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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Opelius
    In diesem Forum fällt mir einfach etwas auf.

    Wenn jemand hier schreibt, dass ihm sein Glauben etwas bedeutet, wird er mit zum Teil provozierenden Fragen überhäuft. Er soll erklären, warum Jesus am Kreuz gestorben ist, möglicherweise sogar das Phänomen der Jungfrauengeburt erläutern, warum Gott eine Sintflut schickte. Diese Fragen sind zulässig und bringen diejenige und auch mich sogar in die Bredouille. Das ist OK.
    Du findest solche Fragen provozierend?

    Wenn mich noch was erschuettern koennte, faende ich es erschuetternd, dass Menschen massenweise und freiwillig ihren logischen Verstand einfach so ausschalten.

  2. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Hallo Laborschnecke,
    bei mir war es genau so, wie Du es in Deinem Eingangsposting beschreiben hast. Bei uns in der Familie war Religion kein Thema, meine Eltern sind beide aus der Kirche ausgetreten, ich bin zwar getauft, aber eher der Oma wegen.
    Mit über 30 habe ich angefangen in die Kirche zu gehen, ganz freiwillig, ohne dass ich ein traumatisches Ereignis im Leben gehabt hätte. Keine Krankheit, keine Zukunftsängste, keine Angst vorm Sterben, absolut nichts.
    Mein Leben hat es bereichert, ich sehe vieles anders und es tut mir gut. Letztes Jahr war ich auf einer Wallfahrt in Rom, ein tolles Erlebnis. Und nun ist es mein großer Traum, einmal den Jakobsweg zu pilgern...
    Liebe Grüße

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Laborschnecke
    Liebe Bricom,
    habt Ihr in Eurem Leben schon einmal daran gedacht, Euch dem Glauben, dem ihr möglicherweise einmal den Rücken gekehrt habt, oder für den ihr Euch früher nie interessiert habt, wieder zuzuwenden?
    Wenn ja, was waren Eure Beweggründe? Habt Ihr diesen Schritt dann getan oder war es nur ein vorübergehender Wunsch oder eine Sehnsucht?

    Danke für Eure Ausführungen
    Laborschnecke
    Liebe Laborschnecke,

    warum sollte es sich mit dem Glauben, egal an welchen, anders verhalten als mit dem von Dir zitierten Ketchup? Frueher hab ich ganz viel davon verschlungen, dann konnte ich ihn ne zeitlang nicht mehr sehen und heute mach ich noch ein bisschen Paprikagewuerz zu.

    C'est la vie.

  4. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Wenn mich noch was erschuettern koennte, faende ich es erschuetternd, dass Menschen massenweise und freiwillig ihren logischen Verstand einfach so ausschalten.
    Wie definierst Du - unter Einbeziehung des von Dir allzeit geforderten Verstandes - das Gefühl Liebe?
    Negierst Du es, weil es sich rational nicht erklären und erfassen lässt?
    Lässt Du dieses Gefühl außen vor, wenn es Dein Verstand von Dir fordert?

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Wenn mich noch was erschuettern koennte, faende ich es erschuetternd, dass Menschen massenweise und freiwillig ihren logischen Verstand einfach so ausschalten.

    Wenn ich Deiner Überlegung folge, heißt Christ sein doof sein, da er seinen logischen Verstand ausgeschaltet hat.

    Was mir da allerdings zu denken gibt, sind die Überlegungen von
    Stephen Hawking:

    " Für Hawking ist die Suche nach dem Wesen des Universums gleichermaßen eine religiöse Frage. So schreibt er in seinem Buch "Eine kurze Geschichte der Zeit": "Wenn wir jedoch eine vollständige Theorie entdecken, dürfte sie nach einer gewissen Zeit in ihren Grundzügen für jedermann verständlich sein, nicht nur für eine Handvoll Spezialisten. Dann werden wir uns alle – Philosophen, Naturwissenschaftler und Laien – mit der Frage auseinandersetzen können, warum es uns und das Universum gibt. Wenn wir die Antwort auf diese Frage fänden, wäre das der endgültige Triumph der menschlichen Vernunft – denn dann würden wir Gottes Plan kennen." "

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie definierst Du - unter Einbeziehung des von Dir allzeit geforderten Verstandes - das Gefühl Liebe?
    Negierst Du es, weil es sich rational nicht erklären und erfassen lässt?
    Lässt Du dieses Gefühl außen vor, wenn es Dein Verstand von Dir fordert?
    Was hat Liebe mit Religion zu tun? Ich verstehe den Zusammenhang irgendwie nicht.

    Liebe ist ein Gefühlszustand mit optisch-chemischen Wurzeln. Ich negiere Liebe nicht, weil ich finde, dass man Liebe rational erklären kann.

    Und ja, ich kann Verstand vor Liebe setzen, z.B. dann, wenn mein Ehegatte unser Geld in der Spielbank verschleudern würde.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    Zitat Zitat von Sisyphos
    Ob jemand fuer seinen christlichen(!) Glauben die Bibel ganz individuell und persoenlich interpretiert, oder ob er sich an die offizielle Kirchenmeinung anlehnt, macht ja oft in Bezug auf die Logik keinen grossen Unterschied fuer einen Nicht-Glaeubigen ...

