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  1. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gibt es da auch starke Vorbilder?
    Hallo Lore Lei,

    gibt es. Khadija z.B., die erste Frau des Propheten. Eine Karawanenunternehmerin, Mohammeds Chefin und Zeit ihres Lebens seine einzige Frau.

    Nicht umsonst ist das mein muslimischer Name ;-)

    zu allen anderen spannenden Fragen: leider später mehr. Wie üblich in Eile :-(

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich auch, schließlich ist nicht jeder Staat ein Rechtsstaat.



    Da hast Du recht.

    Wobei ich das ganze immer zweiseitig sehe, denn ich glaube einfach dass es immer Macht gibt, wenn Menschen zusammen leben. Die absolut egaliäre Gesellschaft kann es vermutlich nicht geben(?).
    Schon, wenn man sieht wie überall auf der Welt mit Minderheiten umgegangen wird ... es ist fast immer die Mehrheit die eine Gesellschaft prägt und Normen setzt.

    Ich lese gerade etwas über die Anfänge der KK, das ist total interessant wie Rom zum Zentrum des Glaubens wurde - teils auch mit Byzanz/Konstantinopel im Wettstreit. Miteintscheidend für das Durchsetzen der Religion war wohl das Konstantin ein Bekehrungserlebnis hatte und da er eben Kaiser war, erleichterte er daraufhin die Wege für diese Religion. Zuvor gabe es Verfolgung und Tod. Die "damals" konservativen Senatoren hingen oft noch dem Vielgötterglauben an.

    Oder ein anderes Beispiel - China. Hier war das Christentum lange verboten, Papsttreue Christen wurden verfolgt, es entstanden staatsnahe Kirchen, die toleriert wurden. Derzeit scheint sich das Regime da etwas zu öffnen und die Religion zuzulassen..... und das Christentum wächst gerade enorm.

    Dies nur als ein paar Beispiel dass das Gegenteil von Macht eben schnell Ohn-Macht sein kann.

    Ich habe jetzt aber doch einmal eine Frage zum Thema Frauenbild - an jeden der dazu eine Meinung hat.

    Ich habe gestern nochmal im Koran geblättert und bin auf die vierte Sure zum Thema Weiber gestoßen.
    Hier wird einfach so klar eine Rechtsordnung beschrieben die die Frauen massiv benachteiligt - egal ob Erbrecht, die Ehebrecherin soll im Haus des Mannes eingerkert werden sollen, bis der Tod sie befreit, und ein Mann, der nicht vier Frauen heiraten kann, der kann mit Sklavinnen zusammen sein, so wie Mohammed es ja auch war. Es geht noch lange so weiter.

    Mir ist schon klar, dass die Religion auch Spiegel der patriarchalen Gesellschaft der Zeit ist, aber ich gebe zu, ich finde es unwahrscheinlich schwer, da ein positives Frauenbild rauszulesen.

    Klar, auch im Christentum gibt es so etwas, mich hat zum Beispiel immer geärgert, dass die Frau aus der Rippe des Mannes sein soll und und und. Aber eben das Neue Testament, dass ja grundlegend für das Christentum war, ist da doch sehr viel weiter. Und Jesus war seiner Zeit voraus was den Umgang mit Frauen anging, er hatte Umgang mit Frauen, sprach mit ihnen wie mit Männern.
    Und trotzdem haben wir Frauen aucn hier ja noch genug mit dem wir uns auseinandersetzen müssen und wo wir mit patriarchalen Strukturen zu tun haben.

    Nun erscheint mir das eben im Islam so viel mehr!
    Sowohl was die Lehre angeht als auch was den "real existierenden" Islam angeht - von wenigen Ausnahmen abgesehen.

    Ich kann mir schwer vorstellen, wie Frauen sich da von der Religion angezogen fühlen können, wenn der Prophet jugendliche Geliebte hatte, zum Beispiel. Wie kann man ein positives Frauenbild daraus entwickeln?

    Das ist eine ernstgemeinte Frage, und ich sehe ja auch im Christentum Dinge die ich gut finde, obwohl sie manchem antiquiert erscheinen, z.B. Wertschätzung von Müttern, was ich in der Gesellschaft zu wenig finde.

    MIt dem Islam verbinde ich dann auch das Bild von starken Familien, Zusammenhalt, große Familien, Zeit für Kinder etc. --- also das ist nicht alles negativ und bei uns gibt es ja auch für Muslime nur Ehen mit einer Frau - und in der Türkei ja zum Beispiel auch.

    Da glaube ich schon, dass in den Familien die Frau auch respektiert wird, in ihrer Rolle, das sind ja teils auch sehr selbstbewusst auftretende Frauen etc.

