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    AW: Fragen zum Islam

    Jalila
    überzeugend erklärt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    ... Weiterhin fand ich am Judentum schlecht, dass das Jenseits dort kaum eine Rolle spielt. Im Alten Testament gibt es praktisch kein Jenseits. Im Talmud ein wenig. Im Islam bzw. im Koran geht es dagegen dauernd um das Jenseits. Das ist für mich viel attraktiver....
    Warum ist dir das Jenseits so sehr wichtig? Keiner kann dir Beweise erbringen dafür, was und wie es nach dem Tod sein wird. Ist es dann nicht wichtiger sich der Gegenwart zu widmen? Wenn man in der Vergangenheit oder in der Zukunft lebt, dann verpasst man die Gegenwart. Man verschwendet Lebenszeit. Und man hat ja eh so wenig davon.

    Ist es nicht ausreichend in der Gegenwart ein gutes, positives Leben zu leben? Damit meine ich in seinm Handeln und Denken und nicht im Materiellen.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Sintonia Beitrag anzeigen
    Warum ist dir das Jenseits so sehr wichtig? Keiner kann dir Beweise erbringen dafür, was und wie es nach dem Tod sein wird. Ist es dann nicht wichtiger sich der Gegenwart zu widmen? Wenn man in der Vergangenheit oder in der Zukunft lebt, dann verpasst man die Gegenwart. Man verschwendet Lebenszeit. Und man hat ja eh so wenig davon.

    Ist es nicht ausreichend in der Gegenwart ein gutes, positives Leben zu leben? Damit meine ich in seinm Handeln und Denken und nicht im Materiellen.
    Wenn man wirklich glaubt, ist das für einen wie ein Beweis. Gott verspricht den Menschen im Koran für gute Werke und Glauben das Paradies. Für einen Gläubigen ist dieses Versprechen genug.
    Und dann rein rechnerisch , der Mensch lebt im Diesseits ca. 80 Jahre. Das ist nichts gegen unendlich. Also, wenn es ein Jenseits gibt , ist logischerweise die Ewigkweit mehr und wichtiger als die 80 Jahre. Von Kindheit an war mir der Tod immer bewusst, und ich wollte diese Tatsache nie verdrängen. Da ich fühle , dass ich eine Seele habe bzw. bin und diese im Gegensatz zum Körper nicht sterben kann, habe ich mich schon immer gern mit den verschiedenen Jenseitsvorstellungen so wie Nahtod-Erlebnissen beschäftigt.
    Das Diesseits ist wichtig, weil das Verhalten in ihm natürlich darüber entscheidet , was mit einem im Jenseits passiert.
    Also auch als Jenseits-Gläubiger kann man das Diesseits nicht vernachlässigen. Vielleicht tuen das zurückgezogen lebende Mönche und Nonnen, aber diese Art von Diesseits-Abgewandtheit ist im Islam nicht erlaubt. Als Muslim muss man Verantwortung im Diesseits übernehmen. Das am häufigsten im Koran geforderte Verhalten ist (neben beten) "Zakat geben " , dass heisst Unterstützung für Arme und Bedürftige.

  4. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Na ja, das ist ja allen Reigionen gleich, da sticht der Islam nun wirklich nicht heraus.
    Wir reden hier aber über dem Islam. Und ich finde, der Islam beschäftigt sich außerordentlich viel mit Ehe und ihren Regeln.
    1. Verheiratet sein ist Schutz
    Gegen Unzucht ( das allein bedarf schon weitreichende Erklärungen, ist nicht getan mit nicht wahllos Sex haben )
    Was ist Unzucht?
    Vereinsamung (gerade im Alter und in Krankheit )
    Dazu braucht man eine Familie und ein soziales Netzwerk, keinen Ehemann (Ehefrau), der vielleicht stirbt oder anderweitig unterwegs ist.
    Gegen die Verarmung der Frau und Kinder
    Funktioniert nur, wenn der Mann der Verdiener ist, nicht stirbt, sich nicht scheiden lässt und ausreichend Rente hat.
    Am besten schützt man sich doch vor Armut, wenn man selbst arbeitet und sich um sein Leben kümmert und nicht auf jemand anderes angewiesen ist.
    Uneheliche Kinder haben auf wenig Anspruch, alles muss man festlegen und regeln. Das ist bei ehelichen nicht der Fall.
    Worauf sollen sie Anspruch haben? Außerdem kann man das gesetzlich festlegen. Ist ja bei uns auch der Fall.
    Und Homosexualität wird auch in keiner Religion so hingenommen. Warum? Kann ich nur spekulieren. Geht wahrscheinlich um den Fortbestand der Menschheit.
    Mich interessiert aber die Frage zum Islam und nicht zu den anderen Religionen.
    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Von beiden.
    Und wenn man sich nicht einig wird, das ist ja meistens der Fall bei einem Konflikt. Wer entscheidet dann?
    Falsch. Der eine ist der Chef der Buchhaltung, der andere des Verkaufs. Da darf auch die Frau den Verkauf leiten
    Da argumentierst Du schräg. Du schriebst, die Chefs treffen unvernünftige Entscheidungen und die Firma wird nicht überleben. Es ging aber darum, wer entscheidet, was unvernünftig ist.
    Zitat Zitat von Jalila Beitrag anzeigen
    Ich denke (und das ist im Islam so), dass jeder nur für seine eigenen Sünden verantwortlich ist und Gott sie dem Sünder vergibt, wenn dieser bereut, ohne dass dafür ein “Dritter” sich kreuzigen lassen muss.
    Das ist bei den Christen nicht anders. Jesus hat die Erbschuld auf sich genommen, somit konnten die Christen mit Jesus und dem Neuen Testament einen Schnitt machen und ohne die lästigen Schulden aus dem Alten Testament von vorn anfangen.
    Deshalb können die Juden auch nichts mit ihm anfangen.
    In diesem Kontext stört mich im Christentum auch die Mittler-Funktion der Kirchen. (...)
    Überhaupt gibt es im Islam keinen Klerus, niemand steht zwischen Gott und dem einzelnen. Man hat eine ganz direkte Gottesbeziehung, ist nicht abhängig von Priestern, Sakramenten u.ä..
    Und wozu braucht man dann Imame, Moscheen und Koranschulen?
    Ich denke dagegen die wahre Religion muss für alle Menschen leicht zugänglich sein, das ist im Islam so , jeder kann ganz einfach Muslim werden. Es kann doch nicht sein , dass Gott seine Religion praktisch nur für ein kleines Volk zugänglich macht.
    Warum nicht, wenn niemand zwischen Gott und dem einzelnen steht, braucht man die Religion doch eigentlich gar nicht.
    Im Vergleich zu beiden ist es auch die Heilige Schrift, also die Bibel ist eigentlich eine Zusammenstellung aus 73 (katholisch) bzw. 66 (evangelisch) einzelnen Büchern. Diese widersprechen sich in sich und untereinander. So sehen z.B. die Christen im Alten Testament Jesus (as), die Juden sehen ihn da natürlich nicht.
    Der Koran dagegen ist in sich total stimmig, ein Buch mit einer klaren Botschaft immer im selben Stil.
    Aber ich denke, gerade der Koran ist unstimmig, unklar und leicht umzuinterpretieren. Das ist doch der Grund für diese vielen, sich teilweise bekämpfenden Gruppierungen im Islam.

