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  1. Avatar von Zuza.
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    AW: Den Glauben verloren!

    Hallo Berlioz32,

    ich habe dein Thema ins Forum "Religion und Philosophie" verschoben, ich glaube, hier passt es thematisch besser hin.

    Viele Grüße,
    Zuza
    .
    Glück ist ein Tuwort.


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    AW: Den Glauben verloren!

    Hallo Zuza,

    ich nehme an, dass dieses Thema doch "besser" bei Persönlichkeit aufgehoben wäre.

    Den Glauben zu verlieren ist ein tiefer Einschnitt in die Persönlichkeit und hat, nach meiner Auffassung, nicht so sehr mit Religion zu tun.

    Wie auch immer: ich hoffe, dass noch einige etwas zu diesem Thema schreiben können.

    Lieben Gruss

    Lyanna

  3. Avatar von Amelie63
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    AW: Den Glauben verloren!

    ich fand es unter "Persönlichkeit" auch passender. Die TE schreibt, sie hätte eine Sinnkrise. Die Religiösität ist nur ein Bereich, in dem sich eine Sinnkrise äußern kann.

    Ich hätte nicht in dem Thread geschrieben, wenn er in der Religionsecke gepostet worden wäre.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.


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    AW: Den Glauben verloren!

    den Glauben zu verlieren heißt für mich, Erkenntnis zu gewinnen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)


  5. Registriert seit
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    den Glauben zu verlieren heißt für mich, Erkenntnis zu gewinnen.
    Ja!

    Und diese Erkenntnis ist erstmal bitter, fühlt sich leer, kalt und hoffnungslos an.
    Das Vertrauen ins Leben ist weg ... und ist nirgendwo zu finden ...nicht im Aussen, nirgendwo ...

    Den Glauben zu verlieren ist desillusionierend, das Ende der Täuschung ..., eines Weges, der letztlich beruhigend und geprägt war von "da ist jemand, der wird's schon richten, irgendwie ..."
    Da ist "keiner" mehr, der auffängt und scheinbare Sicherheit gibt, der Geborgenheit und so vieles mehr vermittelt ...jedenfalls keiner mehr im Aussen.

    Ja, und um dieser "Hölle" zu entkommen, macht Mensch sich vielleicht auf den Weg, um zu entdecken,
    dass vielleicht, aber nur vielleicht, all das verloren Geglaubte eventuell in sich selbst zu finden ist!?
    Nicht alles auf einmal, nach und nach, Stepp by Stepp, jedes Mal etwas anderes und immer wieder Puzzleteilchen, die möglicherweise irgendwann zusammenpassen?
    Vielleicht ist auf diese Art ein klein wenig "Sinn" in Allem zu finden?
    Für ein anderes, neues, offenes und selbsterfahrenes und zufriedenes Leben hier auf diesem Planeten.

    Das wünsche ich mir, das hätte ich gern ...



    Lyanna
    Geändert von Lyanna (02.04.2015 um 22:45 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Den Glauben verloren!

    Ich bin zwar christlich getauft und später konfirmiert aber nicht religiös erzogen worden. Mit Gott habe ich mich nie befasst, wirklich nie. Eine Art Halt, ein Gottvertrauen gab es somit nicht für mich, auch wenn ich dies in meiner Kindheit dringend gebraucht hätte.
    Als Erwachsene war dies auch kein Thema für mich das mich interessierte. Nur eines war deutlich - meine Ablehnung gegenüber dem was die Kirche vermittelt. Mit religiösen Menschen konnte ich nichts anfangen, wollte damit nichts zu tun haben.

    Erst vor ca. 10 Jahren, im weit fortgeschrittenen Lebensalter änderte sich dies durch einige übersinnliche Erfahrungen, die ich im Anschluß daran einzuordnen suchte, da sie Fragen aufgeworfen hatten. Die Antworten fand ich dann, in dem ich mich mit der jenseitigen Welt beschäftigte und später auch mit verschiedenen Religionen. Wobei mir hier wichtig war den berühmten roten Faden zu finden der sich durch alles zieht, eben die Übereinstimmungen und nicht die Glaubensrichtungen, deren Interpretationen und Ausschmückungen. Inzwischen habe ich mein Weltbild gefunden, ein gewisses Fundament, welches ich mit meinen eigenen Erfahrungen abgleichen kann. Ohne ginge es wohl nicht, denn alleine mit dem Verstand, dem bloßen theoretischen Wissen funktioniert dies auch für mich nicht.
    Ich lerne noch immer dazu, bin bereit neue Perspektiven einzunehmen und mich immer wieder auch in diesem Bereich neu zu erfahren. Ich bin einfach neugierig und finde es spannend.

    Als ich das Eingangsposting las dachte ich was wohl der Grund gewesen ist warum das Vertrauen verloren ging. Was der Auslöser gewesen sein könnte.
    Und als nächstes kam mir als Antwort an die TE in den Sinn - geh in Dein Herz! Das ist das was ich aus dem Buddhismus mitgenommen habe auch wenn ich keiner religiösen Richtung angehöre. Mitgefühl für sich selbst entwickeln schafft Verbundenheit auch im Außen, mit den Menschen und allem was ist. Genau dort (Herz) stellt sich die Frage nach Sinnhaftigkeit nicht mehr und es entsteht ein tiefer innerer Frieden.

