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  1. Inaktiver User

    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Zitat Zitat von droctopus Beitrag anzeigen
    Der Mann hat die Vormundschaft sowohl über seine Frauen als auch über seine Kinder (und hierfür wiederum liefert er sehr gute Argumente). Vermutlich weil er ein Philosoph ist, macht er sich jedoch scheinbar wenig Gedanken über den Realismus seiner Vorschläge. Denn zunächst, im Falle des Todes des Mannes wird den Frauen eine "hypothekarisch zugesicherte" Rente auf Lebenszeit bewilligt (jedoch das Vermögen, falls vorhanden, an den nächsten männlichen Nachkommen vererbt, sonst wohl nicht vererbt, da Schopenhauer es ablehnt Frauen mit unnötigem Reichtum auszustatten, den sie sich nicht selbst verdient haben).
    Da ist der erste Knackpunkt: was heißt hier hypothekarisch zugesichert?
    Zweites noch viel größeres Problem: Wie soll ein Mann mit einem Job (selbst wenn er sehr gut verdient) soviele Ehefrauen durchbringen / finanzieren?
    Ich konnte nichts dazu finden im Text. Wie könnte man sowas realistisch umsetzen?
    Wie du siehst, nicht realisierbar hier und heute. woanders schon eher. aber hier in D klappt es derzeit zum Glück nicht. Niemand bekommt die Vormundschaft über mich, ich bin erwachsen. Tzzzz ;)

  2. Inaktiver User

    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Schopenhauer war ein Frauenverachter - seine diesbezüglichen Vorstellungen sagen eher etwas über sein Frauenproblem aus als dass man sie als gesellschaftliches Konzept ernst nehmen könnte.
    Ich will lieber nicht darüber spekulieren, was die Eröffnung dieses Stranges über Deine Probleme aussagt.
    D

  3. Inaktiver User

    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Zitat Zitat von droctopus Beitrag anzeigen
    ....Ich weiß nicht ob es noch mehr solche Beispiele in der Geschichte gibt, dass Zivilisationen zerfallen sobald Frauen eine zu große Rolle im politischen Leben eingeräumt wird. Da die westliche Zivilisation aber auch bereits große Zerfallerscheinungen zeigt, würde das die Theorie bestätigen.....
    Aber klar doch, der Zerfall liegt an den Frauen, die zu(!) große politische Macht haben ! Ich befürchte, dass nach wie vor noch viele so denken wie du..... Manno Mann!

    Aber wahrscheinlich ist das hier ein Satire-Strang und ich kapier's mal wieder nicht .

    Gruß Elli

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    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Das Gefasel von Polygamie ist wie das Gefasel von Dreiern: Wenn die Frau auf den Vorschlag eingeht und sich bereiterklärt, einen knackigen Mann als dritten Teilnehmer am Dreier auszusuchen, fühlen sich die meisten Männer irgendwie missverstanden.

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    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber klar doch, der Zerfall liegt an den Frauen, die zu(!) große politische Macht haben ! Ich befürchte, dass nach wie vor noch viele so denken wie du..... Manno Mann!

    Aber wahrscheinlich ist das hier ein Satire-Strang und ich kapier's mal wieder nicht .

    Gruß Elli
    Ja so erscheint mir das jetzt auch...
    Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst

    Anno dazumal als Seven bekannt.

  6. Inaktiver User

    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Droctopus,

    als Gegendarstellung aus Frauensicht empfehle ich Dir die Lektüre eines Buches von Johanna Elberskirchen "Was hat der Mann aus Weib, Kind und - sich gemacht?" von 1904.

    Zu Zeiten Schopenhauers war es für Frauen kaum möglich, einen eigenen Beruf auszuüben und sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. An den Universitäten waren Frauen noch längst nicht zum Studium zugelassen. Es war gesellschaftlich vorgesehen, dass Frauen heirateten und waren somit fortan auf Gedeih und Verderb nicht nur ökonomisch ihrem Ehemann ausgeliefert. Kein Wunder, dass da schon mal Allmachtsfantasien in Männerköpfen entstanden.

