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  1. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Wenn ich nicht an etwas glauben würde, das größer ist als ich sondern immer alles in mir selbst finden müsste, dann würde mir existenziell und elementar etwas fehlen. Ich würde mich fühlen als wäre ich in mir gefangen, begrenzt wäre ich, ich würde mich unfrei fühlen. Würde mir jemand begegnen, der diesen Glauben, wie du,zio, ihn beschreibst und praktizierst begegnen, ich könnte nicht vertrauen. Ich würde denjenigen vielleicht nett finden, ihn mögen, positiv ihm gegenüber eingestellt sein, aber ich bin immer wieder angewiesen auf Menschen, die an etwas Höheres als sich selbst glauben, wenn es um die Dinge geht in denen man Vertrauen braucht und vertrauen muss und möchte.

  2. Avatar von zio
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Würde mir jemand begegnen, der diesen Glauben, wie du,zio, ihn beschreibst und praktizierst begegnen, ich könnte nicht vertrauen.
    Musst Du auch nicht, Smirna.

    Was für mich passend ist, muss für niemanden anderen passen, weil jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen macht und lebt.

    Mir gibt dieses Gefühl eine innere Sicherheit und das finde ich schön. Dass es für andere Menschen nicht 1:1 umlegbar ist, ist mir klar.

    Liebe Grüße
    Zio

  3. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von zio Beitrag anzeigen

    Und irgendwann, beim letzten "Fall", fiel ich in eine "Ebene" (ich finde da keine bessere Erklärung dafür), in der es absolute Stille gab. Eine Art Frieden, eine Art von Geborgenheit, ein ganz, ganz tiefes Gefühl, dass es nichts, absolut nichts gibt, das mich ängstigen könnte.

    Wie das, was Du beschreibst, dieses Gefühl als Kind, dass Du beschützt bist.

    Es war das beeindruckendste Gefühl in meinem Leben, das ich jemals gespürt hatte. Und ich habe einen Hauch von diesem Gefühl mit in die Realität nehmen können. Das sichere Gefühl, dass alles ewig ist. Dass es Zeit nicht gibt, dass es "etwas" gibt, das zeitlos - ewig - in MIR existiert. Etwas, das frei von Bewertungen ist, etwas, das Friede, Schutz, Wärme, Liebe und Ewigkeit in einem ist.

    Es tut mir leid, es ist mir fast nicht möglich, dieses Unbeschreibliche zu beschreiben - aber ich weiß seitdem, dass "etwas" in mir selbst lebt, dass das, was Du als Schutz von außen empfunden hast, in mir selbst oder mit meiner Existenz fix verbunden ist.
    Ich finde Du hast das "Unbeschreibliche" wunderbar in Worte gefasst. Danke für das teilen!

  4. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde Du hast das "Unbeschreibliche" wunderbar in Worte gefasst. Danke für das teilen!
    Passt zios Erfahrung nicht auch sehr gut mit deiner Signatur zusammen?

  5. Avatar von Leonie
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    AW: Den Glauben verloren!

    @smirna Mir hat sehr geholfen, dass ich mich wieder "geöffnet" habe. So wurden nach und nach immer mehr Schleusen geöffnet, eine Begegnung kam zur nächsten und ich habe mich wieder finden lassen. Mit Begegnungen meine ich persönliche Begegnungen, aber auch Wege über das Internet und andere Medien. Als Beispiel: ich hatte keinen Kontakt zu katholischen Menschen, bis ich auf einen Chat in der Internet-Stadt "funcity" geriet. Dort beten viele Menschen zu bestimmten Zeiten das "Vaterunser" miteinander- egal welcher Konfession. Seelsorge gibt es dort auch usw...Ein anderes Beispiel sind für mich Menschen, die mir in einer Klinik begegnet sind: katholische Menschen, die unheimlich warmherzig und verständnisvoll sind, unter Anderem auch Personalreferenten. Einer dieser Menschen sagte:

    "An Jesu Tisch sitzen keine Konfessionen."

