Und, seit wann verkündet es der gute Mönch schon. Solange es die Menschen gibt ist und wird diese Situation niemals eintreten. Davon abgesehen, ist eine Leben frei von Begehren und irdischen Ansichten kein Leben mehr, dann kannste gleich ins Grab springen. Oder möchtest du so ganz ohne Bedürfnisse sein? Mit was willst du dein Leben für lebenswert halten?
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Thema: Kann GOTT sterben?
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21.04.2017, 23:50
AW: Kann GOTT sterben?
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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21.04.2017, 23:57
AW: Kann GOTT sterben?
"Ohne Bindung an Sinnesvergnügen" ist ja nicht gleichbedeutend mit bedürfnislos.
"'... Dann, Freunde, werde ich euch eine Gegenfrage stellen. Antwortet nach Belieben. Was meint ihr, Freunde? Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei sieben Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.' - 'Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei sechs Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.' - 'Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei fünf Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.' - 'Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei vier Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.' - 'Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei drei Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.' - 'Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei zwei Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.' -'Kann König Seniya Bimbisāra von Māgadha verweilen, ohne seinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei einen Tag und eine Nacht lang höchstes Glück empfinden?' - 'Nein, Freund.'"
"'Aber, Freunde, ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei einen Tag und eine Nacht lang höchstes Glück empfinden. Ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei zwei Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden. Ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei drei Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden. Ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei vier Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden. Ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei fünf Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden. Ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei sechs Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden. Ich kann verweilen, ohne meinen Körper zu bewegen und ohne ein Wort zu sprechen, und dabei sieben Tage und Nächte lang höchstes Glück empfinden. Was meint ihr? Nachdem das so ist, wer verweilt in größerem Glück, König Seniya Bimbisāra von Māgadha oder ich?'"
"'Nachdem das so ist, verweilt der ehrwürdige Gotama in größerem Glück als König Seniya Bimbisāra von Māgadha.'"
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 14)"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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22.04.2017, 04:32
AW: Kann GOTT sterben?
Mit diesem typischen Besipiel - Sich auf Sinn und Selbst bezähmen,und auf nichts hoffen und ohne Besitz in der Einsamkeit verharren, ist Opium fürs Volk", damit es glaubt es hätte in seiner Stärke mit dieser Lebensweise ein leichteres Leben.
Und da genau stehe ich auf Kriegsfuss mit der Religion, bzw den Hinduismus, den du hier ansprichst, damit die Armut besser ertragen werden kann ist nichts anderes als "Opium für das Volk". Wenn du beobachtest in welchen Ländern diese Religion praktiziert wird, weiss t du auch warum diese Lehre so verbreitet werden soll.
Die Verhältnismäßigkeit stimmt einfach nicht in welchem auch das Glück gesetzt wird.
Dein Gotama vergisst mit seiner Asketischen Lehre nämlich eines, dass er beides haben kann. Nichts gegen asketische Lebensweise, aber eben in Maßen, also schön verteilt ohne den Nachteil mit einem anderen Wert in Vergleich setzen zu müssen.
Und wenn solche Jogis 30 Jahre in irgendwelchen Bäumen sprachlos und bewegungslos sitzen können, nur um Gott näher zu sein, da verzichte ich auf Gott freiwillig und im vornherein, Da möchte ich Gott nicht mal sehen. Davon abgesehen ist das nicht der GOTT, den ich meine.Geändert von Akzent (22.04.2017 um 04:40 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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22.04.2017, 06:10
AW: Kann GOTT sterben?
Ein Missverständnis könnte darin bestehen, dass der Eindruck entstanden ist, diese Lebensweise würde jedem empfohlen werden. Das ist nicht so. Wer sollte denn dann zum Beispiel überhaupt die ganzen Almosen für die Bhikkhus erwirtschaften. Geht also gar nicht.
Ob dann für einen Bhikkhu, der sich für das asketische Leben entscheidet, das Verhältnis zwischen Aufgabe der einen Art von Freuden und dem Gewinn einer anderen Art von Freuden stimmt, das ist sicher auch eine individuelle Bewertung.
