Da gibts doch gar nich dran rumzunörgeln.Das sind professionelle Sportler.Die Olypiade dauert nicht das ganze Jahr.Sie(die
Sportler)können das Fasten an einer beliebigen Zeit nachholen.
Meines Wissens nach hat der Prophet sehr viel gefastet,ausserhalb des Fastenmonats.Sogar regelmaessig,mehrere Tage die
Woche.
Das ist aber kein Muss.Für Propheten gibt es immer strengere "Auflagen".Das ist logisch.Das hat Gründe.
Du fragst nach Alternativen?
Wenn Du gaenzlich unfaehig bist zu fasten dann zahlst Du Fidye.Du bezahlst jeden Tag den Du nicht gefastet hast einen
Betrag an einen Bedürftigen.
Somit erfüllst Du auch den Sinn des Fastenmonats.
Eine weiter Alternative ist das Nachholen zu einer anderen Zeit.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 46
Thema: Ist der Islam reformierbar?
-
27.10.2015, 19:52
AW: Ist der Islam reformierbar?
Geändert von Analuisa (28.10.2015 um 17:13 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt
Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst
Anno dazumal als Seven bekannt.
-
27.10.2015, 19:52
AW: Ist der Islam reformierbar?


Vielen Dank.Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst
Anno dazumal als Seven bekannt.
-
27.10.2015, 20:04
AW: Ist der Islam reformierbar?
Stimmt soweit nur wird in einer globalisierten Welt die "im Fluss" ist eben genau sowas auf die Probe gestellt.
So wie du es beschreibst dürften die Besten zb niemals in bestimmten Regionen arbeiten, so ab Tromsö nach Norden, es bleibt Hell und es werden im Koran keine Zeiten beschrieben es wird von Hell und Dunkel berichtet.
So als "innere Einkehr" verstehe ich als Atheist beschriebene Regeln wie das Fasten um den Hunger zu fühlen zu "erden", als meditative Guidline durch eine nicht immer friedliche Welt.
Wenn ich allerdings lese das man sogar Schwangeren das "nicht Essen" rät anstatt es bei meditativer Demut und einer selbstgewählten Enthaltsamkeit (Mässigung) zu belassen versteh ich die spirituelle Botschaft nicht.
-
28.10.2015, 14:09
AW: Ist der Islam reformierbar?
Nein, ich meinte nicht, dass ein Prophet kommen müsste, sondern dass es weniger einen Martin Luther braucht, der ja in erster Linie die katholische Kirche als Institution kritisiert hat, sondern eher jemanden, der den starren Dogmatismus kritisiert und die Leute darauf hinweist, dass ein stures Befolgen von Regeln kein gottgefälliges Werk ist, sondern einzig und allein Empathie und Selbstlosigkeit.
Dass der Mensch als vernunftbegabt angesehen wird und für sich selbst verantwortlich ist, ist eigentlich eine Kernaussage des Korans. Der Koran kritisiert ja die Gelehrtenhörigkeit z.B. im Christentum. Würde Gott den Menschen nicht als vernunftbegabt und mündig ansehen, wäre ja diese Sache mit dem Jüngsten Tage hinfällig. Nichtsdestotrotz haben die Muslime heute einen Zustand von religiöser Unmündigkeit erreicht. Man muss sich nur mal anschauen, wie viele Online-Fatwa-Seiten es gibt und mit welchen Fragen, sich die Gelehrten beschäftigen müssen.
-
28.10.2015, 14:28
AW: Ist der Islam reformierbar?
Die Frage ist halt, ob die koranische Form des Fastens, also nichts essen und trinken (und rauchen und schimpfen und fluchen und Sex etc.) überhaupt eine angemessene Form des Fastens für den gestressten berufstätigen Menschen von heute sein kann. Die Leute damals führten ein im Vergleich zu uns sehr geruhsames und beschauliches Leben. Und wenn es mal anstrengend wurde, wie z.B. bei den Karawanenreisen in den Norden oder Süden, wurde die Fastenpflicht aufgehoben. Der Koran erwähnt auch andere Formen des Fasten wie z.B. das Schweigen.
So sagt Gott zu Maria, nachdem sie Jesus geboren hat:
19, 26: So iss und trink und sei frohen Mutes'. Und wenn du nun jemanden von den Menschen sehen solltest, dann sag: Ich habe dem Allerbarmer Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschenwesen sprechen."
Fasten muss nicht zwangsläufig Verzicht auf Essen und Trinken bedeuten. Ich habe mal das Buch Wüstenblume von Waris Dirie gelesen, die ja als Kind von Nomaden in der somalischen Wüste aufwuchs. Die beschreibt, dass es nur einmal am Tag etwas zu essen gab, nämlich abends. Da bekam jeder ein Glas Ziegenmilch und das war's. Wenn das auf der arabischen Halbinsel so ähnlich war, dann war es natürlich für die Armen ein Leichtes zu fasten. Für die Reicheren war es schwer.
Aber wie ist es für uns? Wir müssen Termine einhalten, wie können nicht dann Pause machen, wenn wir uns gerade schlapp fühlen. Wir müssen uns konzentrieren, ansprechbar sein, leistungsfähig sein. Macht da ein Verzicht auf Essen und Trinken Sinn?
-
28.10.2015, 15:04
AW: Ist der Islam reformierbar?
Deswegen gibt es ja auch die Freiheit,dass jeder Moslem für sich entscheiden kann;ich kann das hinkriegen oder nicht.
Und es gibt die oben erwaehnten Alternativen.
