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  1. Avatar von Leonie
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie sieht denn deine andere Sichtweise zum Glauben aus? Basiert sie auf deinen persönlichen Erlebnissen und dass Gott wieder vermehrt in dein Leben getreten ist? Ich meine, ich finde es toll für dich, aber es bedeutet auch, wenn Gott jetzt nicht vermehrt und erkennbar in das Leben eines Menschen tritt und auch die Erfahrungen nicht als Gotteserlebnisse erkannt oder gesehen oder interpretiert werden, dann geht Glaube unrettbar verloren.
    Ich heisse übrigens Leonie Hallo Smirna, die andere Sichtweise hat sich in Hinwendung zum Glauben durch einen Glaubenschat, Gebete, nachsinnen über Bibelverse (z.B. die Losungen) und das innere Gespräch mit Jesus ergeben. Wer nicht fragt, erhält keine Antwort, bzw. wenn man wirklich den Willen hat, Gott, bzw. Jesus kennen zu lernen, kann man Kontankt aufnehmen. Ein einfaches Gebet oder eine Ansprache reicht. So wie ein "Jesus People" einen ziemlich kaputten Typen Jesus anvertraute, indem er einfach zu Jesus sagte: "Kümmere dich um ihn".
    Mittlerweile bin ich soweit, dass ich denke-selbst wenn ich alles im Leben verlieren sollte- der Glaube bleibt mir immer.
    Als ein Onkel starb, riet eine "fromme" Verwandte der Tante, sie "möge doch in der Bibel lesen". Damals war ich entsetzt und hielt das für entsetzlich empfindungslos. Mittlerweile denke ich, dass es viel Trost gibt, wenn man die richtigen Stellen kennt-oder vielmehr durch Bitten mittels des Heiligen Geistes Hilfe durch die Sprüche bekommt.
    Schöner ist natürlich, wenn Menschen für Jemanden beten, der selbst zu schwach oder krank oder traurig ist. Schon allein das Gefühl, dass man durch andere Menschen im Gebet "getragen" wird, gibt Geborgenheit.
    Man kann sogar anonym auf allen möglichen Webdiensten für sich beten lassen.
    Ich bin keine "Kirchenrennerin". Ich gehe höchstens hier im südlichen Raum gerne mal in eine kleine Kapelle, zünde eine Kerze an und bete für mich. Ich brauche dazu kein "tamtam". Ich mache das auch gerne zu Hause- gerne auch für andere Menschen, von denen ich weiss, dass es ihnen nicht gut geht, sie krank sind oder Hilfe benötigen.
    Ich hoffe, ich konnte mich einigermassen verständlich machen. Fazit: wenn man Kontakt möchte (Draht nach oben), sollte man ihn suchen oder anfragen und abwarten, was geschieht. Beispiel: Huhu Jeusus, hier ist Smirna, ich zweifele, aber ich bin auch bereit für eine Begegnung.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied



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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso bedeutet ohne Glauben zu leben Verantwortung zu übernehmen? Menschen, die glauben übernehmen immer wieder und überall sehr viel Verantwortung. Da gibt es unendlich viele Beispiele von Menschen die ein Leben voller Verantwortung geführt haben, das im Glauben an Gott gegründet ist.
    Das stelle ich nicht in Abrede. Glauben und Verantwortung tragen sind nicht unbedingt ein Widerspruch. Im Zusammenhang mit dem Strangthema jedoch stellt es sich für mich allersdings so dar- Verantwortung alleine tragen, für die eigene Person- ohne Weisung oder Supervision durch eine höhere Instanz. Einfach dem eigenen Antrieb folgen, ohne Erwartung irgendeiner Anerkennung oder gar Belohnung, schon gar nicht Bestrafung oder Ähnliches. Eigenverantwortlich mit allen Konsequenzen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
    Geändert von ernesto_01 (16.04.2015 um 09:50 Uhr)

  3. Avatar von Wasserbiene
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    AW: Den Glauben verloren!

    Hallo Smirna und Berlioz,
    das was Leonie im letzten Blog geschrieben hat kann ich nur bestätigen. Um Gott näher kennenzulernen bedarf es, dass man ihn darum bittet. Der Glaube ist eine Gabe Gottes, die nur er uns schenken kann wenn man ihn eben darum bittet.

    Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. (Matthäus 7/7-8)

    Es ist wie ein Schleier, der plötzlich weggenommen wird und du klar siehst
    (2.Korinther 14-16).
    Vor ein paar Jahren habe ich zu Gott gebetet, dass ich ihn näher kennenlernen will.
    Irgendwann in der Folgezeit habe ich eine große Sehnsucht nach ihm bekommen und
    dann Menschen kennengelernt, die ihn schon näher kennen.
    Durch unsere wöchentlichen Hauskreise, habe ich immer mehr von ihm erfahren. Die Gemeinschaft mit anderen Christen, das Gebet füreinander und für Andere, das gemeinsame Singen von modernen christlichen Liedern (http://www.youtube.com/watch?v=VcLEt...QfXVeZ&index=2) und die wöchentliche Ration von Gottes Wort haben mich immer näher zu ihm gebracht. Irgendwann habe ich Jesus als meinen Heiland und Erretter ganz bewusst angenommen (Lebensübergabegebet) und mich nochmals ganz bewusst taufen lassen. In der Zeit danach habe ich auch die Bibel besser verstanden, was vorher nicht der Fall war. Denn erst wenn wir Jesus annehmen, wird der Heilige Geist in uns geboren und wir werden zu einem neuen Menschen (Pfingsten), dadurch verstehen wir dann manche Dinge, die wir vorher nicht verstanden haben.
    Gott abzulehnen ohne ihn wirklich kennengelernt zu haben ist wie einen großen Schatz wegzuwerfen. Wenn wir einmal von dieser Erde gehen müssen, was jeden betrifft, ist es zu spät.
    Liebe Grüße
    Wasserbiene
    Geändert von Wasserbiene (25.04.2015 um 13:59 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Wasserbiene Beitrag anzeigen
    PS: Liebe Leonie, du bist eine wunderbare Frau Gottes und der Herr hat viel Freude an Dir.
    und an dir und an mir und an Ernesto und an allen anderen Menschen, denn er hat uns alle geschaffen.

  5. Avatar von Wasserbiene
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    und an dir und an mir und an Ernesto und an allen anderen Menschen, denn er hat uns alle geschaffen.
    So ist es. Wollte Euch nicht ausschließen, entschuldige wenns so rüberkam.
    Grüße Wasserbiene
    Geändert von Wasserbiene (25.04.2015 um 14:11 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Wasserbiene Beitrag anzeigen
    Gott abzulehnen ohne ihn wirklich kennengelernt zu haben ist wie einen großen Schatz wegzuwerfen. Wenn wir einmal von dieser Erde gehen müssen, was jeden betrifft, ist es zu spät.
    Liebe Wasserbiene, meine Hoffnung ist, wenn wir einmal von der Erde gehen, dann werden wir Gott schauen und ihn erkennen wie er uns erkannt hat.

    1.Korinther 13:12
    Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.


  7. Registriert seit
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    AW: Den Glauben verloren!

    Den Glauben verloren ...ich hab noch mal drüber nachgedacht ... ...

    Ich bin fest der Meinung, den "Glauben" verloren zu haben, doch hatte ich ihn jemals?
    Wie kann ich aber etwas verlieren, was ich gar nicht hatte?

    Ich habe Lernmaterial verloren, alles ander ist Erfahrung und dann Wissen ...und manchmal auch nicht ...

    Ich hatte Religionsunterricht, wie alle anderen auch.
    Ich wurde katholisch getauft und hatte dementsprechend katholischen Religionsunterricht, der mich teilweise in Angst und Schrecken versetzte.
    Also schwänzte ich die damals freiwilligen Stunden in der Volksschule.
    Während der Kaplan in die Schule eilte, um den Unterricht zu vollziehen, turnte ich an den seinerzeit vielen Holzgerüsten an den zerbombten oder renovierungsbedürftigen Häusern herum ...
    meine Mutter wusste das und billigte es.
    Sie unterstützte mich und fand es ok, dass mir kein "Glauben" aufgezwungen werden sollte.

    Später ging ich mit meinen Freundinnen zum Kindergottesdienst in der evangelischen Kirche, gefiel mir ganz gut, war aber auch von Angst durchsetzt ...für mich.
    Irgendwann wurde ich konfirmiert ...ich fands grauselig, machte aber mit ...alles freiwillig ...
    wahrscheinlich wollte ich doch irgendwie dazugehören?
    Mit Geschenken, vor allem Geld, war es damals noch nicht so wie heutzutage, das kann's nicht gewesen sein.
    Die Familie fand es, so wie es war glaube ich, ganz gut.
    Und dann wandte ich mich von der Kirche ab.

    Dann kümmerte ich mich weder um Religion, noch um Kirchgänge und wollte mich einfach nicht mehr mit "irgendwelchen Ursprüngen" befassen.
    Ich hatte genug anderes um die Ohren und fand das wichtiger ...
    Ich "glaubte" mein eigenes Zeug und war auch damit nicht glücklich, eher sehr zurückhaltend.