    Das wünsche ich allen Suchenden.
    Geändert von Inaktiver User (02.04.2015 um 23:32 Uhr) Grund: Korrigiert

  7. Avatar von Leonie
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    AW: Den Glauben verloren!

    So, wie ich es sehe, hat sich die Threaderstellerin hier leider nicht mehr zu Wort gemeldet.
    Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung schreiben, dass auch ich- was zum normalen Glaubensleben gehört-Zweifel hatte und zeitweise den Glauben einige Zeit ausser acht liess.
    Mein Weg führte jedoch -und das ist noch nicht beendet- wieder zum christlichen Glauben hin: durch persönliche Glaubenserfahrungen (die Leid nicht ausschliessen)- durch Menschen, die mir begegnet sind, durch Bibelworte, durch "Beschäftigung" mit dem Glauben usw...
    Für mich persönlich ist der Glaube nicht gleich Kirche. Ich kann Jesus persönlich begegnen, ohne in der Kirche gewesen zu sein. Wenn man sich öffnet, kann man tiefe persönliche Glaubenserlebnisse haben, man kann seine Zweifel äussern, sein Unverständnis über Leid usw...und dennoch eine tiefe Verbundenheit erfahren. Es ist schwer, schriftlich etwas zu erklären, das man persönlich erfährt.
    Als Beispiel möchte ich die Frau erwähnen, die ihre gesamte Familie bei einem Unfall verlor und dennoch das Gefühl, bzw. die Hoffnung hat, dass ihre Familie im Himmel jetzt glücklich ist. Das mag einfach oder sogar "primitiv" wirken, kann aber sehr erleichternd sein.
    Es gibt viele "Glaubensbilder", aber es gibt nur einmalige persönliche Erfahrungen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man sich darauf einlässt, dass man "bereit" dafür ist-ich würde sogar sagen, es setzt eine gewisse "Hingabe" voraus. Etwas, wofür man sich nicht öffnet, kann man nicht erfahren.
    In einem Seminar erlebte ich, wie sich eine seelisch schwer verletzte Frau der Gottesmutter Maria öffnete (ich bin nicht katholisch) und sich in ihrem Schoss in ihrer Geborgenheit wähnte und fühlte. Aufgrund dessen wurde sie seelisch ein Stück geheilt. Sie hatte eben auch die Bereitschaft dafür, sich zu öffnen, sich "halten" zu lassen, sich hin zu geben, sich Leid mindern zu lassen, sich helfen zu lassen.
    Gott, bzw. Jesus kommt nicht ungebeten-ohne Einladung. Er drängt sich nicht auf.
    Leonie
    Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen;
    auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
    Böte einer für die Liebe allen Reichtum seines Hauses,
    nur verachten würde man ihn.
    Das Hohelied



  8. Registriert seit
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ja!

    Und diese Erkenntnis ist erstmal bitter, fühlt sich leer, kalt und hoffnungslos an.
    Das Vertrauen ins Leben ist weg ... und ist nirgendwo zu finden ...nicht im Aussen, nirgendwo ...
    so unterschiedlich kann es sein. Für mich hat es etwas befreiendes, wie ein frischer, sonniger Morgen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)


  9. Registriert seit
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    so unterschiedlich kann es sein. Für mich hat es etwas befreiendes, wie ein frischer, sonniger Morgen.
    So fühlte ich es vor etwas über 20 Jahren auch!

    Das Leben geht jedoch weiter, und die Erfahrungen wurden nicht einfacher, Erleben wurde heftiger, und da war dann nichts mehr, wo ich mich (vielleicht) dran festhalten konnte.
    Nichts, kein Baum, kein Strauch, nicht mal ein Grashälmchen oder Geröllklumpen ...nicht mal eine Wasserpfütze ...in der ich hätte ertrinken können ...

    Es tut richtig weh und es macht hoffnungslos, nichts mehr zu haben, an das zu glauben sich lohnt.
    Ich kann Berlioz sehr gut verstehen, und ich möchte keine Hoffnung machen, dass es mal anders wird.
    Allerdings wünsche ich dir das sehr, Berlioz.
    Wunder geschehen manchmal auf ganz eigene Weise, still und leise ...

    Es gibt viele Richtungen, denen ich mich zugewandt habe, einiges davon hat mir gefallen und für eine Weile getröstet ...ich fand es für eine Zeit sogar aufbauend: "ja, so muss es sein".
    Doch auch das hat sich alles in Luft aufgelöst ...
    am Ende bleibt nur das, was ich in diesem Moment BIN und am Schluss ...das könnte ich dann auch wieder nur glauben, weil ich es will.

    Am ehesten könnte ich daran "glauben", dass alles nur Illusion ist.
    Aber auch wenn es das ist oder sein sollte, so fühlt es sich sehr real, schmerzhaft und ganz oft grauslig und vollkommen irre an.
    Da beisst die Maus keinen Faden ab.

    Ich schwebe im Universum, vollkommen unwichtig und wichtig zugleich, ich weiss gar nicht (mehr), was ich hier eigentlich mache oder zu tun hätte?
    Für mich ist alles ein Paradoxon in sich selbst ...erklären kann ich das nicht.
    Ich beneide jeden, der an irgendetwas glaubt oder festhält, um etwas zu haben und zu erfahren, dass damit ganz gut zu leben ist.

    Manchmal wünschte ich, ich hätte das auch (noch).

    Lieben Gruss
    Lyanna
    Geändert von Lyanna (03.04.2015 um 16:06 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Den Glauben verloren!

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    So fühlte ich es vor etwas über 20 Jahren auch!
    ich fühle es seit 40 Jahren.... :)
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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