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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher hier nur eine Userin gelesen, die die geltende Gesetzeslage verteidigt, von dahier wundere ich mich über die Vehemenz, mit der die Diskussion geführt wird.
    Naja, ganz grundsätzlich, wenn nahezu alle der Ansicht sind, dass es überflüssig und unnötig ist, dann könnte man es ja simpler Weise ändern. Es scheint aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich wie einfach das ist.

    Von daher würden mich einfach Ansichten interessieren, warum man individuell, es für nötig erachtet, nicht nur für sich selbst aus Glaubensgründen oder was auch immer, stille Feiertage einzuhalten, sondern dies eben per Gesetz von allen einzufordern. Und nur darüber lässt sich meines Erachtens diskutieren. Irgend einen Grund muss man doch dafür haben, außer: "das war schon immer so." und "das steht halt im Gesetz." oder "das gehört halt dazu." Denn solange der Lärmschutz eingehalten wird, oder jemand konkret davon betroffen ist, wird ja niemand davon gestört, wenn jemand an einem Feiertag was anderes macht als man selber.

  2. Inaktiver User

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Ich antworte zu diesem Thema das letzte Mal. Nicht die Kirchen haben den Daumen auf die stillen Tagen und der Sonntagsruhe. Es sind einfach die Gesetze der einzelnen Länder, so wird im Nachbarschaftsgesetz NRW u.a. das Einhalten von Ruhepausen außerhalb des Hauses sehr genau geregelt. Das betrifft die Mittagsruhe und Arbeiten an Feiertagen.
    Stimmt so nicht.
    Es sind die Kirchen, die in Deutschland vor Gericht ziehen, um die Sonntagsruhe weiter bei zu behalten.

    Wir hatten hier an der Küste eine sehr weit reichende (für D) Erlaubnis, sonntags die Läden zu öffnen. Was für eine Stadt, die vom Tourismus lebt, auch gut ist. 50% des Umsatzes der Woche erfolgte am Sonntag.
    Die Kirchenvertreter haben dies von Gerichten in höherer Instanz kippen lassen. Die Richter waren nicht aus unserem Atheistenbundesland (Kirchenmitglieder unter 20% der Einwohner des Bundeslandes).

    Und hier noch ein Link für die Altbundesländer:

    Kirchenprotest gegen Sonntagsöffnung in Darmstadt : EKHN ǀ Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

    Die auch aus dem Christentum entstandenen Feiertage sehe ich als gesetzliche Feiertage.
    Meines Wissens gibt und gab es keine Kultur ohne bestimmte gemeinsame Höhepunkte. Vor der gewaltsamen Christianisierung vor gerade mal 1.000 Jahren gab es in unserem Landstrich andere Feiertage.
    Unter anderem auch ein großes Frühjahrsfest zur Osterzeit. Sehr viele der Osterbräuche überall in Deutschland sind nicht christlichen Ursprungs.
    Und in meinem Bundesland haben Karfreitag und Ostern kaum etwas mit der Kirche zu tun.
    Karfreitag ist der Tag, an dem die Gärten und Häuser für das Osterfest gesäubert und geschmückt werden und am Abend des Karfreitag brennen die ersten Osterfeuer.

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Einen. Oder noch mehr?
    Einen.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  4. Inaktiver User

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stimmt so nicht.
    Es sind die Kirchen, die in Deutschland vor Gericht ziehen, um die Sonntagsruhe weiter bei zu behalten.
    Das ist aber nochmal ein ganz anderes Thema, die Sonntagsruhe.
    Wie ich die finde? Tja, leicht zu erraten: Gut.

    Und das nun wirklich nicht nur aus christlicher Sicht sondern aus gesamtgesellschaftlicher.
    Ich denke, dieser 7-Tage-Rhythmus tut den Menschen gut, auch dass viele eben an den gleichen Tagen frei haben.
    Das Wirtschaftsargument kommt IMMER!
    Klar... auch Nachtarbeit, unbegrenzte Flugzeiten, unendliches Shopping bringt irgendwem mehr Geld.
    (Irgendwem anders vermutlich weniger, ist nur logisch).
    Und es sind nicht nur die Kirchenvertreter auch die Gewerkschaften im Einzelhandel die für den letzten Rest der geregelten Arbeitszeiten kämpfen.

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Naja, das hängt ein wenig von den Umständen ab. In Tourismusregionen wird eben oft auch in den Saisonmonaten das Geld für's ganze Jahr verdient. Außerhalb der Saison ist es dann eben eher ruhig und genug Zeit, um Auszuspannen. Wobei ich die Regelung bei Wasserkatze nicht kenne.

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist aber nochmal ein ganz anderes Thema, die Sonntagsruhe.
    Wie ich die finde? Tja, leicht zu erraten: Gut.

