Dann ist es aber eben Deine Interpretation des Ganzen.
Ich selbst habe kein Problem damit, dass es Menschen gibt, die eine bestimmte moralische Haltung leben und vertreten.
Der Umkehrschluss den Du ziehst, ehrlich gesagt, wenn ich mit mir im Reinen bin, dann lässt mich das kalt, ob sich jemand für "was besseres" hält.
Ich bin bisher eben auf den Gedanken nicht gekommen, habe eher gedacht, dass es schwer für diese Frauen in unserer Gesellschaft das zu tun ohne gleich in Schubladen gesteckt zu werden.
Und Deine Sicht bestätigt das jetzt irgendwie doch.
Hast Du auch ein Problem mit der jüdischen Kippa?
Oder eines mit buddhistischen Zeichen die jemand trägt?
Natürlich sagt so etwas was über den Menschen aus.
Ich persönlich freue mich zum Beispiel wenn ich einen Mann mit Kippa sehe, gut, das ist nun die individuelle Geschichte des Judentums in D. und man freut sich, wenn sich wieder mehr Juden frei und sichtbar hier bewegen.
Ich habe den Eindruck, es ist eher die Ablehnung der Religion an sich, also des Islam, die aus Deiner Ablehnung des Kopftuchs spricht.
Ich finde es tolerabel und freue mich auch über sichtbare Religionsvielfalt, auch wenn ich mich bei der ein oder anderen Religion schwerer tue.
Das meine ich ja damit: Toleranz muss nicht immer easy peasy sein.
Das macht sie ja gerade aus.
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Thema: Fragen zum Islam
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09.02.2015, 09:17Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
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09.02.2015, 09:17
AW: Fragen zum Islam
Da habe ich Glück gehabt, ich wurde im zarten Alter von ein paar Tagen getauft, meine Eltern fragten mich gar nicht erst. Ich kenne gläubige Christen, aber nicht solche, die das Paradies wortwörtlich nehmen und mit der Hölle drohen. Die Äußerungen sind deutlich weltlicher. Das macht für mich den Unterschied aus.
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09.02.2015, 09:47Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Das finde ich skurril ... wenn es einen Gott gibt, dann entscheidet doch wohl er darüber und nicht der Papst? Ich weiß natürlich,d dass dieser sich für den Stellvertreter Gottes hält, aber das ist für mich der selbe Hochmut, den ich bei Jalila (und vielen anderen beobachte).
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09.02.2015, 10:09
AW: Fragen zum Islam
Ja, ist es. Andererseits redet Gott nicht (mehr). Und hätten die Christen es bei den Testamenten so belassen, wie es wortwörtlich geschrieben steht, hätten sie sich nicht der - zum Glück - heute herrschenden moderneren Sichtweise nähern können.
Das wird nur möglich, wenn sich Menschen laufend mit den Texten beschäftigen und versuchen, sie in die Zeit zu transportieren. Vermutlich rettet man damit die Religion, wenn man keinen Staat mehr hinter sich hat, der sie unterstützt.
Vermutlich wollen Gläubige immer neue Antworten, die in ihre Zeit passen.
Allerdings sehe ich in seinen Aussagen 2007 nichts, was sich mit dem hier Geäußerten deckt. Ganz im Gegenteil, der damalige Papst sagte, das Gott alle Menschen erlösen wolle. Daher, darum ging es in der Diskussion, kämen auch ungetaufte Kinder (direkt) ins Paradies. Zu Erwachsenen finde ich nichts. 2007 wurde in der erwähnten Entscheidung die "Vorhölle" abgeschafft.
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09.02.2015, 10:11Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Es stimmt aber auch (mal wieder) nicht, sondern ging einfach als Belustigungsente durch die Medien...
Radio VatikanRadio Vatikan
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09.02.2015, 11:06
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09.02.2015, 11:13
AW: Fragen zum Islam
Es ist anders.
Kein Moslem sollte sich erheben und solche Aussagen machen.
Denn-ob jemand in den Himmel kommt oder sonstwohin das kann
keiner wissen.
Ein wichtiger Teil des Glaubensbekenntnisses ist es auch anzuerkennen
dass niemand das Unsichtbare,und auch das noch nicht Eingetretene
wissen kann....allein Gott kann es.
