanden und großen Respekt vor der Natur hatten. Wäre ich in diesen kulturellen Hintergrund zur entsprechenden Zeit hinein geboren, hätte ich diesen Glauben wahrscheinlich ganz selbstverständlich vertreten.

    Aber hier und heute krieg ich das nicht gebacken.

    Die Liebe zum eigenen Kind ist in meiner Erfahrung tatsaechlich das, was der bedingungslosen, der vollkommenen Liebe am naechsten kommt.
    Sie vereint in sich auch all die widerspruechlichen Gefuehle: Zorn, der meist aus Angst um das Wohlbefinden des Kindes entsteht, Frust, Beschuetzen-Wollen, Vorschriften machen, alles verzeihen koennen.... Das ist mir als Mutter viel besser vorstellbar, als es das vorher war. Da ist fuer mich ploetzlich kaum mehr ein Widerspruch zwischen dem liebenden und dem auch zuernenden Gott. Denn wenn wir als Eltern eins kennen, dann doch das Gefuehl, dass man ein Menschenkind bis an die Grenze zur Selbstaufgabe lieben kann, und es trotzdem manchmal im Wald aussetzen will.
    Das Gefettete sehe ich auch so, auch wenn ich selbst keine Kinder habe.

    Aber ist das nicht letztendlich eine Projektion menschlicher Emotionen auf das, was man sich unter der Liebe eines Gottes/einer Göttin oder göttlichen Kraft vorstellt? Ich sehe da ein positives Familienbild, dass diese Art der elterlichen Liebe (oder wenigstens das Streben danach) als selbstverständlich voraussetzt. Meine persönliche Erfahrung (und die anderer) sagt mir, dass dies eben nicht selbstverständlich ist, leider. Mein Blick darauf ist eher ein illusionsloser. Daher vertraue ich auch nicht darauf, dass es eine liebende, göttliche Kraft gibt, der an unserem Wohl gelegen ist.

    Dann koennen wir uns hier ja weiter beharken!
    Jau, unbedingt!

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Mit dem Bild von elterlicher Liebe wird man der Liebe Gottes nicht wirklich gerecht werden können. Gott ist eben größer als das, was wir uns vorstellen können. Seine Liebe ist höher und auch tiefer als menschliche Liebe sein kann. Und darum ist es ja auch so wunderbar, wenn man sich voll Vertrauen dieser Liebe Gottes gewiß sein kann. Ohne, dass ich darum kämpfen muss, ohne , dass ich hunderttausend Bedingungen erfülle, ohne, dass ich Regeln einhalte, die ich nicht schaffe zu befolgen. Er liebt uns.
    Die Liebe Gottes umgibt uns. Gott ist da, es liegt an uns ihm Platz in unserem Herzen zu geben , ihn einzulassen in unser Leben.
    Die richtige Religion ist für mich die, die jeden Menschen achtet, ihm seine Würde gibt und dafür sorgt, dass sie erhalten bleibt. Die , die Frieden predigt und Frieden und Freiheit für die Menschen meint. Die, die die Menschen aufruft einander zu lieben und dem Hass keine Rechtfertigung gibt. Die, die für eine gerechte Verteilung der Güter, der Nahrungsmittel , eintritt. Die, die jedem Menschen einen Raum zum leben läßt und zum lernen.
    Die Religion, die ich richtig finde, stellt das Leben und Wirken Jesu in den Mittelpunkt; denn in ihm sehen wir, was Gott für uns Menschen will. Jesus wollte das Heil für uns und hat uns die Liebe gezeigt.

  4. gesperrt

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber ist das nicht letztendlich eine Projektion menschlicher Emotionen auf das, was man sich unter der Liebe eines Gottes/einer Göttin oder göttlichen Kraft vorstellt?
    Menschliche Sprache ist eben begrenzt.

    Wenn einer ein Gotteserlebnis hat, und darüber erzählen will, muss er halt irgendwo Worte und Vergleiche finden, und dann kommt halt so etwas raus "die Anwesenheit Gottes ist ähnlich wie die Liebe von Eltern zu ihren Kindern, hoch zehn genommen."


    Ich sehe da ein positives Familienbild, dass diese Art der elterlichen Liebe (oder wenigstens das Streben danach) als selbstverständlich voraussetzt.
    klar ist das selbstverständlich; Kinder, die von ihren Eltern gar nicht geliebt werden, werden nicht alt. Die überleben keine paar Tage allein.

