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  1. User Info Menu

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Wenn deine (Flau) Frage in die Richtung geht, an was ich glaube, wenn ich nicht an einen Gott glaube:

    Ich glaube, dass die Welt so ist, wie sie ist, und bin gespannt, welche Beziehungen und Gesetzmäßigkeiten es in der Welt gibt. Wie funktioniert die Welt? Da ist diese Theorie, die erklärt dieses logisch und macht jene Vorhersagen, die sich auch noch überprüfen lassen und zutreffen. Super, plausibel, nachvollziehbar. Hier ist ein Loch in der Theorie, da ein Verhalten, was sie nicht vorhersagt. Irgendeiner kommt mit einer Erweiterung oder einer neuen Theorie daher, die dieses erklärt oder jenes vorhersagt.

    Es ist eine spannende Geschichte, wie wir aus dem System heraus das System verstehen wollen und teilweise können.

    Wenn nun jemand daher kommt und fragt, warum das alles so ist, dann antworte ich, dass wir das aus der heutigen Warte nicht beantworten können. Vielleicht können wir das nie beantworten. Vielleicht ist das Universum einfach.

    Wenn nun jemand postuliert, das müsse ein Schöpfer geschaffen haben, dann frage ich, warum. „Weil das Universum nicht aus sich selber sein kann.“ – „Was ist dann mit dem Schöpfer? Wer hat den geschaffen?“ – „Der ist aus sich selber heraus.“ – „Wenn das der Schöpfer kann, wieso dann nicht das Universum?“

    Mal abgesehen davon, dass es auf einen Schöpfer keinen Hinweis gibt und es nicht plausibel ist, einen anzunehmen, wo es doch keinen Hinweis auf ihn gibt. Viele Religionen entziehen sich dieser Thematik, weil „Gottes Wege unergründlich sind“ und man „keinen Gottesbeweis“ anfordern soll. Da könnte man natürlich zu der Meinung gelangen, dass das ziemlich auf diese Thematik hingebastelt ist.

    Es gibt das philosophische Gedankenspiel, dass wir alle nur eine Simulation in einem Computer sind. Dann gäbe es tatsächlich einen Schöpfer, das Kind, das die Simulation für seine Projektarbeit im Sachkundeunterricht laufen lässt. Unabhängig von vielen anderen Fragen in diesem Zusammenhang („Erwartet der Schöpfer jetzt tatsächlich, dass ich ihn anbete?“) stellt sich dann die Frage auf der Metaebene: Was ist mit seiner Welt, mit seinem Universum? Wurde es geschaffen? Ist es aus sich selber heraus? Es verlagert sich die Frage also nur um eine Ebene.

    Wenn also ein Platz für einen Schöpfer in oder außerhalb dieses Universums ist, dann ist es vermutlich nicht der Gott der Bibel. Oder der einer anderen theistischen Glaubensrichtung, die wir so auf der Erde vorfinden.

  2. Inaktiver User

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich wurde das hier im Strang gefordert.
    Lies einfach mal nach.
    Das war doch nur die Reaktion auf das dauernde Gejammere, dass alle Feiertage von den Christen vereinnahmt seien und dass diese angeblich bestimmen würden, was "man" an diesen Tagen zu tun habe. Und dass Atheisten überhaupt nicht berücksichtigt würden.

  3. User Info Menu

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    @ Quirin,

    danke für Deine ausführliche Darlegung Deiner atheistischen Sichtweise. Ich kann sie sehr gut nachvollziehen und verstehe sie.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Moderation

    User Info Menu

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    @ Quirin,

    danke für Deine ausführliche Darlegung Deiner atheistischen Sichtweise. Ich kann sie sehr gut nachvollziehen und verstehe sie.
    Dem schliesse ich mich an.
    Auch wenn Du das vielleicht nicht beabsichtigt hast, gibt mir das auch nochmal ganz viele Impulse fuer das Nachdenken ueber meinen eigenen Glauben. Tatsaechlich kann ich nicht begruenden, warum ich an einen Gott glaube. Denn alles, was Du ueber die physische Welt und ihre Erforschung schreibst, empfinde ich genauso. Der einzige Unterschied ist, dass fuer mich Gott dadurch nicht obsolet wird. Rational kann ich das nicht begruenden, das liegt in der Natur der Sache. Naja. Ausser, dass da fuer mich doch die ein oder andere Erfahrung ist, aus der ich glaube, Gott zu spueren. (Ist aber trotzdem keine rationale Begruending.)

    Und genauso, wie es fuer Dich in Ordnung ist (-und fuer mich natuerlich auch-), dass (noch) nicht jedes Naturphaenomen vollstaendig erklaert ist, so ist es fuer mich eben auch in Ordnung, dass Gott nicht beweisbar und Glaube nicht vollstaendig erklaerbar ist. Nur muss sich der Glaeubige, da bin ich ganz bei Dir, dessen bewusst sein.
    Ich glaube (), dass theologischer Fundamentalismus sich ganz oft aus einer tiefsitzenden Unsicherheit speist. Da ist es fuer die jeweiligen Glaeubigen eben nicht in Ordnung, dass sie keine Gewissheit haben, sondern "nur" Glauben. Damit kommen sie nicht klar, deswegen muessen sie so auf den Putz hauen und eine Gewissheit - teils gewaltsam - vortaeuschen. So eine Art Pfeifen, oder besser Schreien im Dunkeln. Aber das ist jetzt wirklich OT.
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    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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