+ Antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 79
  1. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Mir ist heute klar geworden, dass auch ich den festen Glauben verloren habe als ich meine sehr gläubige Kollegin im Dienst lachend, leicht und fröhlich sah. Ich fühlte mich plötzlich so unendlich allein und hoffnungslos. Mir fiel die Diskrepanz des inneren Halts auf .
    Mitgefühl mit sich selbst, so wie Dakini schreibt, tut zwar gut, aber es bringt irgendwie nicht weiter, tröstet nur in einem Moment oder führt zu Verzweiflung.
    Aber was soll werden, wenn man den Glauben verloren hat? Was kann man da machen?


  2. Registriert seit
    19.06.2007
    Beiträge
    9.148

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mir ist heute klar geworden, dass auch ich den festen Glauben verloren habe als ich meine sehr gläubige Kollegin im Dienst lachend, leicht und fröhlich sah. Ich fühlte mich plötzlich so unendlich allein und hoffnungslos. Mir fiel die Diskrepanz des inneren Halts auf .
    Mitgefühl mit sich selbst, so wie Dakini schreibt, tut zwar gut, aber es bringt irgendwie nicht weiter, tröstet nur in einem Moment oder führt zu Verzweiflung.
    Aber was soll werden, wenn man den Glauben verloren hat? Was kann man da machen?
    Klar sehen, Verantwortung übernehmen, in sich selber ruhen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  3. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Mir ist heute klar geworden, dass auch ich den festen Glauben verloren habe als ich meine sehr gläubige Kollegin im Dienst lachend, leicht und fröhlich sah. Ich fühlte mich plötzlich so unendlich allein und hoffnungslos. Mir fiel die Diskrepanz des inneren Halts auf .
    Du hast Dich verglichen und anschließend bewertet, dies führte zu den Gefühlen, nehme ich an.

    Mitgefühl mit sich selbst, so wie Dakini schreibt, tut zwar gut, aber es bringt irgendwie nicht weiter, tröstet nur in einem Moment oder führt zu Verzweiflung.
    Verbinde Mitgefühl mit Selbstliebe und Selbstannahme. Lass die Wertungen weg. Mitgefühl ist frei von Selbstmitleid.


  4. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    73.517

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    ich fühle es seit 40 Jahren.... :)

    O wie schön für dich ...wenn es dir damit gut geht!

    So ist mein Weg ein anderer als deiner ...jeder Weg will gegangen sein ...um am Ende wo anzukommen?

    Ich weiss es nicht.
    Was ich weiss, ist, dass jeder Weg irgendwann mit dem Tod endet ...
    und alles weitere ist ebenfalls nur GLAUBEN.

    Ich habe an ein Leben nach dem Tod geglaubt, an Reinkarnation (genügend angebliche Beweise waren da und Bücher gibt es ja zuhauf.)

    Ich habe an vieles geglaubt, auch an das in sich ruhen ...
    "man" kann es nicht machen, es kann nur geschehen, wenn es geschehen soll ...
    Wird es "erzwungen" hält es auch nur von 12.00 bis Mittag oder es soll so sein.
    Wohl dem, bei dem ES so sein SOLL.

    "Man" kann allerdings versuchen, sich an Vorgegebenes zu halten und zu vertrauen, dass es so ist oder so sein könnte ..

    DAS reicht mir nicht mehr ...leider ... glücklich macht es mich nicht.

    Komisch irgendwie, das alles!

    Lyanna


  5. Registriert seit
    19.06.2007
    Beiträge
    9.148

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    So ist mein Weg ein anderer als deiner ...jeder Weg will gegangen sein ...um am Ende wo anzukommen?

    Ich weiss es nicht.
    Was ich weiss, ist, dass jeder Weg irgendwann mit dem Tod endet ...
    und bis dahin ist doch noch jede Menge Leben!

