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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen


    Aber dass etwas goettliches in der Welt wirkt, davon bin ich fest ueberzeugt.
    Und der Lebensraum von diesem Göttlichen "Was auch immer" ist das gesamte Universum mit allem was sich darin tummelt. Vielleicht hat sogar das Universum ein Bewusstsein? Erscheint mir sinnvoll, wenn wir Menschen darin schon integriert sind.
    Bewusstsein ist schliesslich das was uns Menschen geistig ernährt oder besser gesagt als Vorraussetzung für Lebensenergie ist.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  2. Moderation

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Akzent Beitrag anzeigen
    Und der Lebensraum von diesem Göttlichen "Was auch immer" ist das gesamte Universum mit allem was sich darin tummelt. Vielleicht hat sogar das Universum ein Bewusstsein? Erscheint mir sinnvoll, wenn wir Menschen darin schon integriert sind.
    Ja, sowas in der Art erscheint mir auch sinnvoll. Wobei ich auch dieses nicht ganz "fassen" kann. Aber das wuerde ja genau dazu passen, dass wir als Teil des Systems (oder des Organismus oder des Bewusstseins) keinen vollstaendigen Ueberblick ueber das Ganze haben koennen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Ja so würde diese gesamte Existenz von allem Sinn machen. Denn gut strukturiert ist ja alles. Die nächste Frage dazu, die noch ungeklärt bleibt, ist die Sache mit dem Tod und dessen Bedeutung, also was es für den einzelnen heisst. Es wäre zu einfach, denn das Merkaml von Bewusstsein ist nicht sterben.
    Geändert von Akzent (30.06.2017 um 00:01 Uhr)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  4. Inaktiver User

    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zunächst mal Danke an alle für eure Antworten. Finde ich sehr interessant.

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Eine weitere Frage ist ja, was heisst Realitaet? Viele Mythen und Maerchen kreisen darum, dass Goetter oder gottartige Wesen aufhoeren zu existieren, wenn die Menschen nicht mehr an sie glauben; aber waehrend des Glaubenszeitalters haben diese Wesen durchaus eine reale Existenz. Also sowas in die Richtung: Idee und Manifestation. Nimm ruhig den etablierten christilichen Glauben, schau, wieviele Menschen daraus Kraft und Motivation beziehen, etwas zu tun, etwas zu sagen, etwas zu verkuenden. Kann man wirklich sagen: Das hat keine Realitaet? Da manifestiert sich doch eine Realitaet aus dem Glauben, selbst wenn Du mir morgen beweisen koenntest: "Es ist kein Gott".
    Die Frage, was Realität ist, wie sie "entsteht" und wie sie mit dem menschlichen Bewusstsein zusammenhängt, finde ich auch sehr spannend. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie sich kreative Prozesse auswirken und welche Energie sich daraus entwickeln kann. Sowas ist auch nur schwer zu erklären, vielleicht ähnelt es ja religiösem Erleben?

    Ich glaube auch, dass wir es als Menschen gar nicht wissen koennen. So aehnlich, wie eine Motte kein menschliches Gehirn kennen oder gar verstehen kann. (Sorry, falls das jetzt abwertend 'rueberkommt, ist nicht so gemeint, es geht nur um verschiedene Wissens- und Bewusstseinsebenen.) Aber dass etwas goettliches in der Welt wirkt, davon bin ich fest ueberzeugt. Da ist dann die Grenze meines Vorstellungsvermoegens, das gebe ich schon zu.
    Das unsere Wahrnehmung und unser Horizont begrenzt sind, denke ich auch. Mit dem Unterschied, dass mir die Überzeugung für das göttliche Wirken fehlt. Mein Credo ist eher: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." Mir fehlt der Überblick über das "große Ganze" und ich kann mir nicht im Entferntesten ausmalen, was alles sein könnte - und das obwohl ich eigentlich eine Menge Phantasie habe. Selbst, wenn ich etwas glauben würde, fürchte ich, das es vollkommen irrelevant ist für das, was ist.

    Ich empfinde die Botschaft von Jesus, dass Gott sich uns liebend zuwendet, wirklich eine Beziehung mit uns will, als inspirierend, heilend, sinnstiftend... als ganz positiv. Das ist fuer mich vielleicht der attraktivste Punkt am christlichen Glauben.

    Ich bin mir aber auch gewiss, dass Gott kein "Mann" ist, sondern ein Wesen, dass ausserhalb dieser Kategorisierung steht. Das ist, so wurde mir das auch von Kindheit an vermittelt, ein Bild, das wir Menschen bemuehen, um uns einer Vorstellung von Gott anzunaehern.
    Natuerlich ist dieses Bild von "Gottvater" (und nein, nicht mit Bart! ) und "dem" Gott (also schon rein grammatisch maskulin) irgendwie in mir drin. Aber das ist etwas, was ich auch immer wieder versuche aktiv neu- und umzudenken.
    Das dies attraktiv ist, kann ich nachvollziehen. Mein persönlicher Unglaube liegt zumindest teilweise darin begründet, dass ich kein positives Vaterbild habe. Somit ist die Vorstellung eines liebenden "Gottvaters" für mich sozusagen "unglaubwürdig". Mein Gefühl wird da nicht angesprochen und mein Verstand sträubt sich ebenfalls dagegen.

