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  1. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von sjvo Beitrag anzeigen
    Ich bin geborene und überzeugte Moslema, ohne Kopftuch, aber mit der festen Überzeugung, dass man keiner Religion das Tragen der religiösen Zeichen verbieten sollte - weder das Kopftuch, noch das Kreuz um den Hals, noch die Kippa.
    Vielen Dank für Deine Antwort.
    Ich meine auch, dass man das Tragen von religiösen Zeichen nicht verbieten darf. Auf keinen Fall.
    Meine Frage war, ob man auf das Tragen von Zeichen verzichten kann, wenn man es ohnehin freiwillig tut und vor allem dann, wenn es für andere ebenfalls ein Zeichen ist.
    Oder anders. Wenn mir eine Muslima sagt, dass sie sich gezwungen sieht, ein Kopftuch zu tragen, von ihrer Religion oder von ihrem Mann, dann kann ich ihre Beweggründe nachvollziehen.
    Wenn sie aber sagt, sie trägt es freiwillig, dann kann sie es doch ablegen, wenn sie die Gefühle anderer damit verletzt.
    Und ich kann nur für mich sprechen, es verletzt mein Gefühl für die Freiheit und mein säkulares Land, wenn jemand sich äußerlichen, symbolischen Zwang antun muss.
    Dazu kommen die Gründe, die das Symbol "Kopftuch" erklären. Das Haar einer Frau ist ...na ja, was eigentlich? Unzüchtig, der Besitz eines Mannes, reizt zu ja.. was eigentlich? Was ist am Haar einer Frau so schlimm, dass sie sich dessen schämen muss und es verbergen?
    Ich fühle mich als Frau durch dieses Symbol in meiner Ganzheit angegriffen.
    Das Tragen einer Kippa oder eines Kreuzes empfinde ich als reines Symbol (Zeigen einer Zugehörigkeit), ohne Hintergrund, ohne tiefere Bedeutung. Es stigmatisiert keine Frau als Frau mit nebulösem Zubehör wie einem Körper.

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    AW: Fragen zum Islam

    Amelie: Exkommunizieren ist im Islam nicht möglich. Weil es eben keine Religion mit einer Hierarchie und Gemeinde im christlichen Verständnis oder insbesondere im katholischen Verständnis ist. Wohl aber kann man sich distanzieren von einer ungläubigen Handlung (und das ist Gewaltausübung). Und Kleidungsbekenntnisse sollten aus innerer Überzeugung gemacht werden und nicht auf Druck - dann wäre es ja auch nicht religiös. Und es gibt auch eine historische Sicht auf diese "Kleidervorschriften" und das verschleiern kann man durchaus auch als innere und nicht äußere Haltung interpretieren. Und das machen viele Muslimen auch. Aber wie gesagt: dass ist nicht der Kern des Islam.
    Ambiva: für mich hört sich das an, als ob dich hier eher das fremde und ungewohnte der Kleidung stört. Schade - aber nachvollziehbar. Unhöflich? Warum denn? In manchen Ländern gibt man sich nicht die Hand, manchmal guckt man sich nicht ins Gesicht, manchmal zieht man die Schuhe aus, manchmal nicht, einige baden nackt andere angezogen.... von der Kleidung würde ich die Höflichkeit nicht ableiten. Und: du sprichst hier nicht von der Mehrheit der Moslemas. Ist also nicht das typische Bild des Islam. Die meisten tragen das Gesicht offen. Die anderen fallen hier nur mehr auf.

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    AW: Fragen zum Islam

    Exkommunizieren ist im Islam nicht möglich.
    mh, heisst das moslems sind von geburt oder übertritt an keine freien menschen mehr, weil sie diesen schritt nicht mehr rückgängig machen können?

  4. gesperrt

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von jasmintee Beitrag anzeigen
    mh, heisst das moslems sind von geburt oder übertritt an keine freien menschen mehr, weil sie diesen schritt nicht mehr rückgängig machen können?
    Ich habe das so verstanden, dass der Islam anders als z.B. das Institutionalisierte Christentum, z.B. keine Gemeinden hat aus denen man exkommuniziert werden kann.

    Entweder man glaubt oder nicht.
    Auch das Konvertieren ist - so wie ich es verstanden habe - relativ formlos.

  5. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von sjvo Beitrag anzeigen
    Ambiva: für mich hört sich das an, als ob dich hier eher das fremde und ungewohnte der Kleidung stört. Schade - aber nachvollziehbar. Unhöflich? Warum denn?
    sie verweigern die kommunikation. ich finde das unhöflich. letztes jahr habe in einem (europäischen) ort urlaub gemacht, wo fast die hälfte der (zahlreichen) touristen so verhüllt rumgelaufen ist. das ist wirklich eine feindselige atmosphäre, die da entsteht.

    In manchen Ländern gibt man sich nicht die Hand, manchmal guckt man sich nicht ins Gesicht, manchmal zieht man die Schuhe aus, manchmal nicht, einige baden nackt andere angezogen.... von der Kleidung würde ich die Höflichkeit nicht ableiten.
    ich leite sie nicht von der kleidung ab, sondern von der kommunikationsverweigerung.

    Und: du sprichst hier nicht von der Mehrheit der Moslemas. Ist also nicht das typische Bild des Islam. Die meisten tragen das Gesicht offen. Die anderen fallen hier nur mehr auf.
    meine frage war eigentlich, warum diese frauen nicht hierzulande etwas offener agieren können.

