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17.04.2017, 02:37
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
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17.04.2017, 08:23Inaktiver User
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
Du hast aber kein Problem damit, die christlichen Feiertage "mitzufeiern", d. h. an diesen Tagen nicht zu arbeiten?
Die Annehmlichkeiten der Feiertage nimmst du gerne in Anspruch, obwohl die Feiertage christlichen Ursprungs sind? Das ist irgendwie inkonsequent.
Deine "Religionsfreiheit" besteht doch auch darin, dass du trotzdem die christlichen Feiertage mitfeiern darfst, oder?
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17.04.2017, 08:44
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
das sind aber wenig, da hätte ich nun doch mit mehr gerechnet.
Ich selbst kann mit den kirchlichen Feiertagen nichts anfangen und finde ich es gerade an Ostern und Weihnachten sehr traurig, wieviele daraus nur ein kommerzielles Fest machen ohne sich mit der wirklichen Bedeutung auseinander zu setzen und wenn ich jetzt noch diese Zahlen lese, empfinde ich es als noch schlimmer. Wir feiern beide Feste nicht, schenken uns aber auch nichts und haben keinen Weihnachtsbaum. Wir nutzen die Tage nur, um mit der Familie nett beisammen zu sein. Dazu bräuchte es die Feiertage aber nicht.
Wenn alle Nichtchristen (also auch ich) an diesem Tag arbeiten müssten, würde mich das nicht stören. Wie das umsetzbar wäre, damit dann aber die Angehörigen einer Religion nicht mehr freie Tage hätten, weiß ich auch nicht. Vielleicht wenn es statt der Feiertage insgesamt mehr gesetzliche Urlaubstage gäbe, die dann jeder für seine religiösen oder nicht religiösen Feste frei nutzen kann?
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17.04.2017, 10:40
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
@Kathleena,
die Kirchenbesuchszahlen sind Durchschnittszahlen. An Heiligabend sind die alle Kirchen proppevoll. Bei Kommunions- und Konfirmationsfeiern auch. z.B. hat die Diözese Paderborn in den letzten 30 Jahren insgesamt 28 Kirchen aufgegeben. Wenn die sonntäglichen Besucherzahlen kläglich sind und kläglicher werden, macht das Sinn, denn die Betriebskosten sind enorm. Ähnlich geht es der ev. Kirche Westfalen. Es werden Gemeinden zusammen gelegt. Allein in Bielefeld wurden in den letzten 30 Jahren 6 Kirchen geschlossen oder umgewidmet, eine ist heute die neue Synagoge.
Bei dem Bauboom der 50er und 60er Jahre wurde in jedem neuen Stadtbezirk auch eine ev. und eine kath. Kirche mitgebaut. Den Grund und Boden erhielten sie meist auf Erbpachtbasis. Die ehemaligen Flüchtlingsneubauten werden inzwischen von anderen Menschen bewohnt. Der Erhalt der repräsentativen oft Jahrhunderte alten Innenstadtkirchen hat Vorrang - und die verursachen noch höhere Betriebskosten.
Sonntag und Feiertage sind gesetzlich geschützte Tage mit Auflagen. z.B. darf kein Fußballspiel vor 11.00 Uhr angepfiffen werden. Aber zuständig sind jeweils die Länder, nicht der Bund. Zur Zeit läuft hier in NRW eine große Diskussion über Ladenöffnungen an Sonntagen. Derzeit sind 4 Sonntagsöffnungen pro Jahr erlaubt. Die Genehmigung erteilt der Bürgermeister oder der Landrat. Eine Ausweitung ist nicht geplant.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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17.04.2017, 11:20
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
Ich bin auch nicht gläubig, gehöre keiner Religion an. Aber der Vorteil von gestzlichen Feiertagen ist doch, dass alle frei haben (ausgenommen der Berufe, die eh am WE arbeiten). Nur so ist es doch möglich, ein paar Tage mit der Familie zusammen zu sein, verlässlich eben. Es funktioniert doch meist nicht, dass alle verlässlich am gleichen Tag bzw. ein paar Tage Urlaub bekommen. Von daher bin ich froh, dass es Weihnachten und Ostern gibt. Da kann kein Chef diskutieren, Familienzeit, basta.
