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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Ja, aber kein biblisches Aramäisch; dann ist ein aramäisches Vater Unser eine Rückübersetzung aus dem Griechischen. Es gibt keine neutestamentlichen Bücher auf Aramäisch, da die Verfasser griechischsprachige Juden- und Heidenchristen gewesen sein müssen. Nicht unwahrscheinlich ist aber, dass sie aramäische Teyte verwendet haben. Mittlerweile vermuten nicht wenige Wissenschaftler, dass Jesus durchaus etwas Griechisch verstand.
    Ist aber eh eine Randdiskussion hier und OT.

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Die Frage nach dem absoluten Anfang ist allerdings weder interessant noch sinnvoll, denn sie betrifft unser hier und jetzt nicht im geringsten und kann sie zudem eh nicht beantworten.
    Ich meinte, Wissenschaft sei gerade darum angetreten, um die Selbstzensur der katholischen Kirche hinsichtlich Fragen "die weder sinnvoll noch interessant sind und auch nicht beantwortet werden zu können" endlich aufzuheben?

    und jetzt wird eine neue Selbstzensur eingeführt, durch eben diese Wissenschaftler, wo wieder andere Fragen als "unmöglich zu beantworten" deklariert werden können? ich bin enttäuscht.

    Aber gut, man muss wohl dran denken: Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder. Systeme entstehen, bringen einige wichtige und wertvolle Neuerungen, und wenn sie das erledigt haben, verkrusten sie in starre Dogmatismen - und machen irgendwann Platz für neue Systeme, durch Menschen, die es sich erlauben, freier und offener zu denken und nicht von Anfang an Fragen als "nicht beantwortbar" ins Jenseits zu schiessen.

    gruss, barbara

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich meinte, Wissenschaft sei gerade darum angetreten, um die Selbstzensur der katholischen Kirche hinsichtlich Fragen "die weder sinnvoll noch interessant sind und auch nicht beantwortet werden zu können" endlich aufzuheben?

    und jetzt wird eine neue Selbstzensur eingeführt, durch eben diese Wissenschaftler, wo wieder andere Fragen als "unmöglich zu beantworten" deklariert werden können? ich bin enttäuscht.

    Aber gut, man muss wohl dran denken: Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder. Systeme entstehen, bringen einige wichtige und wertvolle Neuerungen, und wenn sie das erledigt haben, verkrusten sie in starre Dogmatismen - und machen irgendwann Platz für neue Systeme, durch Menschen, die es sich erlauben, freier und offener zu denken und nicht von Anfang an Fragen als "nicht beantwortbar" ins Jenseits zu schiessen.

    gruss, barbara
    Weniger selbstzensur, als mehr die Einsicht, dass bestimmte Dinge außerhalb der eigenen Kompetenz liegen. Es gibt keine Zeitzeugen, keine Messungen , keine Beobachtungen, die einem einen eventuellen Anfang von allem beweisen. Bestimmte Vermutungen sind logischer als andere. Das ist alles.
    Zu behaupten man wisse genau wie es war, nämlich ein Typ hätte gesagt : "es werde licht..." ist einfach albern.

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Weniger selbstzensur, als mehr die Einsicht, dass bestimmte Dinge außerhalb der eigenen Kompetenz liegen. Es gibt keine Zeitzeugen, keine Messungen , keine Beobachtungen, die einem einen eventuellen Anfang von allem beweisen. Bestimmte Vermutungen sind logischer als andere. Das ist alles.
    Dass sie HEUTE ausserhalb unserer Kompetenz liegen, bedeutet ja nicht, dass das immer so bleiben wird.

    Und die Geschichte der Quantenphysik, oder auch der Relativitätstheorie, könnte ja zeigen, dass sich die Natur keineswegs immer an das hält, was Menschen logisch finden.


    Zu behaupten man wisse genau wie es war, nämlich ein Typ hätte gesagt : "es werde licht..." ist einfach albern.
    nur für jene, denen jegliche poetische Ader abgeht und die mit metaphorischer Sprache nichts anfangen können. Schon gar nicht zu reden von den subtilen, differenzierten Hermeneutiken traditioneller Textauslegung.

    gruss, barbara

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dass sie HEUTE ausserhalb unserer Kompetenz liegen, bedeutet ja nicht, dass das immer so bleiben wird.