    Du hast vielleicht noch gar nicht "den Glauben verloren"... Du hältst an etwas fest, was Dir keinen Halt mehr geben kann. Schmeiss die Krücken weg- Du wirst sehen, es geht auch ohne!! Vertrau in Dich. Du bist eher depressiv, das hat nichts mit Glauben zu tun. Gibt es nicht in Deinem Leben Schönes- was Dir Glück bedeutet? Ist das Glas immer halb leer?- oder halb voll? Es ist eine Einstellung.
    Wenn zuvor Glauben Dein Leben bereichert hat, war es doch nur Fassade- oder nicht?
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  6. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Dakini, danke für deine Antwort. Ich möchte gleich etwas dazu sagen:
    Verglichen habe ich nicht, ich habe es erkannt. Das ist etwas anderes. Und Gefühle möchte ich mir nicht nehmen lassen. Wer bin ich denn ohne Gefühle, was bin ich? Ein Mensch hat Gefühle, so ist er erschaffen. Auch Tiere, jedes Tier hat Gefühle. Würdest du einem Geschöpf wirklich die Gefühle nehmen wollen? Es gibt doch die Freude, die Begeisterung, die Liebe. Das kann man doch nicht wegmachen oder weg haben wollen? Dann gibt es natürlich auch die andere, die dunkle und schwere Seite. Die hätte ich gerne nicht, die Gefühle von Angst , traurig sein, Hilflosigkeit, Verlassenheit etc. Aber es gibt nun mal Licht und Schatten, möchte ich das eine, gehört das andere dazu, so unangenehm das sein kann (Furchtbar, is aber so)
    Ich brauche auch die Gabe zu werten, um z.B. gut und böse zu unterscheiden, um trauriges und fröhliches zu erfühlen. Wertungen und besonders auch Werte sind wichtig. Wobei natürlich Wertungen mit schädigenden Inhalten auf Grund zerstörerischen Werten und Überzeugungen natürlich gefährlich sind.
    Ich stimme dir darin zu, dass Selbstliebe und -annahme für einen Menschen wichtig sind, denn auch Jesus sprach davon, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst. Wir sollen weder den Nächsten mehr lieben als uns selbst noch die Eigenliebe über die Liebe zum Nächsten erheben. Das ist gar keine leichte Aufgabe. Die Frage kann einen schon umtreiben, wenn man ein Gleichgewicht anstrebt.
    Selbstmitleid ist natürlich immer unschön, wer möchte mit jemandem zusammen sein, der andauernd jammert und klagt. Aber manchmal, das kennt doch jeder, ist es einfach so. Dann steckt man irgendwo in einer Krise fest und kommt nicht weiter und jammert und jammert und macht dadurch alles viel unerträglicher und schlimmer. Wie gut wäre da ein echter Freund, der wieder heraushilft aus diesem Jammertal.

    @Ernesto Verantwortung trage ich genug, habe ich immer getragen. Sorry, du kommst etwas sehr kühl daher. Ich denke, du hast meine Frage nicht erfasst.


  7. Registriert seit
    12.07.2007
    Beiträge
    73.517

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    und bis dahin ist doch noch jede Menge Leben!

    Du hast vielleicht noch gar nicht "den Glauben verloren"... Du hältst an etwas fest, was Dir keinen Halt mehr geben kann. Schmeiss die Krücken weg- Du wirst sehen, es geht auch ohne!! Vertrau in Dich. Du bist eher depressiv, das hat nichts mit Glauben zu tun. Gibt es nicht in Deinem Leben Schönes- was Dir Glück bedeutet? Ist das Glas immer halb leer?- oder halb voll? Es ist eine Einstellung.
    Wenn zuvor Glauben Dein Leben bereichert hat, war es doch nur Fassade- oder nicht?
    Glauben hat mein Leben nicht bereichert ...aber es war trotzdem etwas, was Halt verlieh ...auch wenn es mehr Zweifel als Glauben war!
    Das Glauben Halt geben k a n n , habe ich erst später festgestellt ...

    Mit Einstellung hat mein persönlicher Zustand nichts zu tun.
    Es ist ja "in", sich fast alles positiv zu reden und was "man" doch alles tun könnte ...
    und wenn nicht, ist derjenige selbst Schuld an seinem Zustand.
    So isses, wobei ich es nicht gut finde, von "Schuld" zu reden, denn ich sehe nirgends "Schuld".
    Es ist so, wie es ist.
    ICH kann es aushalten.
    Jetzt, in diesem Moment und seit ich hier schreibe (vorher eben auch)
    Wie es mal sein wird, kann ich nicht sagen.
    Wer weiss, was noch geschieht ...?

    Ich stelle immer wieder fest, dass kaum ein Aussenstehender es annehmen mag, dass es bei einem anderen ganz und total anders ist als bei sich selbst.
    Da kann doch etwas nicht stimmen.
    Unverständnis, Ungeduld und Hilflosigkeit sind die Folge.
    Und Hilflosigkeit ist ein absolut blödes, kaum aushaltbares Gefühl.
    Nicht nur bei diesem Thema, auch bei allen anderen.

    Meine Therapeutin und meine Ärzte meinen, dass ich nicht depressiv bin ...ich bin mir da nicht so sicher.

    Ich finde es generell auch merkwürdig, alles in eine Diagnoseschublade zu stecken.


