Genau. Was alles Attribute sind, die Menschen traditionell dem Göttlichen zuschreiben. zum Beispiel im Johannesevangelium, wo der "Logos" genannt wird, (meist übersetzt als "das Wort", aber das ist auch "Logik, Sinn, Ordnung" impliziert), und beschrieben wird als das Licht, das jeden (!) Menschen erleuchtet.
gruss, barbara
Antworten
Ergebnis 621 bis 630 von 988
-
09.07.2016, 16:03
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
-
09.07.2016, 16:05
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Glücklich sind wahrscheinlich Menschen, die erst überhaupt keine Probleme haben und andere setzen sich entsprechend damit auseinander (oder auch nicht) um wieder zufrieden sein zu können. Kann sein. Ich setze mich auch nicht mit jedem Problem auseinander und bin meistens doch zufrieden.
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
-
09.07.2016, 16:06
-
09.07.2016, 16:11
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Um das Allgemeinmenschliche zu erkennen brauche ich keine alten Schriften zu lesen und keine Religionsstifter.
Ich wurde im evolutionären Prozess mit einem zu Abstraktion, Kombination und Empathie befähigten Hirn ausgestattet.
Na dann kann ich ja jetzt meinen eigenen Fanclub gründen und Leader werden....Ich hab ja inzwischen schon mehrere Beispiele genannt von Haltungen, die du vertrittst, und die von religiösen Texten genau gleich vertreten werden - gearde in Bezug auf das Selber-Denken, auf das selbständige Erabeiten von dem, was man für wahr hält.
Ach, nö, das Anführertum gibt mir nicht wirklich was....
"Falls dir das Empfinden von Angst in allen Lebenslagen fremd sein sollte,..."In der Tat. Menschen haben halt gelegentlich Angst. Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst vor Schmerzen, Angst vor dem Alleinsein, Angst vor Gewalt, Angst vor Tadel und sozialer Isolation, Angst vor Armut, Angst vor Krankheit, Angst zu versagen, etc etc... und viele diese Ängste sind sehr wohl begründet. Bei vielen dieser Ängste kann ein Mensch nur begrenzt etwas tun, um sie sicher abzuwenden.
Falls dir das Empfinden von Angst in allen Lebenslagen fremd sein sollte, so hast du natürlcih kein Bedarf daran, Angst zu überwinden. Die meisten Menschen haben allerdings gelegentlich Angst.
Herr je, musst Du immer so simplegestrickt-suggestiv schreiben?
Natürlich hatte und habe ich in meinem Leben Angst. Täglich.
Mein Körper treibt mich, damit ich was für seinen Erhalt tue.
Ich bin mit der Hirnchemie eines sterblichen, und sich seiner selbst und seiner Verletzlichkeit bewussten Primaten ausgestattet, wie sollte es also anders sein.
Andererseits bin ich als Atheist auch in der Lage, alles was so passiert, auch das, was mir passiert, aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Vieles ist dann eher komisch als tragisch.
Ja, und hier sie wieder, die raunende Andeutung, dass man mehr weiß als andere. Dass man zum erlesenen kleinen Zirkel derjenigen gehört, die über die Kenntnisse und Fähigkeiten zur Einteilung in echt und falsch verfügen. Die Methoden der selbsternannten Experten ändern sich doch nie.nein, mit Langweile, Leichtgläubigkeit und religiöse Indoktrinierung kriegt man vielleicht ein paar dramatische Inszenierungen raus, aber nicht Spiritualität. Nicht überall wo Spiritualität drauf steht ist Spiritualität drin.Geändert von Kholja (09.07.2016 um 16:21 Uhr)
Extraordinary claims require extraordinary evidence.
"Good people are doing good things and evil people are doing evil things.
But for good people to do evil things, that takes religion." (Steven Weinberg)
People deserve respect. Ideologies, ideas, opinions and beliefs do NOT.
Da man nicht entscheiden kann, was man glaubt, ist Glaube moralisch bedeutungslos.
Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
-
09.07.2016, 16:29
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Extraordinary claims require extraordinary evidence.
"Good people are doing good things and evil people are doing evil things.
But for good people to do evil things, that takes religion." (Steven Weinberg)
People deserve respect. Ideologies, ideas, opinions and beliefs do NOT.
Da man nicht entscheiden kann, was man glaubt, ist Glaube moralisch bedeutungslos.
Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
-
09.07.2016, 17:24
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Sämtliche Religionen können nur auf dem aufbauen, was in der menschlichen Natur sowieso angelegt ist.
Es gibt keine originär christlichen Werte.
Es gibt ein Ineinandergreifen gesellschaftlicher und technischer Entwicklung, und der Ent-wicklung und Ausdifferenzierung angelegter (und epigenetisch weiterentwickelter) menschlicher Potentiale.
Es gibt den Reifungsprozess, den Individuen durchlaufen, beim Menschen tendenziell hin zu größerer Abstraktionsfähigkeit. Dazu gehört eine immer abstrakter begründete Moral, die auch gesellschaftlich wirksam werden kann, wenn die realen Machtverhältnisse dafür günstig sind.
Letztendlich ist aber alle Moral schon in den höherentwickelten Säugetieren angelegt.
Der Humanismus wäre nicht möglich geworden ohne die Rückbesinnung auf die griechische Philosophie, und den äußeren Druck auf die Kirchen, zentrale Stellen der Bibel so umzuleiten, dass sie mit einer sich höher entwickelnden Moral kompatibel wurden.
Die zweitausendjährige Diktatur der Kirchen hat mit ihren Angstszenarien gute 100 Generationen vom Kindesalter bis aufs Sterbebett traumatisiert. Die Heilung wird lange, lange dauern, wenn die Auswirkungen, die die Epigenetik beschreibt, stimmen sollten. Ich wünschte mir mal 200 Jahre Humanismus, Philosophie, Erziehung zum Skeptizismus, zur Selbstkompetenz und Freiheit.Extraordinary claims require extraordinary evidence.
"Good people are doing good things and evil people are doing evil things.
But for good people to do evil things, that takes religion." (Steven Weinberg)
People deserve respect. Ideologies, ideas, opinions and beliefs do NOT.
Da man nicht entscheiden kann, was man glaubt, ist Glaube moralisch bedeutungslos.
Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen.
-
09.07.2016, 20:06
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Das wünsche ich mir auch.
Vielleicht blieben dann auch die Glaubenskriege aus ...man weiss es nicht.
Wer weiss, der muss nicht um etwas kämpfen, was er sowieso weiss.
Er muss auch keinem etwas beweisen, und er muss nicht unbedingt "RECHT" haben wollen ...egal, was er weiss.
Der römische Dichter Phaedrus schrieb:
Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen, der erste
Eindruck täuscht viele.
Und nur die Klugheit einiger weniger nimmt wahr, was so gründlich
verborgen schien.
-
09.07.2016, 20:10
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
du musst nicht, aber du kannst, und eine Menge dieser Schriften wären bestimmt auch für dich bereichernd.
Das wurden wir alle; deswegen müssen wir aber nicht das Rad ständig neu erfinden. Ich halte es für sinnvoll, auch mal zu gucken, was die Alten taten, das Gute davon zu nehmen, und es an aktuelle Umstände und Entwicklungen anzupassen und so selbst weiter zu entwickeln.Ich wurde im evolutionären Prozess mit einem zu Abstraktion, Kombination und Empathie befähigten Hirn ausgestattet.
Das machen wir ja auch in andern Disziplinen ganz selbstverständlich so, dass die Leistungen der Alten gewürdigt werden und auch aufgezeigt wird, wie eins auf dem andern aufbaut.
ich versuche das, was du schreibst, auf ein Deutsch zu übersetzen, das mir verständlich ist."Falls dir das Empfinden von Angst in allen Lebenslagen fremd sein sollte,..."
Herr je, musst Du immer so simplegestrickt-suggestiv schreiben?
Das hat nun aber mit Angstmanagement nicht wirklich was zu tun, oder?Andererseits bin ich als Atheist auch in der Lage, alles was so passiert, auch das, was mir passiert, aus einer gewissen Distanz zu betrachten. Vieles ist dann eher komisch als tragisch.
Was tust du denn, wenn du etwas tun musst, wovor du dich aber fürchtest? Aber du musst es trotzdem tun?
Abhauen ist nicht immer die Lösung.
Ich studiere das Thema inzwischen auch seit gut zwanzig Jahren, hoffentlich weiss ich inzwischen darüber mehr als andere, die das nicht tun!Ja, und hier sie wieder, die raunende Andeutung, dass man mehr weiß als andere.
naja, du willst ja gar nicht zu diesem (gar nicht kleinen) Zirkel gehören, was regst du dich also auf? Dir stünde das genauso offen wie allen andern auch. Aber es ist halt mit Arbeit verbunden; allerdings lese ich aus deinen Beiträgen heraus, dass es dich nicht im geringsten interessiert, diese Arbeit zu machen.Dass man zum erlesenen kleinen Zirkel derjenigen gehört, die über die Kenntnisse und Fähigkeiten zur Einteilung in echt und falsch verfügen.