    Aber ist das wirklich im Islam so angelegt?
    Oder braucht es vielmehr doch eine neue Auslegung des Islam?

    Gibt es da auch starke Vorbilder?

    Man muss ja nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, sondern eine Religion kann sich entwickeln, die eine langsamer, die andere schneller.

    Aber gibt es da denn grundlegende Texte oder wirklich Interesse daran dies zu entwickeln?
    Ich möchte mal auf das Erben eingehen.
    Man muss folgendes wissen;das Eigentum einer
    moslemischen Frau gehört ihre.Sie kann frei da-
    rüber verfügen.Ist sie verheiraret steht es ihr frei
    ob sie arbeitet oder nicht.Falls sie arbeitet,gehört
    ihr Gehalt ihr und sie kann frei darüber verfügen.
    Eine Muslima hat lediglich die Verpflichtung ihre
    Kinder grosszuziehen.
    Wenn sie keine Hausarbeit machen möchte,ist ihr
    Mann verpflichtet das zu regeln(wie auch immer).
    Das ist der wahre islamische Sinn.

    Unter diesen Gesichtspunkten wird vielleicht klarer
    warum ein Mann beim Erbe mehr berücksichtigt wird.
    Er ist es der ALLE Faelle den Unterhalt zu bestreiten
    hat.
    Wo hast Du,Lore,gelesen dass Ehebrecherinnen einge-
    gerkert werden sollen bis dass der Tod sie befreie?

    Die Strafe für Ehebruch sind 100 Schlaege.Welche Art
    von Schlaege das dann sind kann unterschiedlich ent-
    schieden werden denke ich mal.

    Über die Vielehe schrieb ich bereits.

    Was für jugendliche Geliebte hatte der
    Prophet???

    Jetzt kommt sicherlich die Geschichte seiner
    Frau Ayshe,bei ihrer Heirat soll sie 12 Jahre alt
    gewesen sein,sie war aber 18 Jahre oder aelter
    gewesen.
    Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst

    Anno dazumal als Seven bekannt.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Das musst Du anders sehen. Was für etwas Schönes aus diesem Mist geworden ist.
    Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst

    Anno dazumal als Seven bekannt.

  4. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Das musst Du anders sehen. Was für etwas Schönes aus diesem Mist geworden ist.

  5. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Zusammenhalt? Geht es nicht auch da eher um Machtgefüge? Die Männer stark, die Frauen, insbesondere die Töchter, haben zu gehorchen? Ich sehe seltener moderne Konstrukte. Zusammenhalt, um sich gegen die westliche Welt abzuschotten, kann ich nicht positiv sehen.
    Das weiß ich nicht, wie soll ich das von aussen beurteilen?
    Ich kenne wenige Familien aus dem muslimischen Kulturkreis von innen.
    Ein paar türkische Familien, eine iranische Familie fällt mir ein, die waren recht offen und modern, Familie hat schon eine Rolle gespielt.

    Und sonst ....der Familienausflug mit der Großfamilie bei der einfach alle Zeit haben füreinander und keine Hierarchien spürbar sind, das sieht man schon. Ich kann aber nur einen äußeren Eindruck schildern....

  6. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo Lore Lei,

    gibt es. Khadija z.B., die erste Frau des Propheten. Eine Karawanenunternehmerin, Mohammeds Chefin und Zeit ihres Lebens seine einzige Frau.
    Ja, ich weiß, das fand ich auch interessant dass er nur eine Frau hatte und diese sogar älter war als er.

    Allerdings steht 'in meinem Koran' (Vorwort) dann weiter dass er Kinder hatte u. a. von der 'Sklavin Maria' und er ein Harem begründete 'dem neben seinen Hauptfrauen Aischa und Hafza' sieben Frauen und mehrere Sklavinnen angehörten.'

    Das relativiert für mich so ein bisschen die erste Aussage 'er seie nur einmal verheiratet gewesen'.

  7. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Minerva_Ferrum Beitrag anzeigen
    Ich möchte mal auf das Erben eingehen.
    Man muss folgendes wissen;das Eigentum einer
    moslemischen Frau gehört ihre.Sie kann frei da-
    rüber verfügen.Ist sie verheiraret steht es ihr frei
    ob sie arbeitet oder nicht.Falls sie arbeitet,gehört
    ihr Gehalt ihr und sie kann frei darüber verfügen.
    Eine Muslima hat lediglich die Verpflichtung ihre
    Kinder grosszuziehen.
    Wenn sie keine Hausarbeit machen möchte,ist ihr
    Mann verpflichtet das zu regeln(wie auch immer).
    Das ist der wahre islamische Sinn.

