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  1. gesperrt

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    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist gut, das muss ich mir merken wenn ich in Zukunft irgendwelchen Mist baue werde ich gleich darauf hinweisen, dass ich völlig unschuldig bin denn es war meine Seele die das so für mich vorbestimmt hat, ich kann also gar nicht anders!
    übrigens kann ich genau dasselbe sagen über meine Augenfarbe und meine Körpergrösse: ist einfach so wie es ist. Ich hab nichts dafür und nichts dagegen getan.

    gruss, barbara

  2. Inaktiver User

    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    übrigens kann ich genau dasselbe sagen über meine Augenfarbe und meine Körpergrösse: ist einfach so wie es ist. Ich hab nichts dafür und nichts dagegen getan.
    dann haben wir ja sogar etwas gemeinsam, das ist bei mir nämlich genauso, nur mache ich dafür die Gene meiner Eltern dafür verantwortlich nicht meine Seele.

  3. gesperrt

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    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    dann haben wir ja sogar etwas gemeinsam, das ist bei mir nämlich genauso, nur mache ich dafür die Gene meiner Eltern dafür verantwortlich nicht meine Seele.
    ich mache mich selbst, sprich mich als Seele (die Seele bin ja ich selbst), durchaus dafür verantwortlich, meine Familie gewählt zu haben, mit der bestimmter Genetik, die sie mit sich bringt.

    gruss, barbara

  4. Inaktiver User

    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nur mache ich dafür die Gene meiner Eltern dafür verantwortlich nicht meine Seele.
    Und wer oder was hat Deiner Meinung nach die "Baupläne" dafür erschaffen?

  5. Inaktiver User

    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und wer oder was hat Deiner Meinung nach die "Baupläne" dafür erschaffen?
    Um es kurz zu machen, ich glaube an nichts! Aber ich habe in der Schule (zumindest manchmal) ganz gut aufgepasst.

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    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn das so ist, bin ich sehr froh, nicht in deiner Haut zu stecken, denn in einer solchen Welt würde ich es keine Minute lang aushalten.
    Und was willst Du tun? Gehen? Ist natürlich auch ne Möglichkeit. Aber wieso sollte man das?

    Du bist nicht die einzige, die das sagt, ich hatte im Philosophie-Unterricht an der Schule eine Diskussionsstunde zu meiner atheistischen Sicht, da hatte Deine Sichtweise die Mehrheit in der Klasse. Ich fand damals, dass die allesamt ein Fall für die Geschlossene sind: Sich umbringen wollen, wenn doch kein Gott existiert, was ist denn das für eine Einstellung zum Leben?

    Es zeigt aber, worin der Vorteil und die Ursache für die Existenz von Religionen liegt: Es macht wohl für viele Menschen die Welt erträglicher. Allerdings lügen diese Menschen sich aus meiner Sicht einfach nur selber etwas vor. Aber offensichtlich ist es viel angenehmer, an irgendein ganz arg seltsames Weltbild zu glauben, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    und wie, bitte schön, kann man etwas emotional verarbeiten, wenn es keinen Sinn und keinen Trost gibt, wie du ja grad soeben geschrieben hast?

    Die emotionale Verarbeitung besteht ja gerade darin - zumindest für mich - dass man irgendwann getröstet ist, inneren Frieden findet, auch MIT der Tatsache, dass geliebte Menschen gestorben sind. Doch wenn Trost nicht existiert - was dann? Worin besteht denn die Verarbeitung?
    Emotionale Verarbeitung besteht nicht daraus, einen Sinn in eine sinnlosen Sache hineinzuerfinden, so ala „Gestorben für etwas Großes, für Führer, Volk und Vaterland!“ oder “Die Seele hatte es vorher so ausgewählt, es war der Wille des Verstorbenen, jetzt zu versterben!”

    Emotionale Verarbeitung besteht darin, den Schmerz über den Verlust zuzulassen, ihn zu erleben und zu durchleben. Zu jammern, zu schreien, zu klagen, zu weinen, die Welt zu verfluchen, und irgendwann wird der Schmerz weniger, man lernt, den Verlust zu akzeptieren, mit ihm zu leben. Leben muss man mit dem Verlust sowieso, denn er ist da und lässt sich nicht wieder heil machen. Das ist nicht einfach, aber es ist einfach so.

    Viele brauchen dabei Hilfe, von Freunden, Verwandten oder Psychologen. Die sollte man sich dann auch nehmen.

  7. gesperrt

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    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Sich umbringen wollen, wenn doch kein Gott existiert, was ist denn das für eine Einstellung zum Leben?
    nein, das ist nicht das Thema

    Das Thema ist: ihc würde mich umbringen, wenn kein Sinn und kein Trost existiert. Ich wäre, sehr wörtlich, untröstlich.