Ich glaube auch, ein Großteil der AN braucht diese festen Auszeiten, Ausruhen, frei haben - ohne Diskussion.Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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17.04.2017, 11:39
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
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17.04.2017, 11:51
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
Dass Kirchen aufgegeben werden sieht man hier im südlicheren Teil auch, ich kenne auch niemanden mehr, der regelmäßig in die Gottesdienste geht (außer die älteren Menschen), eher noch in Städten mit großen prunkvollen Kirchen oder einem Dom, da spielt wohl die Atmosphäre auch eine Rolle.
Dass an Heiligabend die Kirchen voll sind löst bei mir ein sehr zwiespältiges Gefühl aus, einerseits denke ich mir "immerhin", dann ist es nicht nur kommerziell, andererseits finde ich es scheinheilig, da viele eben auch hier nur wegen der Tradition und der Atmosphäre gehen (oder wegen der Kinder), aber eigentlich sonst gar nichts damit anfangen können. Irgendwie inkonsequent.
Ich war letztes Jahr bei einer Firmung innerhalb der Familie. Ich würde sagen, da sind die Kirchen nur wegen der eingeladenen Verwandschaft voll, allein in unserer Familie sind 75% ausgetreten und waren an diesem Tag dennoch in der Kirche, konnten weder mitbeten noch mitsingen. Ich war die einzige der Verwandten, da katholisch erzogen.
Ich finde, sonntags sollten keine Geschäfte geöffnet sein. Solange der Sonntag aus einem christlichen Grund ein freier Tag ist, sollte das auch respektiert werden. Wenn es ein von den Gewerkschaften geschaffener freier Tag ist, ist das was anderes.
@marylin
Natürlich braucht man als AN Auszeiten, ob nun feste Tage oder flexible. Dafür christliche Feiertage herzunehmen, kann man machen, ist aber nicht Sinn der Sache.
Und wenn eine Familie es nur schafft, sich an den Feiertagen zu sehen, weil sie keine flexiblen Urlaubstage für ein Zusammensein opfern will, ist das sehr schade und traurig. Das hört sich so nach Zwang an "Schatz, es ist halt Ostern, da müssen wir halt mal wieder zu Mutter fahren".Geändert von Kathleena (17.04.2017 um 11:59 Uhr)
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17.04.2017, 12:12Inaktiver User
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17.04.2017, 12:13
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
Ich bin gläubig und erfreue mich an den Tagen, dass alles besonders ist und die Welt um mich herum mehr Ruhe verströmt.
Für solche Leute wie mich, die an diesen Tagen dieses Gefühl "Dieser Tag ist etwas ganz Besonderes in meinem Glauben.", erwarte ich einen respektvollen Umgang damit.
An den Feiertagen ruht alles und da sind die Geschäfte zu. Es gibt keinen durchgängigen Konsum. Gäbe es die Feiertage nicht, wäre ja jeder Tag wie der andere und ich fände das Leben ohne diese besonderen Tage überhaupt nicht schön. Ohne Glanz und wenigstens etwas Besinnung.
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17.04.2017, 13:07Inaktiver User
AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?
Und das finde ich gut. Zum einen persönlich, weil frei.

Zum anderen ist glaub ich unzweifelhaft, dass die Reformation für die deutsche Geschichte sehr prägend war und auch für die gesamte Entwicklung der christlichen Religion auch über Deutschland hinaus, in allen positiven und negativen Schattierungen. (Wie deutsche Sprache in der Kirche, Abschaffung von Fehlentwicklungen wie Ablasshandel, aber auch Glaubenskriege, Zersplitterung von Glaubensgemeinschaften etc. )
Da spielte die Reformation eine große Rolle, die Aufklärung später hat auch noch mal viel verändert.Geändert von Inaktiver User (17.04.2017 um 13:30 Uhr)


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