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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    kann ich kaum nachvollziehen ,wie manche kulturkreise überhaupt noch religiös sein können? was aber nicht heißt ,dass ich nicht jedem mit seinem glauben respektiere.
    Vielleicht müssen sie religiös sein, um überhaupt etwas zu haben, an das sich zu klammern ist?

    Das mit der Schuld ist so eine Sache ...ja, ich habe hin und wieder Schuldgefühle, ziemlich makabre sogar.
    Sie sind in den letzten 8 Jahren aufgetreten und haben mich von all dem, was ich mal glaubte oder glaubte "zu wissen" entfernt.

    Obwohl das so ist, lebe ich ja trotzdem weiter, mehr oder weniger gern ...jedenfalls bin ich noch hier.
    Ich bin ja nicht von Haus dazu verpflichtet, dass es mir durch die Bank "gut geht" und ich leichten Schrittes vertrauensvoll und fröhlich durch die Lande marschiere.
    Manchmal ist es so, meist nicht ...
    Ich selbst finde es ja schon toll, dass ich wenigstens so halbwegs mit dem Computer klarkomme und dadurch die Möglichkeit habe, mit der Aussenwelt ein wenig in Kontakt zu treten, so, wie's grade passt.


    Ansonsten bin ich nach meiner Meinung aus dem System weitestgehendst ausgestiegen, so weit es möglich war
    Das hab ich nicht "gemacht", es ist so geschehen.
    Mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht sagen. ...ausser:
    auch wenn ich mich allein FÜHLE ... bin ich doch nicht allein ..."we are never alone!"
    Wer oder was das ist, was mich umgibt, kann ich nicht sagen.

    Ich bin noch da, ich lebe noch ...und da stellt sich mir die Frage: Was ist LEBEN?
    Ist es das, was ich erfahre, ist es das, was du oder du erfährst?
    Ist es das, was die Kinder leben?
    Ist es das, was all die anderen erfahren?

    Alles ist Leben, und jeder erfährt es auf seine Weise ...mit Glauben an irgendetwas,
    dem ich nie so richtig gefrönt habe, war's irgendwie leichter.
    Ich bin nicht unzufrieden mit dem, was ist ...nur manchmal vermisse ich die Zeiten, wo ich es "leichter" für mich empfand.
    Vielleicht hab ich das nur geträumt?


    Einen wunderschönen Ostermontag

    Lyanna
    Geändert von Analuisa (06.04.2015 um 23:47 Uhr) Grund: Zitat repariert

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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht unzufrieden mit dem, was ist ...nur manchmal vermisse ich die Zeiten, wo ich es "leichter" für mich empfand.
    Was war es denn, was es für Dein Empfinden "leichter" gemacht hat?
    Ohne "Glauben" zu leben, heißt auch, Verantwortung zu übernehmen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Berlioz32 Beitrag anzeigen
    Hallo! Ich weiß nicht, ob das hier hingehört, aber ich versuche es einfach mal. Da ist ein Thema, dass mich seit Jahren beschäftigt und ich habe noch nie darüber gesprochen.

    Ich habe meinen Glauben an Gott, an eine höhere Macht - dass immer alles einen Sinn hat - verloren und seitdem quält mich eine schlimme Sinnkrise, Angst und Hoffnungslosigkeit. Als würde ich ständig trauern. Diese Gefühle sind mal stärker, mal schwächer ausgeprägt, je nach Verfassung. Der Flugzeugabsturz vor ein paar Tagen, aber auch andere Unglücke – besonders, wenn Kinder betroffen sind - , lassen diese verzweifelten Gefühle immer wieder in mir aufflammen. Dabei will ich so gerne glauben. Kann es aber nicht mehr.

    Ich hatte keine angenehme Kindheit und der Glaube an Gott hat mir damals sehr geholfen. Ich betete jeden Abend und fühlte mich nicht allein, habe mir vorgestellt, wie Gott über mich und meine Lieben wacht und eine schützende Hand über alle legt. Das beruhigte mich so sehr und half mir, schwierige Situationen zu meistern! Meine Eltern nahmen meine Ängste dagegen nie sonderlich ernst, verspotteten sie sogar, aber „mein“ Gott nahm sie ernst. Er war immer für mich da. Wie eine Zuflucht.

    Dann hat Gott mich verlassen bzw. der Glaube an ihn und seitdem fühle ich mich alleine und hilflos.

    Jetzt weiß ich: Da ist niemand! Ich bin allein auf diese Welt gekommen und werde sie auch wieder alleine verlassen.

    Das mag für einige vielleicht verrückt klingen, besonders für Menschen, die noch nie an einen Gott geglaubt haben. Mich macht das aber sehr fertig. Weil ich gerne an Übersinnliches glauben möchte. Ich werde irgendwann sterben und dann kommt da nichts mehr. Das war's! Keine neue Chance mehr, keine Wunder.

