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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Selbst wenn das Christentum seine Feiertage zurückziehen würde oder das Christentum verschwinden würde, blieben diese weltlichen Traditionen christlichen Ursprungs unter ihrem christlichen Namen Bestandteil unseres Lebens.

    Vom Vorgänger des Christentums bei unseren Vorfahren sind ja auch Spuren zurückgeblieben, bei denen kaum jemand auf die Idee käme, diese zu entfernen, nur weil diese Religion bedeutungslos geworden ist.

    Ich als Atheist jedenfalls plane keine Umbenennung unserer Wochentage, nur weil wir nicht mehr an Donar und die anderen Götter aus den Häusern der Asen und Wanen glauben.
    Da stimme ich Dir tatsächlich mal zu.
    Nur sollten die Feiernden einfach grob mal wissen, weshalb wir diese Feiertage haben.

    Wie einfach es ist, Feiertage abzuschaffen haben wir 1993 erlebt, als der Buß- und Bettag, ein rein evangelischer Feiertag, zur Finanzierung der Pflegeversicherung abgeschafft wurde. Proteste von evangelischer Seite kamen erst, als er weg war. Keiner vermisst ihn heute, er lag allerdings auch in der nichttouristischen Zeit des Novembers.
    Geändert von Opelius (16.04.2017 um 07:32 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Hier in dem ehemaligen Fürstentum Lippe gibt es an Ostern eine alte vorchristliche Tradition: Osterradlauf in Lüdge.
    Riesige schwere Wagenräder werden nach tagelanger Wässerung mit Stroh gestopft und am Abend von Ostersonntag auf eine 500 m lange Talreise geschickt. Das war eine Orakelbefragung zur Ernte. Die brennenden zu Tal laufenden Räder symbolisieren den Sonnenlauf. Heute nur noch ein Touristenspektakel, zu dem Tausende Menschen anreisen.

    >Nicht weit davon entfernt liegen die Externsteine, ein alter vorchristlicher Kultort. Dort wurden lange Jahre Sonnenwendfeiern durchgeführt. Der Ort war für die Nazis wichtig und wurde von Neonazis gerne mißbraucht. Da es in den letzten Jahrzehnten zu Wandalismus und schweren Ausschreitungen kam, sind diese Feiern inzwischen verboten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. gesperrt

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Der 1. Mai ist ein Feiertag der Arbeiter oder allgemeiner der Arbeitnehmer. Du schlägst ihn als Feiertag der Atheisten vor.
    nach der französischen Revolution waren Sozialisten grösstenteils identisch mit Atheisten; gemäss Karl Marx ist Religion das Opium des Volkes; und der aktuelle sozialistische Kanzlerkandidat Martin Schulz, so sagen es die sozialen Medien, habe sich für ein Verbot von Kruzifixen in öffentlichen Gebäuden eingesetzt.


    Da du, wie du geschrieben hast, Probleme mit einem atheistischen Feiertag hättest, kommt dir der 1. Mai natürlich entgegen. Er würde für Menschen, die mit dem Atheismus Probleme haben, wohl weiterhin der Feiertag der Arbeitnehmer bleiben, nicht der Feiertag der Atheisten.
    Das einzige Problem, das ich mit atheistischen Feiertagen habe, ist, dass es im Moment keine gibt.

    Ebenso wie mich auch schon störte, dass es zB keine atheistischen Liedersammlungen gibt, die von Schulen benutzt werden könnten, als Alternative zu den traditionellen Liedersammlungen, wo doch immer wieder mal Religiöses aufscheint.

    Atheisten sind offenbar schlicht nicht an Erziehung und Weitergabe ihrer Kultur interessiert, und ja, das finde ich schade, dass die meisten nur Gegenpositionen haben (also alles, was sie abgeschafft haben wollen), aber kaum je positive Ideen davon, was sie denn vermitteln wollen.

    Laut Eurobarometer 2010 stellen die Gottgläubigen in Deutschland und Österreich nicht mehr die Mehrheit. Es wird also durchaus Zeit für einen atheistischen Feiertag.
    Kirchemitglieder oder Gläubige?

    nicht jeder, der aus einer Landeskirche austritt, ist deswegen automatisch atheistisch.