    Lyanna
    Geändert von Lyanna (03.04.2015 um 19:20 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dakini, danke für deine Antwort. Ich möchte gleich etwas dazu sagen:
    Verglichen habe ich nicht, ich habe es erkannt. Das ist etwas anderes. Und Gefühle möchte ich mir nicht nehmen lassen. Wer bin ich denn ohne Gefühle, was bin ich? Ein Mensch hat Gefühle, so ist er erschaffen.
    Du hast mich falsch verstanden bzw. etwas anderes herausgelesen als da steht. Ich wollte Dir weder Deine Gefühle nehmen (das kann niemand), noch sie Dir in irgendeiner Weise absprechen. Es ging mir darum Dich darauf aufmerksam zu machen, welchen Einfluß unsere Gedanken auf unsere Gefühlswelt haben.

  9. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    . Es ging mir darum Dich darauf aufmerksam zu machen, welchen Einfluß unsere Gedanken auf unsere Gefühlswelt haben.
    Und ich wollte dir lediglich sagen, dass das auch seine Berechtigung hat und darum Werte ganz wichtig sind. Wir brauchen Werte, und die christliche Religion vermittelt sie so, wie ich sie auch glauben kann.

  10. Avatar von zio
    Registriert seit
    10.01.2013
    Beiträge
    4.177

    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Berlioz32 Beitrag anzeigen

    Ich hatte keine angenehme Kindheit und der Glaube an Gott hat mir damals sehr geholfen. Ich betete jeden Abend und fühlte mich nicht allein, habe mir vorgestellt, wie Gott über mich und meine Lieben wacht und eine schützende Hand über alle legt. Das beruhigte mich so sehr und half mir, schwierige Situationen zu meistern!
    Liebe Berlioz!

    Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, vielleicht am besten: Es geht auch ohne Gott.

    Ich bin streng katholisch erzogen worden, war jedoch bereits in meinen Kindheitsjahren religionskritisch und habe mich später regelrecht rausgeschaufelt aus den Glaubenssätzen, die mir immer eingetrichtert worden waren.

    Verschiedene Erfahrungen haben mich später dazu gebracht, doch an "Etwas" zu glauben, nämlich an die Verbundenheit in unserem Leben, das ich als eine Art System betrachte.

    Vor einigen Jahren fiel mir ein Buch von Brandon Bays in die Hand: "The Journey - Highway zur Seele", es waren Übungen darin, die man praktizieren konnte, um verschüttete Traumata aufzudecken und anzupacken.

    Völlig vereinfachte Kurzfassung davon:

    Wenn man ein Problem hat, erspürt man das zugehörige Gefühl, verstärkt es, bis man glaubt, es nicht mehr auszuhalten und lässt sich dann sinnbildlich abrupt "fallen", lässt alles los - und wartet.

    Dann bemerkt man plötzlich ein neues Gefühl in sich aufsteigen, dieses verstärkt man wieder, lässt sich wieder fallen.

    Das wiederholt man so lange, bis Bilder in einem aufsteigen, Szenen (oft aus der Kindheit), die die Ursache zu dem heutigen Problem darstellen. Diese sieht man an, verstärkt wieder das Gefühl und lässt sich wieder "fallen".

    Und irgendwann, beim letzten "Fall", fiel ich in eine "Ebene" (ich finde da keine bessere Erklärung dafür), in der es absolute Stille gab. Eine Art Frieden, eine Art von Geborgenheit, ein ganz, ganz tiefes Gefühl, dass es nichts, absolut nichts gibt, das mich ängstigen könnte.

    Wie das, was Du beschreibst, dieses Gefühl als Kind, dass Du beschützt bist.

    Es war das beeindruckendste Gefühl in meinem Leben, das ich jemals gespürt hatte. Und ich habe einen Hauch von diesem Gefühl mit in die Realität nehmen können. Das sichere Gefühl, dass alles ewig ist. Dass es Zeit nicht gibt, dass es "etwas" gibt, das zeitlos - ewig - in MIR existiert. Etwas, das frei von Bewertungen ist, etwas, das Friede, Schutz, Wärme, Liebe und Ewigkeit in einem ist.

    Es tut mir leid, es ist mir fast nicht möglich, dieses Unbeschreibliche zu beschreiben - aber ich weiß seitdem, dass "etwas" in mir selbst lebt, dass das, was Du als Schutz von außen empfunden hast, in mir selbst oder mit meiner Existenz fix verbunden ist.

    Ich möchte da auch keine Werbung für das Buch machen, vielleicht wäre mir das bei einer anderen Methode genauso "passiert", wer weiß.

    Es war auf jeden Fall bahnbrechend (für mich).

    Vielleicht helfen Dir solche Gedankengänge weiter,

    liebe Grüße
    Zio

+ Antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •