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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Nichts wurde beim Aufschreiben interpretiert. Den aufgeschriebenen Text kann man interpretieren. Muslime glauben, dass Gott den Koran schützt, dass heisst , das der heutige arabische Text (abgesehen von Vokalzeichen) , dem Mohammed (saw) offenbarten Text exakt entspricht. Kein gläubiger Muslim würde es wagen, die Worte Gottes zu verändern. Und es gab immer genug Gläubige, die auf die korrekte Überlieferung geachtet haben. Wenn irgendwelche Ungläubigen irgendetwas probiert hätten zu fälschen, hätten die Gläubigen das sofort gemerkt und nicht akzeptiert.
    dafür, dass alles so originalgetreu ist und sich DIE Moslems ja so gut im Koran auskennen, sind sich die Moslems aber im Verständnis des Korans untereinander erstaunlich uneins...
    Der Koran hat unter Muslimen ein viel grösseres Ansehen als die Bibel bei Christen (da diese nicht als wortwörtlich von Gott angesehen wird). Millionen Muslime können den ganzen Koran auswendig.
    jede dieser monotheistischen Religionen hält ihr Buch für das wichtigste und wahrste. Aber zumindest in der heutigen Zeit höre ich weder von Christen noch von Juden, dass sie Gläubige der anderen beiden Religionen als ungläubig bezeichnen. Ich finde das in unserer heutigen Zeit einfach nur noch unverschämt. Abgesehen davon, dass für mich auch Gläubige anderer Religionen natürlich Gläubige sind, und keine Ungläubige, nur weil sie nicht an das selbe glauben wie ich.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    dafür, dass alles so originalgetreu ist und sich DIE Moslems ja so gut im Koran auskennen, sind sich die Moslems aber im Verständnis des Korans untereinander erstaunlich uneins...


    jede dieser monotheistischen Religionen hält ihr Buch für das wichtigste und wahrste. Aber zumindest in der heutigen Zeit höre ich weder von Christen noch von Juden, dass sie Gläubige der anderen beiden Religionen als ungläubig bezeichnen. Ich finde das in unserer heutigen Zeit einfach nur noch unverschämt. Abgesehen davon, dass für mich auch Gläubige anderer Religionen natürlich Gläubige sind, und keine Ungläubige, nur weil sie nicht an das selbe glauben wie ich.
    Ich meinte mit "Ungläubigen " Atheisten, nicht gläubige Juden und Christen . Die glauben ja etwas. Jede Religion hält sich aber für "Die Wahre". Insofern hält man die anderen Gläubigen für falsch- oder irrglaubend.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Amelie63 Beitrag anzeigen
    dafür, dass alles so originalgetreu ist und sich DIE Moslems ja so gut im Koran auskennen, sind sich die Moslems aber im Verständnis des Korans untereinander erstaunlich uneins...
    1.Gott schützt den Koran, den Text.
    2. Der freie Wille des Menschen kann unabhängig davon dazu führen, das jemand einen Vers anders interpretiert als ein anderer.
    Die beiden Punkte muss man auseinander halten.

  4. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Ich meinte mit "Ungläubigen " Atheisten, nicht gläubige Juden und Christen . Die glauben ja etwas. Jede Religion hält sich aber für "Die Wahre". Insofern hält man die anderen Gläubigen für falsch- oder irrglaubend.
    Ich finde aber Irrglaubend oder falschglaubend als abwertend und wenig tolerant.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Wer nicht glauben will , wird sehen was er davon hat.
    Also ein drohender Gott?


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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Für einen Gläubigen ist es nicht schwer zu glauben, dass Gott sein Wort schützen kann.
    Prima Vorlage. Eines der Dinge, die ich nicht verstehe. Warum es 3 Bücher brauchte. Da Gott ja keine Fehler macht, hat er die ersten beiden Bücher warum genau geschickt? ( Er wusste ja, was mit ihnen passiert )

    Bis dahin hat mir kein Moslem diese Frage beantworten können.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Also ein drohender Gott?
    Na klar, auch ein eifersüchtiger Gott - denn man soll ja keine anderen Götter neben ihn haben.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Wer nicht glauben will , wird sehen was er davon hat.
    Müsste es nicht eher heißen, wer nicht wie ein Muslim an Gott, den Koran und Mohammed glaubt, der wird schon sehen, was er davon hat?
    Das wirklich gerechte ist aber, das man nie weiß, ob der, den man gerade noch "ungläubig" genannt hat, nicht irgendwann derjenige sein wird, der fester im Glauben ist und somit "ausgezeichneter" vor Gott steht, als man selber.
    Also ICH wäre vorsichtig damit.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    1.Gott schützt den Koran, den Text.
    2. Der freie Wille des Menschen kann unabhängig davon dazu führen, das jemand einen Vers anders interpretiert als ein anderer.
    Die beiden Punkte muss man auseinander halten.
    Und was sagt uns das nun, das Gott den Text schützt? Relevant sind die Interpretationen, denn die bestimmen die Regeln und das Sozialgefüge zwischen Menschen. Da ist es völlig unerheblich, was der da oben nun macht oder will. Das Ergebnis sehen wir ja und zwar überall in unserer Geschichte.

    Juden und Christen haben schlimme Verbrechen an Menschen und Völkern begangen und tun es heute noch. Weil Gott deren Texte nicht schützt? Moslems stehen dem mittlerweile aber nicht mehr nach, und das, obwohl ihr Text göttlich geschützt ist? Ob Gott was schützt oder nicht, ist für mich völlig irrelevant, wenns nicht funktioniert.

    Und der Islam funktioniert nicht besser und nicht schlechter als andere Religionen. Weil eine Religion eben die menschliche Fehlerhaftigkeit nicht beseitigt, sondern im Gegenteil, früher oder später mit Hilfe anderer Instrumente (z.B. den Menschen Bildung vorenthalten) immer als Manipulationsmittel mißbraucht wird. Und das geht so gut, weil es in - zumindest den monotheistischen Weltreligionen - immer einen Kern gibt, der dermaßen als sakrosankt gilt und nicht hinterfragt werden darf, da er als GLAUBE definiert wird (z.B. solche Sätze wie "Gott schützt den Koran"). Genau hier enden meine Diskussionen mit gläubigen Menschen immer, egal wie tolerant sind - und genau hier können Machthaber und Machtwoller ansetzen und manipulieren.

    Deshalb wäre mir es egal, wenn der Papst mir erzählen würde, dass der Bibeltext von Gott geschützt ist, wenn er die Interpretationen nicht vor Mißbrauch bewahrt. Deshalb habe ich mich abgewendet. Das ist kein Abwenden vom Göttlichen, sondern von den Möglichkeiten des Mißbrauchs, die die die irdischen Formen davon auf Erden bieten.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

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    AW: Fragen zum Islam

    Jalila,
    mich würde interessieren was eine muslimische Frau im Jenseits erwartet - bislang habe ich nur gehört dass Männer mit zig Jungfrauen "belohnt" werden - welche jenseitigen Verheißungen sind Frauen zugedacht?

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