    Da wir keine Inflation von Feiertagen benötigen, wäre es sinnvoll, einen bestehenden Feiertag abzuschaffen und durch einen atheistischen zu ersetzen. Da es so viele christliche Feiertage gibt, schaffen wir einen von denen ab.
    im Katholischen ist grundsätzlich jeder Tag ein Feiertag, das heisst, mindestens einem oder einer Heiligen gewidmet.

    und so viele Feiertage gibt's jetzt auch nicht, besonders nicht im Sommer. Wie wär's mir der Sommer-Tagundnachtgleiche als Feiertag? Das wäre quasi der Gegenpol zu Weihnachten.

    ein zusätzlicher Feiertag wäre voll in Ordnung für mich, oder auch zwei.

    gruss, barbara

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    nicht jeder, der aus einer Landeskirche austritt, ist deswegen automatisch atheistisch.
    Und nicht jeder, der einer Kirche angehört, ist gottgläubig. Da gibt es viele Karteileichen aus Gründen des Familienfriedens. Man bedenke, die meisten Kirchenmitglieder sind niemals beigetreten, fast alle sind beigetreten worden.

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    AW: Was ist die richtige Religion?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Und nicht jeder, der einer Kirche angehört, ist gottgläubig. Da gibt es viele Karteileichen aus Gründen des Familienfriedens. Man bedenke, die meisten Kirchenmitglieder sind niemals beigetreten, fast alle sind beigetreten worden.
    Stimmt, durch eine Taufe ist man automatisch Kirchenmitglied. Aber austreten ist soetwas von einfach, zum Standesamt oder Amtsgericht, Austritt erklären und 30,- € Gebühr zahlen. Spart die Kirchensteuer.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Aber austreten ist soetwas von einfach, zum Standesamt oder Amtsgericht, Austritt erklären und 30,- € Gebühr zahlen. Spart die Kirchensteuer.
    Ich kenne genug Männer, die sich als Atheisten mit dem Bezahlen der Kirchensteuer die Zufriedenheit der eigenen, gottgläubigen Frau erkaufen. Bei einem Austritt würden die ziemlich Ärger machen …

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ich kenne genug Männer, die sich als Atheisten mit dem Bezahlen der Kirchensteuer die Zufriedenheit der eigenen, gottgläubigen Frau erkaufen. Bei einem Austritt würden die ziemlich Ärger machen …
    ...eine recht armselige Form von Opportunismus.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
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    Allegro con brio

  8. Inaktiver User

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und die Forderung nach islamischen Feiertagen wollen wir bitte nicht unterstützen. 😐
    Es gibt islamische Feiertage und die wirst Du den Moslems auch nicht verbieten können. Nur sind es keine gesetzlichen Feiertage, was auch daran liegt, dass Moslems eine Minderheit mit einem Bevölkerungsanteil von 5-8 % sind.

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Ich kenne genug Männer, die sich als Atheisten mit dem Bezahlen der Kirchensteuer die Zufriedenheit der eigenen, gottgläubigen Frau erkaufen. Bei einem Austritt würden die ziemlich Ärger machen …
    Das fiele nur auf, wenn die Frauen die Einkommenssteuererklärung machen und die Gehaltsabrechnungen ihrer Männer einsehen würden.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Der 1. Mai ist ein Feiertag der Arbeiter oder allgemeiner der Arbeitnehmer. Du schlägst ihn als Feiertag der Atheisten vor. Da du, wie du geschrieben hast, Probleme mit einem atheistischen Feiertag hättest, kommt dir der 1. Mai natürlich entgegen.
    Ich habe ihn als ein Beispiel verstanden für einen Feiertag, der auf eine nicht-religioese Bewegung zurück geht.
    Ich denke, dass die Selbstdefinition Atheist zu sein, nicht so etwas verbindendes hat, ich kenne keine (echten, verbreiteten) Rituale wo Atheisten gemeinsam das Atheisten feiern.
    Wäre das anders, gäbe es vielleicht einen Feiertag, an dem ein bestimmtes atheistisches Ritual begangen würde.
    Aber um einen Feiertag einzuführen müsste dies eben von einer Bewegung, auch einer positiven, verbindenden Bewegung getragen werden.
    Ich sehe das aber weit und breit nicht. Wenn es das doch gibt, bitte um Aufklärung.

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