    Aber vielleicht würde ich zuerst mal eine Karriere als Massenmörderin einschlagen - warum auch nicht? man kann die Verzweiflung der Sinn- und Trostlosigkeit ja auch an Andern auslassen, statt an sich selbst.


    Es zeigt aber, worin der Vorteil und die Ursache für die Existenz von Religionen liegt: Es macht wohl für viele Menschen die Welt erträglicher. Allerdings lügen diese Menschen sich aus meiner Sicht einfach nur selber etwas vor.
    Du scheinst die Welt allerdings keineswegs unerträglich zu finden. Fragt sich nur, warum du sie offenbar erträglich findest, aber dennoch allen Ernstes schreibst, dass es keinen Trost, keine Bedeutung und keine Erträglichkeit gibt.

    Aber offensichtlich ist es viel angenehmer, an irgendein ganz arg seltsames Weltbild zu glauben, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen.
    Gläubige setzen sich sehr wohl mit der Realität auseinander. Ausführliche Rituale, um sich von Gestorbenen und Sterbenden zu verabschieden, das findet man alles in religiösen Kontexten. während areligiöse Kontexte meist, in der Tat, reichlich trostlos sind.

    Emotionale Verarbeitung besteht darin, den Schmerz über den Verlust zuzulassen, ihn zu erleben und zu durchleben. Zu jammern, zu schreien, zu klagen, zu weinen, die Welt zu verfluchen, und irgendwann wird der Schmerz weniger, man lernt, den Verlust zu akzeptieren, mit ihm zu leben. Leben muss man mit dem Verlust sowieso, denn er ist da und lässt sich nicht wieder heil machen. Das ist nicht einfach, aber es ist einfach so.
    Dann findest du also doch mit der Zeit einen Trost, wenn du lernst damit zu leben, und es irgendwann nichtmehr so weh tut. Genau das ist ja Trost: es tut nicht mehr weh. Es tut nicht mehr so sehr weh.

    Aber warum behauptest du ständig das Gegenteil?

    Ja was ist es jetzt, das tatsächlich passiert?

    Irgendwie wär's schön, mal was Kohärentes zu hören, und nicht ständig alles und eine Minute später das Gegenteil davon.


    Viele brauchen dabei Hilfe, von Freunden, Verwandten oder Psychologen. Die sollte man sich dann auch nehmen.
    und diese Hilfe ist dann nicht eine Krücke für schwachbrüstige Charaktere, die der Realität nicht ins Auge schauen können, oder was...? Das ist nur bei Religiösen der Fall, die sich Hilfe unter anderem auch in Ritualen holen?

    naja...

    gruss, barbara

  8. Inaktiver User

    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    ein Psychologe, der nach der Wende in den Westen ging und dort arbeitete, hat mal zu mir gesagt, dass er den Eindruck gewonnen hat, dass Menschen, die glauben, besser mit Schicksalsschlägen umgehen können als Atheisten.
    Das ist jetzt nur die Meinung eines Einzelnen, die er auch nur aufgrund seiner eigenen persönlichen Erfahrungen gebildet hat, aber man kann man mal drüber nachdenken.

  9. Inaktiver User

    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nein, das ist nicht das Thema

    Das Thema ist: ihc würde mich umbringen, wenn kein Sinn und kein Trost existiert. Ich wäre, sehr wörtlich, untröstlich.

    Aber vielleicht würde ich zuerst mal eine Karriere als Massenmörderin einschlagen - warum auch nicht? man kann die Verzweiflung der Sinn- und Trostlosigkeit ja auch an Andern auslassen, statt an sich selbst.
    ...
    Hast du schon mal über professionelle Hilfe nachgedacht? Und das meine ich nicht zynisch, sondern angesichts solcher Gedanken solltest du Schutz vor dir selbst und für andere suchen.

  10. User Info Menu

    AW: Vorhersehung oder Schicksal?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ein Psychologe, der nach der Wende in den Westen ging und dort arbeitete, hat mal zu mir gesagt, dass er den Eindruck gewonnen hat, dass Menschen, die glauben, besser mit Schicksalsschlägen umgehen können als Atheisten.
    Das ist jetzt nur die Meinung eines Einzelnen, die er auch nur aufgrund seiner eigenen persönlichen Erfahrungen gebildet hat, aber man kann man mal drüber nachdenken.
    Warum sollte man? Es ändert nichts an der Einstellung, oder wird das bessere Ertragen vom Schicksal als Grund für den Glauben aufgeführt? Dass die Kirche sich umgekehrt den Glauben als Grund zurechtgebacken hat, dass man das - vermeintlich zugeteilte - Schicksal zu ertragen habe, das ist ja hinlänglich bekannt.


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