    Unter diesen Gesichtspunkten wird vielleicht klarer
    warum ein Mann beim Erbe mehr berücksichtigt wird.
    Er ist es der ALLE Faelle den Unterhalt zu bestreiten
    hat.
    Das denke ich mir, ja ist nachvollziehbar aus der Zeit und der wichtigen Rolle der Frau als Mutter.
    Es ist trotzdem alles sehr genau vorgeschrieben und da von Allah gesagt, ja als Verbot für alle Zeiten.
    Das finde ich schon etwas arg.


    Wo hast Du,Lore,gelesen dass Ehebrecherinnen einge-
    gerkert werden sollen bis dass der Tod sie befreie?
    In der Sure vier, 16
    Wenn euere Frauen sich durch Unzucht vergehen und vier Zeugen aus Eurer Mitte bezeugen dies, dann kerkert sie in euerem Hause ein bis der Tod sie befreit oder Allah ihnen sonst einen Versöhnungsweg zeigt.

    Die Ausgabe stammt aus dem Jahr 1962

    Wie gesagt, ich kann es gut verstehen, dass man die Religion seiner Vorfahren kennen und leben möchte, aber ich finde eben die Rolle der Frau eben doch immer wieder schwierig.
    Moderne Muslima finden da ja scheinbar einen Weg.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das weiß ich nicht, wie soll ich das von aussen beurteilen?
    Ich kenne wenige Familien aus dem muslimischen Kulturkreis von innen.
    Okay, da kenne ich vermutlich mehr, da ich seit Jahren muslimische Freunde und Mitarbeiter habe. Auch jüdische, also habe ich schon ein wenig Eindrücke. Die natürlich nicht für alle Menschen der jeweiligen Glaubensrichtung gelten - da ich von einem katholischen in ein evangelisches Bundesland gezogen bin, haben sich aber auch dort interessante Erkenntnisse ergeben ...
    Dem Eindruck, dass Bildung Dinge verändert, kann ich im Falle der Moslems nicht so ganz folgen. Der überwiegende Teil der Moslems, den ich kenne, lebt zumindest seit der Kindheit hier und hat studiert. Betrete ich ihre Familiensituation oder höre ihre Ansichten speziell hierzu, werde ich oft in eine andere Zeit katapultiert. Erschreckend.
    Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass es (nur) die Bildung ist. Sehr einfach gesagt, sie müssen von der Religion weg, die Religion als Erklärung für alles, was eben so ist, wie es ist. Dagegen kommt die bloße Bildung nicht an.


  9. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Diese Einblicke habe ich tatsächlich nicht.
    Meine Bekannten waren Mitschülerinnen (Eine Familie bei der alle Mädchen Abitur machten), der Exfreund einer Freundin, der Sohn einer Türkin und eines Christen u.a. Das sind natürlich schonmal alles Kombinationen, die eine gewisse Offenheit darlegen.

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass es (nur) die Bildung ist. Sehr einfach gesagt, sie müssen von der Religion weg, die Religion als Erklärung für alles, was eben so ist, wie es ist. Dagegen kommt die bloße Bildung nicht an.
    Uberspitzt gesagt: Du meinst Atheismus für alle ist die Lösung?
    Diese Meinung ist ja recht weit verbreitet, würde aber genau so aufgehen wie 'Christentum für alle' oder 'Islam für alle'.

    Wenn alle das gleich wollen und denken passt es natürlich.

    Aber so ist es nunmal nicht.

    Wir müssen uns weiter miteinander auseinandersetzen.


    Ich verabschiede mich für heute mal (will meinen Inet-Konsum gerade reduzieren...)

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Uberspitzt gesagt: Du meinst Atheismus für alle ist die Lösung?
    Nein, definitiv nicht. Ich bin, wie ich schon schrieb, mit einem gläubigen Menschen verheiratet. Das funktioniert auch, wenn der gläubige Mensch nicht den Glauben als Maßstab für moralische Entscheidungen als Grundlage nimmt, sondern das Gesetz oder die Tradition des Landes, in dem er lebt. Wegen mir kann jeder glauben, was er will. Wenn es im Einklang zu unserem Grundgesetz steht. Und das ist nicht der Fall, wenn die Frau untergebuttert wird.

    Ich akzeptiere den Glauben als Glaube, wie anders könnte es auch sein? Ich kann das Glauben, den Glauben nicht verbieten, denn es ist nicht Wissen, welches ich be- oder widerlegen kann.
    Ich habe muslimische, jüdische, katholische, protestantische und atheistische Freunde. Das geht schon, wenn alle wollen, akzeptieren und ein Stück zurückstecken.


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