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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meinst du neu geschrieben oder neu übersetzt?
    Manches übersetzt, manches neu erfunden.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  2. Moderation

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    AW: Fragen zum Islam

    Aus meiner Sicht liegt ein Problem aller religiösen Schriften, die vor der industriellen Nutzung des Buchdruck entstanden sind darin, dass sie zum großen Teil zunächst mündlich überliefert wurden, dann vereinzelt aufgeschrieben. Diese Schriften sind zusammen gefügt und zur Verbreitung immer wieder handschriftlich kopiert worden.


    Das dabei der vielleicht jemals existent Originaltext auf der Strecke bleibt, liegt für mich auf der Hand.
    Deswegen habe ich so große Schwierigkeiten mit religiösen Texten.


    Wobei ich davon ausgehe, genauso wie es zwischen den verschiedenen bibelbasierten Religionen/Konfessionen Unterschiede in der Interpretation der Bibel gibt, gibt es genauso viele Interpretationen des Koran.


    Wobei ich zB die Interpretation des Zinsverbotes im Islam schon interessant finde.
    Die Christen sind um das in der Bibel ebenfalls formulierte Zinsverbot ja inzwischen "rum" gekommen, nachdem das christliche Zinsverbot - aus meiner Sicht - im Mittelalter einen wesentlichen Anteil am Antisemitismus hatte. Da es nur Juden erlaubt war Geld gegen Zins zu verleihen und ihnen im Gegenzug fast jede andere Berufstätigkeit oder Landbesitz verboten war.

    Die Muslime hingegen nehmen dieses Zinsverbot immer noch ernst.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. Moderation

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    AW: Fragen zum Islam

    Letzteres führt mich zu der ernstgemeinten Frage - die sich mir gerade erst stellt.

    Bekomme ich bei einer muslimischen Bank als Nichtmuslim eigentlich einen Kredit ?


    Offenbar ein spannendes Thema für sich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Islamisches_Bankwesen
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


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  4. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Wie Priscinome bereits schrieb, das gesamte Buch Leviticus (sog. 3. Buch Mose) ist eine ausführliche Gesetzessammlung. Auch in Numeri und im Deuteronomium (4. und 5. Buch Mose) sind einige Kapitel Gesetze zu finden.
    Sie beziehen sich aber eindeutig auf das Volk Moses, das Gott aus Ägypten führt und ihnen neue, eigene Gesetze gibt.
    Mehrfach wird darauf hingewiesen, dass sie im Gegensatz zu den gewohnten Regeln aus dem sündigen Ägypten zu befolgen sind.
    Wenn die jüdische Religion an Teilen davon festhält (der große Teil der Opferungen fällt weg, die Steinigungen und Todesstrafe bei sexueller Verfehlung usw.), dann kann man nicht von einem Gesetzesbuch sprechen.
    Wie sehr sie sich im Altertum daran gehalten haben, ist nicht überliefert.
    Aber ganz anders der Koran, der einiges aus den Büchern Moses übernommen hat und sie hielten sich nicht nur im Mittelalter daran, sondern heute auch noch.
    Ein Gesetzestext, der aus dem Mittelalter und sogar aus der vorchristlichen Zeit stammt, wird heute teilweise buchstabengetreu befolgt.
    In der Frauenfrage ganz besonders.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da es leider von den alten Schriften (zu Lebzeiten des Propheten) bisher keine Schriften entdeckt wurden, kann diese Aussage zurzeit nicht bewiesen werden.
    Die zurzeit bekannten ältesten Niederschriften kommen aus dem 9.Jhd und ganz aktuell (2014) wurde eine Koranschrift entdeckt, die auf 20-40 Jahre nach Mohammeds Tod datiert wird.