    Und das nun wirklich nicht nur aus christlicher Sicht sondern aus gesamtgesellschaftlicher.
    Ich denke, dieser 7-Tage-Rhythmus tut den Menschen gut, auch dass viele eben an den gleichen Tagen frei haben.
    Das Wirtschaftsargument kommt IMMER!
    Klar... auch Nachtarbeit, unbegrenzte Flugzeiten, unendliches Shopping bringt irgendwem mehr Geld.
    (Irgendwem anders vermutlich weniger, ist nur logisch).
    Und es sind nicht nur die Kirchenvertreter auch die Gewerkschaften im Einzelhandel die für den letzten Rest der geregelten Arbeitszeiten kämpfen.

    Wobei es den Gewerkschaften allerdings um Arbeitnehmerrechte und den Kirchenvertretern um ihren Selbstzweck geht.

  7. Inaktiver User

    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Wobei es den Gewerkschaften allerdings um Arbeitnehmerrechte und den Kirchenvertretern um ihren Selbstzweck geht.
    Ach Nasenmann.

    Schön, wenn die Welt so einfach ist.

    Die Kirchenvertreter müssen (dürfen?) übrigens am Sonntag arbeiten.
    Eigentlich auch empörend, müsste man gleich einen neuen Strang zu aufmachen.

    Aber, ich orientier mich jetzt an Brunette, mir fehlt die Kraft für bestimmte Diskussionen.
    Außerdem muss ich mich für den 1. Mai vorbereiten.

  8. Moderation

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Einen.
    Hab Dank!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ... Sonntagsruhe. ...

    Das Wirtschaftsargument kommt IMMER!
    Klar... auch Nachtarbeit, unbegrenzte Flugzeiten, unendliches Shopping bringt irgendwem mehr Geld.
    Auch ein anderes Thema, aber mir ging neulich der Hut hoch, als ich hörte, wie viel die Wirtschaft nimmt, bei der Gesetzgebung mitmischt, Löhne drückt und Zeiten schindet. Und wie wenig sie wirklich im Land in die Zukunft investiert. Ein paar Jahrzehnte später dürfen das dann diese Generationen ausbaden.
    *
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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Zitat Zitat von Nasenmann Beitrag anzeigen
    Exakt. Man kann es nicht. Die Grundlage für die Einschränkung aller ist die religiöse Präferenz einiger.
    Wenn man Religionsfreiheit ernst nimmt, muss man eingestehen, dass die spirituelle Stütze des einen, das Märchenbuch des anderen ist. (...)
    Du verstehst da schon wieder was falsch. Das war keineswegs Thema meines Postings. Mir ist es egal, ob jemand die Bibel als "Märchenbuch" betitelt. Mein persönlicher Glaube wird davon nicht beeinträchtigt, noch bekomme ich einen Ohnmachtsanfall. Ich fühle zwar einen Stich, da etwas, das ich als kostbar empfinde, so leicht abqualifiziert und vom Tisch gewischt wird - vor allem, wenn der Begriff "Märchenbuch" in abwertender Weise verwendet wird. Aber damit finde ich mich eben ab. Wie war das nochmal mit der Demokratie?

    Allerdings, und das sagte ich schon in Posting # 194, disqualifiziert sich der Sprecher, der die Bibel, und zwar in abwertender Weise, als Märchenbuch betitelt, aus objektiver Sicht selbst. Denn, wenn er es denn wenigstens fundiert und neutral täte, könnte man ihm ja sogar beipflichten. Denn die Bibel aus literaturwissenschaftlicher Sicht ist tatsächlich eine Sammlung tausendjähriger Mythen.

    Mythen (und auch Märchen) haben es an sich, poetisch und somit psychologisch (wenn man so will auch "seelisch") auf tiefe Weise rezipiert zu werden. (was Kinder noch können. Erwachsene sind darin oft nicht mehr so gut)., d.h., es ist nicht vornehmlich der analytische Geist, der durch Mythen angesprochen wird (nur ein bisschen zwar, aber nicht hauptsächlich), sondern vor allem das poetische Verständnis des Menschen (Poesie im Sinne von Dichtung in ihrer Gesamtheit, also nicht nur Gedichte, sondern jegliche Art von dichterischen Texten umfassend, wie z.B. auch Romanen, Kurzgeschichten, Novellen, Märchen, und eben... Mythen).

    Mythen bieten also, über die literaturwissenschaftliche Analyse hinaus, 1. die Möglichkeit, sich auf nicht_analytische Art und Weise berühren zu lassen, und 2. einen großen Schatz an tiefenpsychologischem Wissen über den Menschen. (Siehe C.G. Jung. Ich wiederhole mich) Dieser Schatz kann gehoben werden. Auch von Nichtgläubigen. Wenn es denn gewollt wird.

    Es gehört also eine riesige Portion Unwissen (und vielleicht auch Willen und Vorurteil) dazu, dies alles mit abwertendem Beiton als Märchenbuch zu bezeichnen und in die Tonne zu kloppen.


    @ ernesto: Dies bezieht sich auch auf Dich.

    So.

    Ich bin nun hier raus. Denn ich verwette meinen Allerwertesten, dass ich mir hier nur den Mund fusslig rede.

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    AW: Christliche Feiertage = gesetzliche Feiertage - wie steht ihr dazu?

    Danke bruennette. Das wollte ich gerade schreiben.

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