Naja, richtig oder falsch... Ich denke, wenn Gott mich liebt, so richtig und bedingungslos, ohne Einschränkung, dass ist es ihm egal, was ich tue. Er liebt mich und richtig oder falsch gibt es in dem Zusammenhang auch nicht, sondern nur: Ich tue etwas und es hat Konsequenzen. Wenn ich rauche, vergifte ich meinen Körper. Wenn ich mich nicht vollkommen gesund und meinem Körperzustand entsprechend mit unbelasteten Lebensmitteln ernähre, belaste ich meinen Körper mit Chemikalien und ungesunden krankmachenden Substanzen.... Das ist nicht richtig oder falsch, und es hat Konsequenzen für den Körper.Dann weiß man, dass es z. B. nicht richtig ist zu rauchen. Denn ein Raucher verschmutzt nicht nur sich selbst, sondern bewirkt auch, dass der Nächste darunter leidet.
Naja und eine neuere Interpretation der 10 Gebote habe ich gelesen (im Gegensatz zu: Du sollst/nicht)
Wer Gott liebt, stiehlt nicht.
Wer Gott liebt, bricht nicht die Ehe.
Wer Gott liebt, ehrt Vater und Mutter.....
Kein Du mußt oder sollst oder sonstiges Dogma, sondern einfach: Wer Du bist und was Du glaubst drückt sich aus in dem, was Du tust. (Früher hieß das mal: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen)![]()
nathaliethor
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Ergebnis 51 bis 60 von 73
Thema: Universeller Glaube
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25.01.2007, 13:01Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
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25.01.2007, 13:16Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
Ich finde, das greift zu kurz. Nicht meine eigene Ethik und meine eigenen Wünsche sollten mein Handeln gegenüber dem anderen bestimmen, sondern vielmehr dessen Wünsche."Was du nicht willst, das man dir tu', das füg auch keinem anderen zu."
Es kann ja sein, dass es einem Kind nichts ausmacht, ins kalte Wasser geworfen zu werden, sondern im Gegenteil sogar Spass daran hat (ich war so ein Fall) - das heisst aber nicht, dass dieses Kinddas mit jedem anderen so machen darf, denn ein anderes Kind hat vielleicht nicht ebenso viel Spass daran, ist vielleicht wasserscheu, kann vielleicht nicht schwimmen.
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25.01.2007, 13:24
AW: Universeller Glaube
Die Wünsche des anderen kenne ich aber oft gar nicht. Also übersetze ich mir als Kind den Satz in etwa so, dass ich niemandem "Schaden zufüge", weil ich auch nicht möchte, dass mir jemand Schaden zufügt.
Wie auch immer "Schaden" im Einzelfall übesetzt werden mag, regt mich das doch an, nachzudenken, bevor ich "etwas mit jemandem tue"...
Ich kann den Drang verstehen, von einer einfachen Regel alle möglichen Präzidenzfälle ableiten zu wollen. Grundlage bleibt für mich aber dennoch diese einfache Regel.Im Zweifel tu einfach das Richtige
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25.01.2007, 13:51Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
Umkehrschluss: Wer Gott nicht liebt, weil er/sie nicht an ihn glaubt, der/die stiehlt, bricht die Ehe, ehrt Mama und Papa nicht?
Zitat von Inaktiver User
Nee, da ist mir der olle Immanuel weitaus lieber, er knüpft moralisches Handeln nicht an den Glauben.
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25.01.2007, 13:58Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
Zitat von Inaktiver User
Hallo Mediterranee,
Ich verstehe, was Du meinst.
Glaubt Dein Mann/Freund/Frau/Freundin an Dich? Oder liebt er/sie Dich?
Jeder Mensch, der nicht verheiratet ist, ist promiskuitiv und bindungsunfähig (Umkehrschluß)? Jeder Mensch der Vegetarier ist, liebt Tiere?
Ich bin nicht sicher, ob man alles einfach immer so umdrehen kann und muß.
nathaliethor
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25.01.2007, 14:13Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
nathaliethor,
eben. Diese Pauschalisierungen sind einfach nicht gut.
Nicht alle Vegetarier sind Vegetarier aus Tierliebe.
Manche finden vielleicht nur den Fleischgeschmack eklig.
Das Leben ist einfach nicht statisch.
Mancher Vegetarier ändert im Laufe seines Lebens vielleicht seine Motive.
Mancher mag vielleicht sogar irgendwann wieder Fleisch.
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25.01.2007, 14:16Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
Hallo Mediterranee,
Du wolltest also anmerken, dass, falls es Gott denn gibt, er so eine pauschale Aussage nicht machen würde, ja?
So in etwa wie Du nicht sagen kannst: Wenn mein Partner mich liebt, betrügt er mich nicht?
Habe ich Dich jetzt verstanden?
nathaliethor
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25.01.2007, 14:33Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
nathaliethor,
darauf eine ernsthafte Antwort zu geben, würde jetzt den Rahmen des Threads deutlich sprengen, denn ich glaube, wenn es überhaupt einen Gott gibt, dann setzt er überhaupt keine moralischen Maßstäbe. Dann sind wir Menschen für ihn etwa so bedeutend, wie für uns Menschen eine einzelne Ameise in einem riesigen Ameisenhaufen.
Insofern erübrigt sich meine Antwort.
Oder vielelicht auch nicht.
Das Thema ist ja universeller Glaube.
Und ich glaube, dass all die großen Religionen auf diesem Planeten Unrecht haben, denn Gott - falls existent - ist eigentlich GANZ ANDERS.
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25.01.2007, 14:38Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
Hm. Ich finde, jetzt wird es interessant! Ich bin nämlich exakt der gleichen Meinung. Ein Gott setzt keine moralischen Maßstäbe.
Zitat von Inaktiver User
Und hierzu fällt mir dann ein.. wenn es Gott gibt, dann wird jeder Mensch für ihn so bedeutend wie das in jeder Beziehung ist: Je näher ich jemanden kenne, je mehr ich jemanden liebe, desto mehr Bedeutung bekommt er/sie für mich.
Zitat von Inaktiver User
Könnte stimmen, oder?
Und hier schlage ich einen schönen runden Bogen zum "Universellen Glauben".
nathaliethor
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25.01.2007, 14:42Inaktiver User
AW: Universeller Glaube
Ist für mich anders.
Ich glaube, dass wir zu klein und unbedeutend sind in der Schöpfung, als dass wir Gott wichtig wären. In etwa so wie eine einzelne Körperzelle in Deinem Körper. Sie existiert, sie lebt, aber Du nimmst sie als Individuum nicht wahr.
Oder platt gesagt: Ich glaube, Gott hat Wichtigeres zu tun.
Davon abgesehen denke ich aber eher, dass Gott nicht existiert.


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