    Und die Geschichte der Quantenphysik, oder auch der Relativitätstheorie, könnte ja zeigen, dass sich die Natur keineswegs immer an das hält, was Menschen logisch finden.




    nur für jene, denen jegliche poetische Ader abgeht und die mit metaphorischer Sprache nichts anfangen können. Schon gar nicht zu reden von den subtilen, differenzierten Hermeneutiken traditioneller Textauslegung.

    gruss, barbara
    Nein. Evolution und Urknall sind Theorien, die auf Grundlage von Beobachtungen erstellt wurden und für die man hin und wieder neue Belege findet, dann aber auch wieder Widerspüche und man muss die Theorie anpassen. Die Idee der Plattentektonik ist z.B. Erst kurz vor oder nach dem Tod von Wegener (dem "Entdecker") zu, Durchbruch gelangt.

    Möglicherweise sind auch Teile der Genesis aus Beobachtung entstanden, aber während sich die Ausdehnung des Universum beobachten lässt (und man nach unserem Wissensstand davon ausgeht, dass diese Bewegung einen Ursprung gehabt hat) oder sich Darwin bei "Über die Entstehung der Arten" ebenfalls auf Beobachtungen verlassen hat, ist ein göttliches Wesen bisher noch nicht beobachtet worden (ja, es gibt Leute die das anders sehen, aber es gibt keine Objektiven Beobachtungen). Da mag dann die Vermutung dahinter stecken, dass es einen Anstoß gegeben haben muss... aber dann sind wir beim Zirkelschluß: wenn etwas den Anstoß am Anfang gegeben hat, woher kommt dieses etwas? Wer ist der Schöpfer des Schöpfers?

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    ist ein göttliches Wesen bisher noch nicht beobachtet worden
    natürlich nicht... das ein göttliches Wesen notwendigerweise nicth Teil der Natur ist (und somit potenziell beobachtbar), sondern jenseits der Natur, meta-physisch. So wie das Männchen im Computerspiel auch nie den Programmierer in eben dieser programmierten Computerwelt je zu Gesicht bekommen wird.

    aber dann sind wir beim Zirkelschluß: wenn etwas den Anstoß am Anfang gegeben hat, woher kommt dieses etwas? Wer ist der Schöpfer des Schöpfers?
    Den Religionen beantworten mit: es gibt einen absoluten Anfang, einen absoluten Ursprung, der gleichzeitig das absolute Ende ist. (Alpha und Omega).

    Das ist ja das grosse Wunder, dass etwas ist und nicht nichts.

    gruss, barbara

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Es ist ein Versuch der (? mancher) Religion, das Unerklärbare festzulegen

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Es ist ein Versuch der (? mancher) Religion, das Unerklärbare festzulegen
    klar: wir sind Menschen, wir sind neugierig, wir loten Grenzen aus und versuchen, sie zu überschreiten. Dies durch Denkverbote irgendwelcher Art einschränken zu wollen, halte ich für keine gute Idee.

    gruss, barbara

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    AW: Bibel: wortgetreue Auslegung (Schöpfungsgeschichte,...)

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Schon gar nicht zu reden von den subtilen, differenzierten Hermeneutiken traditioneller Textauslegung.
    Du kennst aber tolle Fremdwörter... nein, ich werde jetzt nicht googeln.

    Zitat Zitat von JohannRinn Beitrag anzeigen
    Evolution und Urknall sind Theorien, die auf Grundlage von Beobachtungen erstellt wurden...
    Dass es sich nur um Theorien handelt und dass auch alles ganz anders gewesen sein kann, wird gern mal außer Acht gelassen.

    ...während sich die Ausdehnung des Universum beobachten lässt...
    Das dehnt sich sogar beschleunigt aus, was zwar der Urknalltheorie nicht widerspricht, bei den Wissenschaftlern aber kollektiv dumme Gesichter ausgelöst hat.

    ...ist ein göttliches Wesen bisher noch nicht beobachtet worden...
    Es gibt höchstens Indizien, die aber daraus resultieren, dass man für bestimmte Phänomene keine Erklärung hat und ein göttliches Wesen passt eben immer und auf alles.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das ist ja das grosse Wunder, dass etwas ist und nicht nichts.
    Das ist so oder so ein Wunder, auch wenn man es irgendwann erklären könnte.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dies durch Denkverbote irgendwelcher Art einschränken zu wollen, halte ich für keine gute Idee.
    Denken führt aber zu Fortschritt und den finden einige Leute sehr bedrohlich, weil sie lieber alles so behalten wollen, wie es ist. Vor allem, wenn sie im Gesamtgefüge einen guten Platz eingenommen haben, den sie keinesfalls räumen wollen. So hatten die Kirchenoberhäupter damals zu Galileos Zeiten nicht unbedingt etwas gegen die Idee eines heliozentrischen Weltbildes, sie wollten nur nicht, dass diese Theorie verbreitet wurde.

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