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    AW: Fragen zum Islam

    danke für deine Infos sjvo

    Die Distanzierung der Religionsführer ist bei mir noch nicht so wirklich deutlich angekommen, vor allem nicht der internationalen. Aber vll liegts auch an unserer Presse oder ich bin zuwenig konkret danach suchen gegangen oder hab irgendwas nicht mitgekriegt?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Auch das Konvertieren ist - so wie ich es verstanden habe - relativ formlos.
    soweit ich das mal bei einer Bekannten mitgekriegt habe, ist der Austritt dafür um so schwieriger. Da muss der Iman um Erlaubnis (!) gefragt werden bzw die Frau darf ohne die Erlaubnis ihres Mannes sowieso so einen Schritt nicht gehen. Oder sind da meine Infos falsch?
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Zu Detail der Häuser steht auf Wiki folgendes:


    Der arabische Begriff Dār al-Harb ‏دار الحرب ‎ dār al-harb, DMG dāru l-ḥarb heißt wörtlich übersetzt „Haus des Krieges" oder besser: „Gebiet des Krieges“ und bezeichnet alle nicht unter islamischer Herrschaft stehenden Gebiete der Welt, die kein Dār-al-ahd (Gebiet des Vertrages) sind. Die Bewohner der Dār al-Harb sind die Ḥarbīs, für die eigene rechtliche Bestimmungen gelten. Weitestgehend mit gleicher Bedeutung wie Dār al-Harb wird auch der Begriff Dār al-Kufr (‏دار الكفر‎), wörtlich „Gebiet des Unglaubens“ gebraucht. Im Gegensatz dazu werden Gebiete unter islamischer Herrschaft Dar al-Islam (‏دار الإسلام‎) genannt. Der Begriff taucht nicht im Koran auf, sondern geht Yusuf al-Qaradawi zufolge auf den Begründer der hanafitischen Rechtsschule, den islamischen Rechtsgelehrten Abu Hanifa (699-767) zurück. [1]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Dār_al-Harb



    Für mich liest sich das, wie eine gebastelte Religion basierend auf den Schriften eines selbsternannten Interpreten, oder sind diese Rechtgelehrten anerkannt oder sind das die die sich auch untereinander bekriegen? Was da, wo, wie mit wem ein Haus des Friedens ist, oder eins des Krieges…ist mir zu komplex. Das brauch ich erklärt.

    Hallo Farmelli,

    nee, mit Dar-ul-Harb bist irgendwie auf die falsche Spur geraten ...hab jetzt aber leider auch keine Zeit für lange Erklärung. Es geht tatsächlich nur um Einzelheiten des Betens ... und um die alten Diskussionen um Offenbarungsanlässe etc, von denen ich im anderen Thread schrieb.

    Bitte sieh es mir nach, heute - und wahrscheinlich morgen - nicht näheres schreiben zu können. Nicht wegen Feigheit etc., sondern wegen Wagenladungen Maloche.

    LG
    die Katz
    Geändert von Analuisa (19.01.2015 um 21:56 Uhr) Grund: Vollzitat eingekürzt

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    AW: Fragen zum Islam

    Schade, dass es sich hier auf das Kopftuch konzentriert. Ich finde das gar nicht so wichtig als Inhalt meiner Religion. Und wenn ich auf Mariendarstellungen schaue, dann kann ich die Kleidung die ihr wahrnehmt in ihrer historischen Entwicklung sehen: Maria sieht genauso aus, wie die Ägypterinnen noch heute auf dem Land. Manches ist auch lokal zu erklären und manches ist hier gar nicht bekannt und es sind auch eher historisch kulturelle Unterschiede, denn religiöse.
    Und natürlich kann man sich darüber unterhalten und auch kritisieren wie unterdrückt Frauen in manchen Kulturkreisen sind. Und islamische Regionen bilden da keine Ausnahme. Die katholische Kirche und ihre Männerhierarchie, die Möglichkeiten der Frauen in Indien, mir fallen da überall auf der Welt Beispiele ein. Und gerne wird immer die Religion als Begründung genommen - das ist falsch und die Religion gibt das nicht her. Auch nicht der Islam. Der Gedanke eines festen Regelwerkes war eigentlich Schutz und Vermeidung von Missbrauch durch Interpretation. Weil man gesehen hat, dass Rechte auch abgesichert sein müssen. Deshalb die Idee eines festen Regelwerkes . Wenn man diese Idee nimmt, dann kann man die Regeln auslegen, aber nicht den Schutzgedanken der dahintersteht. So ist es auch im Koran.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Ich habe das so verstanden, dass der Islam anders als z.B. das Institutionalisierte Christentum, z.B. keine Gemeinden hat aus denen man exkommuniziert werden kann.

    Entweder man glaubt oder nicht.
    Auch das Konvertieren ist - so wie ich es verstanden habe - relativ formlos.
    mh, mir ging es nicht so sehr um den akt als solches, sondern um die folgen die mit dem nicht mehr glaubens einhergehen ...

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    AW: Fragen zum Islam

    Jasmintee: Nein, Moslimen selber können frei dazu kommen oder sich lossagen. Aber nicht wie im Katholizismus zum Beispiel von anderen ausgeschlossen werden.

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