    Warum ich dieses nun schreibe?
    Die Zeiten änderten sich, und es gab andere Denkanstösse bezüglich des Glaubens.
    Ich lernte andere Menschen kennen, die alle ihren eigenen Bezug und Gedanken oder Ansichten bezüglich "Glauben" hatten.

    Ich suchte mir davon aus, was zu mir passen könnte und was mir eingängig erschien, was ich irgendwie nachvollziehen konnte, womit ich mich wohl fühlte ...auch wenn ich es nicht immer verstand.
    Das ging so eine Weile, die täglichen Dinge und Ereignisse liessen mich nicht zur Ruhe kommen und mein Weg ging in eine Richtung, die ICH niemals für mich vorgesehen hatte, auch nicht geglaubt hätte, dass es jemals so sein könnte und ich das überleben könnte.

    Heute, viele viele Jahre später, weiss ich, dass ich bei all dem, was geschah, denn doch niemals allein war (ich weiss nicht, wer mich beschützt hat?).
    Es war trotzdem schrecklich, doch ich habe überlebt und meine Kinder auch ...

    Heutzutage ertappe ich mich dabei, dass ich des Öfteren innerlich oder auch lauter drum bitte:
    Lieber Gott, hilf mir, lass es vorbei sein, lass es vorübergehen, gib mir bitte einen Einfall, eine Idee, die mich anders denken lässt, hilf mir, Dinge anders zu sehen ...unterstütze mich bei dem und dem ...

    Grad in der Zeit, nachdem ich in diesem Strang geschrieben hatte, ist mir das aufgefallen.

    NICHTS bleibt wie es ist ...alles verändert sich IMMER ...(nicht, dass ich es nicht gewusst hätte , aber grad bei dem Thema so auffällig)

    So ist also wirklich nichts in Stein gemeisselt, auch nicht der Glaube ...verloren, wiedergewonnen, abgeschwächt, auf eine neue Glaubensschiene gestossen, wertvolle Denkanstösse gewonnen, wieder verworfen ...ruhen lassen und dann, nach einer Weile entsteht vielleicht etwas Neues - Altes?

    Ich weiss es nicht, doch im Grunde sind es meist unfassbare Dinge, die mich aus meinen eingetretenen Wegen herauskatapultieren ...
    wenn ich denke - DAS ist es, jetzt hab ich's, dann kommt etwas anders und alles ist wieder hinfällig ...
    Also auf ein Neues ...
    so soll's wohl sein ...sonst wär's so nicht.
    Geändert von Lyanna (27.05.2015 um 14:32 Uhr)

  8. Avatar von Wasserbiene
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    AW: Den Glauben verloren!

    Liebe Lyanna,
    du erahnst Gott schon, merkst dass da was ist, doch hast ihn noch nicht vom Herzen her begriffen. Du hast ihn schon gerufen und er weiß ganz genau wie es dir geht, er wird dich nicht alleine lassen, er will dich in seine Arme nehmen und trösten.
    Es ist traurig, dass Menschen Gott, der die Liebe ist, als angst machend vermittelt bekommen.
    Er ist ein ganz liebevoller Vater und das müssen die Menschen begreifen.
    Gott verändert sich nie, er ist heute und morgen immer gleich und er will für uns der Fels in der Brandung sein, an dem wir uns klammern können.
    Im Leben verändert sich ständig irgendetwas, doch wenn du Gott wirklich erfahren hast, wird das bleiben.

    Römer 8,38-39
    Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

    Schleier über ihrem Denken
    Wenn das Gesetzt des alten Bundes vorgelesen wird, erkennen sie die Wahrheit nicht. Dieser Schleier kann nur durch den Glauben an Jesus Christus aufgehoben werden. Ja, noch heute sind ihre Herzen, wenn sie die Schriften Moses lesen, durch diesen Schleier verhüllt, sodass sie sie nicht verstehen. Doch wenn sich jemand dem Herrn zuwendet, wird der Schleier weggenommen. (2. Korinther 3/14-16)

    Wenn du das Lebensübergabegebet, in dem du Jesus in dein Herz einlädst sprichst, wird der Hl. Geist in dir geboren. Du wirst zu einem neuen Menschen in Jesus und wirst ihn dann erkennen können, der Schleier wird weggenommen. Der Weg führt immer von Jesus zum Vater.

    Lebensübergabegebet

    Herr Jesus Christus, ich brauch dich und will mit dir leben. Danke, dass du am Kreuz für meine Sünden gestorben bist. Bitte verzeih mir meine Sünden. Ich übergebe dir mein Leben und nehme dich als meinen Herrn und Erlöser an. Übernimm die Herrschaft in meinem Leben. Gestalte mich so, wie du mich haben willst. Amen.