    Auf die Gefahr hin, jetzt wirklich den letzte Rest an Respekt zu verlieren: Ich finde das Gottesbild, was in Marion Zimmer-Bradleys "Nebeln von Avalon" beschrieben wird, sehr anziehend.
    [...]
    In dieser Geschichte verehren die Menschen Goetter; analog zum menschlichen Dasein existieren diese in maennlicher und weiblicher Form, als Gott und Goettin, die sich in unterschiedlicher Art, teilweise in Menschen selbst, manifstieren. Laut der weisesten Druiden ist aber auch das nur ein Bild, mit dem sich die Menschen dem Goettlichen naehern, das sie sich nicht wirklich vorstellen koennen. Tatsaechlich gibt es nur eine einzige goettliche Macht, welche auch mit den Menschen oder allgemein mit der Schoepfung in Dialog tritt. Ob man diese Macht als Gott und Goettin, noch mehr Goetter, Jesus und Maria oder Gottvater verehrt, ist eigentlich wumpe.
    [...]
    Ich schrieb ja oben schonmal, dass ich Parallelen zwischen alten Vorstellungen des Weiblich-Goettlichen (-die aelteste bekannte ist, glaube ich, so alt wie die aelteste bekannteste Siedlung-) als Jung(e) Frau, Mutter und Alte und Maria als Jungfrau, Muttergottes und Piata sehe. Habe ich natuerlich auch bei Avalon geklaut.
    Ich weiss, dass das "Chicklit" ist, aber ich finde diese Ideen wirklich ansprechend.
    Das braucht dir überhaupt nicht peinlich zu sein. Ich habe die "Nebel von Avalon" damals verschlungen und fand die Darstellung des Übergangs vom Keltentum zum Christentum hoch spannend. Und sehr poetisch. Finde ich heute noch zauberhaft das Buch. Da steckt eine Menge drin.

    So, und jetzt redet Kambara nicht mehr mit mir...
    Dat haste dir so gedacht, wat?

  5. Moderation

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Puh, da bin ich aber (gott?)froh, dass Du doch noch mit mir redest.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das dies attraktiv ist, kann ich nachvollziehen. Mein persönlicher Unglaube liegt zumindest teilweise darin begründet, dass ich kein positives Vaterbild habe. Somit ist die Vorstellung eines liebenden "Gottvaters" für mich sozusagen "unglaubwürdig". Mein Gefühl wird da nicht angesprochen und mein Verstand sträubt sich ebenfalls dagegen.
    Ja, kann ich verstehen, dass das kein gutes Bild fuer Dich ist. Wenn die Avalon-Bild-Gottheitssache stimmen sollte, waere es aber auch kein Problem, die goettliche Macht als Baum zu verehren. Oder Feuer. Oder "Geist"... Aber ich verstehe Dich schon, und will Dir jetzt nicht mit aller Macht einen Gott aufdraengen.

    Ich muss sagen, dass sich das Bild von Gottvater - und ich sollte vielleicht lieber sagen: Gott als Elternteil (um das Maennliche nicht so zu betonen) fuer mich sehr intensiviert hat, seitdem ich selbst Mutter bin. Dass Gott uns wie seine Kinder liebt, dass Jesus Gott mit "Abba" - "Pappa" ansprach - das ist fuer mich nochmal viel staerker und sogar sinnvoller geworden. Die Liebe zum eigenen Kind ist in meiner Erfahrung tatsaechlich das, was der bedingungslosen, der vollkommenen Liebe am naechsten kommt.
    Sie vereint in sich auch all die widerspruechlichen Gefuehle: Zorn, der meist aus Angst um das Wohlbefinden des Kindes entsteht, Frust, Beschuetzen-Wollen, Vorschriften machen, alles verzeihen koennen.... Das ist mir als Mutter viel besser vorstellbar, als es das vorher war. Da ist fuer mich ploetzlich kaum mehr ein Widerspruch zwischen dem liebenden und dem auch zuernenden Gott. Denn wenn wir als Eltern eins kennen, dann doch das Gefuehl, dass man ein Menschenkind bis an die Grenze zur Selbstaufgabe lieben kann, und es trotzdem manchmal im Wald aussetzen will.


    Das braucht dir überhaupt nicht peinlich zu sein. Ich habe die "Nebel von Avalon" damals verschlungen und fand die Darstellung des Übergangs vom Keltentum zum Christentum hoch spannend. Und sehr poetisch. Finde ich heute noch zauberhaft das Buch. Da steckt eine Menge drin.
    Also nochmal: Puh!

    Dann koennen wir uns hier ja weiter beharken!
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  6. gesperrt

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich erziehe mich ehrlich gesagt mit den Geboten.
    Und empfinde es manchmal schon als kleinlich nicht zu lügen...
    Die 10 Gebote verlangen gar nicht, dass man nie lügt ("ja, dieses Kleid steht dir ausgezeichnet!" )

    Sie verlangen lediglich, dass man kein "falsches Zeugnis wider den Nächsten redet", also vor Gericht keine Falschaussagen über andere Leute macht. Was ja nur eine sehr spezielle Form von Lügen betrifft.

