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  1. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber unsere Kirche ist nicht mehr die Kirche des Mittelalters. Die Religionsfreiheit ist ebenso im Grundgesetz verankert.
    Es gibt keine kirchlichen bzw. christlichen Gesetze. Die gab es sogar im Mittelalter hier nicht für die Staaten.
    Das Christentum "an sich" ist wohl auch eher eine staatsferne Religion gewesen.
    Allerdings haben die frühen Christen dementsprechend eben unter einer Verfolgung gelitten (wie immer wieder viele Religionen oder Gruppen wie wir ja wissen) bis eben die Verquickung von Macht und Kirche nach dem Mailänder Toleranzedikt wuchs.

    In der Religion selbst ist aber der Staat nicht mitgedacht.
    Das ist im Islam anders.

    Vielleicht wird es sich zeigen welche Religion letztendlich "erfolgreicher" ist, im Sinne der Ausbreitung,
    Ich kann das nicht sagen. Wer wuesste das schon?

    Überspitzt gesagt: Verfolgt werden wie es immer wieder vielen Religionen ergeht ist ja auch keine Option.
    Vielleicht ist es da "Klüger" die Machtoption gleich mitzubedenken?
    (nicht meine Meinung, aber evtl. einen Gedanken wert)
    Geändert von Analuisa (08.02.2015 um 07:13 Uhr) Grund: Link repariert - war ein "http" zuviel drin ;-)

  2. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Und es bringt weiterhin wenige, wenn hier die Agnostiker und Atheisten weiterhin darauf beharren, dass es Gott nicht gibt und jeder Gläubige sowieso Unsinn glaubt.

    Das zu glauben und zu vertreten steht jedem frei, aber hier im Strang führt es doch zu nichts.
    Es gibt weltweit - vermute ich zumindest - mehr Gläubige als Nichtglaubende (ich bin selbst Agnostikerin und damit ungläubig und bezeichnet mich auch so) - wir werden die Gläubigen nicht davon überzeugen nicht mehr zu glauben.


    Ich möchte in diesem Strang (und einigen anderen) verstehen, was Menschen überhaupt zu einem Glauben und in diesem Falle zum muslimischen Glauben bringt. Ich werde es vermutlich nie ganz verstehen können, aber vielleicht bekomme ich eine Ahnung davon.



    Und einige Nichtglaubende hier im Strang empfinde definitiv nicht als toleranter oder weltoffener als die meisten Gläubige, die ich kenne.
    Danke Promethea, für Deine wirklich toleranten und Interessierten Posts.
    Ich fühle mich Agnostikern ja sehr nah, denn für mich ist Glauben nur etwa 2,3 cm entfernt von dieser Position.
    Für mich persönlich aber die entscheidenden Zentimeter hin zum 'ja'.

    Ich frage mich ob diese Rechthaberei und Besserwisserei die viele bei diesem Thema anbringen nicht doch typisch deutsch ist....(?)

    Toleranz finde ich übrigens darf ruhig auch mal schwer fallen und was manche darunter verstehen scheint mir recht oberflächlich.

    Ich finde schon wichtig, dass eine Gesellschaft darüber diskutiert was sie tolerieren kann.

    Und so erlebe ich unsere Demokratie, dass man immer wieder genau darum ringen muss.

    Manchmal finde ich aber genau die die sich für extrem tolerant halten genau gegenteilig....

  3. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Vielleicht eröffnet ja noch jemand einen Strang "Warum ich Atheistin/Agnostikerin bin"
    Oh ja, bitte.

  4. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In der Religion selbst ist aber der Staat nicht mitgedacht.
    Das ist im Islam anders.
    Es gibt ja die naheliegende Theorie, dass Mohammed durch diese Religion die arabischen Länder einen wollte. Sie sozusagen zu einem Freihandelsgebiet machen. Wo Krieg herrscht, ist nicht gut handeln.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde schon wichtig, dass eine Gesellschaft darüber diskutiert was sie tolerieren kann.

    Und so erlebe ich unsere Demokratie, dass man immer wieder genau darum ringen muss.
    Ja, sehr gut formuliert.

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    AW: Fragen zum Islam

    Jalila,

    Du warst mal Christ, dann Jude - warum glaubst jetzt den richtigen Glauben gefunden zu haben?