Die Bhikkus verweilen auch nicht sprachlos und bewegungslos, um Göttern näher zu sein. Aber unter anderem dadurch konnte die Frage geklärt werden, ob Gott sterben kann. Und um die ging es hier ja eigentlich.
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22.04.2017, 19:17
AW: Kann GOTT sterben?
Kann sein oder auch nicht. Denn es lässt sich leichter und treffender mit einem gesättigten Magen und einer ausreichenden Existenzgrundlage über göttliche Merkmale philosophieren, als wenn ein Mensch auf quälende und entbehrende Art und Weise und auch noch von menschlichem Wohlverhalten durch Almosen abhängig ist , und sich damit auf den Weg macht um Gott zu verstehen oder zu erfahren. Die Wege dazu sind eigentlich leichter und müheloser. Und das ist das was mich an vielen Religionen stört, dass hier die Erfahrung meist nur über Entbehrungen und Mühen erfahren werden sollen.=Alaska;30845466]Ein Missverständnis könnte darin bestehen, dass der Eindruck entstanden ist, diese Lebensweise würde jedem empfohlen werden. Das ist nicht so. Wer sollte denn dann zum Beispiel überhaupt die ganzen Almosen für die Bhikkhus erwirtschaften. Geht also gar nicht.
Und was die Bhikkus oder Jogis und Sufis an Transzendenz oder über Halluzinationen erfahren ist etwas, was über deren individuelles Bewusstsein, also nur dass was ihr eigenes Gehirn und Bewusstsein hergibt, also meist auch eine individuelle Angelegenheit. Wobei natürlich mit diesen Transzendenten Erahrungen die Aussenwirkung woher auch immer schon beeindruckend ist. Kollektives Erfahren bedarf wiederum gemeinsames Erleben, und viele Menschen machen ähnliche Erfahrungen.
Eine gewisse Stärke und Gelassenheit kann man schon erreichen und das ist viel wert. Und viele Weisheiten sind schon bemerkenswert, wenn sie richtig angewandt werden und anwenden kann man sie wiederum nur unter Menschen, welche auch zumindest bereit sind gewisse Weisheiten zu akzeptieren und danach zu leben.
[/QUOTE]...., ob Gott sterben kann. Und um die ging es hier ja eigentlich.
Das wird wohl doch einzig und alleine Gott nur klären können. Auch wenn dieser GOTT dazu tendiert, dass die Menschen selbst hinter die Angelegenheiten kommen sollen.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 00:56
AW: Kann GOTT sterben?
Also möchtest Du jetzt ernsthaft behaupten, das Gottesbild gesättigter Wohlstandsbürger sei zutreffend, das von genügsam lebenden Asketen, die ihr Leben der Erkundung spiritueller Welten widmen, dagegen ein Ausdruck ihres Wunschdenken. Gewagt.
Und zumindest der Bako Brahma irrte sich ja in dem Glauben an seine Unvergänglichkeit.
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23.04.2017, 06:14
AW: Kann GOTT sterben?
Ich habe nicht von Wohlstandsbürgern gesprochen, aber selbst denen steht es zu.
Asketisch zu leben hat nichts damit zu tun in Armut oder ins Slums leben zu müssen, auch nichts mit dem Verzicht einer Existenzgrundlage. Schon gleich gar nicht mit dem Betteln oder von Almosen oder der Willkür anderer zu leben. Armut ist kein Privileg dafür mit göttlichen Mächten besonders oder wesentlich mehr in Kontakt zu sein oder ausgestattet zu sein. Das ist das, was bestimmte Religionsrichtungen oder vielmehr deren Glaubensbrüder vermitteln wollen.
Und selbstverständlich kann man auch genügsam und enthaltsam leben obwohl man einen gewissen Stand an "Reichtum" besitzt.
Und ja ich meine, dass mit einem "gesättigten Bauch und einem Existenziellen Hintergrund" wesentlich unabhängiger und objektiver dieses System Gott und die Gottesangelegenheit betrachtet, erfahren werden kann.Geändert von Akzent (23.04.2017 um 06:20 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 07:06
AW: Kann GOTT sterben?