Insofern ist es eine Anmassung.Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst
Anno dazumal als Seven bekannt.
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09.02.2015, 11:27Inaktiver User
AW: Fragen zum Islam
Das mag ja sein, aber ich habe eben von muslimischen Frauen auch andere Darstellungen gehört.
Und Gesellschaftsdruck gibt es in jeder Gesellschaft, auch das ist so.
In unserem Land fällt man eben eher negativ auf, wenn man sich zu einer moralisch strengen Religion bekennt.
In einem anderen Land fällt man negativ auf, wenn man das nicht tut.
Das eine Muslima wie Du die Entscheidung fällt es nicht zu tragen und auch offensiv dagegen eintritt - völlig in Ordnung.
Natürlich ist die Freiwillgkeit nicht immer festzustellen, wie soll das auch sein?
Aber vielleicht gibt es auch Muslima, die das gerne tun würden und es sich nicht trauen, um nicht aufzufallen.
Unsere TE, die anscheinend sehr viel konservativer denkt als Du tut es ja freiwillig.
Und diese Freiwilligkeit würde ich ihr nicht absprechen, auch wenn ich es definitiv nicht nachvollziehen kann.
Ich kann aber ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen warum eine Frau überhaupt dem Islam angehören will.
Du scheinst ja liberal zu sein.
Was denkst Du denn zum Beispiel über die muslimische Mehrehe für den Mann?
Über das Scheidungsrecht, bei dem die Frau nicht einwilligen muss?
Darüber das bei Gericht die Aussage einer Frau nicht so viel zählt wie die eines Mannes?
Korrigier mich gerne, wenn das alles so nicht stimmt
Ich kann verstehen, dass Menschen Halt in festen Strukturen und Gemeinschaften suchen, dass ist ja anscheinend für viele ein Bedürfnis. Ich kann das respektieren.
Ich finde da so ein Kopftuch dann irgendwie noch folgerichtig.
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09.02.2015, 11:36
AW: Fragen zum Islam
Ich komme manchmal mit dem Zitieren nicht zurecht deswegen
habe ich mal aus Deinem Text kopiert Frau Lei
....>>>>Du scheinst ja liberal zu sein.
Was denkst Du denn zum Beispiel über die muslimische Mehrehe für den Mann?
Für das Scheidungsrecht, bei dem die Frau nicht einwilligen muss?
Darüber das bei Gericht die Aussage einer Frau nicht so viel zählt wie die eines Mannes?<<<.....
Diese Punkte werden a)oft nichr richtig interpretiert,bzw.nicht richtig
angewendet.
b)im Koran heisst es wörtlich....Ihr habt den Gesetzen der Regierung zu gehorchen
die ihr gewaehlt habt....
Das heisst also Moslems in Deutschland meinetwegen unterstehen natürlich
deutschen Gesetzen.
Die Mehrehe,da gibt es mehrere gewichtige Aussagen,wird nicht empfohlen.
Empfohlen wird die Ehe mit einer Partnerin.
Hier wieder auf die Gesetze zurückkommend,geht das in den meisten Laendern
eh nicht.
Ebenso diese Scheidungspraktik.
Und bei Gericht.Zeige dich, wie du bist oder sei, wie du dich zeigst
Anno dazumal als Seven bekannt.
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09.02.2015, 11:45
AW: Fragen zum Islam
Das mag für Deutschland gelten Minerva, das ist richtig.
Aber unterhaltet Ihr Euch innerhalb der Familie über solche Dinge?
Wie sind die Ansichten der Frauen über die Mehrehe, Scheidungs- und Zeugnisgesetze in den islamisch geprägten Ländern?
Und wie die der Männer?
Wie denkt Ihr über zB. darüber, dass eine Frau, welche ihren Vergewaltiger anzeigt, selber noch wegen Unzucht bestraft wird?
Wie denkst Du über "Nestbeschmutzer" wie Necla Kelek?
PS. Bitte alles nicht als Angriffe verstehen, ich bin froh, dass eine gebürtige Muslima uns ein paar Fragen beantwortet, dafür ist dieser Strang doch gedacht.Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
sondern viel mehr der Kopf



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