    Wo ein Kind es schafft, fünf oder zehn Jahre alt zu werden, und somit genug alt wird, um allein überlebensfähig zu sein, haben Eltern viele viele Akte der Liebe an diesem Kind ausgeführt - sogar in problematischen Familien.

    Daher vertraue ich auch nicht darauf, dass es eine liebende, göttliche Kraft gibt, der an unserem Wohl gelegen ist.
    ich glaube nicht, dass Wohlbefinden der Grund oder das Ziel des Mensch-Seins ist. Innerer Frieden (und die Formen von Wohlbefinden, die darauf entstehen) ist lediglich eine Nebenwirkung, wenn man sich als Mensch bereit erklärt, dem göttlichen Willen unterstellt zu sein, und nicht den Willen des Egos als höchste Instanz ansieht.

    gruss, barbara



    Jau, unbedingt! [/QUOTE]

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Na ja, die Liebe Gottes ist wohl gleichzeitig transparent und auf der anderen Seite schwer zu erklären. Es wird jeder das für sich heraussuchen, was einem am Nähesten kommt und ein Bedürfniss ist, fernab von menschlichen Bedingungen. Und das ist auch gut so. Das kann einem niemand nehmen.

    Wer will schon GOTT sein? Hat Gott mit weltlichen Dingen doch sehr wenig zu tun, (Das übernehmen seine Proheten auf direkte Art und man kann wählen) muss er doch schauen wie er das Universum zusammenhalten kann. Denn das ist unser Lebensraum.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ich merke aber, dass mir eines tatsaechlich schwerfaellt: Ich kann nicht wirklich an eine Welt ganz ohne Spiritualitaet oder Goettlichkeit glauben. Erscheint mir nicht sinnvoll. Wie diese Goettlichkeit genau ist, weiss ich nicht. Ich glaube auch, dass wir es als Menschen gar nicht wissen koennen. So aehnlich, wie eine Motte kein menschliches Gehirn kennen oder gar verstehen kann. (Sorry, falls das jetzt abwertend 'rueberkommt, ist nicht so gemeint, es geht nur um verschiedene Wissens- und Bewusstseinsebenen.)
    Nur weil sich Motten kein Menschenhirn vorstellen können, bedeutet das aber noch lange nicht, dass es ein Menschenhirn gibt.

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Nur weil sich Motten kein Menschenhirn vorstellen können, bedeutet das aber noch lange nicht, dass es ein Menschenhirn gibt.

    Das Pendant dazu ist ähnlich, als wenn ein Menschhirn sagt, es gibt keinen Gott, und sich keinen vorstellen kann, bedeutet auch nicht, dass es ihn deswegen nicht gibt.

    Gott würde sagen: du kennst es nicht anders.

    Für Motten bist du als Mensch vielleicht der Gott

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Motten wollen in das Licht, sie umkreisen das helle wärmende Licht. Und Menschen sind auch so, sie wollen die Liebe und das Licht. Beides findet man in Gott.

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Bei Motten glaube ich eher sie sind nachtaktiv und suchen die Wärme im Licht, welche sie für den Tag speichern. Tagsüber schlafen die doch. Da lässt sich keine sehen. Na ja ist bei manchen Menschen auch so.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  10. Inaktiver User

    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    ich möchte gerne noch mal die Diskussion über Martin Luther aufgreifen. Ich hatte geschrieben, dass sein größter Verdienst die Übersetzung der Bibel gewesen sei. Das ist unvollständig.
    Er wetterte mit seinen 95 Thesen und vielen anderen Veröffentlichungen vor allem gegen den Ablasshandel.
    Das ist richtig, aber auch noch unvollständig. Er hat mit seinem strengen Bezug auf das Evangelium als Heilslehre eine reformierte, christliche Konfession begründet, die sich gegen das Kirchendogma des röm.-katholischen Papstes abgegrenzt hat. Die Schriften Luthers waren der Ausgangspunkt für die Implementierung aufklärerischer Ideen in die theologische Praxis. Die ins Deutsche übersetzte Bibel war und ist bei den evangelischen Chriten das Buch für das Leben, was jeder auch lesen und verstehen konnte

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