Einen gesättigten Bauch und einen existenziellen Hintergrund haben die Bhikkhus ja normalerweise. Sie sollen sich nur nicht der Völlerei hingeben.
"... Wiederum ißt ein Bhikkhu soviel er mag, bis sein Bauch voll ist und er gibt sich dem Glück des Schlafens, Herumlungerns und Dösens hin, und somit neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Beharrlichkeit und Anstrengung. Da sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Beharrlichkeit und Anstrengung neigt, ist das die vierte Kette im Herzen, die er nicht gesprengt hat."
"Wiederum führt ein Bhikkhu das heilige Leben aus dem Grund, weil er folgendermaßen nach einer bestimmten Gattung von Dasein als Himmelswesen strebt: 'Durch diese Sittlichkeit oder durch die Einhaltung dieser Regeln oder durch diese Askese oder durch dieses heilige Leben werde ich ein höheres oder niedrigeres Himmelswesen werden', und somit neigt sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Beharrlichkeit und Anstrengung. Da sein Geist nicht zu Eifer, Hingabe, Beharrlichkeit und Anstrengung neigt, ist das die fünfte Kette im Herzen, die er nicht gesprengt hat. Dies sind die fünf Ketten im Herzen, die er nicht gesprengt hat."
"Ihr Bhikkhus, daß irgendein Bhikkhu, der diese fünf Wildnisse im Herzen nicht überwunden hat und diese fünf Ketten im Herzen nicht gesprengt hat, in diesem Dhamma und dieser Disziplin zu Wachstum, Anwachsen und Erfüllung gelangen sollte - das ist unmöglich."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 16)"...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')
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23.04.2017, 12:13
AW: Kann GOTT sterben?
Deine Bhikkus scheinen mehr einer undurchsichtigen Mystik verfallen zu sein, als ernsthaft ein Leben meistern zu wollen und dadurch die göttlichen Elemente erfahren zu können. Also mehr eine Weltflucht verbunden mit irgendeiner Form von Askese.
Sind nicht die aufgeführten Eigenschaften normale Methoden dafür, dass ein Leben für einen Sterblichen besser gelingen kann ohne jetzt einen heiligen Hintergrund dafür zu sehen. Auch wenn man sich mit theologischen Themen beschäftigt, kann man ein geordnetes Leben führen ohne in irgendwelche Extreme zu verfallen.Geändert von Akzent (23.04.2017 um 12:19 Uhr)
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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23.04.2017, 12:27
AW: Kann GOTT sterben?
Ja, Bhikkhus sollen Extreme vermeiden.
Einmal hielt sich der Erhabene bei Sāvatthī im Jeta Hain, dem Park des Anāthapiṇḍika auf. Dort richtete er sich folgendermaßen an die Bhikkhus: "Ihr Bhikkhus." - "Ehrwürdiger Herr", erwiderten sie. Der Erhabene sagte dieses:
"Ihr Bhikkhus, ich werde euch eine Darlegung von Konfliktfreiheit lehren. Hört zu und verfolgt aufmerksam, was ich sagen werde." - "Ja, ehrwürdiger Herr", erwiderten die Bhikkhus. Der Erhabene sagte dieses:
"Man sollte nicht nach dem Glück der Sinnesvergnügen trachten, welches niedrig, gewöhnlich, grob, unedel und unheilsbringend ist; und man sollte nicht nach Selbstkasteiung trachten, welche schmerzhaft, unedel und unheilsbringend ist. Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Befreiung, zu Nibbāna..."
(Palikanon, Mittlere Sammlung, Lehrrede 139)
Es wird auch deutlich, dass dieser Weg eigentlich nicht unbedingt die Nähe oder die Gegenwart von Göttern zum Ziel hat. Dies kann sich aber quasi als Nebenwirkung ergeben, ebenso wie die Erkenntnisse über die Lebenserwartung der Götter."...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
(Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')


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