    Ich glaube der Mensch an sich ist feige...
    nein, das glaube ich nicht. Es gibt viele mutige Menschen.

    gruss, barbara

  7. gesperrt

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir ist klar, dass diese und andere Regelungen auf den religiösen Vorstellungen der Menschen in ihrer damaligen Zeit entstanden sind. Mit dem zeitlichen Abstand Jemandes, der im 21. Jahrhundert lebt, mutmaße ich allerdings, dass der Hintergrund vieler Gesetze durchaus (auch) ein weltlicher war.
    Klar sind die Gesetze weltlich orientiert, in dem Sinn, dass sie Gläubigen helfen, mit der Welt zurecht zu kommen.

    Das Spirituelle und das Weltliche sind nicht getrennt, oder absolut unterschiedlich, sodass sie nichts miteinander zu tun hätten. Menschen sind spirituelle Wesen in einer (unter anderem) materiellen Welt.

    gruss, barbara

  8. gesperrt

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Aha und das hat Moses vor 3.000 Jahren auf dem Sinai entdeckt?
    Mose auf dem Sinai, oder sonst wer.. die Wochentage, und somit der Siebnerrhythmus, kommen ja von Babylon, so viel ich weiss.

    und natürlich haben Menschen im Lauf der Geschichte ein ganze Menge von Dingen herausgefunden und erkannt, ohne dass Wissenschaft im heutigen Sinn daran beteiligt gewesen wäre.

    gruss, barbara

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    ich möchte gerne noch mal die Diskussion über Martin Luther aufgreifen. Ich hatte geschrieben, dass sein größter Verdienst die Übersetzung der Bibel gewesen sei. Das ist unvollständig.

    Er wetterte mit seinen 95 Thesen und vielen anderen Veröffentlichungen vor allem gegen den Ablasshandel. Der Ablasshandel wurde ja damit begründet, dass der Kauf eines Ablassbriefes dem Käufer oder für seine verstorbenen Angehörigen, der Aufenthalt im Fegefeuer verkürzt oder gar vermieden werden konnte. Luther verwies auf das Neue Testament, aus dem hervorgeht, dass allein der Glaube zu Vergebung der Sünden führe.

    Der Ablasshandel hatte zu Luthers Lebzeiten einen absoluten Höhepunkt erfahren. Die Ablassbriefe waren europaweit wertvolle Handelszertifikate geworden. Die Bankhäuser Fugger und Medici gaben sie heraus, um die enormen Geldmittel, die sie für den Bau des Petersdom und die Bestechungssummen zur Wahl des jungen Kaisers von Karl V. vorgestreckt hatten, zu refinanzieren.

    Luthers Thesen, die sich schnell durch den Buchdruck verbreiteten, lösten eine Bankenkrise aus, denn der Handel mit den Ablassbriefen brach ein.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Die 10 Gebote verlangen gar nicht, dass man nie lügt ("ja, dieses Kleid steht dir ausgezeichnet!" )

    Sie verlangen lediglich, dass man kein "falsches Zeugnis wider den Nächsten redet", also vor Gericht keine Falschaussagen über andere Leute macht. Was ja nur eine sehr spezielle Form von Lügen betrifft.



    nein, das glaube ich nicht. Es gibt viele mutige Menschen.

    gruss, barbara
    So etwas in die Richtung hab ich mir schon als Antwort gedacht.

    Bae, ich gehe mal davon aus, dass so gut wie jeder Mensch den leichteren Weg wählt.
    Das meinte ich mit feige.

    Außerdem sind die charakterlichen Züge auch eine Übungssache. Genau wie man seinen Körper pflegt und trainiert braucht es der Geist auch. Habe ich jedenfalls bei mir festgestellt.

    Ich glaube schon dass Gott von den Menschen eine gewisse Wahrhaftigkeit will.
    Da sehe ich auch immer so einen Prozess.

    Erst mal hat man Nachteile wenn man eben nicht mit dem Strom schwimmt.
    Im Grunde genommen will aber kein Mensch so richtig was mit Lügnern zu tun haben.

    Auch aus praktischen Gründen. Weil nämlich beim Lügen Misstrauen entsteht.

    Ich glaube, jeder Mensch der mal selbständig gewesen ist weiß wie wichtig ein vertrauensvoller Partner ist.
    Was du meinst sind ja die soft-skills.
    Ob Gott allerdings da mit rein spielt weiß ich nicht.

    Ich glaube an Entwicklung, lebenslang. Heute vertrete ich meine Meinung ganz anders. Und wenn sie mich von etwas entfernte spült sie mich an die richtige Stelle.

    Ehrlich gesagt - ich glaube das sind alles gar nicht so unattraktive Sachen.
    Der Glaube ist nix was mit : in Sack und Asche gehen gemeint ist oder auch nur da hinführen soll....

    Allerdings hätte ich auch nicht im Entferntesten Lust für meine Überzeugung im Gefängnis zu landen.

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