    Ich hatte das Eingangsposting nicht so verstanden, dass eine ungebundene und Kirchen/Religionsunabhaengige ganz persoenliche Spiritualitaet gemeint war. Ich bin der Meinung, dass der poster einen Glauben im Rahmen einer der grossen Religionen meint. Liege ich da falsch?

    Um welchen Glauben geht's Dir denn?
    Sisyphos,
    ich bin durch meine Taufe Protestantin. Meine Eltern hatten nie einen großen Bezug zur Kirche, waren nicht kirchlich getraut. Sie wollten mir aber durch die Taufe eine Richtung "vorschlagen". Erst trat mein Vater aus der Kirche aus, nachdem meine jüngere Schwester sich gegen eine Konfirmation entschieden hatte, tat meine Mutter es ihm nach. Ich selbst habe als Jugendliche durch die ortsansässige Jugendkantorei, in der ich mitgesungen habe (weil es der einzige Chor in der Umgebung war und gerne singe), viele Gottesdienste besucht, meine Distanz zu dem Glauben aber nie in Frage gestellt. Allein die Hoffnung und der Optimismus, die im Osternachtsgottesdienst zu spüren war, haben mich bis heute nicht losgelassen.

    So viel zu meiner Person. Und ein bißchen dazu, warum ich diese Frage stelle. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob ich nicht doch Glauben habe, und nicht nur Anerkennung für die Kirche dafür, dass sie in unserer ländlichen Gegend als einzige Institution Jugendarbeit leistet (weshalb ich auch bis heute Kirchensteuern bezahle).

    Ich meinte keine bestimmte Religion oder Konfession. Ich meinte Glaube allgemein. Mir ging es auch ein bißchen darum, wie der Glaube dann jetzt gelebt wird (sprich: Gehe regelmäßig in die Kirche ODER Ich nehme mir das, woran ich glaube ODER ich genieße die Gesellschaft mit der Gemeinde ODER ODER ODER).
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

  8. Inaktiver User

    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    @sternchen: Nein, ich find die 10 Gebote absolut nicht mehr verschroben. Mir ist mein Seelenheil wichtig, und die 10 Gebote sind für mich eine Art Richtschnur, um nachts gut schlafen zu können. Ich versuch danach zu leben, denn ich möchte in Frieden mit mir leben.

    @sisyphos: Klar geht's auch ohne Gott - aber mit Gott find ich's Leben leichter und intensiver.
    Für mich ist das Leben ein Wunder, das hab ich ganz konkret erfahren, als meine Tochter vor genau 18 Jahren auf die Welt kam...
    Und wenn Glaube was mit Logik zu tun hätte, würde es nicht "Glaube" heissen. Wie schon der kleine Prinz sagte: Man sieht nur mit dem Herzen gut....

    Und generell kann ich nur sagen: Der Glaube an eine Höhere Macht für mich nichts damit zu tun, ob es Päpste, Popen oder Rabbhis gibt.

    Denn es ist völlig wurscht was ich glaube oder was ich von mir gebe, entscheidend ist, was ich lebe, was ich tue.

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    [QUOTE=Opelius]In diesem Forum fällt mir einfach etwas auf.

    Wenn jemand hier schreibt, dass ihm sein Glauben etwas bedeutet, wird er mit zum Teil provozierenden Fragen überhäuft. Er soll erklären, warum Jesus am Kreuz gestorben ist, möglicherweise sogar das Phänomen der Jungfrauengeburt erläutern, warum Gott eine Sintflut schickte. Diese Fragen sind zulässig und bringen diejenige und auch mich sogar in die Bredouille. Das ist OK.

    Ach, Opelius, fast könntest du mir leid tun.

    Da kommen diese bösen Ungläubigen und wollen immerzu Erklärungen und Erläuterungen. Warum das alles wahr ist, was die Kirche behauptet? Deine Mama hat es gesagt, es steht in der Bibel, und der Vatikan sagt es auch. Ganz einfach.

    Du bringst die Jungfrauengeburt aufs Tapet (an deiner Stelle hätte ich das nicht getan....).

    Die kath. Kirche verkündet als Dogma, dass Maria "vor der Geburt, während der Geburt und nach der Geburt" Jungfrau war. Wie das ging, dass der Kopf des Jesuskindes durchtrat, ohne das Hymen zu verletzen, sagt sie nicht. Aber bei Gott ist kein Ding unmöglich, und wer an die Sintflut glaubt, kann alles glauben.
    Geändert von 3146 (17.01.2007 um 10:41 Uhr)

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    AW: Beweggründe zur (Rück-)Besinnung zum Glauben?

    @melli.suga
    Danke für Deinen Beitrag!

    @cestlavie

    Das klingt gut. Mal sehen, was meine Ketchupflasche so hergibt.

    @Majolikas
    Man wird nicht für voll genommen, dass man seinen Glauben auf der Heiligen Schrift begründet? Wo habe ich denn das geschrieben?
    Das Leben ist wie eine Flasche Ketchup: Erst kommt lange nichts und dann alles auf einmal!

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