    Ich erfuhr dort so viel Liebe und Wärme und Trost usw..., wie ich es nie gedacht hätte. So wurden die "Wege zum Glauben" wieder geöffnet. Wir sind nicht allein-nur wenn wir uns das "einreden". Wie gesagt, wenn man sich öffnet, kann man viele Erfahrungen machen. Und: Es ist beglückend- trotz oder gerade wegen des Leides, welches man vorher erfuhr. Wir sind nicht allein.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied



  6. Registriert seit
    19.06.2007
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Leonie Beitrag anzeigen
    Wir sind nicht allein.
    Ich brauch dazu keinen Glauben an höhere Instanzen. Ich glaube nicht mehr, ich bin sicher.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  7. Avatar von Leonie
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    5.293

    AW: Den Glauben verloren!

    Ich bin auch sicher-aber das ist die alte Argumentionskette, die du jetzt wieder hervorholst: die einen gegen den Anderen ausspielen soll. Brauchst du diese Spirale noch? Ich nicht mehr. Deshalb: Alles Gute für dein Leben. Wie immer du auch leben magst.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied


  8. gesperrt Avatar von Hillie
    Registriert seit
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    32.639

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht mehr, ich bin sicher.
    Bist du dir da wirklich sicher?

  9. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    und bis dahin ist doch noch jede Menge Leben!

    Du hast vielleicht noch gar nicht "den Glauben verloren"... Du hältst an etwas fest, was Dir keinen Halt mehr geben kann. Schmeiss die Krücken weg- Du wirst sehen, es geht auch ohne!! Vertrau in Dich. Du bist eher depressiv, das hat nichts mit Glauben zu tun. Gibt es nicht in Deinem Leben Schönes- was Dir Glück bedeutet? Ist das Glas immer halb leer?- oder halb voll? Es ist eine Einstellung.
    Wenn zuvor Glauben Dein Leben bereichert hat, war es doch nur Fassade- oder nicht?
    @lyanna
    das sehe ich ähnlich wie ernesto ,wenn ich deine beiträge lese .
    du glaubst zwar nicht ,bist aber immer noch in den gleichen glaubensmustern verhaftet, was im christlichen oft auch an "schuld" gekoppelt ist.
    um wirklich glaubenfrei zu sein ,musst du dich auch davon verabschieden. erst dann öffnet sich der horizont für anderes.
    ich glaube auch an nichts,was irgendeine religion vorgibt und empfinde das als große freiheit.auch wenn das etwas ketzerisch klingt,kann ich kaum nachvollziehen ,wie manche kulturkreise überhaupt noch religiös sein können? was aber nicht heißt ,dass ich nicht jedem mit seinem glauben respektiere.
    Geändert von Inaktiver User (06.04.2015 um 12:50 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Sicher?
    Es gibt Fragen, auf die niemand eine Antwort hat.
    Gibt es einen Gott? Jemand, der das Universum erschaffen hat?
    Wie ist das Universum entstanden - und was war vorher?
    Wie kam das Leben in die Welt?
    Das weiß niemand, noch nicht.

    Genauso wenig weiß man, was nach dem Tod ist - oder ob da was ist. Man kann etwas erhoffen, sich an etwas festhalten, an etwas glauben..aber Gewissheit gibt es nicht.
    Auch die, die behaupten, dass nach dem Tod "nichts" mehr ist, glauben. Denn vorher sollen sie es wissen..sie leben ja noch.

    Nein - ich bin mir nicht sicher.
    Aber ich kann mit dieser Unsicherheit ganz gut leben.
    Vielleicht reichen unsere geistigen Möglichkeiten einfach nicht aus, um alles zu verstehen. Wir sollen nicht.. glauben, alles verstehen, überblicken und wissen zu können...mit offenen Fragen leben lernen, ohne Gewissheiten leben lernen..ich übe das gerade..

    Denn ich war mal gläubig...empfand den Glauben als Halt, als Hoffnung...jetzt fühle ich mich manchmal alleine...aber Glauben kann man nicht an- oder abstellen, man kann ihn nicht befehlen oder erzwingen..

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