Naja , die Lebenserwartung der Götter ist fast unwichtig für einen Menschen. Sind es nicht eher die übertragbaren Eigenschaften oder dementspechenden sagen wir mal erstrebenswerten Tugenden, welche unsterblich sein können? Einfach weil bestimmte Werte für ein lebenswerteres Leben sorgen können oder damit verbunden sind.
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Thema: Kann GOTT sterben?
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23.04.2017, 12:47
AW: Kann GOTT sterben?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 12:51
AW: Kann GOTT sterben?
Vor noch nicht allzu langer Zeit wurden besondere Werte in Götter eingeteilt. Also nicht Götter in Werte. Da hiess es Gott des Glückes oder Gott des Weines. Poseidon - Gott des Meeres - Aphrodite, Göttin der Liebe usw. Zeus- Gott des Himmels und des Zorns. Odin bei den Germanen. Und das scheint mir ähnlich zu sein mit deinen Göttern für die Bikkhus. Also der Monotheismus begann zu anderen Zeiten und aus einer anderen Glaubensrichtung heraus.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 13:03
AW: Kann GOTT sterben?
Ja, die vier himmlischen Verweilungen, die Brahma Viharas, also Entfaltung von Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut, welches die Hauptaufgaben der Brahmas sind, sind auch Teil der Praxis der Bhikkhus.
"Angenommen, es gäbe einen Teich mit klarem, angenehm kühlem Wasser, durchsichtig, mit sanft ansteigenden Ufern, reizvoll. Wenn ein Mann, ausgedörrt und erschöpft von der Hitze, müde, ausgetrocknet und durstig, von Osten oder von Westen oder von Norden oder von Süden oder woher ihr wollt, daherkäme, würde er, beim Teich angelangt, seinen Durst und seine Überhitzung löschen. Ebenso, ihr Bhikkhus, wenn irgendjemand aus einer adligen Familie von zu Hause fort in die Hauslosigkeit zieht und, nachdem er dem Dhamma und der Disziplin, die vom Tathāgata verkündet werden, begegnet ist, Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut entfaltet und dadurch inneren Frieden erlangt, dann praktiziert er aufgrund dieses inneren Friedens auf eine Weise, die für den Mönch angemessen ist, sage ich."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 40)"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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23.04.2017, 13:18
AW: Kann GOTT sterben?
Das ist eine komische Frage, aber ich sehe es so: Gott existiert durch die Kraft unserer Gedanken, denn Menschen sind in Wirklichkeit die wahren Götter......Menschen müssen Götter sein...nur Götter können Götter erschaffen ;)
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23.04.2017, 16:52
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23.04.2017, 18:05
AW: Kann GOTT sterben?
Jedenfalls ist das eigentliche Ziel der Bhikkhus ja nicht darauf beschränkt, die vier himmlischen Verweilzustände zu entfalten.
"Aber jene Art guter Praxis führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Befreiung, zum Nibbāna, sondern nur zum Wiedererscheinen in der Brahma-Welt. Aber es gibt diese Art guter Praxis, die von mir jetzt eingeführt worden ist, die zu völliger Ernüchterung, zur Lossagung führt, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Befreiung, zum Nibbāna. Und was ist jene gute Praxis? Es ist dieser Edle Achtfache Pfad."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 83)
Und Hauslosigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Obdachlosigkeit.
Einmal hielt sich der Erhabene bei Nādikā im Backsteinhaus auf. Bei jener Gelegenheit hielten sich der ehrwürdige Anuruddha, der ehrwürdige Nandiya und der ehrwürdige Kimbila beim Park des Sālawaldes von Gosiṅga auf.
Als es Abend war, erhob sich der Erhabene von der Meditation und ging zum Park des Sālawaldes von Gosiṅga. Der Parkwächter sah den Erhabenen in der Ferne kommen und sagte zu ihm: "Betritt diesen Park nicht, Mönch. Hier sind drei Männer aus guter Familie, die nach dem Guten streben. Störe sie nicht."
Der ehrwürdige Anuruddha hörte den Parkwächter zum Erhabenen sprechen und sagte zu ihm: "Freund Parkwächter, laß den Erhabenen nicht draußen bleiben. Es handelt sich um unseren Lehrer, den Erhabenen, der da gekommen ist." Dann ging der ehrwürdige Anuruddha zum ehrwürdigen Nandiya und zum ehrwürdigen Kimbila und sagte: "Kommt heraus, Ehrwürdige, kommt heraus! Unser Lehrer, der Erhabene ist gekommen."
