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23.11.2015, 06:51Inaktiver User
AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?
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23.11.2015, 07:15Inaktiver User
AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?
Schopenhauer war ein Frauenverachter - seine diesbezüglichen Vorstellungen sagen eher etwas über sein Frauenproblem aus als dass man sie als gesellschaftliches Konzept ernst nehmen könnte.
Ich will lieber nicht darüber spekulieren, was die Eröffnung dieses Stranges über Deine Probleme aussagt.
D
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23.11.2015, 07:39Inaktiver User
AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?
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23.11.2015, 07:56
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23.11.2015, 09:23
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23.11.2015, 09:36Inaktiver User
AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?
Droctopus,
als Gegendarstellung aus Frauensicht empfehle ich Dir die Lektüre eines Buches von Johanna Elberskirchen "Was hat der Mann aus Weib, Kind und - sich gemacht?" von 1904.
Zu Zeiten Schopenhauers war es für Frauen kaum möglich, einen eigenen Beruf auszuüben und sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. An den Universitäten waren Frauen noch längst nicht zum Studium zugelassen. Es war gesellschaftlich vorgesehen, dass Frauen heirateten und waren somit fortan auf Gedeih und Verderb nicht nur ökonomisch ihrem Ehemann ausgeliefert. Kein Wunder, dass da schon mal Allmachtsfantasien in Männerköpfen entstanden.
"Der Mann wählte das Weib natürlich in der Richtung seines Interesses aus, danach, inwiefern das Weib Nützlich und vorteilhaft und angenehm für ihn war. Vorteilhaft und nützlich und angenehm für den Mann war das Weib, das ihn am besten bedienen konnte, das sich am besten unterordnen konnte, das sich duckte und widerspruchslos, sklavisch ergeben alle Haus- und Küchenarbeit verrichtete...
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Eine derartig beschaffene Frau war auch am ehesten geeignet, der entarteten Geschlechtslust des Mannes zu dienen - sie war derselben willenlos, widerstandslos und widerstandsunfähig hingegeben und ausgeliefert.
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Beklagt sich der Mann über das Weib, seinen schlechten inferioren Charakter, nun, er beklagt sich dann über seinen eigenen Geschmack. Aber er beklagt sich mit Recht! Man kann wirklich nicht behaupten, der Mann habe hier einen guten Geschmack bewiesen, der Mann sei hier Künstler gewesen - er habe ein Kunstwerk geschaffen. Dieses Produkt seines Geschmackes kann nicht vor dem Forum eines guten geschmackes bestehen. Alles fehlt ihm: Kraft, Geist, Schönheit, kurz: Gesundheit. Mit der Schöpfung Weib hat der Mann keinen weltgeschichtlichen Triumph gefeiert - ein Fiasko, ein trauriges, ein erschütterndes Fiasko, das ist das Resultat seiner Bemühung in Sachen Weib.
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Sagte ich zuviel? Konnte das Weib anders werden? Mußte nicht aus jenem unnatürlichen Milieu , aus dieser Unfreiheit und Knechtschaft des Weibes notwenig eine körperliche und geistige Inferiorität des Weibes resultieren? Mußte das Weib nicht werden, was es ist?
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Der Mann veränderte das Weib durch seine Erziehung und Selektion nicht zum Vorteil des Weibes selbst, sondern wie der Mensch die Haustiere zu seinem Nutzen und seiner Liebhaberei zu genügen.
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Aber - was hat der Mann aus sich gemacht? Wie superior könnte er sein!
Rücksichtslos muß es ausgesprochen werden. So wenig wie das Weib, so wenig ist der Mann das was er sein könnte. Seine Superiorität erhebt sich im Durchschnitt nicht viel über die Inferioriät des Weibes. Das dankt er zunächst seiner Selektion, seiner inferioren Selektion am Weibe. Das ist die Strafe, die Rache der bösen, der inferioren Tat an ihm!
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Was hat der Mann aus dem Manne gemacht?
Einen traurigen und Trauer erweckenden Torso menschlicher Kraft und Schönheit - das, was er aus dem Weibe machte! Ein Torso, der noch Spuren einstiger Pracht und Herrlichkeit zeigt, dessen Träger aber in innerster Seele nichts weiter ist, als ein willensschwacher, hysterischer Wollüstling, unfähig der Selbstbeherrschung, unfähig lebendiger, befreiender Tat und Arbeit.
Was könnte der Mann, das Weib, die ganze zivilisierte Menschheit sein, hätte der Mann nicht so ungeheuerlich, so unverantwortlich leichtsinnig auf sich und das Weib und damit auf die ganze zivilisierte Menschheit eingewüstet, gewüstet durch sexuelle Ausschweifung, durch Mißbrauch des Weibes, durch Prostitution, aber nicht zuletzt durch seine miserable Selektion und Erziehung am Weibe."
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23.11.2015, 09:38Inaktiver User
AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?
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Geändert von Inaktiver User (23.11.2015 um 09:38 Uhr) Grund: entfernt, da doppelt
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23.11.2015, 12:29
AW: Schopenhauers Idee einer Gesellschaft, realistisch?
Da der Threadersteller sich nicht mehr an der Diskussion beteiligen kann, schließe ich hier ab.
Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.
... und seit dem 16.11. unter demselben Nick bei Be Friends Online unterwegs



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