    Suche dir eine Gruppe, Hauskreis usw. wo wöchentliche Treffen mit Bibellehre stattfinden und du wirst sehen, dass du ihn immer mehr kennenlernen kannst. Er wird dich lieben, du wirst es erleben. Vorträge von Christen im Beruf gibt es in ganz vielen Städten. Dort erzählen Menschen wie sie zu Gott gefunden haben. In Bibel-TV kann man auch Zeugnisse hören, auch im Internet unter ERF sind viele Zeugnisse der unterschiedlichsten Art zu sehen, das motiviert und lässt Gottes Wege bei anderen Menschen erkennen.
    Ich hoffe sehr, dass du den Weg zu Gott finden wirst.

    Liebe Grüße
    Wasserbiene

  9. Avatar von ken.senior
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    AW: Den Glauben verloren!

    Berlioz,

    Die Situation des Nichtglaubenkönnens macht jeder Mensch im Leben durch. Am schwersten trifft es jene, die glauben wollen, deren Vernunft aber sagt, das kann doch Alles nicht sein. Hier ein Text von Cees Noteboom, geschrieben an Poseidon, den griechischen Gott der Meere und der Erde. Der Text könnte aber genauso gut an den einen und einzigen Gott der Christenheit und seine Heilige Dreifaltigkeit gerichtet sein.

    Ich habe mich in den letzten Jahren mit der Fiktion beschäftigt, die Du bist, denn was seid ihr anderes als Träume, Fiktionen, Antworten auf die Fragen ohne Antwort, aus denen wir bestehen. Wir haben euch Attribute zugeteilt, an denen wir euch erkennen können, ihr solltet uns ähneln, damit auch wir Teil der Fiktion würden. Wir haben mitgespielt, geopfert, gebetet, haben uns gefragt, ob auch wir für euch eine Fiktion sind, ein Schatten und ein Spiegelbild in unserem ewigen Spiel von Ankunft und Abschied, von Blüte und Vernichtung, wir, die wir uns genausowenig wie ihr je verändern. Wenn Du mich ausgelacht hast, soll es mir recht sein, ich kenne meinen Platz.

    Aus der Zeit vor der Schrift wart ihr, Sinnbilder einer Wirklichkeit aus der Zeit vor der Geschichte, in der Frauen noch Macht hatten, in der sie sich Könige für ihr Lager wählten, die nach ihrem rasch verfliegenden Dienstjahr getötet wurden, von den Felsen ins Meer geworfen oder in Stücke gerissen. In euren Geschichten klingen Völkerwanderungen an, Kampf um die Hegemonie zwischen Landstrichen und Inseln, zwischen Frauen und Männern, in ständig wechselnder Gestalt kamt ihr aus dem Osten, stets neu geformt nach dem Bild der Menschen, die für euch da waren und die ihr ersonnen habt, um die Welt zu verstehen, bis der Augenblick kam, in dem wir begriffen, dass alles ein Traum war, ein Gedicht, das von euch zu handeln schien, die ganze Zeit jedoch nur von uns handelte.

    Als ihr nichts mehr sagtet, fuhren wir fort zu fragen, Tausende und Abertausende von Antworten haben wir zum Kleinsten und zum Größten gefunden, zum Sichtbaren und zum Unsichtbaren, in Kürze reisen wir zu den Planeten, die eure Namen tragen, denn noch immer sind wir auf der Suche nach der Antwort, die vor uns ausweicht. Manchmal blicken wir in einem Anflug von Heimweh auf eure Standbilder, die die Abbilder unseres Wunsches nach Macht und Unsterblichkeit sind, nach Schutz in den großen, leeren, bodenlosen Sälen des Universums.

    Du hast nie geantwortet, das war auch nicht nötig. Wenn ich am Meer stehe, höre ich Dich mit deinen tausend Stimmen. Manchmal schreist Du, stürmisches Gelächter, das alle Fragen verhöhnt, in anderen Nächten bist Du totenstill, ein Spiegel, in dem die Sterne sich sehen. Dann denke ich mir, dass Du mir etwas sagen willst, aber Du tust das nie.

    Natürlich weiß ich, dass ich Briefe an niemanden geschreiben habe. Doch was ist, wenn ich morgen auf den Felsen einen Dreizack finde?
    Zitiert aus "Briefe an Poseidon" von Cees Noteboom, Suhrkamp Verlag


    LG Ken
    Geändert von Analuisa (13.06.2015 um 23:48 Uhr) Grund: kommerziellen Link gelöscht, bitte AGB §15.6 beachten!

  10. Avatar von Leonie
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    AW: Den Glauben verloren!

    Wir würden gerne deine eigene Meinung wissen- nicht einfach kopierte Texte! Hast du nie eine persönliche Glaubenserfahrung gemacht?
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


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