Dann gingen alle drei dem Erhabenen entgegen. Einer nahm seine Schale und äußere Robe, einer bereitete einen Sitz vor, und einer stellte Wasser zum Füße waschen bereit. Der Erhabene setzte sich auf dem vorbereiteten Sitz nieder und wusch sich die Füße. Dann huldigten jene drei Ehrwürdigen dem Erhabenen und setzten sich seitlich nieder, und der Erhabene sagte zum ehrwürdigen Anuruddha: "Ich hoffe, es ist alles in Ordnung, Anuruddha, ich hoffe, eure Ernährung ist gesichert, ich hoffe, ihr habt keine Probleme, Almosenspeise zu bekommen."
"Es ist alles in Ordnung, Erhabener, unsere Ernährung ist gesichert, wir haben keine Probleme Almosenspeise zu bekommen."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 31)Geändert von Alaska (23.04.2017 um 18:29 Uhr)
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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23.04.2017, 19:02
AW: Kann GOTT sterben?
Nun gut, bei uns sagt man, Menschen leben auf der Strasse aus welchen Gründen auch immer. Hier ist es halt ungewöhnlich Erkenntnisse vom Guten auf der Strasse zu suchen und alles dem Zufall zu überlassen.
Und das Mönche in jenen Ländern anders behandelt werden oder eben dort als Heiligenanwärter gelten ist durch diese Religion Hinduismus erklärt. Spricht ja nichts dagegen, wenn sie alles auf die Art und Weise lernen wollen und sich eine zeitlang der materiellen Welt zu entziehen.Wer es mag.
Bei uns gibt es keine Wandermönche, welche durch die Straßen und Fluren ziehen um Erkenntnisse zu erlangen. Nicht mehr und früher hatten sie feste Anlaufstellen sprich Klöster in denen sie Schutz und Brot bekamen und studieren konnten und können. Wie auch heute noch , wenn Mönche auf Reisen gehen.Geändert von Akzent (23.04.2017 um 19:18 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 19:20
AW: Kann GOTT sterben?
Auch dort und damals schon lebten die Bhikkhus nicht "auf der Straße":
".... Ich hoffe, Anuruddha, daß ihr alle in Eintracht lebt, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei ihr euch wie Milch und Wasser mischt, euch gegenseitig mit gütigen Augen betrachtet."
"Gewiß, ehrwürdiger Herr, wir alle leben in Eintracht, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei wir uns wie Milch und Wasser mischen, uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten."
"Aber, Anuruddha, auf welche Weise lebt ihr so?"
"Ehrwürdiger Herr, was das betrifft, denke ich so: 'Es ist ein Gewinn für mich, es ist ein großer Gewinn für mich, daß ich mit solchen Gefährten im heiligen Leben zusammenlebe.' Ich halte körperliche Handlungen der Liebenden Güte gegenüber diesen Ehrwürdigen ein, sowohl öffentlich, wie auch im Privaten; ich halte sprachliche Handlungen der Liebenden Güte ihnen gegenüber ein, sowohl öffentlich, wie auch im Privaten; ich halte geistige Handlungen der Liebenden Güte ihnen gegenüber ein, sowohl öffentlich, wie auch im Privaten. Ich erwäge: ' Warum stelle ich nicht zurück, was ich zu tun wünsche, und tue, was diese Ehrwürdigen zu tun wünschen?' Dann stelle ich zurück, was ich zu tun wünsche, und tue, was diese Ehrwürdigen zu tun wünschen. Wir sind im Körper unterschiedlich, ehrwürdiger Herr, aber im Geiste eins."
Der ehrwürdige Nandiya und der ehrwürdige Kimbila sprachen jeweils auf gleiche Weise und fügten hinzu: "Auf jene Weise, ehrwürdiger Herr, leben wir in Eintracht, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei wir uns wie Milch und Wasser mischen, uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten."
"Gut, gut, Anuruddha. Ich hoffe, daß ihr alle umsichtig, eifrig und entschlossen weilt."
"Gewiß, ehrwürdiger Herr, wir weilen umsichtig, eifrig und entschlossen."
"Aber, Anuruddha, auf welche Weise weilt ihr so?"
