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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Liebe ist ein ziemlich gut erklaerbares Gefuehl.
    Na auf die Erklärung bin ich mal gespannt. Hoffe Du kommst jetzt nicht mit den optisch-chemischen Wurzeln ....

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Ich kann es trotzdem geniessen, ohne an den cocktail aus Koerperchemie und Praegung zu denken, der es verursacht.
    Ich gestehe, diese Denkweise empfinde ich als zutiefst erschütternd ! Liebe assoziiert man mit "Genießen", das ganze verursacht durch einen Cocktail aus Körperchemie und Prägung ....

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Uebrigens mag ich das Wort "Liebe" sowieso nicht besonders.
    Allenfalls das Tunwort "lieben" benutze ich manchmal. Das kann ich konkreter mit Inhalt fuellen, als das Wort "Liebe".
    Was stört Dich denn so an dem kleinen Wörtchen "Liebe" ?

    Viele Grüße
    tessie_10

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie definierst Du - unter Einbeziehung des von Dir allzeit geforderten Verstandes - das Gefühl Liebe?
    Ich lasse die Finger von einer Definition. Man kann es natürlich mit Poesie versuchen, auch in der Bibel gibt es da gelungene Beispiele.

  3. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Mein Elternhaus ist nicht religiös geprägt, aber zumindest so konventionell, dass ich, mit vielen Zweifeln, konfirmiert wurde. Als ich "in die Welt hinauszog" war mein Gefühl der Überlegenheit und Selbstbestimmtheit so stark, dass ich keinen Gott wollte, der mir in irgendetwas hereinredet. Aber schon als die ersten Niederlagen kamen, habe ich mich dabei ertappt, wieder im Gottesdienst Trost zu suchen. Seit ich die Verantwortung für meine Kinder habe und die tiefe Liebe zu ihnen spüre (und oft auch heftige Wut!), ist mir mein Gott einfach wieder nahe gerückt. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich Gott dankbar sein kann für das Glück, das ich täglich erlebe. Ich bitte ihn, dass er mir hilft, an meinen Fehlern zu arbeiten und mir vor allem mehr Geduld zu schenken.

    Ich habe volles Verständnis, wenn andere meinen, ihr Leben ohne Gott meistern zu können, aber für mich fühlt es sich so richtig an. Ich bete jeden Morgen und Abend, das hilft mir, die schönen und unschönen Dinge des Tages zu verarbeiten.

  4. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Hallo Leute!

    Im folgenden Link koennt Ihr lesen, warum viele beruehmte Scientists an Gott oder eine groessere Macht glauben.
    Leider ist dieser Link in englisch.

    Freundliche Gruesse,
    Texas Amerle

    http://www.simpletoremember.com/vita...nce_Quotes.htm

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    "Beweise" für die Existenz oder die Nichtexistenz von Gott oder Göttern auf wissenschaftlicher Grundlage beruhten bisher noch immer auf einer Verabsolutierung des aktuellen Wissensstands, auf der Mißachtung des eingeschränkten Gültigkeitsbereichs wissenschaftlicher Theorien oder schlicht auf mangelnder Sachkompetenz. Abgesehen davon wird auf der verlinkten Seite natürlich selektiv zitiert.

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von tessie_10
    Ich gestehe, diese Denkweise empfinde ich als zutiefst erschütternd ! Liebe assoziiert man mit "Genießen", das ganze verursacht durch einen Cocktail aus Körperchemie und Prägung ....
    Tja, es gibt eine Liebe die man geniessen kann. Der Eros war gemeint. Ich bin mir sicher auch glaeubige Menschen haben schon mal davon gehoert. :)) Und in wen ich mich verliebe hat mit Koerperchemie und Praegung zu tun. Oder will mir hier jemand widersprechen?

    Und natuerlich gibt es auch noch andere Formen der Liebe. Alle sind psychologisch, neurophysiologisch, soziologisch, anthropologisch, ... recht gut erklaerbar. Ignorieren Glaeubige diese Forschungsergebnisse? Wenn ja, warum.
    Warum wird ein Gefuehl abgewertet, wenn man es erklaeren kann? Wird es echter, besser, staerker, ehrlicher, wenn man es nicht erklaeren kann? Seltsame Logik.

    Einen kulturellen Ueberbau auf die Biologie draufzusetzen ist eine menschliche Eigenschaft, Faehigkeit, Notwendigkeit, ...

    Freundesliebe, Mutterliebe, Treue, Aufopferung, ....
    Nein, mich erschuettert es ueberhaupt nicht, dass all diese Werte erklaerbar sind, und man sie dadurch verstandesmaessig erfassen kann. Sie sind notwendig fuer die Gemeinschaft, und niemand kann ohne Gemeinschaft leben, jeder ist auf irgendeine Art ein Teil einer Gemeinschaft, braucht also einen Rahmen, ein System, nach dem er mit anderen zusammenlebt. Die Faehigkeit zu lieben hat dabei eine wichtige Funktion. Ich muss als Mensch lieben koennen, um mein Menschsein als Teil einer Gemeinschaft leben zu koennen. Und guess what: die Natur hat es so eingerichtet, dass ich das auch kann ...

    Was stört Dich denn so an dem kleinen Wörtchen "Liebe" ?
    Hab ich doch geschrieben: das Tunwort "lieben" kann ich konkreter mit Inhalt fuellen.