  5. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Jalila
    Jesus (as)
    Für was steht das AS, wenn es im Islam um Jesus geht?

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    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für was steht das AS, wenn es im Islam um Jesus geht?
    Grob übersetzt "Friede sei auf/mit ihm"
    Wird bei allen Propheten benutzt
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  7. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Grob übersetzt "Friede sei auf/mit ihm"
    Wird bei allen Propheten benutzt
    Weshalb macht man das? Diese Zusätze bei den Bezeichnungen. Bei Allah und Mohammed sprechen Muslime das auch.

  8. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Grob übersetzt "Friede sei auf/mit ihm"
    Wird bei allen Propheten benutzt

  9. Inaktiver User

    AW: Fragen zum Islam

    Zitat Zitat von bruennette_2 Beitrag anzeigen
    Und noch'n Gedanke:

    Mir wird immer klarer, dass es tatsächlich so ist und man nicht von "dem" Islam sprechen kann. Es gibt so viele Strömungen, dass immer dazu gefragt werden muss: Welchen Islam meinst Du? Den Wahabitisch-Sunnitischen, den Alevitischen, den Schiitischen, den Islam der Sufis, etc. etc.?

    Was ist also das Trennende und was das Gemeinsame an all diesen Strömungen (bzw. man sollte es umgekehrt formulieren: Was ist das Gemeinsame und was ist das Trennende?)?
    Das hat mich auch interessiert. Bin über die Nachfolge Mohammeds im 7 Jhd gestolpert (Trennung in Sunniten, Schiiten), über die iranische Revolution, die verschiedene Rechtsschulen gestolpert.
    All das kann man (als Ungläubiger ) bis zu einem gewissen Grad rational verstehen, aber ich glaube, daß auch ein großer Teil Spiritualität die Faszination ausmacht.

    Ich habe mit "mit offenen karten islam" angefangen (youtube), dann die verschiedenen Rechtsschulen überflogen, aber da wurde es bereits schwierig.
    Dann noch das Problem, daß es wohl bei den Sunniten 4 verschiedene Rechtsschulen gibt, aber die Wahhabiten eine oder mehrere dieser Schulen umfassen. Kann man sicher nachlesen, aber mich interessiert eher, weshalb der Nahe Osten nicht zum Frieden findet, und Menschenleben anscheinend kaum noch zählen...

    Ich bleibe dabei: Al-Nusra, IS, Salafisten, Taliban und Wahhabiten haben sunnitischen Ursprung, wollen jeweils ihre Vorstellungen vom wahren Glauben durchsetzen, und mit großer Gewalt die Vormachtstellung erreichen. Daß dabei im Falles des IS oder Boko Haram auch die Kultur sowohl der eigenen Glaubensgruppe, die nicht den konservativen Vorstellungen genügen, als auch die anderer Glaubensgemeinschaften zerstört werden, nimmt man dabei billigend in Kauf.
    Die Leute sollen keinen Zugang zu westliche Bildung haben, ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Man ist unfrei, und soll es auch bleiben.

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    AW: Fragen zum Islam

    @ phaden
    Wer enscheidet was unvernünftig ist? Wer entscheidet das denn bei anders Gläubigen? Und wie gehen wir denn mit Konflikten um? Wo siehst du den Unterschied?

    Du hast gefragt, was der Sinn der Ehe ist. Ich habe nur ein paar aufgezählt. Nur weil es Gegenargumente gibt, bleibt es trotzdem der eigentliche Sinn.
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

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