"Ehrwürdiger Herr, was das betrifft, wer von uns auch immer zuerst vom Dorf mit Almosenspeise zurückkehrt, bereitet die Sitze vor, stellt Wasser zum Trinken und Waschen bereit, und stellt den Abfalleimer auf seinen Platz. Wer von uns auch immer zuletzt zurückkehrt, ißt, was an Essen übrigblieb, falls er das wünscht; ansonsten wirft er es dort weg, wo nichts Grünes wächst, oder wirft es dort ins Wasser, wo nichts lebt. Er räumt die Sitze und das Wasser zum Trinken und Waschen weg. Er räumt den Abfalleimer weg, nachdem er ihn ausgewaschen hat, und er fegt den Speisesaal. Wer auch immer feststellt, daß die Behälter für das Trinkwasser oder das Waschwasser oder das Wasser für die Latrine fast oder ganz leer sind, kümmert sich darum. Wenn sie zu schwer für ihn sind, ruft er jemanden mit einem Handzeichen herbei, und mit vereinten Kräften bewegen sie diese, aber deswegen fangen wir nicht zu sprechen an. Aber alle fünf Tage sitzen wir die ganze Nacht hindurch zusammen und erörtern das Dhamma. Auf jene Weise weilen wir umsichtig, eifrig und entschlossen."
"Gut, gut, Anuruddha. Aber während ihr so umsichtig, eifrig und entschlossen weilt, habt ihr irgendeinen übermenschlichen Zustand erreicht, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist, ein angenehmes Verweilen?"
"Warum nicht, ehrwürdiger Herr? Ehrwürdiger Herr, wann immer wir wollen, treten wir ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilen darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Ehrwürdiger Herr, dies ist ein übermenschlicher Zustand, Klarheit des Wissens und der Schauung, die der Edlen würdig ist, ein angenehmes Verweilen, welches wir erlangt haben, während wir umsichtig, eifrig und entschlossen weilten."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 31)Geändert von Alaska (23.04.2017 um 19:30 Uhr)
"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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23.04.2017, 19:21
AW: Kann GOTT sterben?
Natürlich, deine Mönche wollen intensive persönliche Erfahrungen machen, welche sie aus dem Alltagsbewusstsein herausnimmt. Das kann man auf verschiedene Art und Weise praktizieren. Manche brauchen einen Erhabenen oder Lehrer dazu und andere befassen sich auf andere Weise damit.
Interessant aber anderer Art sind solche Sucher, die nicht nu r Gott suchen sondern sich noch mit Visionen abgeben und umsetzen können. Ich denke da speziell auch an Filmemacher und Science Fiction. Auch Schriftsteller. Die modernen Alltagsflüchtigen auf der Suche nach anderem. Oder die vielen Gelehrten und Erfinder aus dem Abendland und dem Morgenland.Naja, es gibt schon klasse Menschen.Geändert von Akzent (23.04.2017 um 19:28 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 19:24
AW: Kann GOTT sterben?
Ja, obwohl es schon auch (Teilzeit-)obdachlose Bhikkhus gab und gibt.
"Angenommen, Udāyin, meine Schüler ehren, respektieren, würdigen und verehren mich, und leben in Abhängigkeit von mir, während sie mich ehren und respektieren, mit dem Gedanken: 'Der Mönch Gotama ist mit jeglicher Art von Lagerstätte zufrieden und heißt es gut, mit jeglicher Art von Lagerstätte zufrieden zu sein.' Nun gibt es Schüler von mir, die am Fuße von Bäumen und im Freien leben, die acht Monate im Jahr kein Dach aufsuchen, während ich manchmal in gegiebelten Herrenhäusern wohne, die innen und außen verputzt, windgeschützt, mit Türschlössern und verschließbaren Fenstern versehen sind. Wenn mich also meine Schüler mit dem Gedanken: 'Der Mönch Gotama ist mit jeglicher Art von Lagerstätte zufrieden und heißt es gut, mit jeglicher Art von Lagerstätte zufrieden zu sein', ehren, respektieren, würdigen und verehren, und in Abhängigkeit von mir leben, während sie mich ehren und respektieren, dann sollten mich jene meiner Schüler, die am Fuße von Bäumen und im Freien leben, die acht Monate im Jahr kein Dach aufsuchen, nicht wegen dieser Tugend ehren, respektieren, würdigen und verehren, und in Abhängigkeit von mir leben, während sie mich ehren und respektieren."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 77)"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')


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