    Ich bin halt ein alter Pragmatiker.
    Den gepflegten Schwummer kann ich auch (habe ja schliesslich Kultur), wenn es aber wichtig wird, und das wirds manchmal zwischen Menschen, dann will ich Butter bei die Fische. Dann ist mir der Begriff "Liebe" zu allgemein und schwammig. Liebe zeigt sich im tun.

    Was ich gegen Unerklaerliches, Unverstaendliches, Schwammiges habe? na ja: fuer flache Gewaesser ist es schon besser, wenn sie ein bisschen truebe sind. Man sieht dann nicht gleich auf den ersten Blick wie flach sie sind.....

  7. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Hab ich doch geschrieben: das Tunwort "lieben" kann ich konkreter mit Inhalt fuellen.

    Ich bin halt ein alter Pragmatiker.
    Den gepflegten Schwummer kann ich auch (habe ja schliesslich Kultur), wenn es aber wichtig wird, und das wirds manchmal zwischen Menschen, dann will ich Butter bei die Fische. Dann ist mir der Begriff "Liebe" zu allgemein und schwammig. Liebe zeigt sich im tun.

    Was ich gegen Unerklaerliches, Unverstaendliches, Schwammiges habe? na ja: fuer flache Gewaesser ist es schon besser, wenn sie ein bisschen truebe sind. Man sieht dann nicht gleich auf den ersten Blick wie flach sie sind.....


    Ich bin auch ein ganz praktischer Mensch: ich hab eine supertolle Kommode mit ganz vielen Fächern, da steht auf jeder Schublade genau drauf, was drin ist. Ich find die wunderbar praktisch!

    Das Leben und das Miteinander mit andern ist da eher bisschen wie eine Wundertüte - du weisst nie, was in einem andern Menschen drinsteckt oder was um die nächste Ecke kommt...

    Gott sei Dank!

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das Leben und das Miteinander mit andern ist da eher bisschen wie eine Wundertüte - du weisst nie, was in einem andern Menschen drinsteckt oder was um die nächste Ecke kommt...
    Man lernt doch nie aus ...

  9. gesperrt

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Tja, es gibt eine Liebe die man geniessen kann. Der Eros war gemeint.
    Gestört hatte mich in Deinem Statement nur die einseitige Begrenzung des Begriffes Liebe auf Erotik, so als gäbe es sonst nichts anderes. Immerhin sind wir im Religionsforum und wenigstens im christlichen Sinne bedeutet Liebe nun mal mehr wie Erotik, das ist Dir bestimmt auch nicht ganz neu.

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Und natuerlich gibt es auch noch andere Formen der Liebe. Alle sind psychologisch, neurophysiologisch, soziologisch, anthropologisch, ... recht gut erklaerbar. Ignorieren Glaeubige diese Forschungsergebnisse?
    Warum sollten Gläubige diese Forschungsergebnisse ignorieren ? Solange man sich nicht hinstellt und verkündet, man hätte damit eine „rationale“ Erlärung gefunden, habe ich keinerlei Problem damit. Diese Forschungsergebnisse sind jedoch nüchtern gesehen nichts weiter wie wissenschaftliche Beobachtungen, Analysen, Umschreibungen eines Gefühlszustandes, den man im Grunde nicht erklären kann. Die Behauptung, man könne es doch, ist etwa ähnlich anmaßend wie z.B. die Patentierung von Genen, was man ja dreisterweise heute auch schon tut. Ganz so, als wären man, nur weil man die Gen-Strukturen entschlüsselt hat (bei aller Achtung vor dieser Leistung ...), der Erfinder derselben, was aber, so empfinde ich es jedenfalls, eine kaum noch zu überbietende Anmaßung darstellt.

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Und in wen ich mich verliebe hat mit Koerperchemie und Praegung zu tun. Oder will mir hier jemand widersprechen?
    Liebe (im erotischem Sinne, bleiben wir mal dabei) hat etwas mit Körperchemie und Prägung zu tun, das stimmt. Diese damit erklären zu wollen ist jedoch ganz was anderes.... Da wirst Du Dich mit Liebe genauso schwer tun wie mit anderen Gefühlen, wie etwa Haß, Freude, Schmerz , Trauer. Oder ? Wenn Du diese aber erklären kannst, dann tu‘s doch einfach. Bin immer noch sehr gespannt darauf ....

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Warum wird ein Gefuehl abgewertet, wenn man es erklaeren kann? Wird es echter, besser, staerker, ehrlicher, wenn man es nicht erklaeren kann? Seltsame Logik.
    Habe gar nie behauptet, ein Gefühl würde dadurch abgewertet, nur weil man es erklären könnte, das macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn. Doch erklärt wird es mit dieser Feststellung leider immer noch nicht ....

  10. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Sisyphos,
    solange Eros dein Logos mal zeitweise zu verjagen vermag, ist wohl alles in Butter.

    'Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?'

    Viele Menschen haben ihr Leben gelebt und gehen dem Nichts mit einem Lächeln entgegen, ohne ihre Seele in andere Hände abgegeben zu haben.

    Anderen fällt diese Vorstellung schwer.
    Jeder wie er es mag ( das Schöne am Christentum ist, man darf sich auf dem Sterbebett rückversichern).

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