    "Der Mann wählte das Weib natürlich in der Richtung seines Interesses aus, danach, inwiefern das Weib Nützlich und vorteilhaft und angenehm für ihn war. Vorteilhaft und nützlich und angenehm für den Mann war das Weib, das ihn am besten bedienen konnte, das sich am besten unterordnen konnte, das sich duckte und widerspruchslos, sklavisch ergeben alle Haus- und Küchenarbeit verrichtete...
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    Eine derartig beschaffene Frau war auch am ehesten geeignet, der entarteten Geschlechtslust des Mannes zu dienen - sie war derselben willenlos, widerstandslos und widerstandsunfähig hingegeben und ausgeliefert.
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    Beklagt sich der Mann über das Weib, seinen schlechten inferioren Charakter, nun, er beklagt sich dann über seinen eigenen Geschmack. Aber er beklagt sich mit Recht! Man kann wirklich nicht behaupten, der Mann habe hier einen guten Geschmack bewiesen, der Mann sei hier Künstler gewesen - er habe ein Kunstwerk geschaffen. Dieses Produkt seines Geschmackes kann nicht vor dem Forum eines guten geschmackes bestehen. Alles fehlt ihm: Kraft, Geist, Schönheit, kurz: Gesundheit. Mit der Schöpfung Weib hat der Mann keinen weltgeschichtlichen Triumph gefeiert - ein Fiasko, ein trauriges, ein erschütterndes Fiasko, das ist das Resultat seiner Bemühung in Sachen Weib.
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    Sagte ich zuviel? Konnte das Weib anders werden? Mußte nicht aus jenem unnatürlichen Milieu , aus dieser Unfreiheit und Knechtschaft des Weibes notwenig eine körperliche und geistige Inferiorität des Weibes resultieren? Mußte das Weib nicht werden, was es ist?
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    Der Mann veränderte das Weib durch seine Erziehung und Selektion nicht zum Vorteil des Weibes selbst, sondern wie der Mensch die Haustiere zu seinem Nutzen und seiner Liebhaberei zu genügen.
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    Aber - was hat der Mann aus sich gemacht? Wie superior könnte er sein!
    Rücksichtslos muß es ausgesprochen werden. So wenig wie das Weib, so wenig ist der Mann das was er sein könnte. Seine Superiorität erhebt sich im Durchschnitt nicht viel über die Inferioriät des Weibes. Das dankt er zunächst seiner Selektion, seiner inferioren Selektion am Weibe. Das ist die Strafe, die Rache der bösen, der inferioren Tat an ihm!
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    Was hat der Mann aus dem Manne gemacht?
    Einen traurigen und Trauer erweckenden Torso menschlicher Kraft und Schönheit - das, was er aus dem Weibe machte! Ein Torso, der noch Spuren einstiger Pracht und Herrlichkeit zeigt, dessen Träger aber in innerster Seele nichts weiter ist, als ein willensschwacher, hysterischer Wollüstling, unfähig der Selbstbeherrschung, unfähig lebendiger, befreiender Tat und Arbeit.

    Was könnte der Mann, das Weib, die ganze zivilisierte Menschheit sein, hätte der Mann nicht so ungeheuerlich, so unverantwortlich leichtsinnig auf sich und das Weib und damit auf die ganze zivilisierte Menschheit eingewüstet, gewüstet durch sexuelle Ausschweifung, durch Mißbrauch des Weibes, durch Prostitution, aber nicht zuletzt durch seine miserable Selektion und Erziehung am Weibe."

  7. Inaktiver User

    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    .
    Geändert von Inaktiver User (23.11.2015 um 09:38 Uhr) Grund: entfernt, da doppelt

  8. Moderation

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    AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?

    Da der Threadersteller sich nicht mehr an der Diskussion beteiligen kann, schließe ich hier ab.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

    ... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs

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