    Mit Glauben verbindet man ja auch Kultur.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  6. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh ja, bitte.
    Dann aber bitte auch noch einen weiteren Strang:
    Warum ich Atheistin oder Agnostikerin bin, aber trotzdem noch Kirchensteuer zahle.

    Als Resumee: Weil ich außerdem Pragmatikerin und sozial engagiert (in Form von Caritas oder Diakonie) bin.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Promethea71
    Wir haben Kirchensteuer - die im wesentlichen die christlichen Kirchen stützt. Wir haben staatlich finanzierte Priester, christliche Kindergärten, Krankenhäuser etc. alle auch staatlich finanziert.
    und wir haben im Antidiskriminierungsgesetz durchwegs Ausnahmeformulierungen für kirchliche Institutionen. Daher können auch geschiedene, andersgläubige oder sonstwelche Mitarbeiter entlassen werden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Diese Vergleiche hinken mächtig, deshalb bringen sie auch nichts. Aber sie werden eigentlich stets von muslimischer Seite gebracht: Die Christen haben auch getötet, gesteinigt, missioniert, Frauen unterdrückt usw.
    Eben, und sich in einem Atemzug als die wahren Gläubigen hinstellen, und andere sind un- oder fehlgläubig.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Zur Gerechtigkeit gehört Belohnung und Bestrafung. Ist schon ein bisschen im Diesseits so. Du bist jawohl auch nicht gegen eine Strafe für z. B. Mörder.
    Im Gegensatz zu einigen - nicht wenigen - Moslems sehe ich einen Unterschied zwischen einem Mörder und einem Menschen, der nicht an Gott glaubt.


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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Im Gegensatz zu einigen - nicht wenigen - Moslems sehe ich einen Unterschied zwischen einem Mörder und einem Menschen, der nicht an Gott glaubt.
    dazu kommt noch, dass wir zum Glück über die Zeiten hinweg sind, wo wir uns bei den verhängten Strafmaßen zu Herren über Leben und Tod machten. Zumindest in unserem Gerichtssystem.

    Angesprochene Verbrechen im Ausland, die von uns politisch unterstützt werden nehm ich hier mal aus.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  10. Moderation

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    AW: Fragen zum Islam

    Völlig OT:

    Ja, unser Rechtsystem ist über "Auge um Auge" und die Todesstrafe hinweg. Zum Glück.
    Aber viele Bürger finden es völlig in Ordnung, wenn Kinderschänder im Gefängnis von Mithäftlingen misshandelt werden, viele sind der Todestrafe für Verbrecher nicht abgeneigt und auch die Erschießung der Mörder von Charlie Hebdo, wurde durch aus begrüsst.

    Unsere Verfassung ist insoweit wesentlich fortschrittlicher als Teile unserer Gesellschaft.

    Von den USA, der Todesstrafe, dem freien Recht zu erschiessen, wen immer ich will, wenn ich eine Bedrohungslage im weitesten Sinne konstruieren kann, dem Begriff des Kollateralschadens, dem Einrichten von rechtswidrigen Gefangenenlagern wie Guantanamo, für den ein vager Verdacht ausreicht und alle rechtsstaatlichen Mechanismen außer Kraft gesetzt werden ganz zu schweigen.

    .
    Teil des Problems des Terrorismus - aller Terrorregime ist aus meiner Sicht.
    Den "oben" geht es um Macht, Einfluss, Land, Geld (im großen wie im kleinen, egal ob Kreuzzüge, Bhagwan, IS, AFD, Nazis, ), den "unten" wird dafür eine Ideologie verkauft, die zur aktuellen Befindlichkeit passt und leicht zu verstehen ist. Und ein gemeinsamer Feind ist auch erforderlich, da die Bedrohung durch außen leichter Einigkeit nach innen schafft.



    ABER hier geht es - für mich - um die ursprünglichen Glaubensgrundlagen des Korans.
    Und ich habe hier und inspiriert durch diesen Strang aus andern Quellen schon viel interessantes gelernt.

    Das wird mich sicherlich nicht zum Glauben bringen, aber ich hoffe immer, je mehr und je konkreter ich Dinge über andere weiß, desto eher verstehe ich sie und desto schwieriger wird es, aufeinander einzuschlagen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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