Natürlich bedeutet das Fasten nicht nur den Verzicht auf Essen und Trinken.Es soll auch ein geistiges In-Sich-Gehen sein.
Es stellt zumindest eine Möglichkeit dessen dar.
Gleichwohl fluchen schimpfen zu allen Zeiten zu meiden sei...:)
Ich weiss nicht ob die Menschen damals ein so leichtes Leben führten.Ich wage das nicht zu beurteilen.
Aber Fasten gibt es.Gibt es ja auch in anderen Religionen.Das hat bestimmte vielfaeltige Zwecke.
Ich würde daher nicht sagen,dass es in heutiger Zeit nicht(mehr)passend ist.Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst
Anno dazumal als Seven bekannt.
-
29.10.2015, 00:28Inaktiver User
AW: Ist der Islam reformierbar?
Dann wundert es mich doch einigermaßen, weshalb der ganze Koran ein einziges Regelwerk ist, also eigentlich sogar ein Gesetzesbuch.
Ja, das ist wirklich erstaunlich, wenn der Koran doch den Menschen als vernünftig und verantwortlich für sich selbst ansieht. Wie passt das zusammen?Nichtsdestotrotz haben die Muslime heute einen Zustand von religiöser Unmündigkeit erreicht. Man muss sich nur mal anschauen, wie viele Online-Fatwa-Seiten es gibt und mit welchen Fragen, sich die Gelehrten beschäftigen müssen.
Oder soll die Vernunft des Gläubigen nur dazu dienen, die Gesetze des Korans zu verstehen und sie umzusetzen. Und die Selbstverantwortung die Verantwortung, sich an diese Gesetze zu halten.
Also z.B. der Mensch gilt nur dann als vernünftig und selbstverantwortlich, wenn er die Gesetze befolgt?
-
29.10.2015, 07:28
AW: Ist der Islam reformierbar?
Das sehe ich nicht so. Die Verse, die wirklichen Gesetzescharakter haben, nehmen etwa 5% des Korantextes ein. Es wurden auch keine wirklich neuen Gesetze eingeführt, sondern die vorhandenen Gepflogenheiten übernommen und korrigiert. Gemeint ist, dass mit den Koranversen eine schriftliche Grundlage geschaffen wurde, die Bedingungen definiert hatte, um so Willkür und Missbrauch zu unterbinden. Jeder Muslim konnte sich also auf den Koran berufen, unabhängig auch von seinem Status. Er war nicht mehr der Willkür der Mächtigen ausgesetzt, sondern jeder war verpflichtet, sich den koranischen Vorschriften zu unterwerfen. Sie galten gleichermaßen für Arm und Reich, für die Schwachen und die Starken, für die Frauen und die Männer (bis auf ein paar Sonderregelungen) etc. Vorher galt schlicht und ergreifend das Gesetz des Stärkeren.
Außerdem wurde Muhammad auch von seinen Mitmenschen aufgefordert, bei Konflikten einzugreifen, Stellung zu beziehen und ein Urteil zu fällen. Einige Gesetztesvorschriften sind letztendlich Urteile zu ganz konkreten Vorfällen. Nehmen wir Sure 24, in der es um die Strafe für Unzucht und Ehebruch geht. Diese Verse wurden offenbart, als das Gerücht aufkam, dass Aischa, eine Frau Muhammads, Ehebruch begangen hatte. Da es keine Zeugen gab für den Ehebruch, wurden diejenigen, die das Gerücht in Umlauf gebracht hatten, wegen Verleumdung bestraft.
Das ist die Ansicht der Orthodoxen. Für mich ist der Koran so etwas wie eine Momentaufnahme. Gott beleuchtet einen ganz konkreten Moment in der Menschheitsgeschichte, beschreibt Situationen und beurteilt sie. Die Urteile galten für diesen konkreten Moment und die konkreten Umstände. Ich sehe also keinen Sinn darin, sie heute fortzusetzen. Ich sehe aber einen Sinn darin, zu verstehen, was damit zur damaligen Zeit und unter den damaligen Bedingungen erreicht werden sollte, nämlich eine Art Rechtsstaatlichkeit, ein Abbau von Willkür und Geerechtigkeit.
Und es ist nun mal so, dass zum Leben auch Unrecht, Verbrechen und demzufolge Gesetze, Richter und Strafen gehören. Das kann man ja nicht ausblenden. Wäre Muhammad glaubwürdig gewesen, wenn er auf Nachfragen seiner Mitmenschen nicht geantwortet hätte? Und hätten die Menschen sehr abstrakt gehaltene Formulierungen verstanden? Wir sprechen von einer tribalen Nomadengesellschaft des 7. Jahrhunderts.
-
29.10.2015, 09:15
-
29.10.2015, 09:26
AW: Ist der Islam reformierbar?
Nicht alles was im Koran steht ist Gesetz.
Man muss da unterscheiden.Es gibt Dinge die werden empfohlen.
Dinge die werden besonders empfohlen auf eine bestimmte Art handzuhaben.
Es gibt Dinge davon wird abgeraten,von manchen verstaerkt abgeraten.
Und dann gibt es Dinge die sind verboten.
Der Mensch ist immer Mensch.Das bedeutet er ist schwach,ihm wird nachgesehen
aufgrund seiner Beschaffenheit.Er hat das Recht fehlhaft zu sein.
Der Mensch hat im Islam stets das Recht auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung.
Gott hat ihm Gewissen gegeben.
Ich sehe den Koran als einen Wegweiser eher.Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst
Anno dazumal als Seven bekannt.



Zitieren