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Thema: Vorhersehung oder Schicksal?
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07.09.2015, 11:22
AW: Vorhersehung oder Schicksal?
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07.09.2015, 11:28Inaktiver User
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07.09.2015, 11:39
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07.09.2015, 13:14Inaktiver User
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07.09.2015, 13:24Inaktiver User
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07.09.2015, 15:03
AW: Vorhersehung oder Schicksal?
Und was willst Du tun? Gehen? Ist natürlich auch ne Möglichkeit. Aber wieso sollte man das?
Du bist nicht die einzige, die das sagt, ich hatte im Philosophie-Unterricht an der Schule eine Diskussionsstunde zu meiner atheistischen Sicht, da hatte Deine Sichtweise die Mehrheit in der Klasse. Ich fand damals, dass die allesamt ein Fall für die Geschlossene sind: Sich umbringen wollen, wenn doch kein Gott existiert, was ist denn das für eine Einstellung zum Leben?
Es zeigt aber, worin der Vorteil und die Ursache für die Existenz von Religionen liegt: Es macht wohl für viele Menschen die Welt erträglicher. Allerdings lügen diese Menschen sich aus meiner Sicht einfach nur selber etwas vor. Aber offensichtlich ist es viel angenehmer, an irgendein ganz arg seltsames Weltbild zu glauben, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen.
Emotionale Verarbeitung besteht nicht daraus, einen Sinn in eine sinnlosen Sache hineinzuerfinden, so ala „Gestorben für etwas Großes, für Führer, Volk und Vaterland!“ oder “Die Seele hatte es vorher so ausgewählt, es war der Wille des Verstorbenen, jetzt zu versterben!”
Emotionale Verarbeitung besteht darin, den Schmerz über den Verlust zuzulassen, ihn zu erleben und zu durchleben. Zu jammern, zu schreien, zu klagen, zu weinen, die Welt zu verfluchen, und irgendwann wird der Schmerz weniger, man lernt, den Verlust zu akzeptieren, mit ihm zu leben. Leben muss man mit dem Verlust sowieso, denn er ist da und lässt sich nicht wieder heil machen. Das ist nicht einfach, aber es ist einfach so.
Viele brauchen dabei Hilfe, von Freunden, Verwandten oder Psychologen. Die sollte man sich dann auch nehmen.
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07.09.2015, 16:06
AW: Vorhersehung oder Schicksal?
nein, das ist nicht das Thema
Das Thema ist: ihc würde mich umbringen, wenn kein Sinn und kein Trost existiert. Ich wäre, sehr wörtlich, untröstlich.
Aber vielleicht würde ich zuerst mal eine Karriere als Massenmörderin einschlagen - warum auch nicht? man kann die Verzweiflung der Sinn- und Trostlosigkeit ja auch an Andern auslassen, statt an sich selbst.
Du scheinst die Welt allerdings keineswegs unerträglich zu finden. Fragt sich nur, warum du sie offenbar erträglich findest, aber dennoch allen Ernstes schreibst, dass es keinen Trost, keine Bedeutung und keine Erträglichkeit gibt.Es zeigt aber, worin der Vorteil und die Ursache für die Existenz von Religionen liegt: Es macht wohl für viele Menschen die Welt erträglicher. Allerdings lügen diese Menschen sich aus meiner Sicht einfach nur selber etwas vor.
Gläubige setzen sich sehr wohl mit der Realität auseinander. Ausführliche Rituale, um sich von Gestorbenen und Sterbenden zu verabschieden, das findet man alles in religiösen Kontexten. während areligiöse Kontexte meist, in der Tat, reichlich trostlos sind.Aber offensichtlich ist es viel angenehmer, an irgendein ganz arg seltsames Weltbild zu glauben, als sich mit der Realität auseinanderzusetzen.
Dann findest du also doch mit der Zeit einen Trost, wenn du lernst damit zu leben, und es irgendwann nichtmehr so weh tut. Genau das ist ja Trost: es tut nicht mehr weh. Es tut nicht mehr so sehr weh.Emotionale Verarbeitung besteht darin, den Schmerz über den Verlust zuzulassen, ihn zu erleben und zu durchleben. Zu jammern, zu schreien, zu klagen, zu weinen, die Welt zu verfluchen, und irgendwann wird der Schmerz weniger, man lernt, den Verlust zu akzeptieren, mit ihm zu leben. Leben muss man mit dem Verlust sowieso, denn er ist da und lässt sich nicht wieder heil machen. Das ist nicht einfach, aber es ist einfach so.
Aber warum behauptest du ständig das Gegenteil?
Ja was ist es jetzt, das tatsächlich passiert?
Irgendwie wär's schön, mal was Kohärentes zu hören, und nicht ständig alles und eine Minute später das Gegenteil davon.
und diese Hilfe ist dann nicht eine Krücke für schwachbrüstige Charaktere, die der Realität nicht ins Auge schauen können, oder was...? Das ist nur bei Religiösen der Fall, die sich Hilfe unter anderem auch in Ritualen holen?Viele brauchen dabei Hilfe, von Freunden, Verwandten oder Psychologen. Die sollte man sich dann auch nehmen.
naja...
gruss, barbara
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07.09.2015, 16:30Inaktiver User
AW: Vorhersehung oder Schicksal?
ein Psychologe, der nach der Wende in den Westen ging und dort arbeitete, hat mal zu mir gesagt, dass er den Eindruck gewonnen hat, dass Menschen, die glauben, besser mit Schicksalsschlägen umgehen können als Atheisten.
Das ist jetzt nur die Meinung eines Einzelnen, die er auch nur aufgrund seiner eigenen persönlichen Erfahrungen gebildet hat, aber man kann man mal drüber nachdenken.
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07.09.2015, 17:04Inaktiver User
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07.09.2015, 17:12
AW: Vorhersehung oder Schicksal?
Warum sollte man? Es ändert nichts an der Einstellung, oder wird das bessere Ertragen vom Schicksal als Grund für den Glauben aufgeführt? Dass die Kirche sich umgekehrt den Glauben als Grund zurechtgebacken hat, dass man das - vermeintlich zugeteilte - Schicksal zu ertragen habe, das ist ja hinlänglich bekannt.



wenn ich in Zukunft irgendwelchen Mist baue werde ich gleich darauf hinweisen, dass ich völlig unschuldig bin denn es war meine Seele die das so für mich vorbestimmt hat, ich kann also gar nicht anders!
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