    Wie wird dies von Moslems eigentlich gesehen? Ist es nicht eine Anmaßung der Nachfolger des Propheten, die göttlichen Offenbarungen zu verändern? Und sei es nur in der Reihenfolge und Dialekt. Wie kann ein Mensch es wagen, die göttlich vorgegebene Reihenfolge anders zu ordnen? Und dann noch die anderen Schriften zu vernichten?
    Ist heute die Übersetzung des Korans in andere Sprachen (zB. deutsch) erlaubt und gültig?
    Die Reihenfolge der Suren ist nicht wichtig, weil eh nichts chronologisch erzählt wird. Man kann die Suren in beliebiger Reihenfolge lesen und versteht trotzdem alles. Natürlich darf man übersetzen, es kann ja nicht jeder arabisch und die Botschaft ist für alle Menschen.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Schon im Aufschreiben (angeblich) verkündeter Worte ist Interpretation. Es steht doch wohl außer Frage, zumindest für mich, dass sich jemand diese Schriften so zusammengebacken hat, wie es für seine Zwecke zielführend war. Die Interpretationen selbstverständlich auch.
    Nichts wurde beim Aufschreiben interpretiert. Den aufgeschriebenen Text kann man interpretieren. Muslime glauben, dass Gott den Koran schützt, dass heisst , das der heutige arabische Text (abgesehen von Vokalzeichen) , dem Mohammed (saw) offenbarten Text exakt entspricht. Kein gläubiger Muslim würde es wagen, die Worte Gottes zu verändern. Und es gab immer genug Gläubige, die auf die korrekte Überlieferung geachtet haben. Wenn irgendwelche Ungläubigen irgendetwas probiert hätten zu fälschen, hätten die Gläubigen das sofort gemerkt und nicht akzeptiert.
    Der Koran hat unter Muslimen ein viel grösseres Ansehen als die Bibel bei Christen (da diese nicht als wortwörtlich von Gott angesehen wird). Millionen Muslime können den ganzen Koran auswendig.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    Manches übersetzt, manches neu erfunden.
    Nichts wurde beim Aufschreiben interpretiert. Den aufgeschriebenen Text kann man interpretieren. Muslime glauben, dass Gott den Koran schützt, dass heisst , das der heutige arabische Text (abgesehen von Vokalzeichen) , dem Mohammed (saw) offenbarten Text exakt entspricht. Kein gläubiger Muslim würde es wagen, die Worte Gottes zu verändern. Und es gab immer genug Gläubige, die auf die korrekte Überlieferung geachtet haben. Wenn irgendwelche Ungläubigen irgendetwas probiert hätten zu fälschen, hätten die Gläubigen das sofort gemerkt und nicht akzeptiert.
    Der Koran hat unter Muslimen ein viel grösseres Ansehen als die Bibel bei Christen (da diese nicht als wortwörtlich von Gott angesehen wird). Millionen Muslime können den ganzen Koran auswendig.

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn wir den Minkowski-Raum zugrunde legen, bleiben uns tatsächlich einige Sachverhalte im Universum für immer und ewig unzugänglich. Sehr viele sogar. Nehmen wir mal die Dinge außerhalb des Ereignishorizonts als ein halbwegs realistisches Jenseits gegeben hin.

    Aber jetzt mal unter uns Betschwestern:
    Angenommen, jede Galaxie enthält 100 Milliarden Sterne. Und das Universum 100 Milliarden Galaxien.
    Und - was noch nicht bewiesen ist - Gott/Allah kümmert sich um alle diese Sterne, wobei noch nichtmal von Planeten die Rede ist.
    Dann müßte sich Gott/Allah um 724637681159,4 Sonnensysteme pro Sekunde kümmern. Kein Wunder, daß ihm da manche Sünden durch die Lappen gehen.
    Für den allmächtigen, allwissenden Gott, der unabhängig von Zeit und Raum existiert überhaupt kein Problem. Natürlich geht Ihm nichts "durch die Lappen."

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Nichts wurde beim Aufschreiben interpretiert.
    Das geht nicht. Oder besser gesagt, in der Art und Weise, wie etwas geschrieben wird, erfährt der Text schon eine Färbung.

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Und es gab immer genug Gläubige, die auf die korrekte Überlieferung geachtet haben. Wenn irgendwelche Ungläubigen irgendetwas probiert hätten zu fälschen, hätten die Gläubigen das sofort gemerkt und nicht akzeptiert.
    Wie soll das gehen, zu all diesen hat er gesprochen? Erstaunlich. Und warum haben sie nicht sofort angefangen, alles aufzuschreiben? Er müsste ja diktiert haben, von wegen wortwörtlich ...


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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Das geht nicht. Oder besser gesagt, in der Art und Weise, wie etwas geschrieben wird, erfährt der Text schon eine Färbung.


    Wie soll das gehen, zu all diesen hat er gesprochen? Erstaunlich. Und warum haben sie nicht sofort angefangen, alles aufzuschreiben? Er müsste ja diktiert haben, von wegen wortwörtlich ...
    Du glaubst ja eh nicht.
    Dieser Strang hat nicht den Sinn , sich anzuhören, dass Atheisten eh nichts glauben.

    Dieser Strang erklärt sachlich interessierten Menschen was Muslime glauben.

    Und Muslime glauben , dass Gott über den Engel Gabriel (as) dem Propheten Mohammed (saw) den Koran offenbart hat. Dann hat Mohammed (saw) es verkündet und Schreiber haben direkt mitgeschrieben. Uthman (ra) , war einer dieser Schreiber. Ein paar Jahre später als Kalif hat er die Suren in einer Reihenfolge geordnet.
    Für einen Gläubigen ist es nicht schwer zu glauben, dass Gott sein Wort schützen kann.
    Wer nicht glauben will , wird sehen was er davon hat.

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