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02.07.2016, 22:00
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
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02.07.2016, 22:06Inaktiver User
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02.07.2016, 22:08Inaktiver User
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02.07.2016, 22:22
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Nö, schämen tue ich mich nicht, keine Sorge. Es klang bei Dir nur etwas danach. Aber ich lag ja mit meiner Annahme daneben, denn es nicht Scham, die dich umtreibt, sondern Abneigung, denn, auch wenn Du sagst, dass Du nichts gegen Menschen hast, die an Gott glauben, dann klingt doch auch wieder eine starke Abneigung gegen Glauben/Religion durch, was ja ok ist. Ich kenne Dich ja nicht und weiß nicht, was Du für - schlechte- Erfahrungen gemacht hast, um zu dieser Abneigung zu gelangen.
Nur erschließt sich mir nicht, wie Du Menschen von ihrem Glauben trennen kannst. Letzteres ist nicht ohne Ersteres möglich.
Aber diese Erörterung ist ot. Deshalb belass' ich das mal hierbei.
Nix für ungut
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02.07.2016, 22:31Inaktiver User
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Indem ich nicht weiß, wer von meinen Mitmenschen glaubt oder nicht. Hier in Berlin - zumindest in meinen Kreisen - wurde (bis vor dem Zuzug der Rheinländer nach dem Hauptstadtumzug) so gut wie nie über Religion gesprochen. Es ist einfach Privatsache.
Ich bin getauft und wurde konfirmiert, obwohl ich - seit ich denken kann - noch nie an Gott geglaubt habe. Noch nicht mal im Konfirmationsunterricht haben wir über Glauben gesprochen, sondern über die RAF und ihre Ziele bzw. Mittel (die wir selbstverständlich ablehnten), die Ungerechtigkeiten dieser Welt und die Ausbeutung der Dritten Welt durch die erste usw.
Trotzdem weiß ich mehr über Religionen als so mancher Gläubige. Und ich finde sie durchweg alle schei...
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03.07.2016, 06:29
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Das hat zwar mit der Ausgangsfrage nichts zu tun, aber die Tanzverbote an Karfreitag , Volkstrauertag, Totensonntag gehen zwar auf den Kirchenkalender zurück, sind aber in allen Bundesländern gesetzliche Verbote. Es ist Aufgabe der Wähler, Parteien und Abgeordnete zu wählen, die das abschaffen wollen.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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03.07.2016, 07:42Inaktiver User
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Ich denke wirklich, dass Spiritualität in den Menschen eingebaut ist. (Kann mich natürlich auch irren.)
Spiritualität im Sinne von „sich selbst als über das Materielle hinaus denken“ oder als „sich selbst über den Tod hinaus denken“.
Ich glaube, dass es mit zwei Sachen zu tun hat.
Einmal mit der Angst vor dem Tod, die beim Einzelnen sinnvoll ist, wenn das Leben insgesamt aufs Überleben angelegt ist.
Und dann noch mit der Neigung oder Fähigkeit des Menschen, „Arbeitshypothesen“ oder „vorläufige Erklärungen“ für zunächst Unerklärliches (vormals z.B. Blitz und Donner, heute vielleicht die Entwicklung an den Börsen?) zu bilden und zu akzeptieren, um weiter vorwärtsgerichtet, optimistisch und produktiv agieren zu können, um lernen und überleben zu können.
Meiner Meinung nach Spiritualität also insgesamt biologisch erstmal sinnvoll und nützlich, aufs Individuum bezogen medizinisch/psychologisch sowieso. Wer mag, kann ja mal blue zones googeln, da spielt Spirutalität auch eine Rolle, wenn ich mich richtig erinnere.
Und darum können wir sie nicht vermeiden. Ich glaube, dass wir einfach spirituell gemacht sind, so wie Fische unter Wasser atmen. Wir haben es im Bioprogramm.
Dies ist für mich völlig losgelöst davon, ob das, woran die Spiritualität glaubt oder woran sie sich richtet, tatsächlich existiert. Also: Ob es einen meine materielle Existenz transzendierenden Sinn wirklich gibt, hat nichts damit zu tun, ob ich daran glaube. Das sind zwei ganz verschiedene Fragen.
Es ist halt so, dass wir unser Denken und Handeln gerne als rational wahrnehmen, aber in Wirklichkeit ist es alles andere.
Und noch etwas:
Atheismus ist auch ein Glaube, eine Überzeugung. (Ein durchaus sympathischer und auch bunter, finde ich.) Es hat alles damit zu tun, ob man sich eine Welt- und Selbsterklärung baut und sich damit wohl fühlt.
Wenn man das Relativieren und Anzweifeln und „Ich weiß, dass ich nichts weiß und glaube an gar nichts“ konsequent betreiben möchte, müsste man Agnostiker sein. Da hat, finde ich, Yann Martell Recht.
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03.07.2016, 08:09
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Naja, Karfreitag ist nun mal ein Gedenktag im christlichen Glauben. Könnte doch toleriert werden. Desweiteren könntest du mindestens 360 Tage im Jahr tanzen. Und in deinen vier Wänden jeden Tag und auch in der Nacht, genauso am Karfreitag
Davon abgesehen ist Tanzen ein Ausdruck von Spiritualität auch im Sinne von Freude und Körperwahrnehmung und hiermit deine Annäherung an Spiritualität gegeben
Lediglich rational und aus Vernunftgründen zu handeln und zu denken halte ich für beschränkt im Sinne von freiheitlichem Denken und Handeln. Außerdem schadet es nichts und niemanden, sich auch nicht wissenschaftlich belegten Erklärungen anzunähern und andere Möglichkeiten in Betracht zu nehmen. Der Ursprung in manchen Forschungsrichtungen basiert auch auf solcher Einstellung
- Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
von Bruce Lee
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03.07.2016, 08:37Inaktiver User
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
Beekeeper,
das finde ich wunderbar ausgedrückt und auch erklärt


Alles was ich nicht aktiv lebe wuchert dann eben.
Schon aus dem Grund begann ich mich für dieses Gebiet zu interessieren.
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03.07.2016, 08:45Inaktiver User
AW: Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader?
mehr als du vermutlich denkst.
Spiritualität öffnet - und das bewirkt eben viel.
Wir werden ja in der Regel erzogen zweckorientiert zu lernen.
Ein spirituell ausgerichteter Mensch macht und lernt was ihm Spass macht.
Du machst immer mehr nur noch was dir Spass und Freude bringt.
Vollziehst Quantensprünge und scherst dich nicht darum wenn es nicht Jeder nachvollziehen kann.
Wie oft wurde mir gedroht nicht nur das zu machen was mir Spass macht.
Das habe ich regelrecht als Todesurteil empfunden.
Weil es mich ja zunächst automatisch in Richtung Spassbremse führte.
Was Spass machte konnte nix taugen.
Und was leicht ist war verdächtig.



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Sind wir nun schon so weit, dass man sich dafür schämen muss, eine Religion auszuüben und auf diese Weise Spiritualität auszuleben?