Aber dann wieder rumraunzen. Echt, was soll das.
Viele dieser Experten sind keineswegs selbsternannt (zB Priester, Mönche); in vielen Aspekten rund um Spiritualität sind entsprechende Lehrgänge und Systematisierungen in Vorbereitung; und dass die Validität einer Aussage von Experten beurteilt werden muss, ist ein völlig übliches Verfahren, gerade auch in der Wissenschaft, wo man zB das Peer-Review-System kennt, wo Experten die Arbeiten von Experten beurteilen.Die Methoden der selbsternannten Experten ändern sich doch nie.
gruss, barbara
-
09.07.2016, 20:13
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Eine Frage habe ich inzwischen shcon vielen Atheisten gestellt, als Antwort bisher aber leider nur ein Rumeiern gekriegt und nie eine klare, eindeutige Aussage: Worauf gründen denn Atheisten ihre Werte und wie können sie sicher sein, dass sie die richtigen Werte haben?
womöglich kannst du mir ja diese Frage beantworten, wie du das machst.
gruss, barbara
-
09.07.2016, 20:22
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
in der Tat.
nein, aber es gibt eine ehrwürdige Tradition, die eine ganze Menge von Moden und unterschiedlichen Geistern der Zeit überstanden hat. Was ich eine grosse Leistung finde und da erwacht meine Neugier, was an dieser Tradition so dran ist, dass sie Menschen aus verschiedensten Kulturen über Jahrtausende ansprechen kann.Es gibt keine originär christlichen Werte.
Auf welches abstrakte Prinzip gründest du denn deine Moral?Dazu gehört eine immer abstrakter begründete Moral, die auch gesellschaftlich wirksam werden kann, wenn die realen Machtverhältnisse dafür günstig sind.
In allen hochentwickelten Säugetieren sind auch diverse unschöne Dinge angelegt.Letztendlich ist aber alle Moral schon in den höherentwickelten Säugetieren angelegt.
Kultur kommt dann rein, wenn man sich fragt, welche dieser Dinge man fördern will und welche bremsen. Denn nur die Tatsache, dass etwas eine natürliche Anlage ist, bedeutet noch längst nicht, dass es gut ist. Oder doch?
Das neue Testament ist in griechisch geschrieben; die griechische Denkweise war dem Christentum nie fremd.Der Humanismus wäre nicht möglich geworden ohne die Rückbesinnung auf die griechische Philosophie, und den äußeren Druck auf die Kirchen, zentrale Stellen der Bibel so umzuleiten, dass sie mit einer sich höher entwickelnden Moral kompatibel wurden.
Und was meinst du mit "zentrale Stellen der Bibel umleiten"?
Jetzt bist du aber im Dramaqueen-Modus.Die zweitausendjährige Diktatur der Kirchen hat mit ihren Angstszenarien gute 100 Generationen vom Kindesalter bis aufs Sterbebett traumatisiert.
Meinst du, die Germanen, zum Beispiel, hätten lieber bei ihren heidnischen Bräuchen wie zB Menschenopfer bleiben sollen und wären dadurch weniger traumatisiert? - ich zweifle.
Das Christentum war in vielen Regionen deutlich sanfter und freundlicher als die Bräuche und Mentalitäten, die es ersetzte.
Die Bibel sagt dazu, dass positive Einflüsse über tausend Generationen wirken, negative Einflüsse nur drei Generationen lang. Die Epigenetik wird das vermutlich auch irgendwann bestätigen können.Die Heilung wird lange, lange dauern, wenn die Auswirkungen, die die Epigenetik beschreibt, stimmen sollten.
Das war doch in den letzten 200 Jahren schon die Stossrichtung von Unterricht, der ist ja schon längst so ausgerichtet. Und zwar im Grossen und Ganzen, nicht in einem Extrafach eine Stunde pro Woche.Ich wünschte mir mal 200 Jahre Humanismus, Philosophie, Erziehung zum Skeptizismus, zur Selbstkompetenz und Freiheit.
gruss, barbara



Zitieren