    Ich wünschte, ich würde nicht so viel wissen. Der Glaube an etwas, ist angenehmer.

    Der Beitrag ist genauso sinnlos, aber ich wollte diese Gedanken heute einfach mal los werden. Vielleicht kann mich ja jemand verstehen, weil er Ähnliches durchgemacht hat? Wenn nicht, ist aber auch nicht schlimm.

    Berlioz

    Konntest du mit dem, was bislang hier geschrieben wurde, etwas für dich anfangen?
    Dich ein bisschen drin wiedererkennen?
    Du bist nicht allein, auch wenn du dich so fühlst...



    Lyanna

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    AW: Den Glauben verloren!

    Meine Art des Glaubens: mittlerweile beglückend-es hat sich so entwickelt. Lange Zeit war es anders, jetzt empfinde ich es als schön, als eine Bereicherung- selbst in ganz harten Zeiten- und davon hatte ich mehr als genug. Mittlerweile habe ich eine andere Sichtweise zum Glauben-oder genauer-zu Gott gewonnen.
    Wie schon erwähnt: man kann persönliche Glaubenserlebnisse nicht beschreiben-man kann sie nur erleben.
    Eine afrikanische Predigerin sagte mir einmal: "Gott sucht sich aus, wann er wieder vermehrt in dein Herz eintritt." So empfinde ich es jetzt.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


  5. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Wie sieht denn deine andere Sichtweise zum Glauben aus? Basiert sie auf deinen persönlichen Erlebnissen und dass Gott wieder vermehrt in dein Leben getreten ist? Ich meine, ich finde es toll für dich, aber es bedeutet auch, wenn Gott jetzt nicht vermehrt und erkennbar in das Leben eines Menschen tritt und auch die Erfahrungen nicht als Gotteserlebnisse erkannt oder gesehen oder interpretiert werden, dann geht Glaube unrettbar verloren.

  6. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Ohne "Glauben" zu leben, heißt auch, Verantwortung zu übernehmen.
    Wieso bedeutet ohne Glauben zu leben Verantwortung zu übernehmen? Menschen, die glauben übernehmen immer wieder und überall sehr viel Verantwortung. Da gibt es unendlich viele Beispiele von Menschen die ein Leben voller Verantwortung geführt haben, das im Glauben an Gott gegründet ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wieso bedeutet ohne Glauben zu leben Verantwortung zu übernehmen? Menschen, die glauben übernehmen immer wieder und überall sehr viel Verantwortung. Da gibt es unendlich viele Beispiele von Menschen die ein Leben voller Verantwortung geführt haben, das im Glauben an Gott gegründet ist.

    Das ist richtig. Sie haben ihren Glauben dazu genommen, um Gutes zu tun..quasi im Namen des Glaubens. Das mag hilfreich sein und Orientierung geben - so wie es mir viele Jahre Orientierung geben hat. Heute weiß ich... man kann aber auch Gutes tun und Verantwortung, ohne zu glauben..


    Es ist weniger der Glaube...es liegt am Menschen selbst, wofür er sich entscheidet.

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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Was war es denn, was es für Dein Empfinden "leichter" gemacht hat?
    Ohne "Glauben" zu leben, heißt auch, Verantwortung zu übernehmen.
    Der Glaube selbst kann bereits Verantwortung in sich tragen.

    Ich glaube nicht direkt, aber ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass man wiedergeboren wird - in seiner eigenen Zukunft, die man zuvor geschaffen hat.

    Die Welt, die wir heute mitgestalten, ist die Zukunft von uns selbst, kurz gefasst.

    Muss man nicht dran glauben, ich sehe es als mögliche Theorie.

  9. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Es ist weniger der Glaube...es liegt am Menschen selbst, wofür er sich entscheidet.

    Das stimmt schon, aber ich glaube, wenn man irgendwie eine Verbindung zu Gott hat, wenn man im Innern weiß, dass da etwas ist und in sich hineinspürt, dann gibt es eben auch die Berufung.
    Geändert von Inaktiver User (12.04.2015 um 11:46 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das stimmt schon, aber ich glaube, wenn man irgendwie eine Verbindung zu Gott hat, wenn man im Innern weiß, dass da etwas ist und in sich hineinspürt, dann gibt es eben auch die Berufung.

    Das denke ich auch.
    Aber weder Glauben noch Berufung kann man sich aussuchen...es ist eine Fähigkeit, zu glauben, sich dem hinzugeben, die nicht jede/r hat...
    Ich kenne ja beides, Glauben und Unglauben und weiß, dass man es als gläubiger Mensch leichter hat. Da ist ein Halt, eine Verbindung...

    Aber...als Ungläubiger empfindet man das nicht (mehr) und beizwingen oder beweisen lässt sich Glaube genauso wenig wie Liebe...
    Da muss man andere Wege finden.
    Berufung...das gibt es auch für Ungläubige...

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